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Frequenzbereiche und Bandpläne

Lehrgang Klasse N · Betrieb · Lektion 14 von 23

Lektion 14 von 23 · Betrieb28 Prüfungsfragen

Darum geht es

Welche Bänder gibt es, und wo im Band findet welcher Betrieb statt? Die Bandpläne der IARU teilen jedes Band in Bereiche für Telegrafie, Sprechfunk und digitale Betriebsarten auf.

Das lernst du: Frequenzbereiche · IARU-Bandpläne

Der Lernstoff

IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

Der IARU-Bandplan ist kein Gesetz, sondern eine Verabredung der Funkamateure untereinander — und er ist nötig, weil Betriebsarten sich nicht gleich gut verträgen. Eine Telegrafieverbindung braucht wenige hundert Hertz, ein FM-Gespräch zwölf Kilohertz. Stünde beides durcheinander, würde das breite Signal das schmale ständig zudecken, obwohl sich kein Mensch falsch verhält. Deshalb liegen die schmalen Betriebsarten unten am Bandanfang und die breiten darüber, und deshalb bekommen Baken und Satelliten eigene Streifen: eine Bake sendet unbeaufsichtigt weiter und kann nicht ausweichen, ein Satellit hört aus dem All auf ein sehr schwaches Signal. Wer diese Ordnung kennt, muss die Frequenzen nicht einzeln lernen. Er fragt sich: wie breit ist das, was ich vorhabe, und wer könnte hier nicht ausweichen? Und er weiß, warum die Baken „exklusiv“ sind, während bei den anderen Bereichen nur eine Empfehlung steht.

Verbindlich?nur EmpfehlungKein Gesetz. Die Einhaltung soll allen Funkamateuren zugutekommen.
BandanfangMorsetelegrafieIn jedem Band. CW ist die schmalste Betriebsart und liegt deshalb unten.
Seitenbandunter 10 MHz LSB, darüber USB80 m sind 3,5 MHz, liegen also darunter: LSB. 20 m sind 14 MHz, liegen darüber: USB.
144,075 und 144,125CW, schmalbandig digitalKein FM, kein RTTY, kein FT8.
144,300SSB-Aktivitätszentrum 2 mGefunkt wird daneben, etwa auf 144,310.
144,450Baken, exklusivExklusiv heißt: nichts anderes, auch nicht kurz.
145,375digitale Telefonie, Anruf 2 m
145,500FM-Anruf 2 mNach dem Anruf weggehen, etwa auf 145,450.
145,525FM-KanalSchmalband-FM: höchstens 12 kHz Bandbreite. Bandbreite ist nicht Kanalabstand und nicht Kanalraster.
145,600Relaisfunkstellen 2 m
145,800WeltraumkommunikationSatelliten und die ISS. Auf 2 m nennt der Katalog es Weltraumkommunikation, auf 70 cm Satellitenfunk.
432,040CW, schmalbandig digital
432,200SSB-Aktivitätszentrum 70 cm
432,450Baken, exklusiv
433,450digitale Telefonie, Anruf 70 cmNur 50 kHz neben dem FM-Anruf — die häufigste Verwechslung.
433,500FM-Anruf 70 cm
435,500Satellitenfunk
439,200Relaisfunkstellen 70 cm

Merken: Im 2-m-Band steigt es von unten nach oben: CW, SSB, Baken, FM und Relais, ganz oben der Weltraum. Im 70-cm-Band gilt diese Reihenfolge nicht — dort liegen die Relais auf 439,200 ÜBER dem Satellitenbereich um 435,500. Die vier Anruffrequenzen merkt man paarweise: 145,500 und 433,500 für FM, 145,375 und 433,450 für digitale Telefonie.

Zum Begriffsblatt im Lexikon →

Die Bänder in Deutschland

Der Bandname ist keine Nummer, sondern die Wellenlänge — und Wellenlänge und Frequenz hängen über die Lichtgeschwindigkeit zusammen: Frequenz in Megahertz mal Wellenlänge in Metern ergibt etwa 300. Damit findet man jedes Band in der richtigen Nachbarschaft wieder. 300 geteilt durch 80 ergibt 3,75 MHz, und das 80-m-Band liegt bei 3,5 bis 3,8. Für die genauen Kanten reicht die Rechnung nicht, denn die Bandnamen sind gerundete Bezeichnungen; sie verwirft aber sofort jede Antwort, die um ein Vielfaches daneben liegt. Die Kanten selbst sind nicht willkürlich. Die alten, breiten Kurzwellenbänder liegen harmonisch zueinander: 7, 14, 21 und 28 MHz sind das Doppelte, Vierfache, Sechsfache und Achtfache von 3,5 MHz. Die drei schmalen Bänder 10,1, 18,068 und 24,89 MHz kamen erst später hinzu, sind nur 50 bis 100 kHz breit und haben deshalb krumme Kanten. Und die Bänder werden nach oben hin breiter: 160 m ist 190 kHz breit, 2 m schon 2 MHz, 70 cm ganze 10 MHz. Aus demselben Grund darf eine einzelne Aussendung oben mehr Bandbreite belegen als unten — oben ist einfach mehr Platz.

160 m1810–2000 kHzBeginnt bei 1810, nicht bei 1800. Bei 1850 wechselt die Leistungsgrenze der Klasse E.
80 m3,5–3,8 MHzGeteilt mit dem Seefunkdienst, beide auf primärer Basis.
40 m7,0–7,2 MHzPrimärer Status. Außerhalb Europas reicht es bis 7,3 MHz.
30 m10,1–10,15 MHzNur 50 kHz breit. Höchstens 800 Hz Bandbreite, kein Sprechfunk.
20 m14,0–14,35 MHzDas klassische DX-Band.
17 m18,068–18,168 MHz100 kHz breit, krumme Kanten.
15 m21,0–21,45 MHzNicht 21,5 und nicht 21,35 — genau 21,45.
12 m24,89–24,99 MHz100 kHz breit, krumme Kanten.
10 m28–29,7 MHzKlasse N. Unterhalb 29 MHz höchstens 7 kHz Bandbreite.
6 m50,0–52,0 MHzNicht bis 54 MHz — das gilt in anderen ITU-Regionen.
2 m144–146 MHzKlasse N. Nicht bis 148 MHz. Höchstens 40 kHz Bandbreite.
70 cm430–440 MHzKlasse N. 2 MHz Bandbreite, für AM-Fernsehen 7 MHz. Darin liegt der ISM-Bereich.
23 cm1240–1300 MHzIm Streifen 1247–1263 MHz nur 5 W EIRP.
13 cm2320–2450 MHzNicht 2250 und nicht 2350 — genau 2320.
MF300 kHz – 3 MHzMittelwelle. Darin liegt das 160-m-Band.
HF3–30 MHzKurzwelle, Short Wave. Von 80 m bis 10 m.
VHF30–300 MHzUltrakurzwelle. 6 m und 2 m.
UHF300–3000 MHzDezimeterwelle. 70 cm, 23 cm, 13 cm.
Klasse N10 m, 2 m, 70 cm28–29,7 MHz, 144–146 MHz, 430–440 MHz. Sonst nichts.
primär / sekundärwer weichen mussPrimär heißt eigenes Recht. 40 m ist primär, 80 m gemeinsam mit dem Seefunk auch; 30 m und 135,7–137,8 kHz nicht.

Merken: Rechne den Bandnamen um: 300 geteilt durch die Meter ergibt ungefähr die Megahertz. Die Klasse N hat drei Bänder — 10 m, 2 m und 70 cm. Und die vier Bereichsnamen mit je einem Faktor zehn: MF bis 3 MHz, HF bis 30, VHF bis 300, UHF bis 3000.

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Werkzeuge dazu

Eine Frage zum Ausprobieren

BC101Wie wird der Frequenzbereich bezeichnet, in dem sich das 10 m-Band befindet?ab Klasse N

  1. Very High Frequency (VHF) oder Ultrakurzwelle (UKW)
  2. Medium Frequency (MF) oder Mittelwelle (MW)
  3. Ultra High Frequency (UHF) oder Dezimeterwelle
  4. High Frequency (HF), Short Wave (SW) oder Kurzwelle (KW)
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist D: High Frequency (HF), Short Wave (SW) oder Kurzwelle (KW)

Kniff: Das 10-m-Band liegt bei 28 bis 29,7 MHz, und der Bereich von 3 bis 30 MHz heißt HF, Short Wave oder Kurzwelle. Es ist damit das höchste Kurzwellenband — bei 30 MHz ist die Kurzwelle zu Ende, und das nächste Band darüber ist schon 6 m im VHF-Bereich.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Very High Frequency (VHF) oder Ultrakurzwelle (UKW) – VHF beginnt erst bei 30 MHz. Das 10-m-Band endet bei 29,7 MHz und liegt damit knapp darunter — genau das macht diese Antwort verführerisch.
  • Medium Frequency (MF) oder Mittelwelle (MW) – MF reicht nur bis 3 MHz. Dort liegt das 160-m-Band, nicht das 10-m-Band.
  • Ultra High Frequency (UHF) oder Dezimeterwelle – UHF beginnt bei 300 MHz — das Zehnfache der Kurzwellengrenze.

Mehr dazu: Die Bänder in Deutschland

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