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IARU-Bandpläne

Abschnitt 2.3.2 · Frequenzbereiche · Betriebliche Kenntnisse. 22 Fragen, ab Klasse N, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 22 Prüfungsfragen zum Thema IARU-Bandpläne (Kapitel „Frequenzbereiche“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

Die Fragen gehören zum Prüfungsteil Betriebliche Kenntnisse. Sie kommen ab der Klasse N vor. Die Markierung an jeder Frage zeigt, ab welcher Klasse sie gilt.

▶ Diese 22 Fragen im Trainer üben

Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

Der IARU-Bandplan ist kein Gesetz, sondern eine Verabredung der Funkamateure untereinander — und er ist nötig, weil Betriebsarten sich nicht gleich gut verträgen. Eine Telegrafieverbindung braucht wenige hundert Hertz, ein FM-Gespräch zwölf Kilohertz. Stünde beides durcheinander, würde das breite Signal das schmale ständig zudecken, obwohl sich kein Mensch falsch verhält. Deshalb liegen die schmalen Betriebsarten unten am Bandanfang und die breiten darüber, und deshalb bekommen Baken und Satelliten eigene Streifen: eine Bake sendet unbeaufsichtigt weiter und kann nicht ausweichen, ein Satellit hört aus dem All auf ein sehr schwaches Signal. Wer diese Ordnung kennt, muss die Frequenzen nicht einzeln lernen. Er fragt sich: wie breit ist das, was ich vorhabe, und wer könnte hier nicht ausweichen? Und er weiß, warum die Baken „exklusiv“ sind, während bei den anderen Bereichen nur eine Empfehlung steht.

Verbindlich?nur EmpfehlungKein Gesetz. Die Einhaltung soll allen Funkamateuren zugutekommen.
BandanfangMorsetelegrafieIn jedem Band. CW ist die schmalste Betriebsart und liegt deshalb unten.
Seitenbandunter 10 MHz LSB, darüber USB80 m sind 3,5 MHz, liegen also darunter: LSB. 20 m sind 14 MHz, liegen darüber: USB.
144,075 und 144,125CW, schmalbandig digitalKein FM, kein RTTY, kein FT8.
144,300SSB-Aktivitätszentrum 2 mGefunkt wird daneben, etwa auf 144,310.
144,450Baken, exklusivExklusiv heißt: nichts anderes, auch nicht kurz.
145,375digitale Telefonie, Anruf 2 m
145,500FM-Anruf 2 mNach dem Anruf weggehen, etwa auf 145,450.
145,525FM-KanalSchmalband-FM: höchstens 12 kHz Bandbreite. Bandbreite ist nicht Kanalabstand und nicht Kanalraster.
145,600Relaisfunkstellen 2 m
145,800WeltraumkommunikationSatelliten und die ISS. Auf 2 m nennt der Katalog es Weltraumkommunikation, auf 70 cm Satellitenfunk.
432,040CW, schmalbandig digital
432,200SSB-Aktivitätszentrum 70 cm
432,450Baken, exklusiv
433,450digitale Telefonie, Anruf 70 cmNur 50 kHz neben dem FM-Anruf — die häufigste Verwechslung.
433,500FM-Anruf 70 cm
435,500Satellitenfunk
439,200Relaisfunkstellen 70 cm

Merken: Im 2-m-Band steigt es von unten nach oben: CW, SSB, Baken, FM und Relais, ganz oben der Weltraum. Im 70-cm-Band gilt diese Reihenfolge nicht — dort liegen die Relais auf 439,200 ÜBER dem Satellitenbereich um 435,500. Die vier Anruffrequenzen merkt man paarweise: 145,500 und 433,500 für FM, 145,375 und 433,450 für digitale Telefonie.

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Die 22 Fragen

BC201Wie verbindlich sind die Bandpläne der IARU?ab Klasse N

  1. Sie müssen in Regionen mit hoher Dichte von Amateurfunkstellen eingehalten werden.
  2. Sie sind für unbesetzte und automatisch arbeitende Amateurfunkstellen amtlich vorgeschrieben.
  3. Sie müssen von jedem Funkamateur bei internationalem Funkverkehr angewendet werden.
  4. Sie sind eine Empfehlung. Ihre Einhaltung soll allen Funkamateuren zugute kommen.
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Richtig ist D: Sie sind eine Empfehlung. Ihre Einhaltung soll allen Funkamateuren zugute kommen.

Kniff: Achte auf die Verben. Die IARU ist ein Verband von Funkamateuren und kein Gesetzgeber, deshalb baut jede falsche Antwort eine Pflicht ein: „müssen“, „amtlich vorgeschrieben“. Nur eine Antwort nennt statt einer Pflicht einen Zweck, und daran erkennst du sie.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Sie müssen in Regionen mit hoher Dichte von Amateurfunkstellen eingehalten werden. – Das macht aus der Empfehlung eine Pflicht mit Bedingung; der Bandplan kennt aber keine Gegend, in der er strenger gilt — dicht belegt oder nicht, er bleibt eine Empfehlung.
  • Sie sind für unbesetzte und automatisch arbeitende Amateurfunkstellen amtlich vorgeschrieben. – „Amtlich vorgeschrieben“ verwechselt den Verband IARU mit einer Behörde; dass es hier um automatisch arbeitende Stationen geht, ändert nichts am Charakter des Bandplans.
  • Sie müssen von jedem Funkamateur bei internationalem Funkverkehr angewendet werden. – Hier wird die Empfehlung auf einen Teil des Betriebs verengt und dort zur Pflicht erklärt; gemeint ist der Nutzen für alle, im Nachbarort genauso wie über Grenzen hinweg.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC202Welches Seitenband wird bei SSB-Telefonie nach IARU-Empfehlung im 80 m-Band in der Regel benutzt?ab Klasse N

  1. Im Europaverkehr wird das untere, ansonsten das obere Seitenband benutzt.
  2. Im 80 m-Band wird das untere Seitenband benutzt.
  3. Um den Nachteil der relativ niedrigen Sendefrequenz des 80 m-Bandes auszugleichen, wird das obere Seitenband benutzt.
  4. In der unteren Bandhälfte das untere Seitenband, in der oberen Bandhälfte das obere Seitenband.
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Richtig ist B: Im 80 m-Band wird das untere Seitenband benutzt.

Kniff: Die Seitenbandwahl hängt nur von der Frequenz ab, nicht von der Gegenstelle und nicht von der Stelle innerhalb des Bandes. Die Grenze liegt bei 10 MHz: darunter unteres, darüber oberes Seitenband. 80 m ist die längere Welle, also die niedrigere Frequenz und damit unterhalb der Grenze.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Im Europaverkehr wird das untere, ansonsten das obere Seitenband benutzt. – Diese Antwort macht die Wahl vom Standort der Gegenstelle abhängig; entschieden wird allein danach, ob die Frequenz unter oder über 10 MHz liegt.
  • Um den Nachteil der relativ niedrigen Sendefrequenz des 80 m-Bandes auszugleichen, wird das obere Seitenband benutzt. – Die Beobachtung stimmt, 80 m ist die niedrigere Frequenz — genau deshalb aber unteres Seitenband; einen technischen Nachteil, der sich durch die Seitenbandwahl ausgleichen ließe, kennt die Empfehlung nicht.
  • In der unteren Bandhälfte das untere Seitenband, in der oberen Bandhälfte das obere Seitenband. – Hier wandert die 10-MHz-Grenze in das Band hinein; sie trennt Bänder voneinander, nicht die Hälften eines Bandes.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC203Welches Seitenband wird bei SSB-Telefonie nach Empfehlung der IARU im 20 m-Band in der Regel benutzt?ab Klasse N

  1. Im 20 m-Band wird das obere Seitenband benutzt.
  2. In der unteren Bandhälfte das untere Seitenband, in der oberen Bandhälfte das obere Seitenband.
  3. Im Europaverkehr wird das untere, ansonsten das obere Seitenband benutzt.
  4. Um den Nachteil der relativ niedrigen Sendefrequenz des 20 m-Bandes auszugleichen, wird das untere Seitenband benutzt.
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Richtig ist A: Im 20 m-Band wird das obere Seitenband benutzt.

Kniff: Gleiche Grenze wie beim 80-m-Band, nur auf der anderen Seite: 20 m ist die kürzere Welle, liegt also über 10 MHz und bekommt das obere Seitenband. Prüfe bei jeder Antwort zuerst, ob sie das Band richtig einordnet — eine nennt 20 m ausdrücklich eine „relativ niedrige“ Frequenz und scheidet schon wegen dieser Voraussetzung aus.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • In der unteren Bandhälfte das untere Seitenband, in der oberen Bandhälfte das obere Seitenband. – Innerhalb eines Bandes wird das Seitenband nicht gewechselt; die Empfehlung ordnet einem ganzen Band ein Seitenband zu.
  • Im Europaverkehr wird das untere, ansonsten das obere Seitenband benutzt. – Entfernung und Region der Gegenstelle spielen keine Rolle; im 20-m-Band arbeiten alle im selben Seitenband.
  • Um den Nachteil der relativ niedrigen Sendefrequenz des 20 m-Bandes auszugleichen, wird das untere Seitenband benutzt. – 20 m ist gerade nicht das niedrige Band, sondern das über der 10-MHz-Grenze; die Antwort dreht die Einordnung um und zieht daraus auch noch den falschen Schluss.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC204In welchem Bereich der Amateurfunkbänder empfiehlt der IARU-Bandplan üblicherweise die Nutzung von Morsetelegrafie?ab Klasse N

  1. Am Bandanfang
  2. Am Bandende
  3. In der Bandmitte
  4. Unterhalb von 10 MHz am Bandanfang, oberhalb von 10 MHz am Bandende
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Richtig ist A: Am Bandanfang

Kniff: Die Begründung steckt in der Bandbreite: Morsetelegrafie ist die schmalste Betriebsart und bekommt deshalb den Platz unten. Das gilt in jedem Band gleich, also gibt es hier keine Ausnahme nach Frequenz. Wer eine 10-MHz-Grenze einbaut, verwechselt diese Frage mit der Regel für die Seitenbandwahl.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Am Bandende – Nach der Reihenfolge im Band stehen oben die breiten Betriebsarten und der Weltraum; die schmalste Betriebsart gehört ans andere Ende.
  • In der Bandmitte – Die Mitte ist bereits belegt: dort liegen das SSB-Aktivitätszentrum und der Bakenbereich, und CW kommt davor.
  • Unterhalb von 10 MHz am Bandanfang, oberhalb von 10 MHz am Bandende – Die 10-MHz-Grenze gehört zur Seitenbandwahl; auf die Lage von CW im Band hat sie keinen Einfluss, die ist überall dieselbe.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC205Welche Frequenz empfiehlt der IARU-Bandplan für einen allgemeinen Anruf mit analoger FM-Telefonie im 2 m-Band?ab Klasse N

  1. 144,800 MHz
  2. 145,800 MHz
  3. 145,500 MHz
  4. 144,050 MHz
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Richtig ist C: 145,500 MHz

Kniff: Gefragt ist der Anruf in analoger FM, und der liegt im 2-m-Band im oberen Teil. Sortiere die Angebote nach Höhe: zwei beginnen mit 144 und liegen damit unter allen FM-Einträgen des Bandplans, eine ist der Weltraumeintrag ganz oben. Übrig bleibt die Frequenz zwischen diesen Extremen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 144,800 MHz – 144,800 kommt im Bandplan nicht als Anruffrequenz vor; die Endung 800 gehört zu 145,800 und damit zum Weltraum, nicht zu FM.
  • 145,800 MHz – 145,800 ist für Satelliten und die ISS vorgesehen — der höchste Eintrag des Bandes und kein Platz für einen allgemeinen Anruf im Ort.
  • 144,050 MHz – 144,050 liegt am Bandanfang, direkt neben der CW-Frequenz 144,075; der Anfang eines Bandes ist nie für FM gedacht.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC206Welche Frequenz empfiehlt der IARU-Bandplan für einen allgemeinen Anruf mit analoger FM-Telefonie im 70 cm-Band?ab Klasse N

  1. 433,450 MHz
  2. 433,500 MHz
  3. 432,050 MHz
  4. 432,500 MHz
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Richtig ist B: 433,500 MHz

Kniff: Im 70-cm-Band liegen die beiden Anruffrequenzen nur 50 kHz auseinander: 433,450 für digitale Telefonie, 433,500 für FM. Gefragt ist analoge FM, also die höhere der beiden. Die zwei Antworten mit 432 vorn gehören in den unteren Bandteil mit CW, SSB und Bake und können deshalb gar kein FM-Anruf sein.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 433,450 MHz – 433,450 ist der Anruf für digitale Telefonie und der unmittelbare Nachbar; unterschieden wird hier allein über die Betriebsart, nicht über die Größenordnung der Zahl.
  • 432,050 MHz – 432,050 liegt am Bandanfang neben dem CW-Eintrag 432,040 und ist das 70-cm-Gegenstück zur Falle 144,050 im 2-m-Band.
  • 432,500 MHz – Die Endung 500 stimmt, der Megahertz-Teil nicht: der FM-Anruf steht bei 433, während im 432er Bereich nur CW, SSB und die Bake genannt sind.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC207Welche Frequenz empfiehlt der IARU-Bandplan für einen allgemeinen Anruf mit digitaler Telefonie im 2 m-Band?ab Klasse N

  1. 145,375 MHz
  2. 144,195 MHz
  3. 144,800 MHz
  4. 145,500 MHz
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Richtig ist A: 145,375 MHz

Kniff: Digitale Telefonie und FM haben je eigene Anruffrequenzen; im 2-m-Band liegen sie 125 kHz auseinander, 145,375 und 145,500. Halte deshalb die Betriebsart der Frage fest, bevor du auf die Zahlen siehst. Zwei Angebote sind überhaupt keine Anruffrequenz, eines ist die für FM.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 144,195 MHz – 144,195 liegt unterhalb des SSB-Aktivitätszentrums 144,300 und damit im schmalbandigen unteren Bandteil; die Anruffrequenzen für Telefonie stehen im 2-m-Band alle darüber.
  • 144,800 MHz – 144,800 gehört zu keinem der beiden Anrufpaare und ist im Bandplan nicht aufgeführt; die Antwort lebt nur davon, dass sie nach einer 2-m-Frequenz klingt.
  • 145,500 MHz – 145,500 ist der Anruf für analoge FM; getauscht wird hier nur die Betriebsart, die Zahl gehört zum Nachbareintrag 125 kHz höher.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC208Welche Frequenz empfiehlt der IARU-Bandplan für einen allgemeinen Anruf mit digitaler Telefonie im 70 cm-Band?ab Klasse N

  1. 432,500 MHz
  2. 433,450 MHz
  3. 432,050 MHz
  4. 433,500 MHz
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Richtig ist B: 433,450 MHz

Kniff: Spiegelbild zur 2-m-Frage, nur enger: die digitale Telefonie ruft im 70-cm-Band 50 kHz unter dem FM-Anruf. Die beiden 432er Antworten scheiden aus, weil dort CW, SSB und die Bake liegen. Zwischen 433,450 und 433,500 entscheidet dann allein das Wort „digital“.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 432,500 MHz – 432,500 verrechnet den Megahertz-Teil: die Endung 500 gehört zum FM-Anruf 433,500, und im 432er Bereich nennt der Bandplan keine Anruffrequenz für Telefonie.
  • 432,050 MHz – 432,050 liegt beim CW-Eintrag 432,040 am Bandanfang; dort ist schmalbandiges Digital vorgesehen, was nicht dasselbe ist wie digitale Telefonie mit eigener Anruffrequenz.
  • 433,500 MHz – 433,500 ist der FM-Anruf; genau dieser Abstand von nur 50 kHz gilt als die häufigste Verwechslung in diesem Band.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC209Auf welcher der folgenden Frequenzen könnten Sie beispielsweise unter Berücksichtigung des IARU-Bandplans im 2 m-Band eine FM-Telefonieverbindung durchführen?ab Klasse N

  1. 144,250 MHz
  2. 144,450 MHz
  3. 144,090 MHz
  4. 145,450 MHz
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Richtig ist D: 145,450 MHz

Kniff: Gesucht ist keine Anruffrequenz, sondern ein Platz zum Reden. Nach dem Anruf auf 145,500 geht man weg, etwa 50 kHz tiefer — dafür ist 145,450 da. Die drei anderen Zahlen beginnen mit 144 und liegen im unteren Bandteil, der CW, SSB und den Baken gehört.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 144,250 MHz – 144,250 liegt kurz unter dem SSB-Aktivitätszentrum 144,300; dort wird in SSB gearbeitet, der FM-Teil des Bandes beginnt erst weit darüber.
  • 144,450 MHz – 144,450 ist der Bakenbereich, und der ist exklusiv — dort ist nicht einmal ein kurzes Gespräch vorgesehen.
  • 144,090 MHz – 144,090 liegt zwischen den beiden CW-Frequenzen 144,075 und 144,125, also im schmalbandigsten Abschnitt des Bandes.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC210Auf welcher der folgenden Frequenzen könnten Sie unter Berücksichtigung des IARU-Bandplans im 2 m-Band eine SSB-Telefonieverbindung beispielsweise durchführen?ab Klasse N

  1. 144,450 MHz
  2. 144,310 MHz
  3. 145,450 MHz
  4. 144,800 MHz
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Richtig ist B: 144,310 MHz

Kniff: SSB findest du über das Aktivitätszentrum 144,300, gefunkt wird aber nicht genau darauf, sondern daneben — 144,310 ist dieses Daneben, 10 kHz höher. Prüfe die übrigen Zahlen an der Reihenfolge im Band: was über dem Bakenbereich 144,450 liegt, gehört schon zum FM-Teil und fällt für SSB weg.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 144,450 MHz – 144,450 ist exklusiv für Baken, und „exklusiv“ schließt SSB genauso aus wie FM.
  • 145,450 MHz – 145,450 ist die Ausweichfrequenz nach dem FM-Anruf 145,500 — der Gedanke, vom Anruf wegzugehen, ist richtig, nur Betriebsart und Bandteil passen nicht.
  • 144,800 MHz – 144,800 liegt oberhalb des Bakenbereichs und damit hinter dem SSB-Abschnitt; als Frequenz mit eigener Nutzung nennt der Bandplan sie ohnehin nicht.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC211Welche Frequenz bzw. welchen Frequenzbereich sieht der IARU-Bandplan als Aktivitätszentrum für SSB-Telefonie im 2 m-Band vor?ab Klasse N

  1. 144,300 MHz
  2. 144,110–144,160 MHz
  3. 144,195–144,205 MHz
  4. 145,500 MHz
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Richtig ist A: 144,300 MHz

Kniff: Der Bandplan nennt beide SSB-Aktivitätszentren als einzelne Frequenz, nicht als Bereich; die zwei Bereichsangaben passen daher nicht zu diesem Eintrag. Merke dir die Ziffern hinter dem Komma als Paar: 300 ist SSB auf 2 m, 200 ist SSB auf 70 cm.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 144,110–144,160 MHz – Dieser Bereich umschließt 144,125 und gehört damit zum Abschnitt für CW und schmalbandiges Digital am Bandanfang.
  • 144,195–144,205 MHz – Die 200 in der Mitte dieses Fensters stammt vom 70-cm-Zentrum 432,200; im 2-m-Band ist die passende Zahl 144,300.
  • 145,500 MHz – 145,500 ist der FM-Anruf und liegt 1,2 MHz über dem SSB-Zentrum; SSB und FM haben im Bandplan getrennte Einträge.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC212Welche Frequenz bzw. welchen Frequenzbereich sieht der IARU-Bandplan als Aktivitätszentrum für SSB-Telefonie im 70 cm-Band vor?ab Klasse N

  1. 432,600–432,9875 MHz
  2. 434,450–434,575 MHz
  3. 432,200 MHz
  4. 434,000 MHz
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Richtig ist C: 432,200 MHz

Kniff: Halte die beiden SSB-Zentren als Paar zusammen: 144,300 und 432,200. Auf 70 cm ist die Zahl also 432,200, und sie liegt zwischen dem CW-Anfang 432,040 und dem Bakenbereich 432,450 — genau in der Reihenfolge, die der Bandplan in jedem Band verwendet.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 432,600–432,9875 MHz – Dieses Fenster beginnt oberhalb des Bakenbereichs 432,450; nach der Reihenfolge im Band ist der SSB-Abschnitt dort längst vorbei.
  • 434,450–434,575 MHz – Hier ist die Endung 450 aus 432,450 und 433,450 in einen 434er Bereich gerutscht; er liegt über dem FM-Anruf 433,500 und hat mit dem SSB-Zentrum nichts zu tun.
  • 434,000 MHz – 434,000 ist eine runde Zahl ohne eigenen Eintrag; das SSB-Zentrum trägt im 70-cm-Band den Megahertz-Teil 432.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC213Warum sollten Sie RTTY, PSK31 oder FT8 nicht auf 144,075 MHz verwenden? Der IARU-Bandplan empfiehlt ...ab Klasse N

  1. in diesem Bereich maximal 500 Hz Bandbreite zu belegen, damit der Bereich besser genutzt werden kann.
  2. digitale Verfahren oberhalb von 430 MHz durchzuführen, da dort mehr Bandbreite zur Verfügung steht.
  3. den Einsatz von Computern für die Signalerzeugung zu vermeiden.
  4. diesen Bereich bevorzugt für Morsetelegrafie zu nutzen.
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Richtig ist D: diesen Bereich bevorzugt für Morsetelegrafie zu nutzen.

Kniff: Der Abschnitt ist nicht gegen Digitalbetrieb gerichtet — schmalbandige digitale Verfahren sind dort ausdrücklich mitgenannt. RTTY, PSK31 und FT8 zählt der Bandplan hier aber nicht dazu, und begründet wird das über den Vorrang der Morsetelegrafie am Bandanfang. Such also die Antwort, die eine Betriebsart nennt, nicht die, die eine Zahl oder ein Gerät nennt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • in diesem Bereich maximal 500 Hz Bandbreite zu belegen, damit der Bereich besser genutzt werden kann. – Eine Bandbreitenzahl gibt der Bandplan hier gar nicht vor; die einzige Zahl dieser Art im 2-m-Band sind die 12 kHz für Schmalband-FM auf 145,525, und 144,075 wird über die Betriebsart geregelt, nicht über eine Hertz-Grenze.
  • digitale Verfahren oberhalb von 430 MHz durchzuführen, da dort mehr Bandbreite zur Verfügung steht. – Im 70-cm-Band steht am Bandanfang, bei 432,040, derselbe Eintrag für CW und schmalbandiges Digital; die Reihenfolge im Band wiederholt sich, sie verschiebt sich nicht von einem Band ins andere.
  • den Einsatz von Computern für die Signalerzeugung zu vermeiden. – Der Bandplan verteilt Betriebsarten über Frequenzen und sagt nichts darüber, mit welchem Gerät du ein Signal erzeugst.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC214Warum sollten Sie auf 144,125 MHz keine Direktverbindung in FM-Telefonie zu einem Funkamateur aufnehmen, der sich im Nachbarort befindet? Der IARU-Bandplan empfiehlt diesen Bereich für die Nutzung durch ...ab Klasse N

  1. Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren.
  2. Weltraumkommunikation.
  3. Baken.
  4. Repeater.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren.

Kniff: 144,125 ist die zweite der beiden Frequenzen, die der Bandplan für CW und schmalbandiges Digital nennt, und liegt noch im Anfangsteil des Bandes. Die drei anderen Antworten gehören zu Einträgen, die alle deutlich höher stehen: Bake 144,450, Relais 145,600, Weltraum 145,800. Achte außerdem auf das Wort in der Frage: hier wird der Bereich nur „empfohlen“, beim Bakeneintrag steht dagegen „exklusiv“.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Weltraumkommunikation. – Weltraumkommunikation ist im 2-m-Band bei 145,800 zu Hause, über anderthalb Megahertz höher als 144,125.
  • Baken. – Die 2-m-Baken liegen bei 144,450, und nur dort gilt die Nutzung als exklusiv; 144,125 ist eine der beiden ausdrücklich für CW genannten Frequenzen.
  • Repeater. – Relaisfunkstellen arbeiten im 2-m-Band bei 145,600, also im oberen FM-Teil; 144,125 liegt dicht am Bandanfang.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC215Warum sollten Sie auf 144,450 MHz keine Direktverbindung in FM-Telefonie zu einem Funkamateur aufnehmen, der sich im Nachbarort befindet? Der IARU-Bandplan sieht diesen Bereich exklusiv für die Nutzung durch ...ab Klasse N

  1. Baken vor.
  2. Repeater vor.
  3. Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren vor.
  4. Weltraumkommunikation vor.
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Richtig ist A: Baken vor.

Kniff: Das Wort „exklusiv“ in der Frage ist der Schlüssel: von allen Einträgen des Bandplans bekommen nur die Baken diesen Zusatz, im 2-m-Band bei 144,450 und im 70-cm-Band bei 432,450. Exklusiv heißt, dass dort auch nicht kurz gefunkt wird, selbst wenn die Frequenz frei klingt. Bei jeder anderen Nutzung steht nur eine Empfehlung.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Repeater vor. – Relais gehören im 2-m-Band zu 145,600; wer 144,450 für eine Relaisfrequenz hält, überspringt den ganzen Weg von der Bandmitte in den oberen FM-Teil.
  • Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren vor. – CW und schmalbandiges Digital sind 144,075 und 144,125, also unterhalb des Bakenbereichs — und für sie gilt eine Empfehlung, kein exklusiver Schutz.
  • Weltraumkommunikation vor. – Weltraum ist im 2-m-Band 145,800; die Endung 450 taucht sonst nur in 432,450 auf, und auch dort sind es Baken, nie Satelliten.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC216Warum sollten Sie bei FM-Telefonie auf 145,525 MHz darauf achten, ihr Funkgerät auf Schmalband-FM (Narrow FM) einzustellen? Der IARU-Bandplan empfiehlt ...ab Klasse N

  1. einen Kanalabstand von 50 kHz einzuhalten.
  2. ein Kanalraster von 5 kHz einzuhalten.
  3. in diesem Frequenzbereich nicht mehr als 12 kHz Bandbreite zu belegen.
  4. in diesem Frequenzbereich nicht mehr als 25 kHz Bandbreite zu belegen.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist C: in diesem Frequenzbereich nicht mehr als 12 kHz Bandbreite zu belegen.

Kniff: Gefragt ist eine Bandbreite, nicht ein Abstand zwischen Kanälen — das sind zwei verschiedene Größen, und drei Antworten spielen mit dieser Verwechslung. Aus 145,500 und 145,525 lässt sich ein Kanalabstand von 25 kHz ausrechnen; belegen darfst du nach der Empfehlung weniger als diesen Abstand, nämlich höchstens 12 kHz. Genau darum heißt die Einstellung Schmalband-FM.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • einen Kanalabstand von 50 kHz einzuhalten. – 50 kHz ist im Bandplan der Abstand zwischen den beiden Anruffrequenzen des 70-cm-Bandes, 433,450 und 433,500; mit der belegten Breite auf 145,525 hat diese Zahl nichts zu tun.
  • ein Kanalraster von 5 kHz einzuhalten. – Ein Raster beschreibt, auf welchen Punkten Kanäle liegen; die Frage will wissen, wie breit dein Signal sein darf, und darauf antwortet ein Raster nicht.
  • in diesem Frequenzbereich nicht mehr als 25 kHz Bandbreite zu belegen. – 25 kHz ist der Kanalabstand, der sich aus 145,500 und 145,525 ergibt; als Bandbreite würde das den Nachbarkanal genau ausfüllen, und Schmalband-FM meint die kleinere Zahl.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC217Warum sollten Sie auf 145,600 MHz keine Direktverbindung in FM-Telefonie zu einem Funkamateur aufnehmen, der sich im Nachbarort befindet? Der IARU-Bandplan empfiehlt diesen Bereich für die Nutzung durch ...ab Klasse N

  1. Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren.
  2. Repeater.
  3. Weltraumkommunikation.
  4. Baken.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist B: Repeater.

Kniff: Im oberen Teil des 2-m-Bandes stehen drei Einträge dicht beieinander, die sich nur in einer Ziffer unterscheiden: 145,500 der FM-Anruf, 145,600 die Relais, 145,800 der Weltraum. Eine Direktverbindung auf 145,600 würde mit den Relaisfunkstellen zusammenfallen, statt sie zu benutzen. Merke dir 145,600 zusammen mit 439,200 — das sind die beiden Relaiszahlen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren. – CW sitzt am Bandanfang bei 144,075 und 144,125; 145,600 liegt mehr als ein Megahertz darüber, im FM-Teil des Bandes.
  • Weltraumkommunikation. – Der Weltraum bekommt 145,800; zwischen 145,600 und 145,800 liegen nur 200 kHz, und genau diese Nähe macht die Verwechslung leicht.
  • Baken. – Die 2-m-Bake ist 144,450 und wird exklusiv geschützt; die Frage spricht hier aber nur von einer Empfehlung, und das passt zu Relais, nicht zum strengeren Bakeneintrag.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC218Warum sollten Sie auf 145,800 MHz keine Direktverbindung in FM-Telefonie zu einem Funkamateur aufnehmen, der sich im Nachbarort befindet? Der IARU-Bandplan empfiehlt diesen Bereich für die Nutzung durch ...ab Klasse N

  1. Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren.
  2. Weltraumkommunikation.
  3. Baken.
  4. Repeater.
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Richtig ist B: Weltraumkommunikation.

Kniff: 145,800 ist die höchste Frequenz, die der Bandplan im 2-m-Band überhaupt nennt, und passt damit zur Reihenfolge im Band: der Weltraum steht oben. Dort sind Satelliten und die ISS unterwegs, nicht Verbindungen zum Nachbarort. Die eigentliche Falle ist die Nähe zu 145,600: nur 200 kHz tiefer stehen die Relais.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren. – CW ist die Betriebsart für den Bandanfang; 145,800 ist das andere Ende des Bandes.
  • Baken. – Die Bake im 2-m-Band ist 144,450 und exklusiv; bis 145,800 sind es von dort 1,35 MHz nach oben, mit FM-Teil und Relais dazwischen.
  • Repeater. – Relais sind 145,600, also nur 200 kHz unter 145,800 — der kleine Abstand ist der Grund, warum diese Antwort so plausibel aussieht.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC219Warum sollten Sie auf 432,040 MHz keine Direktverbindung in FM-Telefonie zu einem Funkamateur aufnehmen, der sich im Nachbarort befindet? Der IARU-Bandplan empfiehlt diesen Bereich für die Nutzung durch ...ab Klasse N

  1. Weltraumkommunikation.
  2. Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren.
  3. Satellitenfunk.
  4. Baken.
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Richtig ist B: Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren.

Kniff: 432,040 ist die niedrigste Frequenz, die der Bandplan im 70-cm-Band nennt, also der Bandanfang — und dort steht in jedem Band die Morsetelegrafie. Beachte, dass diese Frage zwei verschiedene Weltraum-Antworten anbietet: „Weltraumkommunikation“ ist der Eintrag zu 145,800 auf 2 m, „Satellitenfunk“ der zu 435,500 auf 70 cm. Beide liegen weit oben, 432,040 dagegen ganz unten.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Weltraumkommunikation. – Unter diesem Namen führt der Bandplan 145,800, also eine 2-m-Frequenz; in einer 70-cm-Frage ist damit schon das Band falsch.
  • Satellitenfunk. – Satellitenfunk liegt im 70-cm-Band bei 435,500, fast dreieinhalb Megahertz über 432,040 und damit im oberen Bandteil.
  • Baken. – Die 70-cm-Bake ist 432,450; sie beginnt mit denselben drei Ziffern, deshalb entscheidet hier der Rest der Zahl — 040 ist CW, 450 ist Bake.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC220Warum sollten Sie auf 432,450 MHz keine Direktverbindung in FM-Telefonie zu einem Funkamateur aufnehmen, der sich im Nachbarort befindet? Der IARU-Bandplan empfiehlt diesen Bereich exklusiv für die Nutzung durch ...ab Klasse N

  1. Repeater.
  2. Baken.
  3. Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren.
  4. Satellitenfunk.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist B: Baken.

Kniff: Wieder verrät das Wort „exklusiv“ den Bakeneintrag, im 70-cm-Band ist das 432,450. Gefährlich ist nicht der Nachbar im gleichen Megahertz, sondern 433,450: dieselbe Endung 450, ein Megahertz höher, und dort liegt die Anruffrequenz für digitale Telefonie. Präge dir 432,450 gemeinsam mit 144,450 ein, die beiden Bakenfrequenzen enden gleich.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Repeater. – Relais gehören im 70-cm-Band zu 439,200, der höchsten Zahl dieses Bandplans; 432,450 liegt dagegen in der Bandmitte.
  • Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren. – CW und schmalbandiges Digital sind 432,040, also 410 kHz tiefer — und für sie gilt eine Empfehlung, während die Frage hier ausdrücklich von exklusiver Nutzung spricht.
  • Satellitenfunk. – Satellitenfunk ist 435,500; die Endung 450 kommt im 70-cm-Band nur bei der Bake 432,450 und beim digitalen Anruf 433,450 vor, bei keinem Weltraumeintrag.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC221Warum sollten Sie auf 435,500 MHz keine Direktverbindung in FM-Telefonie zu einem Funkamateur aufnehmen, der sich im Nachbarort befindet? Der IARU-Bandplan empfiehlt diesen Bereich für die Nutzung durch ...ab Klasse N

  1. Baken.
  2. Satellitenfunk.
  3. Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren.
  4. Repeater.
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Richtig ist B: Satellitenfunk.

Kniff: Die Falle ist die gemeinsame Endung 500: 433,500 ist der FM-Anruf, 435,500 der Satellitenbereich, zwei Megahertz höher. Wer die Zahl nur am Komma abliest, landet leicht im falschen der beiden Einträge. Anders als bei den Baken steht hier nur eine Empfehlung — ein Ortsgespräch gehört trotzdem nicht dorthin.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Baken. – Die 70-cm-Bake ist 432,450 und exklusiv geschützt; 435,500 hat im Bandplan einen eigenen Eintrag und einen anderen Zweck.
  • Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren. – CW eröffnet das Band bei 432,040; von dort bis 435,500 sind es fast dreieinhalb Megahertz.
  • Repeater. – Relais sind 439,200 und damit der einzige Eintrag über 435,500; Satellit und Relais lassen sich im 70-cm-Band deshalb nicht über „oben“ und „unten“ trennen, sondern nur über die Zahl selbst.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

BC222Warum sollten Sie auf 439,200 MHz keine Direktverbindung in FM-Telefonie zu einem Funkamateur aufnehmen, der sich im Nachbarort befindet? Der IARU-Bandplan empfiehlt diesen Bereich für die Nutzung durch ...ab Klasse N

  1. Satellitenfunk.
  2. Baken.
  3. Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren.
  4. Repeater.
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Richtig ist D: Repeater.

Kniff: 439,200 ist der höchste Eintrag, den der Bandplan im 70-cm-Band nennt; die Merkregel „ganz oben der Weltraum“ trägt hier also nicht, denn der Satellitenbereich 435,500 liegt darunter. Verlass dich deshalb auf die Zahl: 439,200 sind die Relais, das Gegenstück zu 145,600 im 2-m-Band. Verwechsle die Endung 200 nicht mit 432,200, dem SSB-Aktivitätszentrum.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Satellitenfunk. – Satellitenfunk ist 435,500 und liegt hier ausnahmsweise unter der Relaisfrequenz, weshalb die Vorstellung „Weltraum ganz oben“ im 70-cm-Band in die Irre führt.
  • Baken. – Die Bake ist 432,450, exklusiv und in der Bandmitte; von ihr ist 439,200 weiter entfernt als jeder andere Eintrag dieses Bandes.
  • Morsetelegrafie und schmalbandige digitale Übertragungsverfahren. – CW liegt bei 432,040 am Bandanfang; 439,200 teilt mit 432,200 nur die Endziffern, und die gehören dort zum SSB-Aktivitätszentrum.

Mehr dazu: IARU-Bandplan: 2 m und 70 cm

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Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.