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Störungen elektronischer Geräte Klasse E

Abschnitt 4.10.1 · Störemissionen, -festigkeit, Schutzanforderungen, Ursachen, Abhilfe · Technische Kenntnisse Klasse E. 24 Fragen, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 24 Prüfungsfragen zum Thema Störungen elektronischer Geräte (Kapitel „Störemissionen, -festigkeit, Schutzanforderungen, Ursachen, Abhilfe“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

▶ Diese 24 Fragen im Trainer üben

Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Wie die HF ins fremde Gerät kommt

Bei einer Störung ist die erste Frage nicht, wie stark der Sender ist, sondern auf welchem WEG die Hochfrequenz in das fremde Gerät gelangt. Denn der Weg entscheidet über die Abhilfe, und sonst nichts. Kommt die Hochfrequenz über Leitungen oder Kabel hinein — Netzkabel, Lautsprecherleitung, Antennenzuführung —, heißt das Einströmung. Kommt sie über ein ungenügend abgeschirmtes Gehäuse direkt in die Elektronik, heißt das Einstrahlung. Daraus folgt unmittelbar, was zu tun ist: gegen Einströmung filtert und schirmt man die LEITUNG, gegen Einstrahlung braucht es ein möglichst geschlossenes METALLgehäuse. Ein Kunststoffgehäuse schirmt nicht, gleichgültig welche Dielektrizitätszahl es hat, und ein Blech unter der Baugruppe ist kein geschlossenes Gehäuse. Mit dem Stehwellenverhältnis hat beides nichts zu tun; das ist eine Sache zwischen Sender und Antenne, kein Weg in ein Nachbargerät. Der dritte Fall ist von anderer Art und wird am häufigsten verwechselt: die Übersteuerung. Hier ist an der Aussendung nichts auszusetzen. Schon das reine Nutzsignal kann den Empfang anderer Frequenzen in einem benachbarten Empfänger zudecken, wenn es dort einfach zu stark ankommt — eine 432-MHz-Antenne mit hohem Gewinn, die unmittelbar auf eine Fernseh-Empfangsantenne gerichtet ist, ist dafür der Musterfall. Deshalb ist das keine Störung durch unerwünschte Aussendungen oder Nebenaussendungen: die entstehen im Sender, die Übersteuerung entsteht im gestörten Empfänger. Erkennen kann man sie daran, dass die Empfindlichkeit ZURÜCKGEHT und schwache Signale verschwinden, obwohl am Empfänger nichts verstellt wurde. Aus dem Weg folgt schließlich die ganze Vorbeugung an der eigenen Station. Man sendet mit der kleinsten ausreichenden Leistung, weil das, was nicht abgestrahlt wird, auch nicht einströmen kann. Eine Drahtantenne im Reihenhaus führt man rechtwinklig zur Häuserzeile, weil sie dann nicht über ihre ganze Länge neben den Leitungen der Nachbarn liegt. Aus demselben Grund sollte eine Kurzwellen-Sendeantenne nicht nahe und parallel zu einer 230-V-Wechselstromleitung verlaufen: sonst werden Hochfrequenzströme ins Netz eingekoppelt, und das Netz führt sie durch das ganze Haus. Und für Sendeantennen nimmt man eine separate HF-Erdleitung, damit der Rückweg der Hochfrequenz nicht durch die Hausinstallation läuft. Wichtig dabei: separat heißt ein eigener HF-Rückweg, NICHT eine vom Haus getrennte zweite Erde. Sie gehört zusätzlich an die Haupterdungsschiene, und der Schutzleiter entfällt dadurch nie — eine nicht in den Potentialausgleich einbezogene Erde ist gefährlich.

Einströmungüber Leitungen oder KabelNetzkabel, Lautsprecherleitung, Antennenzuführung — der Weg führt durch einen Draht.
Einstrahlungüber das GehäuseDie HF gelangt durch die ungenügende Abschirmung direkt in die Elektronik.
Kein Weg hineinschlechtes StehwellenverhältnisDas betrifft Sender und Antenne, nicht das Nachbargerät.
Gegen EinströmungLeitung filtern und schirmenAm Draht ansetzen, auf dem die HF ankommt.
Gegen Einstrahlungmöglichst geschlossenes MetallgehäuseKunststoff schirmt nicht, egal bei welcher Dielektrizitätszahl. Ein Blech unter der Baugruppe genügt nicht.
Übersteuerungreines Nutzsignal, zu starkKeine unerwünschte Aussendung und keine Nebenaussendung — das Problem sitzt im gestörten Empfänger.
Übersteuerung erkennenRückgang der EmpfindlichkeitNicht Empfindlichkeitssteigerung, keine Pfeifstellen, keine blockierte Frequenzeinstellung.
MusterfallGewinnantenne direkt auf TV-AntenneEine 432-MHz-Sendeantenne, unmittelbar auf die Fernseh-Empfangsantenne gerichtet, übersteuert den TV-Empfänger.
Drahtantenne im Reihenhausrechtwinklig zur HäuserzeileNicht entlang der Zeile, nicht im Dachbereich, nicht am gemeinsamen Schornstein neben der Fernsehantenne.
Parallel zur 230-V-LeitungHF-Ströme koppeln ins NetzKeine Überspannung im Netz, keine 50-Hz-Modulation, keine harmonischen Schwingungen.
Erdung der Sendeantennenseparate HF-ErdleitungEine eigene HF-Erde, nicht der Schutzleiter und nicht ein Wasserrohr — aber zusätzlich an die Haupterdungsschiene angebunden.

Merken: Bestimme zuerst den Weg, dann steht die Abhilfe fest: über Leitungen heißt Einströmung, über das Gehäuse heißt Einstrahlung. Gegen Einströmung hilft Filtern und Schirmen der Leitung, gegen Einstrahlung ein möglichst geschlossenes Metallgehäuse. Die Übersteuerung ist der dritte Fall — dort stört schon das reine Nutzsignal, weil es zu stark ankommt, und du erkennst sie am Rückgang der Empfindlichkeit. Vorbeugen heißt: rechtwinklig zur Häuserzeile, nicht parallel zur 230-V-Leitung, separate HF-Erdleitung.

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Störungen: beim Nachbarn und bei mir

Eine Störung ist nicht automatisch jemandes Schuld. Das Recht setzt zwei Grenzen: wie viel ein Sender abstrahlen darf, und wie viel ein Empfänger aushalten muss. Halten beide ihre Grenze ein und es funktioniert trotzdem nicht, dann hat niemand einen Fehler gemacht — und gerade dann tritt die Behörde auf, nicht um zu bestrafen, sondern um zwischen den Beteiligten Abhilfe zu organisieren. Daraus folgen beide Richtungen. Zum Nachbarn hin: erst das Entgegenkommen, also die Leistung vorläufig herunter, denn das Ziel ist Frieden und nicht Rechthaben; und erst dann die Behörde, höflich empfohlen. Zu sich selbst hin: erst im eigenen Haushalt suchen, denn dort stehen die häufigsten Quellen von Breitbandstörungen. Und weil eine Behörde nur bearbeiten kann, was sie wiederfindet, gehört zur Meldung ein Protokoll mit Zeit, Art und vermuteter Quelle. Die Klasse E setzt vor die rechtliche Reihenfolge einen praktischen Schritt, und er ist der wichtigste: erst FESTSTELLEN, ob es überhaupt an dir liegt. Prüfe den zeitlichen Zusammenhang — tritt die Störung wirklich auf, wenn du sendest, und verschwindet sie, wenn du aufhörst? Ohne diesen Nachweis baut man Filter gegen ein Problem, das man nicht kennt, und oft liegt die Ursache beim Empfänger des Nachbarn: eine Zimmerantenne ist gegen jedes starke Signal in der Nähe wehrlos, und eine Außenantenne löst mehr als jedes Filter. Der zweite Gedanke ist die Leistung, und er ist eine Haltung: gesendet wird mit dem Minimum, das für eine zufriedenstellende Verbindung nötig ist — nicht mit dem, was erlaubt ist. In den Abendstunden, wenn im Ballungsgebiet die Fernseher laufen, ist das keine Vorschrift, sondern Rücksicht. Und wenn alles Eigene versucht ist und es bleibt dabei, geht es nicht in den Streit, sondern zur Außenstelle der Bundesnetzagentur mit der Bitte um Prüfung.

Erster Schritt beim NachbarnLeistung vorläufig reduzierenZur Wahrung des Friedens, noch vor der Behörde.
Nachbar beklagt sichhöflich die Prüfung anbietenErst das Entgegenkommen — nicht auf seine Anlage verweisen und nicht auf eine andere Stelle abschieben.
Wenn das nicht reichthöflich zur BNetzA verweisenDie Behörde prüft die Störungsursache.
Beide vorschriftsmäßigbehördliche AbhilfeDie BNetzA veranlasst Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Beteiligten.
Feldstärke unter dem NormwertBetrieb geht weiterErreicht man den empfohlenen Störfestigkeitswert nicht, liegt es nicht an einem.
Eigener Empfang gestörterst im eigenen Haushalt suchenSteckernetzteile, LED-Lampen, Rechner, Bildschirme.
Fremde Geräte halten EMVG oder FuAG einhinnehmenDann besteht kein Anspruch auf Abhilfe.
Meldung an die Funkstörungsannahmemit ProtokollZeitpunkt, Art der Störung und die vermutete Quelle.
Erster Schritt bei TV-Störungzeitlichen Zusammenhang prüfenTreten die Störungen wirklich auf, wenn du sendest?
Zimmerantenne beim NachbarnAußenantenne vorschlagenEine Zimmerantenne ist das eigentliche Problem.
Bemühungen fehlgeschlagenAußenstelle der BNetzA um Prüfung bittenNicht aufgeben, nicht streiten.
Leistungnur so viel wie nötigDas für eine zufriedenstellende Kommunikation erforderliche Minimum.
Abendliche Fernsehstundendieselbe Regel, bewusster angewandtKeine höhere Leistung als für sichere Kommunikation nötig.

Merken: Erst Entgegenkommen, dann Behörde. Erst der eigene Haushalt, dann der Verdacht nach draußen. Und wenn beide Seiten ihre Grenzwerte einhalten, ist es kein Fehler, sondern ein Fall für die Vermittlung. Neu in der Klasse E: zuerst den zeitlichen Zusammenhang prüfen, bevor du irgendetwas einbaust. Eine Zimmerantenne beim Nachbarn ist oft die eigentliche Ursache. Immer mit dem Minimum senden, das für die Verbindung reicht. Und am Ende die BNetzA um Prüfung bitten, nicht streiten.

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Die 24 Fragen

EJ101In welchem Fall spricht man von Einströmungen? Einströmungen liegen dann vor, wenn Hochfrequenz ...ab Klasse E

  1. über nicht genügend geschirmte Kabel zum Anpassgerät geführt wird.
  2. wegen eines schlechten Stehwellenverhältnisses wieder zum Sender zurück strömt.
  3. über das ungenügend abgeschirmte Gehäuse in die Elektronik gelangt.
  4. über Leitungen oder Kabel in ein Gerät gelangt.
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Richtig ist D: über Leitungen oder Kabel in ein Gerät gelangt.

Kniff: Zwei Antworten nennen Kabel; entscheidend ist, wohin die Hochfrequenz dabei läuft. Gefragt ist der Eintritt in ein Gerät, nicht die Zuführung innerhalb der eigenen Station. Die Gehäuse-Antwort steht hier nur als Verwechslung und gehört zur Einstrahlung.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • über nicht genügend geschirmte Kabel zum Anpassgerät geführt wird. – Das Anpassgerät steht in der eigenen Station, und beschrieben ist die Zuführung dorthin; Einströmung meint dagegen den Weg in ein Gerät hinein, das dadurch gestört wird.
  • wegen eines schlechten Stehwellenverhältnisses wieder zum Sender zurück strömt. – Das Wort „strömt“ soll an Einströmung erinnern, gemeint ist aber rücklaufende Leistung zwischen Antenne und Sender, und das ist ein Vorgang in der eigenen Station.
  • über das ungenügend abgeschirmte Gehäuse in die Elektronik gelangt. – So beschrieben ist die Einstrahlung, denn der Weg führt nicht durch einen Draht, sondern durch die Gehäusewand in die Elektronik.

Mehr dazu: Wie die HF ins fremde Gerät kommt

EJ102In welchem Fall spricht man von Einstrahlungen bei EMV? Einstrahlungen liegen dann vor, wenn die Hochfrequenz ...ab Klasse E

  1. über das ungenügend abgeschirmte Gehäuse in die Elektronik gelangt.
  2. über nicht genügend geschirmte Kabel zum gestörten Empfänger gelangt.
  3. über Leitungen oder Kabel in das gestörte Gerät gelangt.
  4. wegen eines schlechten Stehwellenverhältnisses wieder zum Sender zurück strahlt.
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Richtig ist A: über das ungenügend abgeschirmte Gehäuse in die Elektronik gelangt.

Kniff: Die beiden Kabel-Antworten sind die Falle, denn eine davon ist wörtlich die Lösung der Nachbarfrage nach der Einströmung. Prüfe an jeder Antwort nur das eine: führt der genannte Weg durch einen Draht oder durch eine Gehäusewand.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • über nicht genügend geschirmte Kabel zum gestörten Empfänger gelangt. – Das Wort Kabel verrät den Leitungsweg, und der heißt Einströmung; dass hier zusätzlich der gestörte Empfänger genannt wird, ändert am Weg nichts.
  • über Leitungen oder Kabel in das gestörte Gerät gelangt. – Das ist wörtlich die richtige Antwort zur Frage nach der Einströmung, hier also der eingebaute Tausch der beiden Begriffe.
  • wegen eines schlechten Stehwellenverhältnisses wieder zum Sender zurück strahlt. – Das Stehwellenverhältnis betrifft allein das Verhältnis von Sender und Antenne; einen Weg in ein fremdes Gerät beschreibt es nicht, auch nicht mit dem Wort „strahlt“.

Mehr dazu: Wie die HF ins fremde Gerät kommt

EJ103Bereits durch die Aussendung des reinen Nutzsignals können in benachbarten Empfängern Störungen beim Empfang anderer Frequenzen auftreten. Dabei handelt es sich um eine ...ab Klasse E

  1. Störung durch unerwünschte Aussendungen.
  2. Übersteuerung oder störende Beeinflussung.
  3. Störung durch unerwünschte Nebenaussendungen.
  4. hinzunehmende Störung.
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Richtig ist B: Übersteuerung oder störende Beeinflussung.

Kniff: Im Fragetext steht „reines Nutzsignal“, am Sender ist also nichts zu beanstanden. Damit fallen alle Antworten weg, die dem Sender eine zusätzliche Aussendung anhängen, und es bleibt der Fall, der erst im gestörten Empfänger entsteht.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Störung durch unerwünschte Aussendungen. – Unerwünschte Aussendungen entstehen im Sender, hier ist das Nutzsignal jedoch rein und die Störung entsteht erst im benachbarten Empfänger.
  • Störung durch unerwünschte Nebenaussendungen. – Nebenaussendungen kämen ebenfalls aus dem Sender und lägen neben der Nutzfrequenz; das Wort „rein“ im Fragetext schließt sie aus.
  • hinzunehmende Störung. – Das ist keine Aussage darüber, wie die Störung zustande kommt, sondern nur die Aufforderung, sie zu erdulden; gefragt ist die Art der Beeinflussung.

Mehr dazu: Wie die HF ins fremde Gerät kommt

EJ104Um die Störwahrscheinlichkeit zu verringern, sollte die benutzte Sendeleistung ...ab Klasse E

  1. auf die für eine zufriedenstellende Kommunikation erforderlichen 100 W eingestellt werden.
  2. auf das für eine zufriedenstellende Kommunikation erforderliche Minimum eingestellt werden.
  3. nur auf den zulässigen Pegel eingestellt werden.
  4. die Hälfte des maximal zulässigen Pegels betragen.
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Richtig ist B: auf das für eine zufriedenstellende Kommunikation erforderliche Minimum eingestellt werden.

Kniff: Vergleiche, woran sich jede Antwort orientiert: an einer festen Wattzahl, am Zulässigen oder an der Hälfte davon. Nur eine nennt statt einer Vorgabe den Bedarf der Verbindung selbst als Maßstab.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • auf die für eine zufriedenstellende Kommunikation erforderlichen 100 W eingestellt werden. – Der Satz klingt fast wie die richtige Antwort, setzt aber eine feste Zahl an die Stelle des Minimums; 100 W sind für eine Ortsverbindung weit zu viel und für manche Verbindung zu wenig.
  • nur auf den zulässigen Pegel eingestellt werden. – Das Zulässige ist eine Obergrenze und kein Maß für den Bedarf. Wer sie stets ausschöpft, stört mehr als nötig.
  • die Hälfte des maximal zulässigen Pegels betragen. – Auch die Hälfte ist eine starre Vorgabe, die von der Verbindung nichts weiß — für eine kurze zu viel, für eine schwierige zu wenig.

Mehr dazu: Störungen: beim Nachbarn und bei mir

EJ105Bei einem Wohnort in einem Ballungsgebiet empfiehlt es sich, während der abendlichen Fernsehstunden ...ab Klasse E

  1. nur mit einer Hochgewinn-Richtantenne zu senden.
  2. die Antenne unterhalb der Dachhöhe herabzulassen.
  3. nur mit effektiver Leistung zu senden.
  4. mit keiner höheren Leistung zu senden, als für eine sichere Kommunikation erforderlich ist.
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Richtig ist D: mit keiner höheren Leistung zu senden, als für eine sichere Kommunikation erforderlich ist.

Kniff: Drei Antworten schlagen etwas an der Antenne vor, nur eine spricht über die Leistung. Achte dabei auf die Wortwahl: „effektive Leistung“ ist keine Begrenzung, sondern nur eine andere Angabe derselben Leistung.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • nur mit einer Hochgewinn-Richtantenne zu senden. – Eine Antenne mit hohem Gewinn erhöht die abgestrahlte Leistung in ihrer Hauptrichtung, und in einem Ballungsgebiet steht dort mit Sicherheit ein Fernsehempfänger.
  • die Antenne unterhalb der Dachhöhe herabzulassen. – Tiefer heißt näher an den Wohnungen und Leitungen der Nachbarschaft; die Feldstärke an deren Geräten wird dadurch größer, nicht kleiner.
  • nur mit effektiver Leistung zu senden. – Die Formulierung enthält keinen Verzicht. Effektive Strahlungsleistung ist eine Maßangabe und sagt nichts darüber, wie viel du davon benutzt.

Mehr dazu: Störungen: beim Nachbarn und bei mir

EJ106Eine 432 MHz-Sendeantenne mit hohem Gewinn ist unmittelbar auf eine Fernseh-Empfangsantenne gerichtet. Dies führt ggf. zu ...ab Klasse E

  1. Eigenschwingungen des 432 MHz-Senders.
  2. einer Übersteuerung eines TV-Empfängers.
  3. dem Durchschlag des TV-Antennenkoaxialkabels.
  4. Problemen mit dem 432 MHz-Empfänger.
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Richtig ist B: einer Übersteuerung eines TV-Empfängers.

Kniff: Achte auf die Richtung: die Sendeantenne zeigt mit hohem Gewinn unmittelbar auf die Empfangsantenne, also kommt im Fernseheingang sehr viel Leistung an. Betroffen ist deshalb das Gerät am Ende dieses Weges, nicht die eigene Station.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Eigenschwingungen des 432 MHz-Senders. – Der eigene Sender gerät nicht dadurch ins Schwingen, dass seine Antenne irgendwohin zeigt; die Wirkung tritt am anderen Ende der Strecke auf.
  • dem Durchschlag des TV-Antennenkoaxialkabels. – Ein Durchschlag wäre eine Zerstörung durch zu hohe Spannung; hier wird der Empfang nur zugedeckt, das Kabel bleibt unversehrt.
  • Problemen mit dem 432 MHz-Empfänger. – Gestört wird der Fernsehempfänger; der eigene 432-MHz-Empfänger ist beim Senden nicht das betroffene Gerät.

Mehr dazu: Wie die HF ins fremde Gerät kommt

EJ107Wodurch können Sie die Übersteuerung eines Empfängers erkennen?ab Klasse E

  1. Empfindlichkeitssteigerung
  2. Zeitweilige Blockierung der Frequenzeinstellung
  3. Rückgang der Empfindlichkeit
  4. Auftreten von Pfeifstellen im gesamten Abstimmungsbereich
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Richtig ist C: Rückgang der Empfindlichkeit

Kniff: Überlege, was ein zu starkes Signal am Eingang bewirkt: schwache Signale verschwinden, obwohl am Empfänger nichts verstellt wurde. Die drei anderen Antworten nennen etwas, das entweder ein Gewinn wäre oder eine Bedienstörung beschreibt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Empfindlichkeitssteigerung – Das ist die Umkehrung des Vorgangs: ein übersteuerter Eingang hört schlechter, nicht besser.
  • Zeitweilige Blockierung der Frequenzeinstellung – Eine klemmende Frequenzeinstellung ist ein Fehler in der Bedienung oder Steuerung des Geräts und hängt nicht am Pegel im Eingang.
  • Auftreten von Pfeifstellen im gesamten Abstimmungsbereich – Pfeifstellen sind einzelne Empfangsstellen mit Mischprodukten; die Übersteuerung zeigt sich nicht an einzelnen Stellen, sondern daran, dass schwache Signale überall fehlen.

Mehr dazu: Wie die HF ins fremde Gerät kommt

EJ108Wie sollte ein Abschirmgehäuse für HF-Baugruppen beschaffen sein?ab Klasse E

  1. Metallblech unter der HF-Baugruppe
  2. Kunststoffgehäuse mit hoher Dielektrizitätszahl
  3. Kunststoffgehäuse mit niedriger Dielektrizitätszahl
  4. Möglichst geschlossenes Metallgehäuse
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Richtig ist D: Möglichst geschlossenes Metallgehäuse

Kniff: Schirmen kann nur ein Werkstoff, der leitet, und wirken kann er nur, wenn er die Baugruppe rundum umgibt. Prüfe jede Antwort deshalb auf beides: Metall und geschlossen. Die Dielektrizitätszahl ist nur Beiwerk, das die Wahl schwierig aussehen lassen soll.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Metallblech unter der HF-Baugruppe – Der Werkstoff stimmt, die Form nicht: nach oben und zu den Seiten bleibt die Baugruppe offen, und dort gelangt die Hochfrequenz hinein.
  • Kunststoffgehäuse mit hoher Dielektrizitätszahl – Kunststoff leitet nicht und schirmt darum überhaupt nicht; eine hohe Dielektrizitätszahl ändert daran nichts.
  • Kunststoffgehäuse mit niedriger Dielektrizitätszahl – Dieselbe Antwort mit umgedrehter Kennzahl, und dass beide Varianten angeboten werden, zeigt gerade, dass die Zahl nicht die Frage ist.

Mehr dazu: Wie die HF ins fremde Gerät kommt

EJ109Falls sich eine Kurzwellen-Sendeantenne in der Nähe und parallel zu einer 230 V-Wechselstromleitung befindet, ...ab Klasse E

  1. können harmonische Schwingungen erzeugt werden.
  2. könnte erhebliche Überspannung im Netz erzeugt werden.
  3. kann 50 Hz-Modulation aller Signale auftreten.
  4. können Hochfrequenzströme ins Netz eingekoppelt werden.
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Richtig ist D: können Hochfrequenzströme ins Netz eingekoppelt werden.

Kniff: Die Wörter „in der Nähe“ und „parallel“ sind der Schlüssel: so liegen zwei Leiter über eine lange Strecke nebeneinander und koppeln. Übertragen wird dabei das, was die Antenne führt, also Hochfrequenz. Was die anderen Antworten beschreiben, hätte jeweils eine andere Ursache als die Parallelführung.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • können harmonische Schwingungen erzeugt werden. – Harmonische entstehen aus Verzerrung im Sender und nicht daraus, dass eine Netzleitung neben der Antenne verläuft.
  • könnte erhebliche Überspannung im Netz erzeugt werden. – Eingekoppelt wird ein hochfrequenter Strom, keine Spannungsspitze, die das Netz oder die Geräte daran gefährden würde.
  • kann 50 Hz-Modulation aller Signale auftreten. – Das dreht die Richtung um: nicht das Netz moduliert die Signale mit 50 Hz, sondern die Aussendung gelangt ins Netz.

Mehr dazu: Wie die HF ins fremde Gerät kommt

EJ110Ein Funkamateur wohnt in einem Reihenhaus. An welcher Stelle sollte eine Drahtantenne für den Sendebetrieb auf dem 80 m-Band angebracht werden, um störende Beeinflussungen möglichst zu vermeiden?ab Klasse E

  1. Entlang der Häuserzeile auf der Höhe der Dachrinne
  2. Drahtführung rechtwinklig zur Häuserzeile
  3. Möglichst innerhalb des Dachbereichs
  4. Am gemeinsamen Schornstein neben der Fernsehantenne
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Richtig ist B: Drahtführung rechtwinklig zur Häuserzeile

Kniff: Vergleiche die vier Orte danach, wie lang die Antenne neben den Leitungen der Nachbarn verläuft. Rechtwinklig zur Zeile führt sie von den Nachbarhäusern weg, die anderen Vorschläge legen sie über ihre ganze Länge daneben oder mitten in die Hausinstallation.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Entlang der Häuserzeile auf der Höhe der Dachrinne – Genau diese Parallelführung soll vermieden werden, denn so liegt die Antenne über ihre ganze Länge neben den Nachbarwohnungen und ihren Leitungen.
  • Möglichst innerhalb des Dachbereichs – Im Dachbereich rückt die Antenne an die Hausinstallation und die Geräte heran, statt Abstand zu ihnen zu schaffen.
  • Am gemeinsamen Schornstein neben der Fernsehantenne – Dort steht die Sendeantenne unmittelbar neben dem Gerät, das sie am ehesten stört, und zugleich nahe an den Zuleitungen der ganzen Zeile.

Mehr dazu: Wie die HF ins fremde Gerät kommt

EJ111Um die Störwahrscheinlichkeit im eigenen Haus zu verringern, empfiehlt es sich vorzugsweise ...ab Klasse E

  1. für Sendeantennen eine separate HF-Erdleitung zu verwenden.
  2. Sendeantennen auf dem Dachboden zu errichten.
  3. die Amateurfunkgeräte mittels des Schutzleiters zu erden.
  4. die Amateurfunkgeräte mit einem Wasserrohr zu verbinden.
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Richtig ist A: für Sendeantennen eine separate HF-Erdleitung zu verwenden.

Kniff: Die Frage zielt auf den Rückweg der Hochfrequenz. Nimmt man dafür einen Leiter, der ohnehin durch das ganze Haus läuft, führt man die Hochfrequenz selbst dorthin. Nur eine Antwort schafft einen eigenen Weg, statt einen vorhandenen mitzubenutzen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Sendeantennen auf dem Dachboden zu errichten. – Auf dem Dachboden steht die Antenne noch dichter an den Leitungen und Geräten des eigenen Hauses, die Störwahrscheinlichkeit steigt also.
  • die Amateurfunkgeräte mittels des Schutzleiters zu erden. – Der Schutzleiter führt durch die gesamte Hausinstallation; die Hochfrequenz nimmt diesen Weg und kommt so an jede Steckdose.
  • die Amateurfunkgeräte mit einem Wasserrohr zu verbinden. – Auch ein Wasserrohr ist ein Leiter, der durch das ganze Haus läuft, und damit das Gegenteil einer eigenen HF-Erdleitung.

Mehr dazu: Wie die HF ins fremde Gerät kommt

EJ112Welches Gerät kann durch Aussendungen eines Amateurfunksenders störende Beeinflussungen zeigen?ab Klasse E

  1. LED-Lampe mit Netzanschluss
  2. Dampfbügeleisen mit Bimetall-Temperaturregler
  3. Staubsauger mit Kollektormotor
  4. Antennenrotor mit Wechselstrommotor
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Richtig ist A: LED-Lampe mit Netzanschluss

Kniff: Geh die vier Geräte durch und frage bei jedem, ob überhaupt Elektronik darin steckt, in der eine eingeströmte Hochfrequenz gleichgerichtet werden könnte. In den drei anderen Antworten arbeitet nur Mechanik: ein Bimetall biegt sich, ein Motor dreht sich.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Dampfbügeleisen mit Bimetall-Temperaturregler – Der Bimetallstreifen biegt sich durch Wärme und schaltet; eine Stufe, in der Hochfrequenz etwas anrichten könnte, hat das Gerät nicht.
  • Staubsauger mit Kollektormotor – Ein Kollektormotor ist rein elektromechanisch, und aus einer eingeströmten Hochfrequenz entsteht an Bürsten und Wicklung kein Fehlverhalten.
  • Antennenrotor mit Wechselstrommotor – Der Rotor wird nur mit Wechselstrom gedreht; ohne Elektronik fehlt die Stufe, an der die Hochfrequenz gleichgerichtet werden könnte.

Mehr dazu: Erst die Ursache, dann das Mittel

EJ113Wie kommen Geräusche aus den Lautsprechern einer abgeschalteten Stereoanlage möglicherweise zustande?ab Klasse E

  1. Durch Gleichrichtung abgestrahlter HF-Signale an PN-Übergängen in der NF-Vorstufe.
  2. Durch Gleichrichtung der ins Stromnetz eingestrahlten HF-Signale an den Dioden des Netzteils.
  3. Durch Gleichrichtung starker HF-Signale in der NF-Endstufe der Stereoanlage.
  4. Durch eine Übersteuerung des Tuners mit dem über die Antennenzuleitung aufgenommenen HF-Signal.
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Richtig ist C: Durch Gleichrichtung starker HF-Signale in der NF-Endstufe der Stereoanlage.

Kniff: Das Wort „abgeschaltet“ schließt jede Stufe aus, die im Betrieb erst Signale liefern müsste, also auch den Tuner. Zwei Antworten unterscheiden sich nur in der Stufe, und dann entscheidet, welche Stufe an der Leitung hängt, über die eingeströmt wird: die Endstufe ist mit den Lautsprecherleitungen verbunden.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Durch Gleichrichtung abgestrahlter HF-Signale an PN-Übergängen in der NF-Vorstufe. – Die Stufe ist vertauscht: an den Lautsprecherleitungen hängt die Endstufe, und über sie strömt die Hochfrequenz ein, nicht über die Vorstufe.
  • Durch Gleichrichtung der ins Stromnetz eingestrahlten HF-Signale an den Dioden des Netzteils. – Die Dioden des Netzteils richten die Netzspannung gleich; vom Netzteil führt kein Signalweg zum Lautsprecher, es liefert nur die Betriebsspannung.
  • Durch eine Übersteuerung des Tuners mit dem über die Antennenzuleitung aufgenommenen HF-Signal. – Der Tuner ist mit abgeschaltet und gibt nichts weiter, und außerdem wäre Übersteuerung ein anderer Mechanismus als Gleichrichtung.

Mehr dazu: Erst die Ursache, dann das Mittel

EJ114Bei der Musik-Anlage des Nachbarn wird Einströmung in die NF-Endstufe festgestellt. Eine mögliche Abhilfe wäre ...ab Klasse E

  1. geschirmte Lautsprecherleitungen zu verwenden.
  2. einen Serienkondensator in die Lautsprecherleitung einzubauen.
  3. ein geschirmtes Netzkabel für den Receiver zu verwenden.
  4. ein NF-Filter in das Koaxialkabel einzuschleifen.
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Richtig ist A: geschirmte Lautsprecherleitungen zu verwenden.

Kniff: Die Ursache steht im Fragetext, und aus ihr folgt der Draht: eingeströmt wird in die NF-Endstufe, und an ihr hängen die Lautsprecherleitungen. Setze das Mittel genau dort an, dann bleibt eine Antwort übrig. Die anderen greifen an einem Kabel an, das nicht zur Endstufe führt, oder im falschen Frequenzbereich.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • einen Serienkondensator in die Lautsprecherleitung einzubauen. – Der Draht ist richtig gewählt, das Bauteil nicht: ein Kondensator in Reihe sperrt gerade die Niederfrequenz, die zum Lautsprecher soll, und hält die Hochfrequenz nicht auf.
  • ein geschirmtes Netzkabel für den Receiver zu verwenden. – Eingeströmt wird laut Fragetext in die NF-Endstufe, und die hängt nicht am Netzkabel; geschirmt werden muss die Leitung, auf der die Hochfrequenz ankommt.
  • ein NF-Filter in das Koaxialkabel einzuschleifen. – Hier ist beides verdreht: das Koaxialkabel führt zur Antenne und nicht zum Lautsprecher, und abzuhalten ist Hochfrequenz, nicht Niederfrequenz.

Mehr dazu: Erst die Ursache, dann das Mittel

EJ115In einem Einfamilienhaus wird die Türsprechanlage durch den Betrieb eines nahen Senders gestört. Eine Möglichkeit zur Verringerung der Beeinflussungen besteht darin, ...ab Klasse E

  1. für die Türsprechanlage ein geschirmtes Verbindungskabel zu verwenden.
  2. die Länge des Kabels der Türsprechanlage zu verdoppeln.
  3. für die Türsprechanlage eine Leitung mit niedrigerem Querschnitt zu verwenden.
  4. für die Türsprechanlage eine Leitung mit versilberten Kupferdrähten zu verwenden.
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Richtig ist A: für die Türsprechanlage ein geschirmtes Verbindungskabel zu verwenden.

Kniff: Erreicht wird die Anlage über ihr Verbindungskabel, also muss das Mittel diesem Kabel die Hochfrequenz nehmen. Prüfe die anderen Vorschläge daran, ob sie am Weg etwas ändern: Länge, Querschnitt und Oberfläche der Drähte tun das nicht.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • die Länge des Kabels der Türsprechanlage zu verdoppeln. – Ein längeres Kabel nimmt als Leiter eher mehr Hochfrequenz auf; abgeschirmt wird dadurch nichts.
  • für die Türsprechanlage eine Leitung mit niedrigerem Querschnitt zu verwenden. – Der Querschnitt bestimmt den Widerstand der Leitung, nicht ob Hochfrequenz auf sie gelangt.
  • für die Türsprechanlage eine Leitung mit versilberten Kupferdrähten zu verwenden. – Versilberung verbessert nur die Leitfähigkeit der Drahtoberfläche; ein Schirm um die Adern entsteht dadurch nicht.

Mehr dazu: Erst die Ursache, dann das Mittel

EJ116Ein 28 MHz-Sender beeinflusst den Empfänger eines DVB-T2-Fernsehgerätes über dessen Antenneneingang. Was sollte zur Abhilfe vor den Antenneneingang des Fernsehgerätes eingeschleift werden?ab Klasse E

  1. Ein UHF-Abschwächer
  2. Ein Hochpassfilter
  3. Ein Tiefpassfilter
  4. Eine UHF-Bandsperre
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Richtig ist B: Ein Hochpassfilter

Kniff: Stelle die Frequenzen nebeneinander: der Störer sendet auf 28 MHz, das DVB-T2-Signal liegt weit darüber. Durch muss das Höhere, gesperrt werden soll das Tiefere, und daraus folgt die Filterart. Die drei anderen Antworten nehmen dagegen alle etwas oben weg, also genau dort, wo das Nutzsignal des Fernsehers liegt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Ein UHF-Abschwächer – Er schwächt den Bereich, in dem das Fernsehsignal liegt, und lässt die 28 MHz unangetastet, verschlechtert also gerade das, was durchkommen soll.
  • Ein Tiefpassfilter – Das ist die verkehrte Richtung: ein Tiefpass lässt die tiefer liegenden 28 MHz durch und sperrt das höher liegende Fernsehsignal.
  • Eine UHF-Bandsperre – Eine Sperre im UHF-Bereich trifft wieder das Fernsehsignal, während der Störer weit unterhalb liegt und ungehindert weiter einströmt.

Mehr dazu: Erst die Ursache, dann das Mittel

EJ117Eine KW-Amateurfunkstelle verursacht im Sendebetrieb in einem in der Nähe betriebenen Fernsehempfänger Störungen. Welches Filter schleifen Sie in das Fernsehantennenkabel ein, um die Störwahrscheinlichkeit zu verringern?ab Klasse E

  1. Antwortbild EJ117_b.svg
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  3. Antwortbild EJ117_c.svg
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Richtig ist B: Antwortbild EJ117_a.svg

Ein Filter wird nach der Frequenzlage von Nutzsignal und Störsignal gewählt, und es gehört dorthin, wo beide noch zusammen auf einer Leitung laufen, also an das gestörte Gerät. Liegt der Störer unterhalb des Nutzsignals, braucht dieser Empfänger ein Filter, das nach unten sperrt und nach oben durchlässt, also einen Hochpass. Ein Hochpass hat den Kondensator in Reihe im Signalweg und die Spulen quer nach Masse; dieselben Bauteile auf getauschten Plätzen ergeben einen Tiefpass und bewirken das Gegenteil. Die Kurzwelle liegt unter den Fernsehfrequenzen, deshalb ist das Antennenkabel des Fernsehers der Ort für ein hochpassartiges Filter.

Kniff: Frage, welches Bauteil im Signalweg liegt: ein Kondensator dort hält die tiefen Störfrequenzen zurück und lässt das Fernsehsignal durch. Spulen im Signalweg mit Kondensatoren quer sind der Tiefpass, richtig am Senderausgang gegen Oberwellen, im Antennenkabel des Fernsehers aber verkehrt. Vorsicht beim gemischten Bild: es beginnt zwar mit einem Kondensator in Reihe, dämpft danach aber mit dem Kondensator quer und der Spule in Reihe gerade die hohen Frequenzen wieder.

Mehr dazu: Erst die Ursache, dann das Mittel

EJ118Durch eine Mantelwellendrossel in einem Fernseh-Antennenzuführungskabel ...ab Klasse E

  1. wird Netzbrummen unterdrückt.
  2. werden alle Wechselstromsignale unterdrückt.
  3. werden niederfrequente Störsignale unterdrückt.
  4. werden Gleichtakt-HF-Störsignale unterdrückt.
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Richtig ist D: werden Gleichtakt-HF-Störsignale unterdrückt.

Kniff: Die Drossel sitzt auf dem Kabelmantel und wirkt nur auf Ströme, die auf allen Leitern gleichsinnig laufen, und nur auf hochfrequente. Prüfe die Antworten deshalb an zwei Merkmalen: Gleichtakt und Hochfrequenz. Was niederfrequent ist oder pauschal alles nennt, fällt weg.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • wird Netzbrummen unterdrückt. – Netzbrummen liegt bei der Netzfrequenz und damit weit unterhalb des Bereichs, in dem die Drossel wirkt.
  • werden alle Wechselstromsignale unterdrückt. – Die Drossel unterscheidet nach Gleichtakt und nach Frequenz; das Nutzsignal des Fernsehens läuft auf dem Kabel weiter, sonst wäre sie unbrauchbar.
  • werden niederfrequente Störsignale unterdrückt. – Auch das verschiebt die Wirkung nach unten: unterdrückt wird die Hochfrequenz auf dem Mantel, nicht das Niederfrequente.

Mehr dazu: Erst die Ursache, dann das Mittel

EJ119Die Signale eines 144 MHz-Senders werden in das Koax-Antennenkabel eines UKW-/DAB-Rundfunkempfängers induziert und verursachen Störungen. Eine Möglichkeit zur Verringerung der Störungen besteht darin, ...ab Klasse E

  1. das Abschirmgeflecht am Antennenstecker des Empfängers abzuklemmen.
  2. eine Mantelwellendrossel in das Kabel vor dem Rundfunkempfänger einzubauen.
  3. die Erdverbindung des Senders abzuklemmen.
  4. den 144 MHz-Sender mit einem Tiefpassfilter auszustatten.
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Richtig ist B: eine Mantelwellendrossel in das Kabel vor dem Rundfunkempfänger einzubauen.

Kniff: Induziert wird in den Kabelmantel, also muss das Mittel dort ansetzen, und zwar so dicht wie möglich vor dem gestörten Gerät. Zwei Antworten greifen stattdessen an der eigenen Station an, eine nimmt dem Kabel sogar die Schirmung.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • das Abschirmgeflecht am Antennenstecker des Empfängers abzuklemmen. – Damit nimmst du dem Kabel die Schirmung, statt zu entstören, und es nimmt danach noch leichter Hochfrequenz auf.
  • die Erdverbindung des Senders abzuklemmen. – Die Störung entsteht auf dem Kabel des Nachbargeräts; dem Sender die Erde zu nehmen ändert daran nichts — und die Erdverbindung ist eine Schutzmaßnahme gegen statische Aufladung und Potentialunterschiede. Zur Entstörung wird sie niemals entfernt.
  • den 144 MHz-Sender mit einem Tiefpassfilter auszustatten. – Ein Tiefpass hält Oberwellen zurück, hier stört aber das Nutzsignal auf 144 MHz selbst, und genau das lässt er durch.

Mehr dazu: Erst die Ursache, dann das Mittel

EJ120Welche Empfangs-Effekte werden durch Intermodulation hervorgerufen?ab Klasse E

  1. Das Nutzsignal wird mit einem anderen Signal moduliert und dadurch verständlicher.
  2. Es treten Phantomsignale auf, die bei Abschalten einer der beteiligten Mischfrequenzen verschwindet.
  3. Dem Empfangssignal ist ein pulsierendes Rauschen überlagert, das die Verständlichkeit beeinträchtigt.
  4. Es treten Phantomsignale auf, die selbst bei Einschalten eines Abschwächers in den HF-Signalweg nicht verschwinden.
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Richtig ist B: Es treten Phantomsignale auf, die bei Abschalten einer der beteiligten Mischfrequenzen verschwindet.

Kniff: Zwei Antworten nennen Phantomsignale und unterscheiden sich nur in der Probe, mit der man sie nachweist. Da die Phantomsignale erst aus dem Zusammenwirken mehrerer Sender entstehen, müssen sie verschwinden, sobald einer der beteiligten Sender fehlt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Das Nutzsignal wird mit einem anderen Signal moduliert und dadurch verständlicher. – Eine Störung macht nichts verständlicher; die Mischung legt fremde Signale dazu, sie verbessert das Nutzsignal nicht.
  • Dem Empfangssignal ist ein pulsierendes Rauschen überlagert, das die Verständlichkeit beeinträchtigt. – Das beschreibt eine breitbandige Störung; Intermodulation erzeugt dagegen Signale auf bestimmten Frequenzen, die einzeln zu hören sind.
  • Es treten Phantomsignale auf, die selbst bei Einschalten eines Abschwächers in den HF-Signalweg nicht verschwinden. – Der erste Halbsatz stimmt, der zweite dreht das Erkennungsmerkmal um: Mischprodukte hängen von den Pegeln der beteiligten Signale ab und bleiben nicht unverändert, wenn man in den HF-Signalweg eingreift.

Mehr dazu: Erst die Ursache, dann das Mittel

EJ121Ein korrodierter Anschluss an der Fernseh-Empfangsantenne des Nachbarn kann in Verbindung mit ...ab Klasse E

  1. Einstreuungen aus dem Stromnetz durch Intermodulation Bild- und Tonstörungen hervorrufen.
  2. dem Oszillatorsignal des Fernsehempfängers unerwünschte Mischprodukte erzeugen, die den Fernsehempfang stören.
  3. dem Signal naher Sender unerwünschte Mischprodukte erzeugen, die den Fernsehempfang stören.
  4. dem Signal naher Sender parametrische Schwingungen erzeugen, die einen überhöhten Nutzsignalpegel hervorrufen.
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Richtig ist C: dem Signal naher Sender unerwünschte Mischprodukte erzeugen, die den Fernsehempfang stören.

Kniff: Ein korrodierter Kontakt leitet nicht mehr gleichmäßig, arbeitet also nichtlinear und mischt, was an ihm anliegt. An einer Empfangsantenne liegen die Signale naher Sender an, von dort kommt der zweite Beteiligte. Prüfe bei den anderen Antworten zuerst, ob das genannte Signal überhaupt bis zu diesem Anschluss gelangt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Einstreuungen aus dem Stromnetz durch Intermodulation Bild- und Tonstörungen hervorrufen. – Das Stromnetz führt der Antenne keine Sendesignale zu; gemischt werden die Signale der nahen Sender, die die Antenne selbst aufnimmt.
  • dem Oszillatorsignal des Fernsehempfängers unerwünschte Mischprodukte erzeugen, die den Fernsehempfang stören. – Der Oszillator arbeitet im Empfänger, und das Mischen mit ihm ist der normale Empfangsvorgang; am korrodierten Anschluss draußen liegt er nicht an.
  • dem Signal naher Sender parametrische Schwingungen erzeugen, die einen überhöhten Nutzsignalpegel hervorrufen. – Der Anfang stimmt, das Ergebnis nicht: ein nichtlinearer Kontakt erzeugt Mischprodukte und hebt den Pegel des Nutzsignals nicht an.

Mehr dazu: Erst die Ursache, dann das Mittel

EJ122Ihr Nachbar beklagt sich über Störungen seines Fernsehempfangs und vermutet ihre Amateurfunkaussendungen als Ursache. Welcher erste Schritt bietet sich an?ab Klasse E

  1. Sie überprüfen den zeitlichen Zusammenhang der Störungen mit ihren Aussendungen.
  2. Sie überprüfen, ob der Nachbar sein Fernsehgerät ordnungsgemäß angemeldet hat.
  3. Sie verweisen den Nachbarn auf die Angebote von Internet-Streamingplattformen.
  4. Sie empfehlen die Erdung des Fernsehgerätes durch einen örtlichen Fachhändler.
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Richtig ist A: Sie überprüfen den zeitlichen Zusammenhang der Störungen mit ihren Aussendungen.

Kniff: Ein erster Schritt muss klären, ob es überhaupt an dir liegt, bevor jemand etwas umbaut. Sende, hör auf und lass den Nachbarn dabei hinsehen — das kostet nichts. Die anderen drei Antworten setzen die eigene Schuld voraus oder weisen sie ab, ohne irgendetwas festgestellt zu haben.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Sie überprüfen, ob der Nachbar sein Fernsehgerät ordnungsgemäß angemeldet hat. – Eine Gegenfrage auf einer fremden Ebene, die zur Störung nichts beiträgt; als erste Reaktion beendet sie das Gespräch, statt die Ursache zu finden.
  • Sie verweisen den Nachbarn auf die Angebote von Internet-Streamingplattformen. – Damit wird das Problem umgangen statt untersucht. Der Nachbar hat Anspruch auf Klärung und nicht auf einen Ersatzweg.
  • Sie empfehlen die Erdung des Fernsehgerätes durch einen örtlichen Fachhändler. – Das ist bereits eine Abhilfemaßnahme, und zwar auf Verdacht: sie kostet den Nachbarn Geld, bevor geklärt ist, ob deine Aussendungen überhaupt beteiligt sind.

Mehr dazu: Störungen: beim Nachbarn und bei mir

EJ123Beim Betrieb eines 2 m-Senders wird bei einem Nachbarn ein Fernsehempfänger gestört, der mit einer Zimmerantenne betrieben wird. Zur Behebung des Problems ...ab Klasse E

  1. einen Vorverstärker in die Antennenleitung einzuschleifen.
  2. ein doppelt geschirmtes Koaxialkabel für die Antennenleitung zu verwenden.
  3. schlagen Sie dem Nachbarn vor, eine außen angebrachte Fernsehantenne zu installieren.
  4. den Fernsehrundfunkempfänger zu wechseln.
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Richtig ist C: schlagen Sie dem Nachbarn vor, eine außen angebrachte Fernsehantenne zu installieren.

Kniff: Das entscheidende Wort in der Frage ist „Zimmerantenne“. Sie steht mitten im Feld des nahen Senders und nimmt das starke Signal auf demselben Weg auf wie das schwache Fernsehsignal. Alles, was erst hinter dieser Antenne ansetzt, kommt zu spät.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • einen Vorverstärker in die Antennenleitung einzuschleifen. – Ein Vorverstärker hebt Nutz- und Störsignal gemeinsam an und wird von dem starken Signal selbst übersteuert; er verschlimmert den Fall.
  • ein doppelt geschirmtes Koaxialkabel für die Antennenleitung zu verwenden. – Besseres Kabel hilft gegen Einströmung in die Leitung, nicht gegen ein Signal, das die Antenne selbst aufnimmt.
  • den Fernsehrundfunkempfänger zu wechseln. – Ein neues Gerät steht an derselben Stelle an derselben Zimmerantenne. Die Ursache bleibt unberührt.

Mehr dazu: Störungen: beim Nachbarn und bei mir

EJ124Die Bemühungen, die durch eine in der Nähe befindliche Amateurfunkstelle hervorgerufenen Fernsehstörungen zu verringern, sind fehlgeschlagen. Als nächster Schritt ist ...ab Klasse E

  1. die Rückseite des Fernsehgeräts zu entfernen und das Gehäuse zu erden.
  2. die zuständige Außenstelle der Bundesnetzagentur um Prüfung der Gegebenheiten zu bitten.
  3. ein Fernsehtechniker des Fachhandwerks um Prüfung des Fernsehgeräts zu bitten.
  4. der Sender an die Bundesnetzagentur zu senden.
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Richtig ist B: die zuständige Außenstelle der Bundesnetzagentur um Prüfung der Gegebenheiten zu bitten.

Kniff: Die Frage setzt voraus, dass die eigenen Bemühungen schon fehlgeschlagen sind. Damit fallen alle Antworten aus, die noch einmal am Fernsehgerät ansetzen. Übrig bleibt die Stelle, die beide Anlagen prüfen darf.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • die Rückseite des Fernsehgeräts zu entfernen und das Gehäuse zu erden. – Ein Eingriff in ein fremdes Gerät ist weder deine Aufgabe noch gefahrlos, und ein geöffnetes Gehäuse schirmt schlechter als ein geschlossenes.
  • ein Fernsehtechniker des Fachhandwerks um Prüfung des Fernsehgeräts zu bitten. – Der Techniker sieht nur eine Seite, nämlich den Empfänger. Zu klären ist aber das Zusammenwirken zweier Anlagen.
  • der Sender an die Bundesnetzagentur zu senden. – Geprüft werden die Gegebenheiten vor Ort: Aufbau, Antennen, Abstände. Davon zeigt das Gerät allein auf einem Tisch der Behörde nichts.

Mehr dazu: Störungen: beim Nachbarn und bei mir

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Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.