Abschnitt 4.10.2 · Störemissionen, -festigkeit, Schutzanforderungen, Ursachen, Abhilfe · Technische Kenntnisse Klasse E. 19 Fragen, jede mit Erklärung.
Auf dieser Seite stehen alle 19 Prüfungsfragen zum Thema Unerwünschte Aussendungen (Kapitel „Störemissionen, -festigkeit, Schutzanforderungen, Ursachen, Abhilfe“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.
Eine reine Sinusschwingung enthält genau eine Frequenz und sonst nichts. Das ist der ganze Kern: Oberwellen sind nichts, was von außen hinzukommt, sondern das, was eine Schwingung zwangsläufig mitführt, sobald sie NICHT sinusförmig ist. Jede Abweichung von der Sinusform — jede Verzerrung, jede Begrenzung, jede Ecke im Kurvenverlauf — lässt sich als Summe von Schwingungen mit ganzzahligen Vielfachen der Grundfrequenz beschreiben. Ein rechteckförmiger oder dreieckförmiger Träger strahlt also auf Vielfachen mit. Deshalb soll der Träger einer hochfrequenten Schwingung sinusförmig sein, und deshalb erzeugt jede Verzerrung im Sender Oberwellen, auch wenn am Oszillator nichts falsch eingestellt ist.
Aus dem Wort „Vielfache“ folgt alles Weitere. Vielfache sind größer als das Original, also liegen Oberwellen immer OBERHALB der Nutzfrequenz: die zweite Harmonische eines 28-MHz-Senders bei 56 MHz, die dritte bei 84 MHz. Wenn das Störende oben liegt und das Nutzsignal unten, dann ist das richtige Mittel ein Filter, das Tiefes durchlässt und Hohes sperrt — ein TIEFpassfilter. Genau darum wird es zwischen Senderausgang und Antennenzuleitung eingeschleift, dem Sender also NACHgeschaltet und nicht vorgeschaltet. Das gilt unabhängig vom Band: auch die Oberwellen eines UHF-Senders liegen über dessen Nutzfrequenz, also gehört auch dort ein Tiefpass hinter das Gerät. Hier steckt die Verwechslung, in die man am leichtesten tappt: ein Hochpass wirkt genau verkehrt, er nähme das Nutzsignal weg und ließe die Oberwellen durch. Ein Oberwellenfilter ist dabei kein anderes Bauteil, sondern der Name für dieselbe Aufgabe.
Und daraus folgt zuletzt die Messvorschrift. Was eine Station wirklich abgibt, hängt nicht nur vom Sender ab, sondern von allem, was im Funkbetrieb tatsächlich zwischen Sender und Antenne liegt. Gemessen wird deshalb am Senderausgang unter Einbeziehung des gegebenenfalls verwendeten Stehwellenmessgeräts und des gegebenenfalls verwendeten Tiefpassfilters — also so, wie die Station betrieben wird. Nicht am Fußpunkt der Antenne und nicht am Ende der Antennenleitung: gemessen wird, was der Sender abgibt.
Oberwelle
Vielfaches der Grundfrequenz
Auch Harmonische genannt.
Reiner Sinus
keine Oberwellen
Er enthält nur die eine Frequenz.
Rechteck, Dreieck
enthalten Oberwellen
Jede Abweichung von der Sinusform bringt Vielfache mit.
Anzustrebende Trägerform
sinusförmig
Nicht rechteckförmig, nicht dreieckförmig; „kreisförmig“ ist keine Signalform.
Lage der Oberwellen
oberhalb der Nutzfrequenz
Vielfache sind stets größer als die Grundfrequenz.
Richtiges Filter
Tiefpassfilter
Lässt das Nutzsignal unten durch und sperrt die Vielfachen oben.
Oberwellenfilter
anderer Name, dieselbe Aufgabe
Kein ZF-Filter, kein Nachbarkanalfilter, kein CW-Filter — die gehören in den Empfänger.
Einbauort
zwischen Senderausgang und Antenne
Dem Gerät nachgeschaltet, auch bei einem UHF-Sender.
Hochpass an dieser Stelle
falsche Richtung
Er nähme das Nutzsignal weg und ließe die Oberwellen durch.
Messort
am Senderausgang
Unter Einbeziehung des gegebenenfalls verwendeten Stehwellenmessgeräts und Tiefpassfilters.
Nicht gemessen wird
am Antennenfußpunkt
Auch nicht am Ende der Antennenleitung und nicht unter Einbeziehung des Anpassgeräts.
Merken: Ein reiner Sinus hat keine Oberwellen; jede Abweichung von der Sinusform bringt Vielfache der Grundfrequenz mit. Vielfache liegen immer oberhalb der Nutzfrequenz — deshalb ist das Mittel ein Tiefpassfilter zwischen Senderausgang und Antenne, auf Kurzwelle wie bei einem UHF-Sender. Ein Hochpass wirkt an dieser Stelle genau verkehrt. Gemessen wird am Senderausgang, und zwar mit dem Stehwellenmessgerät und dem Tiefpassfilter, die im Betrieb wirklich verwendet werden.
Ein Sender belegt Platz auf dem Band, und dieser Platz gehört nicht ihm allein. Jedes Hertz, das breiter ist, als die Nachricht es braucht, landet beim Nachbarn auf der Frequenz. Das ist der Maßstab für alles, was folgt — nicht wie kräftig es klingt, sondern wie schmal es bleibt.
Bei SSB ergeben sich daraus die beiden Zahlen. Sprache bleibt verständlich, wenn man die Höhen begrenzt, also hält man die höchste zu übertragende NF-Frequenz unter 3 kHz und kommt so auf eine Übertragungsbandbreite von höchstens 2,7 kHz. Mehr NF-Bandbreite heißt unmittelbar mehr belegte Frequenz.
Der zweite und häufigere Grund für zu viel Breite ist die ÜBERSTEUERUNG. Ein Verstärker, der über seinen linearen Bereich hinaus angesteuert wird, verformt das Signal, und ein verformtes Signal enthält Anteile, die im Original nicht vorkommen: Nebenaussendungen, und zwar in hohem Anteil. Daraus folgt, warum ein SSB-Sender Nachbarfrequenzen genau dann stört, wenn der Leistungsverstärker übersteuert wird — nicht, weil der Antennentuner verstimmt oder das Kabel unterbrochen wäre. Daraus folgt auch, was eine zu hohe Mikrofonverstärkung anrichtet: sie übersteuert die Kette, und gestört werden dadurch Stationen auf dicht BENACHBARTEN Frequenzen, nicht Stationen auf anderen Frequenzbändern und nicht andere elektronische Geräte. Zu geringe Ansteuerung verbreitert dagegen nichts; die Verwechslung „zu wenig Pegel stört auch“ führt in die Irre.
Damit ist der ganze Digitalteil erklärt. Bei FT8, JS8, PSK31, RTTY und Olivia wird das Funkgerät im SSB-Betrieb über seinen NF-Eingang angesteuert. Greift dabei die automatische Pegelregelung ein, so verformt sie das Signal — sie tut also genau das, was Nebenaussendungen erzeugt, und gestört werden Übertragungen auf Nachbarfrequenzen. Genau darum muss der NF-Pegel so niedrig eingestellt sein, dass die ALC NICHT eingreift, und genau darum lautet die Abhilfe bei solchen Störungen: NF-Pegel reduzieren. Nicht die Leistung erhöhen und nicht mit der RIT gegensteuern, denn beides ändert am Eingreifen der Regelung nichts. Bei AFSK auf FM entscheidet der Frequenzhub über die Bandbreite, und der Hub folgt dem NF-Pegel: Absenken macht schmaler, Anheben breiter. Und schließlich muss die Frequenz stabil bleiben, denn mangelhafte Frequenzstabilität kann zu Aussendungen außerhalb der Bandgrenzen führen.
Maßstab
so schmal wie die Nachricht braucht
Jedes Hertz darüber liegt beim Nachbarn.
SSB, Übertragungsbandbreite
höchstens 2,7 kHz
Nicht 1,8 kHz, nicht 3,1 kHz, nicht 15 kHz.
SSB, höchste NF-Frequenz
unter 3 kHz
Daraus ergibt sich die Bandbreite der Aussendung.
Übersteuerter Leistungsverstärker
hoher Anteil an Nebenaussendungen
Nicht bloß geringe Verzerrungen, und die Ausgangsleistung geht dadurch nicht zurück.
SSB stört Nachbarfrequenzen
wenn die Endstufe übersteuert wird
Nicht wegen falsch abgestimmtem Antennentuner oder unterbrochenem Kabel.
Zu hohe Mikrofonverstärkung
stört dicht benachbarte Frequenzen
Nicht andere Bänder, nicht andere Geräte, nicht die eigene Stromversorgung.
ALC greift ein
Störungen auf Nachbarfrequenzen
Bei digitalen Verfahren über SSB, etwa RTTY, FT8 oder Olivia.
NF-Pegel einstellen
so niedrig, dass ALC nicht eingreift
Die automatische Pegelregelung muss stumm bleiben. Nicht auf Null und nicht alle Bedienelemente auf Maximum.
Störungen trotzdem
NF-Pegel reduzieren
Nicht die Sendeleistung erhöhen, nicht mit der RIT gegensteuern, nicht das Oberwellenfilter abschalten.
AFSK auf FM
NF-Pegel oder Frequenzhub absenken
Anheben verbreitert. Mit Sendeleistung oder ZF hat es nichts zu tun.
Mangelhafte Frequenzstabilität
Aussendungen außerhalb der Bandgrenzen
Nicht mehr Oberwellen innerhalb des Bandes und keine Überschläge in der Endstufe.
Merken: Ein Sender darf nur so breit sein, wie die Nachricht es braucht — jedes Hertz mehr liegt beim Nachbarn. Bei SSB heißt das: NF unter 3 kHz, Übertragungsbandbreite höchstens 2,7 kHz. Breiter wird es vor allem durch Übersteuerung, denn ein übersteuerter Leistungsverstärker erzeugt einen hohen Anteil an Nebenaussendungen, und eine zu hohe Mikrofonverstärkung stört genau die dicht benachbarten Frequenzen. Bei den digitalen Verfahren darf die ALC deshalb nicht eingreifen: den NF-Pegel so niedrig einstellen, dass sie stumm bleibt, und bei Störungen weiter reduzieren. Bei AFSK auf FM senkst du NF-Pegel oder Hub.
EJ201Welche Signalform sollte der Träger einer hochfrequenten Schwingung haben, um Störungen durch Oberwellen zu vermeiden?ab Klasse E
kreisförmig
rechteckförmig
dreieckförmig
sinusförmig
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Richtig ist D: sinusförmig
Kniff: Geh die Formen durch: Rechteck und Dreieck haben Sprünge und Knicke, und jede solche Ecke bringt Vielfache der Grundfrequenz mit. Eine der vier Antworten ist gar keine Signalform, sondern eine geometrische Figur.
Warum die anderen nicht stimmen:
kreisförmig – Ein Kurvenverlauf über der Zeit kann nicht kreisförmig sein; das ist keine Signalform und deshalb keine mögliche Antwort.
rechteckförmig – Ein Rechteck springt zwischen zwei Werten, und dieser Sprung lässt sich nur als Summe vieler Vielfacher beschreiben; ein solcher Träger strahlt Oberwellen mit.
dreieckförmig – Auch das Dreieck hat Knicke und ist damit kein reiner Sinus, führt also ebenfalls Vielfache der Grundfrequenz mit.
EJ202Wie kann man hochfrequente Störungen reduzieren, die durch Harmonische hervorgerufen werden? Sie können reduziert werden durch ein ...ab Klasse E
Hochpassfilter.
Oberwellenfilter.
ZF-Filter.
Nachbarkanalfilter.
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Richtig ist B: Oberwellenfilter.
Kniff: Gefragt ist hier der Name der Aufgabe, nicht die Durchlassrichtung: „Harmonische“ und „Oberwellen“ bezeichnen dasselbe, und eine Antwort nennt genau diese Aufgabe. Die beiden Filter mit Empfängerbezug erkennst du daran, dass sie im Empfangszweig arbeiten und an der Aussendung nichts ändern.
Warum die anderen nicht stimmen:
Hochpassfilter. – Ein Hochpass lässt gerade das Höhere durch, und dort liegen die Harmonischen; an dieser Aufgabe wirkt er verkehrt.
ZF-Filter. – Das ZF-Filter sitzt im Empfänger auf der Zwischenfrequenz und hat mit dem, was der Sender abgibt, nichts zu tun.
Nachbarkanalfilter. – Es trennt im Empfänger den Nachbarkanal ab, während Harmonische auf Vielfachen und damit weit außerhalb des Nachbarkanals liegen.
EJ203Was für ein Filter muss zwischen Transceiver und Antennenzuleitung eingefügt werden, um Oberwellen zu reduzieren?ab Klasse E
Hochpassfilter
NF-Filter
Tiefpassfilter
CW-Filter
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Richtig ist C: Tiefpassfilter
Kniff: Der Einbauort steht schon im Fragetext, zwischen Transceiver und Antennenzuleitung, also im Sendeweg bei Hochfrequenz. Zu entscheiden bleibt nur die Richtung: das Nutzsignal liegt unten, die Oberwellen darüber.
Warum die anderen nicht stimmen:
Hochpassfilter – Er sperrt das Tiefe und lässt das Hohe durch, nimmt also das Nutzsignal weg und gibt die Oberwellen frei.
NF-Filter – Ein NF-Filter arbeitet im Niederfrequenzbereich, zwischen Transceiver und Antennenzuleitung läuft aber Hochfrequenz.
CW-Filter – Das CW-Filter ist ein schmales Filter für die Telegrafie im Empfänger und hat im Sendeweg nichts zu suchen.
EJ204Welches Filter wäre zwischen Senderausgang und Antenne eingeschleift am besten zur Verringerung der Oberwellenausstrahlungen geeignet?ab Klasse E
Ein Tiefpassfilter
Ein Sperrkreisfilter
Ein Hochpassfilter
Ein Antennenfilter
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Richtig ist A: Ein Tiefpassfilter
Kniff: Zwei Angebote passen schon von der Art her nicht: ein Sperrkreis trifft nur eine einzelne Frequenz, und „Antennenfilter“ sagt bloß, wo das Filter hängt. Gebraucht wird eines, das alle Vielfachen oberhalb der Nutzfrequenz zugleich sperrt und das Nutzsignal darunter durchlässt.
Warum die anderen nicht stimmen:
Ein Sperrkreisfilter – Ein Sperrkreis sperrt eine einzelne Frequenz; die zweite, dritte und alle weiteren Oberwellen bekommt man damit nicht zugleich weg.
Ein Hochpassfilter – An dieser Stelle wirkt er genau entgegengesetzt: durch käme, was gesperrt werden soll, und gesperrt würde das Nutzsignal.
Ein Antennenfilter – Das benennt nur einen Einbauort und sagt nichts darüber, welche Frequenzen durchgelassen und welche gesperrt werden.
EJ205Um Oberwellenaussendungen eines UHF-Senders zu minimieren, sollte dem Gerät ...ab Klasse E
ein Hochpassfilter nachgeschaltet werden.
ein Tiefpassfilter nachgeschaltet werden.
eine Bandsperre vorgeschaltet werden.
ein Notchfilter vorgeschaltet werden.
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Richtig ist B: ein Tiefpassfilter nachgeschaltet werden.
Kniff: Dass der Sender im UHF-Bereich arbeitet, ändert nichts: auch dort sind die Vielfachen größer als die Nutzfrequenz. Achte zusätzlich auf „vorgeschaltet“ und „nachgeschaltet“, denn zwei Antworten setzen das Filter vor das Gerät, wo es die Oberwellen noch nicht erwischen kann.
Warum die anderen nicht stimmen:
ein Hochpassfilter nachgeschaltet werden. – Der Einbauort stimmt, die Richtung nicht: der Hochpass ließe die Oberwellen passieren und hielte das Nutzsignal zurück.
eine Bandsperre vorgeschaltet werden. – Vor dem Gerät gibt es noch keine Oberwellen, denn sie entstehen erst im Sender und müssen danach entfernt werden.
ein Notchfilter vorgeschaltet werden. – Falscher Ort und zu schmale Wirkung: ein Notchfilter nimmt eine einzelne Frequenz heraus, und vor dem Sender ist nichts herauszunehmen.
EJ206Welche Schaltung wäre, zwischen Senderausgang und Antenne eingeschleift, am besten zur Verringerung der Oberwellenausstrahlungen geeignet?ab Klasse E
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Richtig ist A:
Oberwellen sind Vielfache der Sendefrequenz und liegen damit immer oberhalb von ihr; ein Filter im Antennenweg muss also nach oben sperren und ist deshalb ein Tiefpass. Beim Tiefpass liegen die Spulen in Reihe im Signalweg und die Kondensatoren quer nach Masse: die Spulen halten die hohen Frequenzen zurück, die Kondensatoren leiten sie ab. Die Nutzfrequenz muss dabei ungehindert durchkommen, denn sie soll ja zur Antenne. Kondensatoren in Reihe mit Spulen quer wären ein Hochpass und täten genau das Falsche.
Kniff: Verfolge den Weg vom Senderausgang zur Antenne und sieh, was dort in Reihe liegt: nur Spulen bedeuten Tiefpass, und nur der dämpft die Oberwellen. Steht ein Kondensator im Weg, kommt die Nutzfrequenz schlechter durch als die Oberwellen, also genau verkehrt. Die beiden T-förmigen Bilder mit einem Querbauteil in der Mitte sind die leichteste Verwechslung, denn sie unterscheiden sich nur darin, ob Spule oder Kondensator längs liegt.
EJ207Welche Charakteristik sollte ein Filter zur Verringerung der Oberwellen eines KW-Senders haben?ab Klasse E
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Richtig ist B:
Ein Filter gegen Oberwellen muss unterhalb seiner Grenzfrequenz durchlassen und oberhalb dämpfen, denn die Oberwellen liegen über der Nutzfrequenz. Im Diagramm sieht ein solcher Tiefpass so aus: von links her hoch und flach, dann der Abfall hinter der Grenzfrequenz. Die Grenzfrequenz liegt oberhalb der höchsten genutzten Sendefrequenz, damit diese noch voll durchkommt. Steigt eine Kurve nach rechts hin an, ist es ein Hochpass, und der verschärft das Problem, statt es zu lösen.
Kniff: Sieh zuerst nur auf die Richtung: der gesuchte Tiefpass fängt links oben an und endet rechts unten. Jede Kurve, die nach rechts hin ansteigt, lässt die Oberwellen besser durch als die Nutzfrequenz und fällt damit weg, ganz gleich welche Zahl an ihrem Knick steht. Die Zahl prüfst du erst danach: 30 MHz ist das obere Ende der Kurzwelle, die Nutzfrequenz muss also auf der hohen Seite der Kurve liegen.
EJ208Welche Filtercharakteristik würde sich am besten für den Ausgang eines KW-Mehrband-Senders eignen?ab Klasse E
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Richtig ist A:
Ein Filter gegen Oberwellen lässt unterhalb seiner Grenzfrequenz durch und dämpft oberhalb. Bei einem Sender für mehrere Bänder sind mehrere Nutzfrequenzen im Spiel, und alle müssen in den Durchlassbereich fallen. Die Filterflanke darf deshalb nicht auf ein einzelnes Band gelegt werden, sondern muss oberhalb des höchsten benutzten Bandes liegen: der Durchlassbereich ist breit und flach, der Abfall beginnt erst hinter dem Ende des Frequenzbereichs. Eine schmale Durchlasskurve um eine einzige Frequenz herum wäre auf allen anderen Bändern eine Sperre und für einen Mehrbandsender unbrauchbar.
Kniff: Prüfe zuerst, ob unterhalb der Knickstelle alles durchkommt, denn nur dann passen alle Bänder hinein; danach prüfe, dass die Flanke nach rechts hin fällt. An der ersten Frage scheitern die beiden Kurven mit einem Gipfel bei einer einzigen Frequenz, auch wenn die Zahl daneben plausibel aussieht, denn sie sperren die übrigen Bänder. An der zweiten scheitert die Kurve, die ab 28 MHz nach oben geht und dann oben bleibt.
EJ209Wie erfolgt die Messung der Leistungen, die zu unerwünschten Aussendungen führen?ab Klasse E
Die Messung erfolgt am Senderausgang unter Einbeziehung des gegebenenfalls verwendeten Stehwellenmessgeräts und des gegebenenfalls verwendeten Tiefpassfilters.
Die Messung erfolgt am Senderausgang mit einem hochohmigen HF-Tastkopf und angeschlossenem Transistorvoltmeter.
Die Messung erfolgt am Ausgang der Antennenleitung unter Einbeziehung des im Funkbetrieb verwendeten Antennenanpassgeräts.
Die Messung erfolgt am Fußpunkt der im Funkbetrieb verwendeten Antenne unter Einbeziehung des gegebenenfalls verwendeten Antennenanpassgeräts.
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Richtig ist A: Die Messung erfolgt am Senderausgang unter Einbeziehung des gegebenenfalls verwendeten Stehwellenmessgeräts und des gegebenenfalls verwendeten Tiefpassfilters.
Kniff: Vergleiche die vier Antworten in zwei Punkten: Messort und das, was dabei mitgemessen wird. Gemessen wird, was der Sender abgibt, also an seinem Ausgang, aber mit dem Stehwellenmessgerät und dem Tiefpassfilter, die im Betrieb wirklich dazwischenliegen.
Warum die anderen nicht stimmen:
Die Messung erfolgt am Senderausgang mit einem hochohmigen HF-Tastkopf und angeschlossenem Transistorvoltmeter. – Der Messort stimmt, aber die im Betrieb verwendeten Zusatzgeräte bleiben unberücksichtigt; genannt ist nur, womit gemessen wird.
Die Messung erfolgt am Ausgang der Antennenleitung unter Einbeziehung des im Funkbetrieb verwendeten Antennenanpassgeräts. – Gemessen werden soll, was der Sender abgibt, und am Ausgang der Antennenleitung ist man einen ganzen Kabelweg zu weit.
Die Messung erfolgt am Fußpunkt der im Funkbetrieb verwendeten Antenne unter Einbeziehung des gegebenenfalls verwendeten Antennenanpassgeräts. – Der Antennenfußpunkt ist ebenfalls der falsche Ort, und mitgemessen werden nicht das Anpassgerät, sondern Stehwellenmessgerät und Tiefpassfilter.
EJ210Um Störungen auf benachbarten Frequenzen zu minimieren, sollte die Übertragungsbandbreite bei SSB ...ab Klasse E
höchstens 1,8 kHz betragen.
höchstens 15,0 kHz betragen.
höchstens 2,7 kHz betragen.
höchstens 3,1 kHz betragen.
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Richtig ist C: höchstens 2,7 kHz betragen.
Kniff: Achte auf das Wort „Übertragungsbandbreite“. Gefragt ist die Breite der Aussendung, nicht die höchste NF-Frequenz — deshalb ist 2,7 kHz die gesuchte Zahl und nicht 3 kHz. Von den anderen Angeboten liegen zwei darüber und eines deutlich darunter.
Warum die anderen nicht stimmen:
höchstens 1,8 kHz betragen. – So schmal muss Sprache nicht werden; 1,8 kHz schneidet die Höhen weiter weg als nötig und kostet Verständlichkeit, ohne einen Nachbarn zu schonen.
höchstens 15,0 kHz betragen. – 15 kHz ist die Größenordnung einer Rundfunkübertragung mit vollem Tonumfang — ein SSB-Signal wäre damit mehr als fünfmal so breit, wie die Nachricht es verlangt.
höchstens 3,1 kHz betragen. – Diese Zahl liegt sogar über den 3 kHz der höchsten NF-Frequenz; sie entsteht, wenn man die beiden Größen des Blattes vertauscht und dabei noch aufrundet.
EJ211Um etwaige Funkstörungen auf Nachbarfrequenzen zu begrenzen, sollte bei SSB-Telefonie die höchste zu übertragende NF-Frequenz ...ab Klasse E
unter 5 kHz liegen.
unter 10 kHz liegen.
unter 1 kHz liegen.
unter 3 kHz liegen.
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Richtig ist D: unter 3 kHz liegen.
Kniff: Hier ist die NF-Seite gefragt, also das Signal vor dem Modulator. Die Grenze dafür liegt bei 3 kHz und nicht bei den 2,7 kHz, die zur Bandbreite der Aussendung gehören. Von den falschen Angeboten stammen zwei aus der Tontechnik, das dritte macht die Stimme dumpf.
Warum die anderen nicht stimmen:
unter 5 kHz liegen. – 5 kHz überträgt Höhen mit, auf die Sprachverständlichkeit nicht angewiesen ist, und belegt dafür entsprechend mehr Frequenz.
unter 10 kHz liegen. – 10 kHz ist ein Wert aus der Musikübertragung; bei SSB würde die Aussendung damit ein Mehrfaches des nötigen Platzes einnehmen.
unter 1 kHz liegen. – Unter 1 kHz fehlen die Laute, an denen man Wörter unterscheidet — die Aussendung wäre schmal, aber nicht mehr brauchbar.
EJ212Sie modulieren Ihren FM-Sender mit einem AFSK-Signal (Niederfrequenzumtastung). Wie können Sie die Bandbreite der Aussendung reduzieren? Durch ...ab Klasse E
Anheben der Sendeleistung oder der ZF
Absenken der Sendeleistung oder der ZF
Anheben des NF-Pegels oder des Frequenzhubs
Absenken des NF-Pegels oder des Frequenzhubs
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Richtig ist D: Absenken des NF-Pegels oder des Frequenzhubs
Kniff: In den Antworten liegen zwei Dinge durcheinander: welches Stellglied gemeint ist und in welche Richtung es verstellt wird. Nur NF-Pegel und Frequenzhub greifen bei FM überhaupt in die Bandbreite ein. Zwei Antworten nennen also das falsche Stellglied, eine die falsche Richtung.
Warum die anderen nicht stimmen:
Anheben der Sendeleistung oder der ZF – Beide genannten Größen sind hier wirkungslos: die Sendeleistung entscheidet über die Reichweite, und die Zwischenfrequenz ist eine Frequenzlage im Gerät, kein Maß für den Hub.
Absenken der Sendeleistung oder der ZF – Dieselben zwei untauglichen Stellglieder, nur andersherum bedient — an der Breite der FM-Aussendung ändert ihr Absenken so wenig wie ihr Anheben.
Anheben des NF-Pegels oder des Frequenzhubs – Die richtigen Stellglieder in der verkehrten Richtung: ein höherer NF-Pegel treibt den Hub hoch, und mehr Hub heißt mehr Bandbreite.
EJ213Die Übersteuerung eines Leistungsverstärkers führt zu ...ab Klasse E
lediglich geringen Verzerrungen beim Empfang.
einer besseren Verständlichkeit am Empfangsort.
einem hohen Anteil an Nebenaussendungen.
einer Verringerung der Ausgangsleistung.
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Richtig ist C: einem hohen Anteil an Nebenaussendungen.
Kniff: Drei Antworten sprechen über den Empfangsort oder über die Leistung; gefragt ist aber, was der Sender zusätzlich abstrahlt. Prüfe jede Antwort daran, ob sie neue Frequenzanteile nennt — das tut nur eine.
Warum die anderen nicht stimmen:
lediglich geringen Verzerrungen beim Empfang. – Das Wort „lediglich“ verharmlost. Die Verzerrung bleibt nicht im Nutzsignal, sondern schafft Anteile auf Frequenzen, die der Sender vorher nicht belegt hat.
einer besseren Verständlichkeit am Empfangsort. – Diese Antwort verwechselt kräftig mit gut: ein übersteuertes Signal klingt lauter und wird dabei gerade schlechter zu verstehen.
einer Verringerung der Ausgangsleistung. – Die abgegebene Leistung sinkt dadurch nicht. Sie bleibt an ihrer Grenze stehen, während der unerwünschte Anteil daneben zunimmt.
EJ214Ein SSB-Sender wird Störungen auf benachbarten Frequenzen hervorrufen, wenn ...ab Klasse E
der Antennentuner falsch abgestimmt ist.
die Ansteuerung der NF-Stufe zu gering ist.
der Leistungsverstärker übersteuert wird.
das Antennenkabel unterbrochen ist.
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Richtig ist C: der Leistungsverstärker übersteuert wird.
Kniff: Sortiere die Antworten nach ihrer Wirkung. Ein verstimmter Tuner und ein unterbrochenes Kabel verderben die Anpassung und kosten abgestrahlte Leistung, machen das Signal aber nicht breiter. Die vierte Antwort dreht die Richtung: zu wenig Ansteuerung verbreitert nichts.
Warum die anderen nicht stimmen:
der Antennentuner falsch abgestimmt ist. – Eine Fehlanpassung wirft Leistung ins Kabel zurück; das Signal wird schwächer, sein Spektrum dadurch nicht breiter.
die Ansteuerung der NF-Stufe zu gering ist. – Hier ist die Richtung verdreht. Wenig Pegel lässt die Stufen in ihrem linearen Bereich arbeiten und ist die Bedingung für ein sauberes Signal, nicht für ein breites.
das Antennenkabel unterbrochen ist. – Ein unterbrochenes Kabel strahlt kaum noch etwas ab. Das ist ein Fehler der Antennenanlage und keine Quelle von Nebenaussendungen.
EJ215Was bewirkt in der Regel eine zu hohe Mikrofonverstärkung bei einem SSB-Transceiver?ab Klasse E
Störungen der Stromversorgung des Transceivers
Störungen bei Stationen, die auf dicht benachbarten Frequenzen arbeiten
Störungen von Stationen, die auf einem anderen Frequenzband arbeiten
Störungen von anderen elektronischen Geräten
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist B: Störungen bei Stationen, die auf dicht benachbarten Frequenzen arbeiten
Kniff: Frage dich bei jeder Antwort, wie weit die Wirkung reicht. Eine übersteuerte Modulationskette verbreitert die eigene Aussendung, und diese Verbreiterung liegt unmittelbar neben der eigenen Frequenz. Die Entfernung im Frequenzbereich ist hier das Unterscheidungsmerkmal.
Warum die anderen nicht stimmen:
Störungen der Stromversorgung des Transceivers – Der Mikrofonregler sitzt am Anfang der Signalkette und bestimmt die Modulation, nicht die Stromaufnahme; die Stromversorgung merkt davon nichts.
Störungen von Stationen, die auf einem anderen Frequenzband arbeiten – So weit reicht eine Übersteuerung nicht. Wer in einem anderen Band gestört wird, hört Oberwellen, und die entstehen an anderer Stelle als hier gefragt.
Störungen von anderen elektronischen Geräten – Das beschreibt eine Einströmung in fremde Geräte, also einen Fall der elektromagnetischen Verträglichkeit; gefragt ist die Breite der eigenen Aussendung auf dem Band.
EJ216Welche unerwünschte Auswirkung kann mangelhafte Frequenzstabilität eines Senders haben?ab Klasse E
Verstärkte Oberwellenaussendung innerhalb der Bandgrenzen
Spannungsüberschläge in der Endstufe des Senders
Überlastung der Endstufe des Senders
Aussendungen außerhalb der Bandgrenzen
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist D: Aussendungen außerhalb der Bandgrenzen
Kniff: Frequenzstabilität sagt etwas über die LAGE der Aussendung, nicht über ihre Breite und nicht über die Belastung der Endstufe. Eine Frequenz, die wegläuft, kann über den Bandrand hinauswandern. Zwei falsche Antworten sprechen von Schäden im Gerät und gehören damit zu einer ganz anderen Frage.
Warum die anderen nicht stimmen:
Verstärkte Oberwellenaussendung innerhalb der Bandgrenzen – Oberwellen entstehen aus Nichtlinearität und nicht aus einer driftenden Frequenz; zudem liegen sie bei Vielfachen der Sendefrequenz und damit gerade nicht im selben Band.
Spannungsüberschläge in der Endstufe des Senders – Überschläge kommen von zu hoher Spannung, etwa bei starker Fehlanpassung. Wo die Frequenz gerade liegt, spielt dafür keine Rolle.
Überlastung der Endstufe des Senders – Eine Überlastung hängt an Ansteuerung, Anpassung und Kühlung. Eine ungenaue Frequenz belastet die Stufe nicht stärker.
EJ217Was kann auftreten, wenn bei digitalen Übertragungsverfahren (z. B. RTTY, FT8, Olivia) die automatische Pegelregelung (ALC) eines Funkgerätes im SSB-Betrieb eingreift?ab Klasse E
Störungen von Übertragungen auf Nachbarfrequenzen
Störungen von Computern oder anderen digitalen Geräten
Störungen von nachfolgenden Sendungen auf derselben Frequenz
Störungen von Stationen auf anderen Frequenzbändern
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: Störungen von Übertragungen auf Nachbarfrequenzen
Kniff: Alle vier Antworten nennen Störungen und unterscheiden sich nur darin, WO sie auftreten: auf der Nachbarfrequenz, in einem anderen Band, später auf derselben Frequenz oder gleich in fremden Geräten. Gesucht ist der Ort, der unmittelbar an die eigene Aussendung angrenzt.
Warum die anderen nicht stimmen:
Störungen von Computern oder anderen digitalen Geräten – Diese Antwort greift das Wort „digital“ aus der Frage auf und verschiebt es auf die Geräte im Zimmer; die Pegelregelung wirkt aber im Sender und verändert dort das abgestrahlte Signal.
Störungen von nachfolgenden Sendungen auf derselben Frequenz – Auf derselben Frequenz sendest du selbst. Eine Verformung wirkt im Augenblick der Aussendung und seitlich davon, nicht erst in einer späteren Sendung.
Störungen von Stationen auf anderen Frequenzbändern – Bis in andere Bänder reichen nur Oberwellen. Was eine eingreifende Pegelregelung anrichtet, bleibt in unmittelbarer Nachbarschaft der Sendefrequenz.
EJ218Wie sollte bei digitalen Übertragungsverfahren (z. B. FT8, JS8, PSK31) der NF-Pegel am Eingang eines Funkgerätes mit automatischer Pegelregelung (ALC) im SSB-Betrieb eingestellt sein, um Störungen zu vermeiden?ab Klasse E
So niedrig, dass die automatische Pegelregelung (ALC) nicht eingreift.
18 dB höher als die Lautstärke, bei der die automatische Pegelregelung (ALC) eingreift.
Die NF-Lautstärke muss -∞ dB (also Null) betragen.
Alle Bedienelemente sind auf das Maximum einzustellen.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: So niedrig, dass die automatische Pegelregelung (ALC) nicht eingreift.
Kniff: Gefragt ist eine Einstellung, und drei Antworten verraten sich schon an ihrer Form: eine zeigt ins Gegenteil, eine schaltet den Sender stumm, eine dreht alles auf. Die brauchbare Antwort nennt keinen Zahlenwert, sondern ein Kriterium — den Pegel, bei dem die Regelung gerade noch nicht anspricht.
Warum die anderen nicht stimmen:
18 dB höher als die Lautstärke, bei der die automatische Pegelregelung (ALC) eingreift. – Das geht genau in die falsche Richtung: 18 dB über der Ansprechschwelle greift die Regelung mit Sicherheit ein. Die glatte Zahl täuscht nur Genauigkeit vor.
Die NF-Lautstärke muss -∞ dB (also Null) betragen. – Bei Pegel Null wird nichts moduliert und es entsteht keine Aussendung. Gesucht ist ein niedriger Pegel, nicht gar keiner.
Alle Bedienelemente sind auf das Maximum einzustellen. – Das ist das Gegenteil der Aufgabe und die zuverlässigste Art, die Regelung anzusteuern.
EJ219Was ist zu tun, wenn es bei digitalen Übertragungsverfahren zu Störungen kommt, weil die automatische Pegelregelung (ALC) eines Funkgerätes im SSB-Betrieb eingreift?ab Klasse E
Der NF-Pegel am Eingang des Funkgerätes sollte reduziert werden.
Die Sendeleistung sollte erhöht werden.
Es sollte mit der RIT gegengesteuert werden.
Das Oberwellenfilter sollte abgeschaltet werden.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: Der NF-Pegel am Eingang des Funkgerätes sollte reduziert werden.
Kniff: Gefragt ist die Abhilfe, also der Griff, der die Ursache beseitigt. Prüfe jede Antwort daran, ob sie die Regelung wieder stumm macht. Nur das Zurücknehmen des NF-Pegels tut das; die anderen drei verstellen Dinge, die mit dem Eingreifen der Regelung nichts zu tun haben.
Warum die anderen nicht stimmen:
Die Sendeleistung sollte erhöht werden. – Mehr Leistung hebt die unerwünschten Anteile mit an. Am Eingreifen der Regelung ändert der Leistungsregler nichts.
Es sollte mit der RIT gegengesteuert werden. – Die RIT verschiebt allein die Empfangsfrequenz des eigenen Geräts. Sie rührt die Aussendung nicht an, also auch nicht das, was die Nachbarn hören.
Das Oberwellenfilter sollte abgeschaltet werden. – Ein Filter abzuschalten macht eine Aussendung unsauberer und nie sauberer; außerdem sitzen die hier entstehenden Anteile dicht an der Sendefrequenz und nicht bei deren Vielfachen.
Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.