Abschnitt 1.1.4 · Radio Regulations (ITU RR) · Kenntnisse von Vorschriften. 7 Fragen, ab Klasse N, jede mit Erklärung.
Auf dieser Seite stehen alle 7 Prüfungsfragen zum Thema Weitere Regelungen der Radio Regulations (Kapitel „Radio Regulations (ITU RR)“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.
Die Fragen gehören zum Prüfungsteil Kenntnisse von Vorschriften. Sie kommen ab der Klasse N vor. Die Markierung an jeder Frage zeigt, ab welcher Klasse sie gilt.
Frequenzen sind weltweit knapp und machen an Grenzen nicht halt. Deshalb ist das Recht darüber in Ebenen gebaut, und jede Ebene regelt nur, was auf ihrer Ebene entschieden werden muss. Weltweit legt die ITU in den Radio Regulations fest, welcher Funkdienst welchen Bereich bekommt und was ein Amateurfunkdienst überhaupt ist — das muss überall gleich sein, sonst stören sich Länder gegenseitig. Europäisch empfiehlt die CEPT, wie man Zulassungen gegenseitig anerkennt. National sagt ein GESETZ das Grundsätzliche und eine VERORDNUNG die vielen Einzelheiten; ausgeführt wird beides von einer Behörde. Und die Funkamateure selbst empfehlen sich über die IARU, wo man innerhalb eines Bandes welche Betriebsart benutzt — dafür braucht es kein Gesetz, weil niemand außerhalb betroffen ist. Wer eine Frage nach der Rechtsquelle vor sich hat, sortiert deshalb zuerst nach Reichweite: geht es um alle Länder, um Europa, um Deutschland, oder nur um die Funkamateure untereinander? Damit fallen meist schon drei Antworten weg. Danach die zweite Frage: geht es um Menschen im Feld (BEMFV), um Geräte und ihre Störungen (EMVG und FuAG), oder um das Funken selbst (AFuG und AFuV)?
RR (ITU)
weltweit
Radio Regulations: Begriffe wie „Amateurfunkdienst“, Frequenzzuweisungen, Rufzeichen-Präfixe, Q-Gruppen.
ITU-Regionen
drei
1 Europa und Afrika (Deutschland), 2 Amerika (Kanada), 3 Asien und Ozeanien (Australien).
CEPT
Europa, Empfehlung
T/R 61-01 und ECC/REC/(05)06: Funken im Ausland ohne Gastzulassung. HAREC ist die Prüfungsbescheinigung dazu.
IARU
Verband, keine Behörde
Die Funkamateure selbst: Bandpläne, Notfunk-Aktivitätszentren. Empfehlungen, kein Gesetz.
ETSI
Gerätenormen
Technische Standards. Zum Amateurfunkdienst sagt ETSI nichts.
AFuG
Gesetz
Wer darf funken: Zulassung, Prüfung, Rufzeichen, Begriffe. § 3 Abs. 1 ist die Zulassung.
AFuV
Verordnung
Die Einzelheiten zum AFuG: Klassen, Leistungen, Bänder, Rufzeichenzusätze, Logbuch.
TKG
Gesetz darüber
Rahmen für alle Funkdienste: Frequenzordnung, Aufgaben der Bundesnetzagentur.
BEMFV
Verordnung
Mensch im Feld: Sicherheitsabstand, Anzeige ab 10 W EIRP, Standortbescheinigung.
EMVG
Gesetz
Gerät und Störung: elektromagnetische Verträglichkeit.
BNetzA
Behörde
Führt aus: Zulassung, Rufzeichen, Prüfung, Anzeigen, Störungsbearbeitung.
FuAG
Gesetz
Funkanlagengesetz: was auf dem Markt bereitgestellt wird — CE und grundlegende Anforderungen.
TTDSG
Gesetz
Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz: verdeckte Abhörgeräte, Herstellung und Besitz.
Frequenzzuteilung
immer nötig
Jede Frequenznutzung braucht eine vorherige Zuteilung. Ohne sie ist es eine Ordnungswidrigkeit nach dem TKG.
Merken: G wie Gesetz sagt Grundsätzliches, V wie Verordnung die vielen Einzelheiten. Mensch im Feld: BEMFV. Gerät und Störung: EMVG. Weltweit: RR der ITU. Ins Ausland: CEPT. Bandpläne und Notfunk: IARU — ein Verband, keine Behörde. Und was jemand tatsächlich tut, tut die Bundesnetzagentur.
VA401Weshalb wird in den Radio Regulations (RR) die Erde in verschiedene Regionen eingeteilt?ab Klasse N
Um in den Regionen unterschiedliche Frequenzbereichszuweisungen für die Funkdienste vornehmen zu können
Um für die einzelnen Regionen Regelungen für Gastlizenzen einführen zu können
Weil der Amateurfunkverkehr nur innerhalb einer Region zulässig ist
Weil es sich um unterschiedliche Zeitzonen handelt und es so den Funkverkehr vereinfacht
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Richtig ist A: Um in den Regionen unterschiedliche Frequenzbereichszuweisungen für die Funkdienste vornehmen zu können
Kniff: Die Regionen dienen dem Frequenzplan: in verschiedenen Teilen der Welt können demselben Band verschiedene Funkdienste zugewiesen sein. Alles, was mit Erlaubnissen für Personen oder mit der Uhrzeit zu tun hat, liegt auf einer anderen Ebene.
Warum die anderen nicht stimmen:
Um für die einzelnen Regionen Regelungen für Gastlizenzen einführen zu können – Gastzulassungen und die CEPT-Empfehlungen betreffen Personen im Ausland, nicht die Zuweisung von Frequenzbereichen.
Weil der Amateurfunkverkehr nur innerhalb einer Region zulässig ist – Funkverkehr über Regionsgrenzen ist üblich; die Radio Regulations beschränken die Inhalte, nicht die Entfernung.
Weil es sich um unterschiedliche Zeitzonen handelt und es so den Funkverkehr vereinfacht – Zeitzonen sind eine andere Einteilung der Erde und verlaufen nicht entlang der drei Regionen.
VA402Nach den Radio Regulations (RR) ist die Welt für die Zuweisung von Frequenzbereichen an Funkdienste in Regionen aufgeteilt. Wie viele Regionen gibt es?ab Klasse N
Vier
Zwei
Drei
Fünf
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Richtig ist C: Drei
Kniff: Drei Regionen, und du kannst sie an je einem Land festhalten: Deutschland, Kanada, Australien. Wer sich diese drei Beispiele merkt, hat alle Regionsfragen des Katalogs auf einmal gelöst. Eine vierte Region gibt es nicht.
Warum die anderen nicht stimmen:
Vier – Zu viele — „vier“ ist in diesem Fragenblock der Standardköder, eine Region 4 existiert nicht.
Zwei – Zu wenige: Asien und Ozeanien bilden eine eigene Region neben Europa/Afrika und Amerika.
Fünf – Eine solche Einteilung gibt es nicht; fünf verwechselt die Regionen mit einer Aufteilung nach Kontinenten.
VA403Zu welcher Region nach den Radio Regulations (RR) gehört Deutschland?ab Klasse N
Region 2
Region 1
Region 4
Region 3
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Richtig ist B: Region 1
Kniff: Region 1 ist Europa und Afrika, dort liegt Deutschland. Prüfe an den beiden anderen Beispielen gegen: Kanada in Region 2, Australien in Region 3. Eine Region 4 gibt es nicht.
Warum die anderen nicht stimmen:
Region 2 – Region 2 ist Amerika; das ist die Region von Kanada.
Region 4 – Diese Region existiert nicht — sie ist in allen Regionsfragen nur Beifang.
Region 3 – Region 3 ist Asien und Ozeanien, dort liegt zum Beispiel Australien.
VA404Zu welcher Region nach den Radio Regulations (RR) gehört Kanada?ab Klasse N
Region 2
Region 3
Region 1
Region 4
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Richtig ist A: Region 2
Kniff: Region 2 ist der amerikanische Doppelkontinent, Kanada liegt darin. Halte die drei Beispielländer zusammen, dann ist jede Regionsfrage dieselbe Aufgabe. Eine vierte Region ist auch hier erfunden.
Warum die anderen nicht stimmen:
Region 3 – Region 3 ist Asien und Ozeanien, nicht Amerika.
Region 1 – Region 1 ist Europa und Afrika, dort liegt Deutschland.
Region 4 – Eine Region 4 kommt in der Aufteilung nicht vor; sie ist hier nur als Ablenkung beigefügt.
VA405Zu welcher Region nach den Radio Regulations (RR) gehört Australien?ab Klasse N
Region 4
Region 3
Region 1
Region 2
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Richtig ist B: Region 3
Kniff: Region 3 ist Asien und Ozeanien, dazu zählt Australien. Wieder hilft der Gegencheck: Deutschland in Region 1, Kanada in Region 2. Eine Region 4 gibt es nicht.
Warum die anderen nicht stimmen:
Region 4 – Die Radio Regulations teilen die Erde in drei Regionen; eine vierte gibt es nicht.
Region 1 – Region 1 ist Europa und Afrika.
Region 2 – Region 2 ist Amerika, dort liegt zum Beispiel Kanada.
VA406Wo sind die Präfixe für Amateurfunkrufzeichen international geregelt?ab Klasse N
Im Amateurfunkgesetz (AFuG)
In der Rufzeichenliste der BNetzA
In der Amateurfunkverordnung (AFuV)
In den Radio Regulations (RR)
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Richtig ist D: In den Radio Regulations (RR)
Kniff: Präfixe müssen weltweit eindeutig sein, also werden die Blöcke weltweit an die Staaten verteilt; ein nationales Gesetz kann das nicht leisten. Deutsche Quellen kommen erst danach und füllen den zugeteilten Block aus. Das Wort „international“ in der Frage zeigt dir die Ebene.
Warum die anderen nicht stimmen:
Im Amateurfunkgesetz (AFuG) – Das Gesetz regelt, wer in Deutschland funken darf und dass Rufzeichen zugeteilt werden — nicht, welcher Staat welchen Präfix hat.
In der Rufzeichenliste der BNetzA – Eine Liste der Behörde zeigt, welche Rufzeichen hier vergeben sind; das ist Vollzug, keine internationale Regelung.
In der Amateurfunkverordnung (AFuV) – Die Verordnung regelt deutsche Einzelheiten wie Rufzeichenzusätze, nicht die Präfixblöcke der Staaten.
VA407In welchem internationalen Regelwerk können die Bedeutungen der im Amateurfunk gebräuchlichen Q-Gruppen nachgeschlagen werden? In den ...ab Klasse N
Standards des European Telecommunications Standards Institute (ETSI)
Empfehlungen der Internationalen Organisation für Normung (ISO)
Empfehlungen der International Amateur Radio Union (IARU)
Radio Regulations (RR)
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Richtig ist D: Radio Regulations (RR)
Kniff: Q-Gruppen sollen über alle Sprachgrenzen hinweg dasselbe bedeuten, also müssen sie weltweit einheitlich festgelegt sein. Frage dich bei jeder angebotenen Organisation: Kann sie etwas für alle Staaten verbindlich festlegen? Gerätenormung, allgemeine Industrienormung und Verbandsempfehlungen können es nicht.
Warum die anderen nicht stimmen:
Standards des European Telecommunications Standards Institute (ETSI) – ETSI normt Geräte; Betriebsabkürzungen für den Funkverkehr stehen dort nicht.
Empfehlungen der Internationalen Organisation für Normung (ISO) – Die ISO normt Industrieprodukte und Verfahren und hat mit Funkbetriebsabkürzungen nichts zu tun; der angehängte Klammerzusatz gehört gar nicht zur ISO, sondern zur CEPT.
Empfehlungen der International Amateur Radio Union (IARU) – Die IARU empfiehlt Bandpläne und Notfunkfrequenzen; ihre Empfehlungen sind kein internationales Regelwerk und enthalten die Q-Gruppen nicht.
Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.