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Rufzeichenzusätze

Abschnitt 2.4.2 · Rufzeichen und Landeskenner · Betriebliche Kenntnisse. 14 Fragen, ab Klasse N, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 14 Prüfungsfragen zum Thema Rufzeichenzusätze (Kapitel „Rufzeichen und Landeskenner“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

Die Fragen gehören zum Prüfungsteil Betriebliche Kenntnisse. Sie kommen ab der Klasse N vor. Die Markierung an jeder Frage zeigt, ab welcher Klasse sie gilt.

▶ Diese 14 Fragen im Trainer üben

Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Deutsche Rufzeichen lesen

Ein Rufzeichen ist kein Name, sondern eine Zulassung zum Vorlesen. Jeder Teil trägt eine Auskunft, und die STELLE sagt, welche: was VOR dem eigenen Rufzeichen steht, nennt den Ort — den Kenner des Gastlandes, wenn man im Ausland funkt. Was DAHINTER steht, sagt etwas über diese Aussendung: unterwegs, tragbar, fernbedient, in Ausbildung. Und das Rufzeichen selbst — Buchstabenpaar, Ziffer, Suffix — sagt, wer sendet und mit welcher Berechtigung. Wer diese Ordnung kennt, erkennt die falschen Antworten daran, dass die beiden Hälften vertauscht sind. Und warum überhaupt genannt werden muss: das Rufzeichen ist das einzige Merkmal, an dem man eine Amateurfunkstelle erkennt — nicht die Frequenz, nicht die Sendeart. Nur weil jede Aussendung zuzuordnen ist, bekommt der Amateurfunkdienst seine Frequenzen überhaupt. Deshalb am Anfang, am Ende und mindestens alle zehn Minuten; deshalb das internationale Buchstabieralphabet; und deshalb ist ein Rufzeichen zugeteilt und nicht besessen — einen Anspruch auf ein bestimmtes gibt es nicht.

AufbauPräfix, Ziffer, SuffixZwei Buchstaben Landeskenner, eine Ziffer, dann zwei oder drei Buchstaben.
DL1 bis DL9Klasse APersonengebunden, zwei- oder dreistelliges Suffix.
DO1 bis DO9Klasse EPersonengebunden, zwei- oder dreistelliges Suffix.
DN9Klasse NPersonengebunden.
Null nach dem PräfixKlubstationDA0ABC, DL0XK. Das Buchstabenpaar sagt dabei weiter die Klasse: DL0 ist Klasse A.
DA5besondere experimentelle StudienNach § 16 Absatz 2 AFuV. Nicht mit DA0 verwechseln — dort macht die Null die Klubstation.
DP0exterritorial, Klasse AStationen außerhalb des deutschen Hoheitsgebiets.
Suffix bis 7 Zeichenzu besonderen AnlässenDarf Ziffern enthalten, muss mit einem Buchstaben enden. Beispiel DL250 BTHVN.
ZuteilungsartendreiPersonengebunden, für fernbediente und automatisch arbeitende Stellen, Klubstation.
AnspruchkeinerAuf ein bestimmtes Rufzeichen gibt es kein Recht — auch nicht auf ein früher zugeteiltes.
NennungAnfang, Ende, alle 10 MinutenNicht nur auf Verlangen und nicht alle 15 Minuten.
Buchstabiereninternational, Radio RegulationsAnhang 14 der Radio Regulations. Nicht DIN 5009 und nichts Europäisches.
Erkennungsmerkmaldas RufzeichenNicht die Frequenz, nicht die Sendeart, nicht die Modulation.
/mLandfahrzeug ODER BinnengewässerBeweglich, aber nicht auf See.
/mmWasserfahrzeug auf Seemaritime mobile. Das zweite m macht das Meer.
/pvorübergehend ortsfest oder tragbarportabel.
/R oder /RemoteRemote-BetriebNicht /F, nicht /FB, nicht /RB.
/T oder /TraineeAusbildungsfunkbetrieb/Trainee im Sprechfunk, /T in Telegrafie und digital. Immer HINTEN, auch bei Klubstationen.
Gastkenner/eigenesCEPT im AuslandHB9/DL9MJ in der Schweiz. Mit CEPT-Novice HB3/DO7PR — der Gastkenner zeigt die Klasse.
MO, MOE, MOI, MOS, MOH, MO5PeilsenderDie Endung zählt die Punkte: E ist einer, I zwei, S drei, H vier, 5 fünf.

Merken: Ort vorne, Umstand hinten. HB9/DL9MJ heißt: in der Schweiz, deutsche Station. DL1PZ/Trainee heißt: diese Station, gerade in Ausbildung. Die Null nach dem Buchstabenpaar macht eine Klubstation. Und im Sprechfunk /Trainee, in Telegrafie und digital das kurze /T.

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Wer regelt was

Frequenzen sind weltweit knapp und machen an Grenzen nicht halt. Deshalb ist das Recht darüber in Ebenen gebaut, und jede Ebene regelt nur, was auf ihrer Ebene entschieden werden muss. Weltweit legt die ITU in den Radio Regulations fest, welcher Funkdienst welchen Bereich bekommt und was ein Amateurfunkdienst überhaupt ist — das muss überall gleich sein, sonst stören sich Länder gegenseitig. Europäisch empfiehlt die CEPT, wie man Zulassungen gegenseitig anerkennt. National sagt ein GESETZ das Grundsätzliche und eine VERORDNUNG die vielen Einzelheiten; ausgeführt wird beides von einer Behörde. Und die Funkamateure selbst empfehlen sich über die IARU, wo man innerhalb eines Bandes welche Betriebsart benutzt — dafür braucht es kein Gesetz, weil niemand außerhalb betroffen ist. Wer eine Frage nach der Rechtsquelle vor sich hat, sortiert deshalb zuerst nach Reichweite: geht es um alle Länder, um Europa, um Deutschland, oder nur um die Funkamateure untereinander? Damit fallen meist schon drei Antworten weg. Danach die zweite Frage: geht es um Menschen im Feld (BEMFV), um Geräte und ihre Störungen (EMVG und FuAG), oder um das Funken selbst (AFuG und AFuV)?

RR (ITU)weltweitRadio Regulations: Begriffe wie „Amateurfunkdienst“, Frequenzzuweisungen, Rufzeichen-Präfixe, Q-Gruppen.
ITU-Regionendrei1 Europa und Afrika (Deutschland), 2 Amerika (Kanada), 3 Asien und Ozeanien (Australien).
CEPTEuropa, EmpfehlungT/R 61-01 und ECC/REC/(05)06: Funken im Ausland ohne Gastzulassung. HAREC ist die Prüfungsbescheinigung dazu.
IARUVerband, keine BehördeDie Funkamateure selbst: Bandpläne, Notfunk-Aktivitätszentren. Empfehlungen, kein Gesetz.
ETSIGerätenormenTechnische Standards. Zum Amateurfunkdienst sagt ETSI nichts.
AFuGGesetzWer darf funken: Zulassung, Prüfung, Rufzeichen, Begriffe. § 3 Abs. 1 ist die Zulassung.
AFuVVerordnungDie Einzelheiten zum AFuG: Klassen, Leistungen, Bänder, Rufzeichenzusätze, Logbuch.
TKGGesetz darüberRahmen für alle Funkdienste: Frequenzordnung, Aufgaben der Bundesnetzagentur.
BEMFVVerordnungMensch im Feld: Sicherheitsabstand, Anzeige ab 10 W EIRP, Standortbescheinigung.
EMVGGesetzGerät und Störung: elektromagnetische Verträglichkeit.
BNetzABehördeFührt aus: Zulassung, Rufzeichen, Prüfung, Anzeigen, Störungsbearbeitung.
FuAGGesetzFunkanlagengesetz: was auf dem Markt bereitgestellt wird — CE und grundlegende Anforderungen.
TTDSGGesetzTelekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz: verdeckte Abhörgeräte, Herstellung und Besitz.
Frequenzzuteilungimmer nötigJede Frequenznutzung braucht eine vorherige Zuteilung. Ohne sie ist es eine Ordnungswidrigkeit nach dem TKG.

Merken: G wie Gesetz sagt Grundsätzliches, V wie Verordnung die vielen Einzelheiten. Mensch im Feld: BEMFV. Gerät und Störung: EMVG. Weltweit: RR der ITU. Ins Ausland: CEPT. Bandpläne und Notfunk: IARU — ein Verband, keine Behörde. Und was jemand tatsächlich tut, tut die Bundesnetzagentur.

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Die 14 Fragen

BD201Was bedeutet der Rufzeichenzusatz „/am“? Die Amateurfunkstelle ...ab Klasse N

  1. wird an Bord eines Wasserfahrzeugs betrieben.
  2. verwendet Amplitudenmodulation.
  3. wird an Bord eines Luftfahrzeugs betrieben.
  4. arbeitet mit geringer Leistung.
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Richtig ist C: wird an Bord eines Luftfahrzeugs betrieben.

Kniff: „/am“ ist ein Zusatz zum Betriebsort, nicht zur Betriebsart. Er steht für „aeronautical mobile“, also Betrieb in der Luft. Genau die Nähe zum Kürzel der Amplitudenmodulation ist die Falle dieser Frage; der Fall auf dem Wasser hat einen eigenen Zusatz.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • wird an Bord eines Wasserfahrzeugs betrieben. – Das ist der maritime Fall, für den ein anderer Rufzeichenzusatz vorgesehen ist.
  • verwendet Amplitudenmodulation. – Die eigentliche Falle: AM als Modulationsart und „/am“ als Ortszusatz haben nur die Buchstaben gemeinsam.
  • arbeitet mit geringer Leistung. – Über die Leistung sagt ein Rufzeichenzusatz zum Betriebsort nichts aus.

BD202Welche Bedeutung hat das Rufzeichen VE8ZZ/am?ab Klasse N

  1. Es handelt sich um eine automatisch arbeitende Pactor-Amateurfunkstelle mit angeschlossener Mailbox in Kanada.
  2. Es handelt sich um eine kanadische Amateurfunkstelle, die in der Modulationsart AM betrieben wird.
  3. Es handelt sich um eine kanadische Amateurfunkstelle, die vorübergehend in den Vereinigten Staaten von Amerika betrieben wird.
  4. Es handelt sich um eine Amateurfunkstelle mit einem kanadischen Rufzeichen, die in einem Luftfahrzeug betrieben wird.
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Richtig ist D: Es handelt sich um eine Amateurfunkstelle mit einem kanadischen Rufzeichen, die in einem Luftfahrzeug betrieben wird.

Kniff: Lies das Rufzeichen in zwei Teilen: der Anfang sagt das Land, der Zusatz nach dem Schrägstrich sagt, von wo aus gefunkt wird. VE gehört zu Kanada, „/am“ bedeutet Betrieb im Luftfahrzeug. Jede falsche Antwort deutet genau einen der beiden Teile um, also prüfe beide getrennt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Es handelt sich um eine automatisch arbeitende Pactor-Amateurfunkstelle mit angeschlossener Mailbox in Kanada. – Der Landesteil stimmt, der Zusatz wird umgedeutet: „/am“ sagt etwas über den Betriebsort und nichts über eine automatische Station oder eine Betriebsart.
  • Es handelt sich um eine kanadische Amateurfunkstelle, die in der Modulationsart AM betrieben wird. – Die bekannte Verwechslung von „/am“ mit der Amplitudenmodulation. Der Zusatz nennt keine Modulationsart.
  • Es handelt sich um eine kanadische Amateurfunkstelle, die vorübergehend in den Vereinigten Staaten von Amerika betrieben wird. – Ein Gastbetrieb in einem anderen Land würde sich am vorangestellten Landeskennzeichen zeigen, nicht an „/am“.

BD203Ein Rufzeichen mit dem Zusatz „/m“ kann bei einer Amateurfunkstelle bedeuten, dass sie ...ab Klasse N

  1. mit minimaler Leistung sendet.
  2. beweglich ist und sich in einem Landfahrzeug befindet.
  3. vorübergehend ortsfest betrieben wird oder tragbar ist.
  4. an Bord eines Wasserfahrzeugs betrieben wird, das sich auf See befindet.
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Richtig ist B: beweglich ist und sich in einem Landfahrzeug befindet.

Kniff: Das /m steht für beweglich, und zwar in zwei Fällen: im Landfahrzeug UND auf einem Binnengewässer. Hier ist das Landfahrzeug angeboten, in der Zwillingsfrage das Binnengewässer — beide Male ist /m richtig. Was NICHT dazugehört, ist die See: dafür gibt es /mm.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • mit minimaler Leistung sendet. – Kleine Leistung heißt QRP und ist eine Q-Gruppe, kein Rufzeichenzusatz. Das m steht für mobil.
  • vorübergehend ortsfest betrieben wird oder tragbar ist. – Das ist /p für portabel. Der Unterschied ist die Bewegung: /p steht still, /m fährt.
  • an Bord eines Wasserfahrzeugs betrieben wird, das sich auf See befindet. – Auf See ist es /mm mit zwei m, für maritime mobile. Ein einfaches /m reicht nur bis zum Binnengewässer.

Mehr dazu: Deutsche Rufzeichen lesen

BD204Ein Rufzeichen mit dem Zusatz „/m“ kann bei einer Amateurfunkstelle bedeuten, dass sie ...ab Klasse N

  1. vorübergehend ortsfest betrieben wird oder tragbar ist.
  2. sich an Bord eines Wasserfahrzeugs auf Binnengewässern befindet.
  3. mit minimaler Leistung sendet.
  4. an Bord eines Wasserfahrzeugs betrieben wird, das sich auf See befindet.
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Richtig ist B: sich an Bord eines Wasserfahrzeugs auf Binnengewässern befindet.

Kniff: Wortgleiche Frage wie die vorige, aber mit anderen Antworten — und beide Male ist /m richtig. Das liegt daran, dass /m zwei Bedeutungen hat: Landfahrzeug und Wasserfahrzeug auf Binnengewässern. Der Katalog fragt einmal nach der einen und einmal nach der anderen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • vorübergehend ortsfest betrieben wird oder tragbar ist. – Das ist /p.
  • mit minimaler Leistung sendet. – Das wäre QRP, und das ist eine Q-Gruppe.
  • an Bord eines Wasserfahrzeugs betrieben wird, das sich auf See befindet. – Hier steckt die Falle dieser Frage: See und Binnengewässer sind nicht dasselbe. Auf See heißt es /mm, auf Binnengewässern /m.

Mehr dazu: Deutsche Rufzeichen lesen

BD205Was ist aus dem Rufzeichen DC4LW/mm hinsichtlich des Betriebsortes zu erkennen? Die deutsche Amateurfunkstelle DC4LW ...ab Klasse N

  1. wird von einem Schiff aus betrieben, das sich auf einem Binnengewässer befindet.
  2. wird an Bord eines Wasserfahrzeugs betrieben, das sich auf See befindet.
  3. möchte mit anderen Funkamateuren in Kontakt treten, die ihre Funkstelle zur Zeit auch „maritim mobil“ betreiben.
  4. wird an Bord eines Schiffes als eine mobile Station des See- und Binnenschifffahrtsfunks betrieben.
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Richtig ist B: wird an Bord eines Wasserfahrzeugs betrieben, das sich auf See befindet.

Kniff: Zwei m, zwei Silben: maritime mobile. Das doppelte m macht das Meer — auf Binnengewässern wäre es nur ein /m. Aus dem Zusatz erfährt man den Betriebsort, sonst nichts.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • wird von einem Schiff aus betrieben, das sich auf einem Binnengewässer befindet. – Für Binnengewässer genügt ein einfaches /m. Das zweite m sagt: See.
  • möchte mit anderen Funkamateuren in Kontakt treten, die ihre Funkstelle zur Zeit auch „maritim mobil“ betreiben. – Ein Rufzeichenzusatz nennt einen Umstand der eigenen Station. Einen Verbindungswunsch drückt man damit nicht aus — dafür gibt es den Anruf.
  • wird an Bord eines Schiffes als eine mobile Station des See- und Binnenschifffahrtsfunks betrieben. – Der Seefunkdienst ist ein anderer Funkdienst. DC4LW bleibt eine Amateurfunkstelle, sie befindet sich nur auf einem Schiff.

Mehr dazu: Deutsche Rufzeichen lesen

BD206Was bedeutet der Rufzeichenzusatz „/p“? Es bedeutet, dass die Amateurfunkstelle ...ab Klasse N

  1. vorübergehend ortsfest betrieben wird oder tragbar ist.
  2. sich an Bord eines Wasserfahrzeugs auf See befindet.
  3. vorübergehend exterritorial betrieben wird.
  4. sich in einem Landfahrzeug in Bewegung befindet.
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Richtig ist A: vorübergehend ortsfest betrieben wird oder tragbar ist.

Kniff: /p steht für portabel und deckt zwei Fälle ab: tragbar, und vorübergehend ortsfest an einem anderen Platz als dem gemeldeten. Der Unterschied zu /m ist die Bewegung — /p steht still, /m fährt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • sich an Bord eines Wasserfahrzeugs auf See befindet. – Das ist /mm.
  • vorübergehend exterritorial betrieben wird. – Exterritorialer Betrieb zeigt sich am Präfix, etwa DP0, nicht an einem Zusatz hinter dem Rufzeichen.
  • sich in einem Landfahrzeug in Bewegung befindet. – Das ist /m. Genau hier liegt die Verwechslung: /p ist tragbar und steht, /m ist mobil und fährt.

Mehr dazu: Deutsche Rufzeichen lesen

BD207Muss beim Betrieb einer tragbaren oder vorübergehend ortsfest betriebenen Amateurfunkstelle in Deutschland dem Rufzeichen der Zusatz „/p“ hinzugefügt werden?ab Klasse N

  1. Ja, damit die BNetzA erkennen kann, dass die Amateurfunkstelle nicht am gemeldeten Standort betrieben wird.
  2. Nein, er kann zur weiteren Information verwendet werden.
  3. Nein, es sei denn, es handelt sich um eine ausländische Station.
  4. Ja, weil dies durch die internationalen Regelungen in den Radio Regulations (RR) so vorgegeben ist.
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Richtig ist B: Nein, er kann zur weiteren Information verwendet werden.

Kniff: Trenne Pflicht von Möglichkeit: verlangt wird der Zusatz nicht, verwendet werden darf er. Wenn eine Antwort mit „Ja“ beginnt, muss sie eine Grundlage nennen können — und weder ein Meldezweck der Behörde noch die weltweiten Regeln liefern eine.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Ja, damit die BNetzA erkennen kann, dass die Amateurfunkstelle nicht am gemeldeten Standort betrieben wird. – Erfindet einen Meldezweck; der gemeldete Standort gehört zum Anzeigeverfahren für den Schutz von Personen im Feld und nicht zu einem Rufzeichenzusatz.
  • Nein, es sei denn, es handelt sich um eine ausländische Station. – Verwechselt den freiwilligen Zusatz mit dem Landeskenner, den eine ausländische Station ihrem Rufzeichen hier voranstellt.
  • Ja, weil dies durch die internationalen Regelungen in den Radio Regulations (RR) so vorgegeben ist. – Schiebt die Pflicht auf die weltweite Ebene; Rufzeichenzusätze sind eine nationale Einzelheit der Verordnung.

Mehr dazu: Wer regelt was

BD208Welcher Rufzeichenzusatz kann verwendet werden, um „Remote-Betrieb“ zu kennzeichnen?ab Klasse N

  1. /RB bzw. /Remotebetrieb
  2. /FB bzw. /Fernbedient
  3. /F bzw. /Fern
  4. /R bzw. /Remote
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Richtig ist D: /R bzw. /Remote

Kniff: Der Zusatz ist die Abkürzung des Wortes selbst: /R oder ausgeschrieben /Remote. Die drei anderen Antworten sind erfundene Kürzel, und daran erkennt man die Bauart dieser Frage — zu jedem Zusatz gibt es eine kurze und eine ausgeschriebene Form, nichts dazwischen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • /RB bzw. /Remotebetrieb – Zusammengesetzte Kürzel wie RB gibt es nicht; die Kurzform ist ein einzelner Buchstabe.
  • /FB bzw. /Fernbedient – Der Zusatz ist international und deshalb englisch. Deutsche Wörter kommen darin nicht vor.
  • /F bzw. /Fern – Richtiges Muster — ein Buchstabe und ein Wort —, aber das falsche Wort. Es heißt Remote.

Mehr dazu: Deutsche Rufzeichen lesen

BD209Der Funkamateur mit dem Rufzeichen DL1PZ möchte Ausbildungsfunkbetrieb im Sprechfunk durchführen. Welches Rufzeichen darf der Auszubildende verwenden?ab Klasse N

  1. Ausbildung/DL1PZ
  2. DL1PZ/Trainee
  3. DL1PZ/Ausbildung
  4. Trainee/DL1PZ
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Richtig ist B: DL1PZ/Trainee

Kniff: Alles, was einen Umstand der Aussendung nennt, kommt HINTER das Rufzeichen. Der Auszubildende funkt unter dem Rufzeichen des Ausbilders mit dem Zusatz dahinter, im Sprechfunk ausgeschrieben: DL1PZ/Trainee. Zwei der falschen Antworten stellen den Zusatz nach vorn, und vorn steht nur ein Ort.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Ausbildung/DL1PZ – Die Hälften sind vertauscht, und deutsch ist der Zusatz auch nicht.
  • DL1PZ/Ausbildung – Die Stelle ist richtig, das Wort nicht: der Zusatz heißt Trainee.
  • Trainee/DL1PZ – Das richtige Wort an der falschen Stelle. Vor dem Rufzeichen steht der Kenner eines Gastlandes, nie ein Betriebszusatz.

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BD210An der Klubstation DL0MOL soll Ausbildungsfunkbetrieb stattfinden. Darf der Auszubildende das Rufzeichen der Klubstation verwenden?ab Klasse N

  1. Ja, wenn T/DL0MOL bzw. Trainee/DL0MOL verwendet wird.
  2. Nein, an Klubstationen darf nicht ausgebildet werden.
  3. Ja, wenn DL0MOL/T bzw. DL0MOL/Trainee verwendet wird.
  4. Nein, es ist das persönliche Rufzeichen des Ausbilders zu verwenden.
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Richtig ist C: Ja, wenn DL0MOL/T bzw. DL0MOL/Trainee verwendet wird.

Kniff: Ja — auch an einer Klubstation darf ausgebildet werden, und es gilt dieselbe Regel: der Zusatz kommt hinter das Rufzeichen. DL0MOL/T oder DL0MOL/Trainee. Dass DL0MOL eine Klubstation ist, ändert an der Stelle des Zusatzes nichts.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Ja, wenn T/DL0MOL bzw. Trainee/DL0MOL verwendet wird. – Richtige Antwort auf die Frage, falsche Schreibweise: der Zusatz steht hinten, nicht vorn.
  • Nein, an Klubstationen darf nicht ausgebildet werden. – Ausbildungsfunkbetrieb an einer Klubstation ist zulässig. Die Frage ist nur, unter welchem Rufzeichen.
  • Nein, es ist das persönliche Rufzeichen des Ausbilders zu verwenden. – Der Auszubildende darf das Rufzeichen der Klubstation verwenden. Das persönliche des Ausbilders ist eine Möglichkeit, aber keine Pflicht.

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BD211DG2RON führt Ausbildungsfunkbetrieb in Morsetelegrafie oder mit digitalen Übertragungsverfahren durch. Welches Rufzeichen hat der Auzubildende zu verwenden?ab Klasse N

  1. T/DG2RON
  2. DG2RON/T
  3. DG2RON/A
  4. A/DG2RON
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Richtig ist B: DG2RON/T

Kniff: In Telegrafie und bei digitalen Verfahren zählt jedes Zeichen, deshalb die Kurzform: DG2RON/T. Im Sprechfunk wäre es DG2RON/Trainee. Die Stelle bleibt in beiden Fällen dieselbe — hinter dem Rufzeichen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • T/DG2RON – Richtiger Buchstabe, falsche Stelle. Vor dem Rufzeichen steht kein Betriebszusatz.
  • DG2RON/A – Die Stelle stimmt, der Buchstabe nicht. A wäre der Anfangsbuchstabe von „Ausbildung", der Zusatz heißt aber Trainee und wird mit T abgekürzt.
  • A/DG2RON – Falscher Buchstabe an der falschen Stelle.

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BD212Sie hören die Amateurfunkstation mit dem Rufzeichen DL/G3MM. Welcher der nachfolgenden Sachverhalte trifft zu?ab Klasse N

  1. Dem Funkamateur G3MM ist es aufgrund einer Gastzulassung gestattet, in Deutschland Amateurfunk auszuüben.
  2. Der englischen Station G3MM ist es aufgrund der CEPT-Empfehlungen gestattet, vorübergehend in Deutschland Amateurfunk auszuüben.
  3. Der englischen Station G3MM ist es aufgrund der Radio Regulations (RR) gestattet, vorübergehend in Deutschland Amateurfunk auszuüben.
  4. Der englischen Station G3MM ist es aufgrund der CEPT-Empfehlungen gestattet, dauerhaft in Deutschland Amateurfunk auszuüben.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist B: Der englischen Station G3MM ist es aufgrund der CEPT-Empfehlungen gestattet, vorübergehend in Deutschland Amateurfunk auszuüben.

Kniff: In der Antwort stecken drei Angaben: das vorangestellte Landeskennzeichen, die Rechtsgrundlage und die Dauer. Das Präfix des Gastlandes vor dem eigenen Rufzeichen ist das Kennzeichen des CEPT-Betriebs, nicht einer beantragten Gastzulassung. Und CEPT trägt nur vorübergehenden Betrieb — auf das Wort „dauerhaft“ musst du achten.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Dem Funkamateur G3MM ist es aufgrund einer Gastzulassung gestattet, in Deutschland Amateurfunk auszuüben. – Eine Gastzulassung muss beantragt werden und ist für Länder nötig, die die CEPT-Empfehlung nicht anwenden; hier ist genau das nicht der Fall.
  • Der englischen Station G3MM ist es aufgrund der Radio Regulations (RR) gestattet, vorübergehend in Deutschland Amateurfunk auszuüben. – Verwechselt die Ebenen: die Radio Regulations verteilen Frequenzen und Begriffe, sie erlauben keinem Einzelnen den Betrieb im Ausland — das leistet die europäische Empfehlung.
  • Der englischen Station G3MM ist es aufgrund der CEPT-Empfehlungen gestattet, dauerhaft in Deutschland Amateurfunk auszuüben. – Richtige Rechtsgrundlage, falsche Dauer; für dauerhaften Betrieb hier bräuchte es eine deutsche Zulassung.

Mehr dazu: Wer regelt was

BD213Wie muss die Rufzeichennennung von DO7PR bei der Nutzung der „CEPT-Novice-Amateurfunkgenehmigung“ in der Schweiz erfolgen?ab Klasse N

  1. HB3/DO7PR
  2. DO7PR/HB9
  3. HB9/DO7PR
  4. DO7PR/HB3
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: HB3/DO7PR

Kniff: Im Ausland kommt der Kenner des Gastlandes VOR das eigene Rufzeichen, mit Schrägstrich dazwischen. Und der Gastkenner zeigt die Klasse: DO7PR ist eine Einsteigerklasse, dafür steht in der Schweiz HB3 — also HB3/DO7PR. Zwei Entscheidungen also: die Reihenfolge und die richtige der beiden Schweizer Kennungen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • DO7PR/HB9 – Beides falsch: der Gastkenner steht vorn, und HB9 ist die volle Klasse.
  • HB9/DO7PR – Die Reihenfolge stimmt. HB9 gehört aber zur vollen Klasse; die CEPT-Novice-Genehmigung führt zu HB3.
  • DO7PR/HB3 – Der richtige Gastkenner an der falschen Stelle. Was hinter dem Rufzeichen steht, nennt einen Betriebsumstand, keinen Ort.

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BD214Wie muss die Rufzeichennennung von DL9MJ bei der Nutzung der „CEPT-Amateurfunkgenehmigung“ in der Schweiz erfolgen?ab Klasse N

  1. DL9MJ/HB3
  2. HB3/DL9MJ
  3. DL9MJ/HB9
  4. HB9/DL9MJ
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist D: HB9/DL9MJ

Kniff: Dieselbe Regel, die andere Klasse: DL9MJ hat die volle Zulassung, dazu gehört in der Schweiz HB9 — und der Gastkenner kommt vorn. Also HB9/DL9MJ. Die Zwillingsfrage mit dem DO-Rufzeichen führt zu HB3; wer beide nebeneinander liest, hat das Muster.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • DL9MJ/HB3 – Beides falsch: der Gastkenner gehört nach vorn, und HB3 ist die Einsteigerklasse.
  • HB3/DL9MJ – Die Reihenfolge stimmt. HB3 gehört aber zur CEPT-Novice-Genehmigung, nicht zur vollen CEPT-Genehmigung.
  • DL9MJ/HB9 – Der richtige Gastkenner an der falschen Stelle.

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Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.