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Deutsche Rufzeichen lesen

Begriffsblatt für die Amateurfunkprüfung – kurz, mit den Fragen, die dazu drankommen.

AufbauPräfix, Ziffer, SuffixZwei Buchstaben Landeskenner, eine Ziffer, dann zwei oder drei Buchstaben.
DL1 bis DL9Klasse APersonengebunden, zwei- oder dreistelliges Suffix.
DO1 bis DO9Klasse EPersonengebunden, zwei- oder dreistelliges Suffix.
DN9Klasse NPersonengebunden.
Null nach dem PräfixKlubstationDA0ABC, DL0XK. Das Buchstabenpaar sagt dabei weiter die Klasse: DL0 ist Klasse A.
DA5besondere experimentelle StudienNach § 16 Absatz 2 AFuV. Nicht mit DA0 verwechseln — dort macht die Null die Klubstation.
DP0exterritorial, Klasse AStationen außerhalb des deutschen Hoheitsgebiets.
Suffix bis 7 Zeichenzu besonderen AnlässenDarf Ziffern enthalten, muss mit einem Buchstaben enden. Beispiel DL250 BTHVN.
ZuteilungsartendreiPersonengebunden, für fernbediente und automatisch arbeitende Stellen, Klubstation.
AnspruchkeinerAuf ein bestimmtes Rufzeichen gibt es kein Recht — auch nicht auf ein früher zugeteiltes.
NennungAnfang, Ende, alle 10 MinutenNicht nur auf Verlangen und nicht alle 15 Minuten.
Buchstabiereninternational, Radio RegulationsAnhang 14 der Radio Regulations. Nicht DIN 5009 und nichts Europäisches.
Erkennungsmerkmaldas RufzeichenNicht die Frequenz, nicht die Sendeart, nicht die Modulation.
/mLandfahrzeug ODER BinnengewässerBeweglich, aber nicht auf See.
/mmWasserfahrzeug auf Seemaritime mobile. Das zweite m macht das Meer.
/pvorübergehend ortsfest oder tragbarportabel.
/R oder /RemoteRemote-BetriebNicht /F, nicht /FB, nicht /RB.
/T oder /TraineeAusbildungsfunkbetrieb/Trainee im Sprechfunk, /T in Telegrafie und digital. Immer HINTEN, auch bei Klubstationen.
Gastkenner/eigenesCEPT im AuslandHB9/DL9MJ in der Schweiz. Mit CEPT-Novice HB3/DO7PR — der Gastkenner zeigt die Klasse.
MO, MOE, MOI, MOS, MOH, MO5PeilsenderDie Endung zählt die Punkte: E ist einer, I zwei, S drei, H vier, 5 fünf.

Merken: Ort vorne, Umstand hinten. HB9/DL9MJ heißt: in der Schweiz, deutsche Station. DL1PZ/Trainee heißt: diese Station, gerade in Ausbildung. Die Null nach dem Buchstabenpaar macht eine Klubstation. Und im Sprechfunk /Trainee, in Telegrafie und digital das kurze /T.

Der Zusammenhang

Ein Rufzeichen ist kein Name, sondern eine Zulassung zum Vorlesen. Jeder Teil trägt eine Auskunft, und die STELLE sagt, welche: was VOR dem eigenen Rufzeichen steht, nennt den Ort — den Kenner des Gastlandes, wenn man im Ausland funkt. Was DAHINTER steht, sagt etwas über diese Aussendung: unterwegs, tragbar, fernbedient, in Ausbildung. Und das Rufzeichen selbst — Buchstabenpaar, Ziffer, Suffix — sagt, wer sendet und mit welcher Berechtigung. Wer diese Ordnung kennt, erkennt die falschen Antworten daran, dass die beiden Hälften vertauscht sind. Und warum überhaupt genannt werden muss: das Rufzeichen ist das einzige Merkmal, an dem man eine Amateurfunkstelle erkennt — nicht die Frequenz, nicht die Sendeart. Nur weil jede Aussendung zuzuordnen ist, bekommt der Amateurfunkdienst seine Frequenzen überhaupt. Deshalb am Anfang, am Ende und mindestens alle zehn Minuten; deshalb das internationale Buchstabieralphabet; und deshalb ist ein Rufzeichen zugeteilt und nicht besessen — einen Anspruch auf ein bestimmtes gibt es nicht.

Herkunft: Alle Zuordnungen stehen in den Antworten von BD101 bis BD109, BD203 bis BD214 und VD202 bis VD208. Zwei Hintergründe stehen nicht im Katalog: dass die Endungen der Peilsender-Kennungen im Morsealphabet ein bis fünf Punkte sind (E, I, S, H, 5), und dass HB3 in der Schweiz die Einsteigerklasse und HB9 die volle Klasse bezeichnet — beides erklärt aber, warum die richtige Antwort so aussieht.

Diese Prüfungsfragen gehören dazu

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