Relaisfunkstellen, Baken, Satelliten und Transponder
Abschnitt 2.5.4 · Abwicklung des Amateurfunkverkehrs · Betriebliche Kenntnisse. 16 Fragen, ab Klasse N, jede mit Erklärung.
Auf dieser Seite stehen alle 16 Prüfungsfragen zum Thema Relaisfunkstellen, Baken, Satelliten und Transponder (Kapitel „Abwicklung des Amateurfunkverkehrs“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.
Die Fragen gehören zum Prüfungsteil Betriebliche Kenntnisse. Sie kommen ab der Klasse N vor. Die Markierung an jeder Frage zeigt, ab welcher Klasse sie gilt.
Relais, Baken und Satelliten: Stationen, die von allein arbeiten
Relais, Bake und Satellit sind drei Antworten auf dasselbe Problem: auf UKW reicht man nur so weit, wie man sehen kann. Also stellt man einen Umsetzer dorthin, wo er weit sieht — auf einen Berg, einen Turm oder in eine Umlaufbahn — und nutzt dessen Sicht mit. Damit ein Umsetzer gleichzeitig hören und senden kann, muss er auf zwei verschiedenen Frequenzen arbeiten: er EMPFÄNGT auf der Eingabe und SENDET auf der Ausgabe. Würden beide zusammenfallen, würde sein eigener Sender den eigenen Empfänger zudecken. Genau das ist der Grund für die feste Ablage: in Deutschland liegt die Eingabe auf 2 m üblicherweise 600 kHz unter der Ausgabe, auf 70 cm 7,6 MHz darunter — beide Male DARUNTER, nur der Betrag ist verschieden, und der ist größer, wo das Band breiter ist. Denselben Gedanken tragen die Satelliten: Uplink ist der Weg hinauf, Downlink der Weg herunter, und sie liegen in verschiedenen Bändern, weil sich Senden und Empfangen dann leicht trennen lassen und die Filter an Bord klein bleiben dürfen — an einem Satelliten zählt jedes Gramm. Der Umsetzer an Bord heißt Transponder. Aus der Doppelfrequenz folgt außerdem die gesamte Benimmordnung am Relais: weil immer nur einer senden kann und viele mithören, braucht es eine kurze Pause vor jedem Durchgang (damit sich jemand melden kann), eine ordentliche Übergabe am Ende (damit niemand doppelt), kurze Durchgänge (damit Mobil- und Portabelstationen überhaupt hineinkommen) und die richtige Bandbreite, nämlich Schmalband-FM — mit zu großem Hub stört man die Nachbarkanäle und kommt selbst verzerrt heraus. Die Bake schließlich sendet gar nicht um zu vermitteln, sondern um beobachtet zu werden: hört man sie, ist der Weg offen.
Eingabefrequenz
darauf empfängt das Relais
Dorthin sendest du.
Ausgabefrequenz
darauf sendet das Relais
Dort hörst du zu.
2 m, deutsche Relais
Eingabe 600 kHz niedriger
Ablage nach unten.
70 cm, deutsche Relais
Eingabe 7,6 MHz niedriger
Ebenfalls nach unten, nur weiter.
Pause vor dem Durchgang
damit sich jemand melden kann
So kommt man in eine laufende Runde hinein.
Ordentliche Übergabe
verhindert Doppeln
Nicht die Leistung, nicht ein Zeitbegrenzer.
Kurze Durchgänge
für Mobil und Portabel
Die haben oft nur kurz Verbindung.
Schmalband-FM
richtige Bandbreite am Repeater
Sonst Störung der Nachbareingaben und verzerrte Ausgabe.
Bake
beobachtet Ausbreitung
Reserviert keine Frequenz.
Uplink
Erde zum Satelliten
Der Weg hinauf.
Downlink
Satellit zur Erde
Der Weg herunter.
Azimut
waagerechter Winkel
Die Himmelsrichtung der Antenne.
Elevation
senkrechter Winkel
Wie hoch die Antenne zeigt.
OSCAR
Orbiting Satellite Carrying Amateur Radio
Satellit mit Amateurfunkstelle.
Transponder
Umsetzer an Bord
Setzt das Empfangene in ein anderes Band um und sendet es zurück.
Getrennte Bänder oben und unten
leichte Trennung, kleine Filter
Spart Masse am Satelliten.
Merken: Ein Umsetzer hört auf der Eingabe und sendet auf der Ausgabe — sonst würde er sich selbst zudecken. In Deutschland liegt die Eingabe üblicherweise DARUNTER: 2 m minus 600 kHz, 70 cm minus 7,6 MHz. Up ist hinauf, Down ist herunter, Azimut ist waagerecht, Elevation ist senkrecht.
Die Abkürzungen im Funkbetrieb sind alle aus demselben Grund entstanden: eine Funkverbindung ist schwach, kurz und oft zwischen Menschen ohne gemeinsame Sprache. Also verabredet man kurze, international gleiche Zeichen für das, was in fast jedem QSO vorkommt — wer ruft (CQ), wie gut komme ich an (RST), bestätigen wir es (QSL), machen wir Schluss (73). Aus derselben Knappheit folgt die Benimmordnung, nach der viele dieser Fragen gebaut sind. Eine Anruffrequenz ist gemeinsames Eigentum: man ruft dort und geht dann weg, sonst kann niemand anderes rufen. Wer CQ gerufen hat, hat die Frequenz zuerst benutzt, und die Nächste weicht aus. Und alles Schriftliche — Logbuch und QSL-Karte — steht in koordinierter Weltzeit, weil die Gegenstation in einer anderen Zeitzone sitzt und sonst nichts wiederfindet. Nicht Vorschriften also, sondern die Folgen einer knappen, weltweit geteilten Sache.
CQ
allgemeiner Anruf
„An alle“ — wer mag, antwortet. Immer mit dem eigenen Rufzeichen.
DX
große Entfernung
Weite Verbindung, seltenes Land.
RST
Rapport
Readability, Strength, Tone: Lesbarkeit 1 bis 5, Stärke 1 bis 9, Ton 1 bis 9.
„QSL via ...“ — die Karte geht an den Manager, nicht an die Station.
Callbook
internationale Rufzeichenliste
Dort stehen die Anschriften ausländischer Funkamateure.
UTC
koordinierte Weltzeit
MEZ minus 1 Stunde, MESZ minus 2 Stunden. Im Log und auf der Karte immer UTC.
Split
getrennte Frequenzen
Senden und Empfangen auf verschiedenen Frequenzen.
Pile-Up
Anrufertraube
Viele rufen gleichzeitig eine seltene Station.
Listenbetrieb
über einen Vermittler
Eine gut hörbare Station sammelt die Anrufer in eine Liste und ruft sie später auf.
Merken: Ein QSO fängt mit CQ an und hört mit 73 auf. Die Uhrzeit ist immer UTC — im Winter MEZ minus eins, im Sommer MESZ minus zwei. Und wer „QSL via“ hört, schickt die Karte an den Manager, nicht an die Station.
BE401Was ist damit gemeint, wenn man sagt, die Relaisfunkstelle hat eine Eingabe- und eine Ausgabefrequenz?ab Klasse N
Die Relaisfunkstelle stellt bei starker Belegung der Eingabefrequenz eine zusätzliche Ausgabefrequenz zur Verfügung.
Die Relaisfunkstelle empfängt auf der Eingabefrequenz und sendet auf der Ausgabefrequenz.
Die Relaisfunkstelle muss auf der Ausgabefrequenz mit einem Tonruf geöffnet werden, bevor sie auf der Eingabefrequenz in Betrieb gehen kann.
Die Relaisfunkstelle benutzt eine Eingabefrequenz zur Umsetzung des empfangenen Signals und die Ausgabefrequenz zur Fernsteuerung.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist B: Die Relaisfunkstelle empfängt auf der Eingabefrequenz und sendet auf der Ausgabefrequenz.
Kniff: Lies die beiden Namen aus der Sicht des Relais, nicht aus deiner: was beim Relais eingeht, ist die Eingabe, also empfängt es dort, und was es ausgibt, ist die Ausgabe, also sendet es dort. Beide Frequenzen sind dauernd und gleichzeitig in Betrieb. Jede falsche Antwort nimmt einer der beiden ihre Aufgabe und macht daraus eine Reserve, eine Bedingung oder einen Steuerkanal.
Warum die anderen nicht stimmen:
Die Relaisfunkstelle stellt bei starker Belegung der Eingabefrequenz eine zusätzliche Ausgabefrequenz zur Verfügung. – Sie macht aus der Ausgabe eine Ausweichfrequenz für den Fall von Andrang, doch die zwei Frequenzen sind keine Alternativen, sondern die beiden Enden desselben Durchgangs und immer zusammen in Betrieb.
Die Relaisfunkstelle muss auf der Ausgabefrequenz mit einem Tonruf geöffnet werden, bevor sie auf der Eingabefrequenz in Betrieb gehen kann. – Sie dreht die Richtungen: auf der Ausgabe sendet allein das Relais, dorthin kannst du nichts hineingeben, und ein Auftastton träfe ohnehin die Eingabe.
Die Relaisfunkstelle benutzt eine Eingabefrequenz zur Umsetzung des empfangenen Signals und die Ausgabefrequenz zur Fernsteuerung. – Sie verwechselt die Ausgabe mit einem Wartungskanal, obwohl dort das umgesetzte Signal für alle Hörer herauskommt und die Fernsteuerung eine ganz andere Sache ist.
BE402Bei deutschen 2 m-Relaisfunkstellen liegt die Eingabefrequenz üblicherweise ...ab Klasse N
7,6 MHz höher die Ausgabefrequenz.
7,6 MHz niedriger als die Ausgabefrequenz.
600 kHz höher als die Ausgabefrequenz.
600 kHz niedriger als die Ausgabefrequenz.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist D: 600 kHz niedriger als die Ausgabefrequenz.
Kniff: Zwei Beträge und zwei Richtungen ergeben vier Antworten, und nur eine Kombination hat beides richtig. Merke dir den Betrag am Band — 600 kHz gehört zu 2 m — und die Richtung nur einmal für beide Bänder. Steht in einer Antwort 7,6 MHz, ist das die Zahl des 70-cm-Bandes und hier schon deshalb falsch.
Warum die anderen nicht stimmen:
7,6 MHz höher die Ausgabefrequenz. – Beide Teile sind daneben: 7,6 MHz ist die Ablage auf 70 cm, und nach oben liegt die Eingabe in Deutschland nie.
7,6 MHz niedriger als die Ausgabefrequenz. – Die Richtung stimmt, aber der Betrag ist der von 70 cm — mit 7,6 MHz Ablage käme man auf 2 m aus dem Band heraus.
600 kHz höher als die Ausgabefrequenz. – Der Betrag stimmt, die Richtung ist gedreht: 600 kHz höher als die Eingabe liegt die Ausgabe, nicht umgekehrt.
BE403Bei deutschen 70 cm-Relaisfunkstellen liegt die Eingabefrequenz üblicherweise ...ab Klasse N
7,6 MHz höher als die Ausgabefrequenz.
7,6 MHz niedriger als die Ausgabefrequenz.
600 kHz höher als die Ausgabefrequenz.
600 kHz niedriger als die Ausgabefrequenz.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist B: 7,6 MHz niedriger als die Ausgabefrequenz.
Kniff: Dieselben vier Kombinationen wie auf 2 m, nur trägt hier die große Zahl die richtige Antwort. Das breitere Band bekommt die größere Ablage, die Richtung bleibt nach unten. Wer nur „niedriger“ prüft und den Betrag nicht, fällt auf die 2-m-Zahl herein.
Warum die anderen nicht stimmen:
7,6 MHz höher als die Ausgabefrequenz. – Der Betrag gehört zu 70 cm und ist damit richtig, aber die Richtung ist umgedreht.
600 kHz höher als die Ausgabefrequenz. – Hier ist beides verkehrt: 600 kHz ist die Ablage des 2-m-Bandes, und höher liegt die Eingabe nicht.
600 kHz niedriger als die Ausgabefrequenz. – Die Richtung ist richtig, der Betrag stammt aber vom 2-m-Band — das ist die gefährlichste der drei, weil nur eine Zahl getauscht ist.
BE404Wodurch sollte es Stationen erleichtert werden, sich in eine laufende Funkrunde oder ein Gespräch auf einem Repeater hereinzumelden?ab Klasse N
Durch eine kurze Pause vor jedem Durchgang
Durch Freihalten der Eingabefrequenz
Durch Freihalten der Ausgabefrequenz
Durch Verwendung eines Auftasttons
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: Durch eine kurze Pause vor jedem Durchgang
Kniff: Gesucht ist etwas, das die schon Beteiligten tun, damit ein Dritter überhaupt eine Lücke zum Senden findet. Prüfe jede Antwort daran, ob dabei Zeit entsteht. Nur die Pause schafft Zeit; die anderen halten eine Frequenz frei oder fügen ein Signal hinzu.
Warum die anderen nicht stimmen:
Durch Freihalten der Eingabefrequenz – Wer die Eingabe freihält, sendet gar nicht, während die Runde weiterläuft, und der Dazukommende braucht keinen leeren Kanal, sondern einen Zeitpunkt, an dem er hineinkommt.
Durch Freihalten der Ausgabefrequenz – Die Ausgabe kann ein Teilnehmer gar nicht belegen, weil dort allein das Relais sendet — was man nicht belegt, kann man auch nicht freihalten.
Durch Verwendung eines Auftasttons – Ein Auftastton öffnet das Relais, verschafft aber keine Lücke im laufenden Gespräch, denn gefragt ist das Zeitverhalten und nicht die Technik des Öffnens.
BE405Wodurch sollte gleichzeitiges Sprechen (Doppeln) bei Nutzung eines Repeaters und in Funkrunden vermieden werden?ab Klasse N
Durch Nutzung eines Sendezeitbegrenzers
Durch Senden mit möglichst großer Sendeleistung
Durch ordentliche Übergabe nach jedem Durchgang
Durch leichte Verstimmung der Sendefrequenz
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist C: Durch ordentliche Übergabe nach jedem Durchgang
Kniff: Doppeln entsteht, weil zwei nicht wissen, wann der andere fertig ist. Die Abhilfe muss also das Ende eines Durchgangs erkennbar machen und sagen, wer als Nächster dran ist. Halte jede Antwort daran: schafft sie Klarheit über das Ende, oder ändert sie nur Technik?
Warum die anderen nicht stimmen:
Durch Nutzung eines Sendezeitbegrenzers – Der Sendezeitbegrenzer schneidet einen zu langen Durchgang ab, sagt aber niemandem, wer weitermachen soll, und ein abgewürgter Durchgang macht das Doppeln eher wahrscheinlicher.
Durch Senden mit möglichst großer Sendeleistung – Mehr Leistung entscheidet nur, wer sich beim Doppeln durchsetzt, und verhindert es nicht.
Durch leichte Verstimmung der Sendefrequenz – Verstimmung ist ein Fehler und kein Verfahren: sie verschlechtert die eigene Aufnahme am Relais und ändert an der Reihenfolge des Sprechens nichts.
BE406Warum sollten bei Relaisfunkbetrieb die Durchgänge möglichst kurz gehalten werden?ab Klasse N
Um zeitweilig Simplex-Verkehr zu ermöglichen.
Nach der Amateurfunkverordnung darf ein Durchgang höchstens 60 Sekunden betragen.
Damit es besonders Mobil- und Portabelstationen leichter möglich ist, die Relaisfunkstelle zu nutzen.
Die Sprachspeicher einer Relaisfunkstelle haben eine zeitlich begrenzte Kapazität.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist C: Damit es besonders Mobil- und Portabelstationen leichter möglich ist, die Relaisfunkstelle zu nutzen.
Kniff: Gefragt ist der Grund für eine Empfehlung, nicht eine Grenze, die dich zwingt. Zwei falsche Antworten erfinden eine solche Grenze, eine nennt einen anderen Betriebszweck. Die richtige nennt stattdessen eine Rücksicht auf die Nutzer, die am kürzesten Verbindung haben.
Warum die anderen nicht stimmen:
Um zeitweilig Simplex-Verkehr zu ermöglichen. – Simplex läuft auf einer eigenen Frequenz und wird von der Relaisausgabe nicht behindert, und kurze Durchgänge räumen dafür nichts frei.
Nach der Amateurfunkverordnung darf ein Durchgang höchstens 60 Sekunden betragen. – Sie macht aus einer Empfehlung eine Rechtspflicht mit einer Zahl, doch eine Höchstdauer für einen Durchgang schreibt die Verordnung nicht vor.
Die Sprachspeicher einer Relaisfunkstelle haben eine zeitlich begrenzte Kapazität. – Ein Relais setzt in Echtzeit um und speichert die Durchgänge nicht — die Antwort erfindet eine Technik, an der es liegen könnte.
BE407Warum sollten Sie bei Nutzung eines FM-Repeaters darauf achten, Schmalband-FM (Narrow-FM) an Ihrem Handfunkgerät einzustellen? Da ansonsten ...ab Klasse N
die Batterien der Notstromversorgung des Repeaters übermäßig belastet werden könnten und dann im Notfall nicht mehr nutzbar wären.
zu starke Oberwellen entstehen können und Funkdienste auf anderen Bändern durch Spiegelfrequenzen gestört werden könnten.
eine übermäßige Abnutzung des Vorverstärkers des Repeaters durch Überlastung eintreten könnte und der Repeater dann ausfallen würde.
Repeater-Eingaben auf benachbarten Frequenzen gestört werden können und der verwendete Repeater das Signal verzerrt ausgeben könnte.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist D: Repeater-Eingaben auf benachbarten Frequenzen gestört werden können und der verwendete Repeater das Signal verzerrt ausgeben könnte.
Kniff: Die Frage geht auf die Folge von zu viel Hub, also von zu großer Bandbreite. Ein zu breites Signal reicht über den eigenen Kanal hinaus, trifft damit zuerst die Eingaben der Nachbarkanäle, und weil der Empfänger des Relais nur den schmalen Kanal durchlässt und den Rest abschneidet, kommt man selbst verzerrt wieder heraus. Jede falsche Antwort führt die Folge dagegen auf Leistung oder Überlastung zurück.
Warum die anderen nicht stimmen:
die Batterien der Notstromversorgung des Repeaters übermäßig belastet werden könnten und dann im Notfall nicht mehr nutzbar wären. – Sie verwechselt Bandbreite mit Leistung: ob du schmal oder breit moduliert, ändert die Stromaufnahme des Relais nicht.
zu starke Oberwellen entstehen können und Funkdienste auf anderen Bändern durch Spiegelfrequenzen gestört werden könnten. – Oberwellen und Spiegelfrequenzen liegen weit weg auf anderen Bändern, während zu großer Hub das Signal unmittelbar neben dem eigenen Kanal verbreitert, also bei den Nachbareingaben.
eine übermäßige Abnutzung des Vorverstärkers des Repeaters durch Überlastung eintreten könnte und der Repeater dann ausfallen würde. – Wieder eine Frage des Pegels statt der Bandbreite: ein Vorverstärker wird durch zu starke Signale übersteuert und nicht durch zu großen Hub.
BE408Wie wird eine Funkverbindung beurteilt, wenn über eine Relaisfunkstelle gearbeitet wird?ab Klasse N
Es werden die Lesbarkeit „R“ und die Signalstärke „S“ beurteilt, weil das zu einem vollständigen Rapport dazugehört.
Es wird nur die Signalstärke „S“ beurteilt, weil die Lesbarkeit „R“ bei einem Relais immer gleich gut ist.
Es wird nur die Lesbarkeit „R“ beurteilt, weil sich die Signalstärke „S“ auf die Relaisfunkstelle bezieht.
Es werden nur verbale Aussagen gemacht, da die exakte Einschätzung bei Betrieb über eine Relaisfunkstelle nicht möglich ist.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist C: Es wird nur die Lesbarkeit „R“ beurteilt, weil sich die Signalstärke „S“ auf die Relaisfunkstelle bezieht.
Kniff: Überlege, woher das Signal kommt, das dein Empfänger anzeigt: vom Relais, nicht von der Gegenstation. Eine Stärkeangabe wäre also ein Urteil über das Relais und bei jedem Partner gleich. Was durch das Relais hindurch unterschiedlich bleibt, ist die Lesbarkeit — deshalb wird nur R gegeben. Achte darauf, dass alle vier Antworten eine Begründung mitliefern; prüfe sie mit.
Warum die anderen nicht stimmen:
Es werden die Lesbarkeit „R“ und die Signalstärke „S“ beurteilt, weil das zu einem vollständigen Rapport dazugehört. – Vollständigkeit ist hier kein Argument. Ein S-Wert wäre ablesbar, würde aber die Feldstärke des Relais melden und über den Partner nichts sagen.
Es wird nur die Signalstärke „S“ beurteilt, weil die Lesbarkeit „R“ bei einem Relais immer gleich gut ist. – Genau umgekehrt. Die Lesbarkeit schwankt — ein schwach ins Relais kommender Partner klingt verrauscht —, während die Stärke am eigenen Empfänger die des Relais bleibt.
Es werden nur verbale Aussagen gemacht, da die exakte Einschätzung bei Betrieb über eine Relaisfunkstelle nicht möglich ist. – Ein Teil des Rapports ist sehr wohl möglich, nämlich R. Auf eine Bewertung ganz zu verzichten wäre mehr, als der Umweg über das Relais verlangt.
BE409Was ist eine häufige Anwendung von Amateurfunkbaken? Sie ...ab Klasse N
helfen bei der Beobachtung der Ausbreitungsbedingungen.
reservieren Frequenzen für einen Funkamateur.
ionisieren die D-Region der Atmosphäre.
stellen Empfangsberichte in das Internet ein.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: helfen bei der Beobachtung der Ausbreitungsbedingungen.
Kniff: Eine Bake sendet unverändert immer dasselbe, damit man an ihr etwas ablesen kann. Frage dich bei jeder Antwort, wer davon etwas hat: die richtige nützt dem Hörer, der wissen will, ob der Weg offen ist. Die falschen machen aus dem Sender einen Platzhalter, einen Eingriff in die Ionosphäre oder einen Empfänger.
Warum die anderen nicht stimmen:
reservieren Frequenzen für einen Funkamateur. – Eine Bake belegt ihre Frequenz durch den Betrieb, hält sie aber für niemanden frei, denn ein persönliches Vorrecht auf eine Frequenz gibt es nicht.
ionisieren die D-Region der Atmosphäre. – Das vertauscht Beobachten mit Bewirken: die Bake macht die Ausbreitung hörbar, sie verändert die Ionosphäre nicht.
stellen Empfangsberichte in das Internet ein. – Das tut der Hörer der Bake und nicht die Bake selbst, denn sie sendet nur und nimmt nichts auf.
BE410Weshalb sind die Frequenzen 14 099–14 101 kHz, 18 109–18 111 kHz, 21 149–21 151 kHz, 24 929–24 931 kHz und 28 190–28 225 kHz freizuhalten?ab Klasse N
Diese Frequenzen sind nach der IARU-Empfehlung besonders für DX-Verkehr vorgesehen und sollen möglichst für Funkverkehr bei „DX-Expeditionen“ genutzt werden.
Diese Frequenzbereiche sind nach der IARU-Empfehlung für HAMNET vorgesehen und sollen für die Beobachtung dieser Sendungen freigehalten werden.
Diese Frequenzbereiche sind nach Empfehlung der Radio Regulations (VO Funk) für besondere Amateurfunk-Zeitzeichen- und Normalfrequenzaussendungen vorgesehen und sollen möglichst freigehalten werden.
Diese Frequenzen sind nach der IARU-Empfehlung für das Internationale Bakenprojekt (IBP) vorgesehen und sind für die Beobachtung der Ausbreitungsbedingungen anhand von Bakensignalen freizuhalten.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist D: Diese Frequenzen sind nach der IARU-Empfehlung für das Internationale Bakenprojekt (IBP) vorgesehen und sind für die Beobachtung der Ausbreitungsbedingungen anhand von Bakensignalen freizuhalten.
Kniff: Sieh dir das Muster der Zahlen an: in jedem der genannten Bänder ist nur ein kleiner Ausschnitt betroffen. Das deutet auf ein gemeinsames Vorhaben über alle Bänder hinweg — Baken, an deren Signalen man erkennt, welches Band gerade offen ist. Freihalten heißt deshalb: dort nicht arbeiten, denn jede Aussendung macht gerade diese Beobachtung unmöglich. Prüfe bei jeder Antwort, ob sie die Bereiche zum Arbeiten oder zum Zuhören bestimmt.
Warum die anderen nicht stimmen:
Diese Frequenzen sind nach der IARU-Empfehlung besonders für DX-Verkehr vorgesehen und sollen möglichst für Funkverkehr bei „DX-Expeditionen“ genutzt werden. – Dreht den Zweck um: die Bereiche sind freizuhalten, also gerade nicht für Verkehr bestimmt — auch nicht für den von DX-Peditionen.
Diese Frequenzbereiche sind nach der IARU-Empfehlung für HAMNET vorgesehen und sollen für die Beobachtung dieser Sendungen freigehalten werden. – HAMNET ist eine Datenvernetzung und arbeitet nicht in diesen schmalen Kurzwellenstreifen. Beobachtet werden hier Bakensignale.
Diese Frequenzbereiche sind nach Empfehlung der Radio Regulations (VO Funk) für besondere Amateurfunk-Zeitzeichen- und Normalfrequenzaussendungen vorgesehen und sollen möglichst freigehalten werden. – Zwei Verschiebungen auf einmal: die Bereiche stehen in einer Empfehlung der IARU und nicht in der VO Funk, und die Baken dienen der Beobachtung der Ausbreitung, nicht der Verbreitung von Zeit- oder Normalfrequenzen.
BE411Was bedeutet der Begriff Uplink im Bereich der Satellitenkommunikation?ab Klasse N
Horizontaler Winkel der Antenne
Senderichtung von der Erde zum Satelliten
Vertikaler Winkel der Antenne
Senderichtung vom Satelliten zur Erde
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist B: Senderichtung von der Erde zum Satelliten
Kniff: Vier Fragen teilen dieselben vier Antworten. Trenne zuerst die Art: „Senderichtung“ ist ein Übertragungsweg, „Winkel“ ist eine Stellung der Antenne. Uplink ist ein Weg, also fallen beide Winkel sofort weg, und von den zwei Wegen ist „up“ der hinauf.
Warum die anderen nicht stimmen:
Horizontaler Winkel der Antenne – Das ist der Azimut, die Himmelsrichtung der Antenne, und ein Winkel kann kein Übertragungsweg sein.
Vertikaler Winkel der Antenne – Das ist die Elevation, der Winkel über dem Horizont, also eine Stellung der Antenne und nicht die Strecke zum Satelliten.
Senderichtung vom Satelliten zur Erde – Das ist der Downlink, die genau umgedrehte Richtung, denn „up“ führt hinauf und nicht herunter.
BE412Was bedeutet der Begriff Downlink im Bereich der Satellitenkommunikation?ab Klasse N
Senderichtung vom Satelliten zur Erde
Horizontaler Winkel der Antenne
Vertikaler Winkel der Antenne
Senderichtung von der Erde zum Satelliten
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: Senderichtung vom Satelliten zur Erde
Kniff: „Down“ heißt herunter, und herunter kommt das Signal vom Satelliten. Die eigentliche Gefahr ist allein die Gegenrichtung, denn die beiden Winkelantworten erkennst du schon an der Wortart: sie beschreiben keine Richtung eines Signals, sondern eine Stellung der Antenne.
Warum die anderen nicht stimmen:
Horizontaler Winkel der Antenne – Der waagerechte Winkel heißt Azimut und sagt, wohin die Antenne zeigt, nicht, in welche Richtung ein Signal läuft.
Vertikaler Winkel der Antenne – Gemeint ist die Elevation, die mit dem Downlink verwechselt wird, weil beide mit oben und unten zu tun haben — sie ist aber ein Winkel und kein Weg.
Senderichtung von der Erde zum Satelliten – Das ist der Uplink, die Gegenrichtung, denn der Weg hinauf kann nicht der Downlink sein.
BE413Was bedeutet der Begriff Azimut im Bereich der Satellitenkommunikation?ab Klasse N
Horizontaler Winkel der Antenne
Vertikaler Winkel der Antenne
Senderichtung von der Erde zum Satelliten
Senderichtung vom Satelliten zur Erde
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: Horizontaler Winkel der Antenne
Kniff: Azimut und Elevation sind das Paar für die Antennenstellung, und von den beiden ist der Azimut der waagerechte: er zeigt die Himmelsrichtung. Nennt eine Antwort eine Senderichtung, gehört sie zum anderen Paar, Uplink und Downlink, und ist hier schon deshalb falsch.
Warum die anderen nicht stimmen:
Vertikaler Winkel der Antenne – Das ist die Elevation, der zweite Winkel desselben Paares, während der Azimut der waagerechte von beiden ist.
Senderichtung von der Erde zum Satelliten – Das ist der Uplink, also ein Übertragungsweg, während der Azimut ein Winkel ist und mit hinauf oder herunter nichts zu tun hat.
Senderichtung vom Satelliten zur Erde – Das ist der Downlink, ebenfalls ein Weg und kein Winkel, und mit der Himmelsrichtung der Antenne hat er nichts zu schaffen.
BE414Was bedeutet der Begriff Elevation im Bereich der Satellitenkommunikation?ab Klasse N
Senderichtung von der Erde zum Satelliten
Horizontaler Winkel der Antenne
Vertikaler Winkel der Antenne
Senderichtung vom Satelliten zur Erde
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist C: Vertikaler Winkel der Antenne
Kniff: Elevation ist die Erhebung über den Horizont, also der senkrechte Winkel. Die Falle ist der Azimut, weil auch er ein Winkel ist: der Azimut dreht waagerecht, die Elevation hebt senkrecht. Die zwei Senderichtungen gehören zum anderen Begriffspaar und beschreiben keine Antennenstellung.
Warum die anderen nicht stimmen:
Senderichtung von der Erde zum Satelliten – Das beschreibt den Uplink, der zwar nach oben zeigt, aber als Weg des Signals und nicht als Winkel der Antenne.
Horizontaler Winkel der Antenne – Hier steht der Azimut anstelle der Elevation: beides sind Winkel, doch der Azimut ist der waagerechte.
Senderichtung vom Satelliten zur Erde – Das ist der Downlink, der Weg herunter zur Erde, während die Elevation ein Winkelmaß an deiner Antenne ist.
BE415Wofür steht die Abkürzung OSCAR im Amateurfunk?ab Klasse N
Satellit mit Amateurfunkstelle (Orbiting Satellite Carrying Amateur Radio)
Amateurfunkstelle im Luftradarbetrieb (Observation Station Conducting Aeronautical Radar)
Fahrzeug mit betriebsbereiter Amateurfunkstelle (Operational Station on a CAR)
Schiff auf See mit Amateurfunkstelle (Offshore Ship Carrying Amateur Radio)
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: Satellit mit Amateurfunkstelle (Orbiting Satellite Carrying Amateur Radio)
Kniff: Löse die Abkürzung Buchstabe für Buchstabe auf und prüfe die ersten zwei. Nur eine Lesart macht aus dem O eine Umlaufbahn und aus dem S einen Satelliten. Die anderen setzen dafür Beobachtung, Betriebsbereitschaft oder ein Schiff ein — steht an zweiter Stelle nicht „Satellite“, ist die Antwort erledigt.
Warum die anderen nicht stimmen:
Amateurfunkstelle im Luftradarbetrieb (Observation Station Conducting Aeronautical Radar) – Sie liest das O als „Observation“ und das S als „Station“ und schiebt Radar und Flugverkehr hinein, die beide nicht zum Amateurfunk gehören.
Fahrzeug mit betriebsbereiter Amateurfunkstelle (Operational Station on a CAR) – Sie spielt mit dem Wort „car“, das am Ende des Namens mitklingt, doch OSCAR bezeichnet den Satelliten in der Umlaufbahn und nicht eine Station im Fahrzeug.
Schiff auf See mit Amateurfunkstelle (Offshore Ship Carrying Amateur Radio) – Sie behält „Carrying Amateur Radio“ und tauscht nur den Träger aus — aus dem umlaufenden Satelliten wird ein Schiff, und das macht sie zur ähnlichsten und gefährlichsten der drei.
BE416Was versteht man unter dem Transponder eines „OSCAR“ und wie arbeitet er?ab Klasse N
Es handelt sich um einen mit einer fernbedienten Amateurfunkstelle bestückten Stratosphärenballon, der empfangene Signale aufbereitet zur Erde zurücksendet.
Dies ist ein Umsetzer an Bord eines Amateurfunksatelliten, der die vom Satelliten aufgenommenen Wetterbilder und weitere Telemetriedaten automatisch zur Erde sendet.
Dies ist ein Umsetzer an Bord eines Amateurfunksatelliten, der die aufgenommenen Signale in einen anderen Frequenzbereich umsetzt und wieder zur Erde sendet.
Dies ist ein Bakensender an Bord eines Amateurfunksatelliten, der zur Beobachtung der Ausbreitungsbedingungen im VHF-, UHF- und SHF-Bereich dient.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist C: Dies ist ein Umsetzer an Bord eines Amateurfunksatelliten, der die aufgenommenen Signale in einen anderen Frequenzbereich umsetzt und wieder zur Erde sendet.
Kniff: Zwei Stellen der richtigen Antwort tragen die Entscheidung: „Umsetzer“ und „in einen anderen Frequenzbereich“. Ein Transponder nimmt fremde Signale auf und gibt sie auf einer anderen Frequenz wieder ab. Prüfe jede Antwort daran, ob sie überhaupt fremde Signale weiterträgt oder nur eigene Daten sendet, und ob sie an Bord eines Satelliten sitzt.
Warum die anderen nicht stimmen:
Es handelt sich um einen mit einer fernbedienten Amateurfunkstelle bestückten Stratosphärenballon, der empfangene Signale aufbereitet zur Erde zurücksendet. – Sie tauscht den Träger aus: ein Transponder eines OSCAR sitzt in einem Satelliten auf einer Umlaufbahn und nicht in einem Ballon in der Stratosphäre.
Dies ist ein Umsetzer an Bord eines Amateurfunksatelliten, der die vom Satelliten aufgenommenen Wetterbilder und weitere Telemetriedaten automatisch zur Erde sendet. – Sie beschreibt einen eigenen Datensender, denn Bilder und Telemetrie hat der Satellit selbst erzeugt, während ein Transponder die Signale der Funkamateure weiterträgt.
Dies ist ein Bakensender an Bord eines Amateurfunksatelliten, der zur Beobachtung der Ausbreitungsbedingungen im VHF-, UHF- und SHF-Bereich dient. – Sie macht aus dem Umsetzer eine Bake, die nur sendet, nichts aufnimmt und nichts umsetzt — genau das Umsetzen ist beim Transponder das Kennzeichen.
Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.