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Contest, Pile-Up, DX-Pedition und Fuchsjagd

Abschnitt 2.5.3 · Abwicklung des Amateurfunkverkehrs · Betriebliche Kenntnisse. 13 Fragen, ab Klasse N, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 13 Prüfungsfragen zum Thema Contest, Pile-Up, DX-Pedition und Fuchsjagd (Kapitel „Abwicklung des Amateurfunkverkehrs“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

Die Fragen gehören zum Prüfungsteil Betriebliche Kenntnisse. Sie kommen ab der Klasse N vor. Die Markierung an jeder Frage zeigt, ab welcher Klasse sie gilt.

▶ Diese 13 Fragen im Trainer üben

Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Wettbewerb, DX-Betrieb und der Standortkenner

Ein Amateurfunkwettbewerb ist kein Selbstzweck, und er ist kein Glücksspiel: er ist ein Übungsbetrieb unter Zeitdruck. Wer viele Stunden lang unter schlechten Bedingungen Rufzeichen aufnehmen muss, findet die Schwachstellen seiner Station und seiner Betriebstechnik schneller als in einem Jahr gemütlicher Gespräche — daher steht im Katalog als Zweck die stetige Verbesserung von Anlage und Betriebstechnik. Aus dem Zeitdruck folgt alles andere von selbst: der Informationsaustausch wird auf das Nötigste gekürzt, damit in der vorgegebenen Zeit möglichst viele Verbindungen zustande kommen. Aber „kurz“ heißt nicht „nach Gefühl“. Was ausgetauscht wird, legt die Ausschreibung fest, und nur was dort steht, wird gewertet — wer weniger sendet, verliert die Verbindung, wer mehr sendet, verliert Zeit. Genauso funktioniert der DX-Betrieb an einer begehrten Station: bei einem Pile-Up rufen hunderte gleichzeitig, und die gesuchte Station bringt Ordnung hinein, indem sie den Andrang portionsweise aufteilt — „only number 3“ heißt: jetzt bitte nur Rufzeichen mit der Ziffer 3. Eine sehr häufige Angabe im Wettbewerb ist der Standortkenner (Maidenhead-Locator). Er ist eine kurze, rein aus Buchstaben und Ziffern gebaute Positionsangabe: die Erde wird in Felder geteilt, die Felder in Quadrate, und wer will, teilt weiter. Das ersetzt Grad, Minuten und Sekunden durch etwas, das man im Rauschen noch sicher übertragen kann, und daraus lässt sich sofort die Entfernung rechnen. Mit Behörden oder Zeitzonen hat er nichts zu tun.

Zweck eines ContestsWettkampf und VerbesserungVon Amateurfunkanlage und Betriebstechnik. Keine Preisgelder, kein Zeugnis.
Warum so kurzmöglichst viele VerbindungenIn der vorgegebenen Zeitdauer. Nicht wegen einer Zeitgrenze je QSO.
Was wird ausgetauschtwas die Ausschreibung nenntNur dann wird die Verbindung gewertet.
Pile-Upviele rufen gleichzeitigAnrufertraube um eine begehrte Station.
only number 3nur Rufzeichen mit der 3Die Ziffer zwischen Präfix und Suffix.
SplitSenden und Empfangen getrenntDie gesuchte Station hört nicht dort, wo sie sendet.
StandortkennerFelder und QuadrateMaidenhead-Locator, auch QTH-Locator: Buchstaben und Ziffern.
Wozu der Locatorkurze PositionsangabeKurz zu übertragen, Entfernung sofort zu rechnen.

Merken: Contest heißt Üben unter Zeitdruck: kurz, aber vollständig nach Ausschreibung. Der Standortkenner ist eine Positionsangabe aus Feldern und Quadraten — nicht Grad und Minuten, nicht die Zeitzone, und nichts, was einer Behörde gemeldet werden muss.

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Abkürzungen im Funkbetrieb

Die Abkürzungen im Funkbetrieb sind alle aus demselben Grund entstanden: eine Funkverbindung ist schwach, kurz und oft zwischen Menschen ohne gemeinsame Sprache. Also verabredet man kurze, international gleiche Zeichen für das, was in fast jedem QSO vorkommt — wer ruft (CQ), wie gut komme ich an (RST), bestätigen wir es (QSL), machen wir Schluss (73). Aus derselben Knappheit folgt die Benimmordnung, nach der viele dieser Fragen gebaut sind. Eine Anruffrequenz ist gemeinsames Eigentum: man ruft dort und geht dann weg, sonst kann niemand anderes rufen. Wer CQ gerufen hat, hat die Frequenz zuerst benutzt, und die Nächste weicht aus. Und alles Schriftliche — Logbuch und QSL-Karte — steht in koordinierter Weltzeit, weil die Gegenstation in einer anderen Zeitzone sitzt und sonst nichts wiederfindet. Nicht Vorschriften also, sondern die Folgen einer knappen, weltweit geteilten Sache.

CQallgemeiner Anruf„An alle“ — wer mag, antwortet. Immer mit dem eigenen Rufzeichen.
DXgroße EntfernungWeite Verbindung, seltenes Land.
RSTRapportReadability, Strength, Tone: Lesbarkeit 1 bis 5, Stärke 1 bis 9, Ton 1 bis 9.
TX, RX, TRXSender, Empfänger, beidesEin TRX ist beides in einem Gehäuse.
BKbreakIch möchte dazwischen.
PSEplease, bitte
73 und 55viele Grüße, viel ErfolgZahlen als Gruß — 73 zum Abschied, 55 als Wunsch.
SWLKurzwellenhörerShort Wave Listener: hört zu, sendet nicht.
QSL-KarteBestätigung einer VerbindungMindestens: eigenes Rufzeichen, Gegenstation, Datum, Uhrzeit in UTC, Band, Übertragungsverfahren, Rapport.
QSL-Managerbestätigt für andere„QSL via ...“ — die Karte geht an den Manager, nicht an die Station.
Callbookinternationale RufzeichenlisteDort stehen die Anschriften ausländischer Funkamateure.
UTCkoordinierte WeltzeitMEZ minus 1 Stunde, MESZ minus 2 Stunden. Im Log und auf der Karte immer UTC.
Splitgetrennte FrequenzenSenden und Empfangen auf verschiedenen Frequenzen.
Pile-UpAnrufertraubeViele rufen gleichzeitig eine seltene Station.
Listenbetriebüber einen VermittlerEine gut hörbare Station sammelt die Anrufer in eine Liste und ruft sie später auf.

Merken: Ein QSO fängt mit CQ an und hört mit 73 auf. Die Uhrzeit ist immer UTC — im Winter MEZ minus eins, im Sommer MESZ minus zwei. Und wer „QSL via“ hört, schickt die Karte an den Manager, nicht an die Station.

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Die 13 Fragen

BE301Was ist der Zweck eines Amateurfunkwettbewerbs (Contest)? Er dient dem Wettkampf und ...ab Klasse N

  1. der Erlangung eines Amateurfunkzeugnisses.
  2. der stetigen Verbesserung von Amateurfunkanlagen und Betriebstechnik.
  3. dem Gewinnen von Preisgeldern.
  4. dem Testen der Störfestigkeit der Empfangsgeräte der Nachbarn.
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Richtig ist B: der stetigen Verbesserung von Amateurfunkanlagen und Betriebstechnik.

Kniff: Sortiere die Antworten danach, wem der Contest etwas bringt. Drei versprechen eine Belohnung von außen oder richten sich gegen andere; nur eine nennt einen Nutzen an der eigenen Station. Der Satzanfang „Er dient dem Wettkampf und ...“ verlangt genau diese zweite Hälfte.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • dem Gewinnen von Preisgeldern. – Macht aus dem Übungsbetrieb ein Gewinnspiel; im Contest werden Punkte gewertet, Geld wird nicht ausgezahlt.
  • dem Testen der Störfestigkeit der Empfangsgeräte der Nachbarn. – Dreht den Zweck nach außen: verbessert wird die eigene Anlage, Störungen bei Nachbarn sind zu vermeiden und nicht zu erproben.
  • der Erlangung eines Amateurfunkzeugnisses. – Verwechselt Wettbewerb und Prüfung: das Zeugnis erhält man nach der Prüfung bei der Bundesnetzagentur, nicht durch gefahrene Verbindungen.

Mehr dazu: Wettbewerb, DX-Betrieb und der Standortkenner

BE302Warum ist der Informationsaustausch bei Verbindungen in einem Amateurfunkwettbewerb (Contest) besonders kurz?ab Klasse N

  1. Weil sonst die Disqualifikation droht.
  2. Um in der vorgegebenen Zeitdauer möglichst viele Verbindungen herzustellen.
  3. Um die vorgegebene Zeitbegrenzung für eine einzelne Verbindung einzuhalten.
  4. Weil alle notwendigen Informationen auch im Internet auffindbar sind.
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Richtig ist B: Um in der vorgegebenen Zeitdauer möglichst viele Verbindungen herzustellen.

Kniff: Frage bei jeder Antwort, worauf sich die Zeit bezieht: auf den ganzen Wettbewerb oder auf ein einzelnes QSO. Begrenzt ist die Gesamtdauer, und kurze QSOs sind das Mittel, in diese Dauer mehr Verbindungen zu packen. Antworten, die eine Strafe oder eine fremde Informationsquelle bemühen, beantworten die Frage nach dem Warum gar nicht.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Um die vorgegebene Zeitbegrenzung für eine einzelne Verbindung einzuhalten. – Verschiebt die Grenze auf das einzelne QSO; vorgegeben ist die Zeitdauer des Wettbewerbs, für eine Verbindung gibt es keine Höchstdauer.
  • Weil alle notwendigen Informationen auch im Internet auffindbar sind. – Begründet das Weglassen mit einer anderen Quelle; gewertet wird nur, was über Funk ausgetauscht wurde, Nachschlagen ersetzt das nicht.
  • Weil sonst die Disqualifikation droht. – Erfindet eine Strafdrohung als Grund; disqualifiziert wird man für Regelverstöße, nicht für ein langes Gespräch.

Mehr dazu: Wettbewerb, DX-Betrieb und der Standortkenner

BE303Sie nehmen an einem Amateurfunkwettbewerb (Contest) teil. Welche Informationen sollten Sie in einem QSO austauschen?ab Klasse N

  1. Ich beschränke mich auf das Rufzeichen, damit ich schnell möglichst viele Verbindungen erzielen kann.
  2. Ich entscheide für jede Verbindung einzeln, welche Daten ich sende, damit ich nicht zu viel über mich preisgebe.
  3. Ich übermittle die in der Ausschreibung festgelegten Daten, damit die Verbindung gewertet wird.
  4. Ich sende Rufzeichen, Signalrapport, Name, Standort und Stationsbeschreibung, damit das Logbuch der Gegenstation vollständig ist.
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Richtig ist C: Ich übermittle die in der Ausschreibung festgelegten Daten, damit die Verbindung gewertet wird.

Kniff: Lies bei jeder Antwort den Teil nach dem „damit“, denn dort steht der Maßstab. Drei Antworten setzen einen eigenen: weniger senden, von Fall zu Fall entscheiden, mehr senden als nötig. Nur eine nennt die Ausschreibung, und an ihr hängt die Wertung.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Ich beschränke mich auf das Rufzeichen, damit ich schnell möglichst viele Verbindungen erzielen kann. – Spart an der falschen Stelle: fehlen die geforderten Angaben, wird die Verbindung nicht gewertet, und die gewonnene Zeit ist umsonst.
  • Ich entscheide für jede Verbindung einzeln, welche Daten ich sende, damit ich nicht zu viel über mich preisgebe. – Macht den Umfang zur Geschmacksfrage; er ist vorher festgelegt, und wer nach Gefühl kürzt, riskiert bei jedem QSO die Wertung.
  • Ich sende Rufzeichen, Signalrapport, Name, Standort und Stationsbeschreibung, damit das Logbuch der Gegenstation vollständig ist. – Gibt mehr als verlangt: Name und Stationsbeschreibung kosten Zeit, ohne die Wertung zu verbessern, und gehören ins ruhige Plauder-QSO.

Mehr dazu: Wettbewerb, DX-Betrieb und der Standortkenner

BE304Welche besondere Regelung gilt in einem „Sprint-Contest“?ab Klasse N

  1. Die Teilnehmer müssen während des Funkbetriebs in ständiger Bewegung bleiben.
  2. Das Rufzeichen darf nicht buchstabiert werden, außer am Anfang und am Ende des Wettbewerbs.
  3. Es wird in Telegrafie gearbeitet und die Geschwindigkeit, mit der gegeben wird, fließt in die Wertung ein.
  4. Nach jeder Verbindung überlässt die CQ- rufende Station die Frequenz der Gegenstation.
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Richtig ist D: Nach jeder Verbindung überlässt die CQ- rufende Station die Frequenz der Gegenstation.

Kniff: „Sprint“ beschreibt hier weder Tempo noch Bewegung, sondern eine Regel für die Frequenz: wer CQ gerufen und ein QSO gefahren hat, gibt die Frequenz an die Gegenstation ab und zieht weiter. Der Sinn: so kann sich keine Station mit starkem Signal eine gute Frequenz für Stunden sichern, alle müssen gleichermaßen suchen und rufen. Das ist die bewusste Ausnahme vom sonst geltenden Vorrecht des CQ-Rufers.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Die Teilnehmer müssen während des Funkbetriebs in ständiger Bewegung bleiben. – Nimmt „Sprint“ wortwörtlich als Fortbewegung. Bewegt wird die Frequenz, nicht die Station.
  • Das Rufzeichen darf nicht buchstabiert werden, außer am Anfang und am Ende des Wettbewerbs. – Eine Einschränkung, die es nicht gibt: Rufzeichen werden bei jeder Verbindung ausgetauscht, sonst wäre sie nicht wertbar.
  • Es wird in Telegrafie gearbeitet und die Geschwindigkeit, mit der gegeben wird, fließt in die Wertung ein. – Deutet „Sprint“ als Gebetempo. Gewertet werden Verbindungen, nicht Anschläge je Minute — und ein Wettbewerb um Geschwindigkeit wäre keine Regel zur Frequenznutzung, wie die Frage sie verlangt.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

BE305Was ist mit dem Begriff „pile up“ gemeint? Im Amateurfunk meint man damit das gleichzeitige ...ab Klasse N

  1. Anrufen einer begehrten Station durch viele Amateurfunkstellen.
  2. Senden einer Station auf mehreren Amateurfunkfrequenzen.
  3. Peilen einer Station mit mehreren übereinander angeordneten Richtantennen.
  4. Hören einer Station mit vielen Remote-Stationen bei einem Contest.
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Richtig ist A: Anrufen einer begehrten Station durch viele Amateurfunkstellen.

Kniff: Prüfe in jeder Antwort, was das Viele ist. Beim Pile-Up sind es die Anrufer auf einer Frequenz, nicht viele Frequenzen, viele Antennen oder viele Empfangsstandorte. Der Satzanfang „das gleichzeitige ...“ verlangt eine Tätigkeit vieler Stellen gegenüber einer Station.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Hören einer Station mit vielen Remote-Stationen bei einem Contest. – Verlegt das Viele auf die Empfangsseite; kennzeichnend für das Pile-Up ist das gleichzeitige Rufen, nicht das Zuhören.
  • Peilen einer Station mit mehreren übereinander angeordneten Richtantennen. – Deutet „pile“ als gestapelte Antennen; gestapelt sind die Anrufe, und mit Peilen hat der Begriff nichts zu tun.
  • Senden einer Station auf mehreren Amateurfunkfrequenzen. – Dreht die Richtung um: hier sendet eine Station auf vielen Frequenzen, beim Pile-Up rufen viele Stationen eine einzige.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

BE306Eine begehrte Station ruft in Telefonie „only number 3“. Was ist damit gemeint? Die Station ...ab Klasse N

  1. möchte Anrufe von Stationen mit der Ziffer 3 zwischen Präfix und Suffix.
  2. möchte Stationen mit dreistelligem Suffix aufrufen.
  3. möchte jeweils drei rufende Stationen in eine Liste aufnehmen.
  4. möchte, dass anrufende Stationen dreimal ihren Suffix durchgeben.
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Richtig ist A: möchte Anrufe von Stationen mit der Ziffer 3 zwischen Präfix und Suffix.

Kniff: Nimm „number“ wörtlich als Ziffer, nicht als Anzahl. Dann ist die 3 eine Stelle im Rufzeichen, nämlich die zwischen Präfix und Suffix, und alle Antworten, die aus der 3 eine Menge oder eine Wiederholung machen, fallen weg. So teilt die gesuchte Station den Andrang in Portionen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • möchte Stationen mit dreistelligem Suffix aufrufen. – Zählt Buchstaben statt die Ziffer zu lesen; die 3 bezeichnet eine bestimmte Ziffer im Rufzeichen, nicht die Länge des Suffixes.
  • möchte jeweils drei rufende Stationen in eine Liste aufnehmen. – Liest die 3 als Anzahl der Anrufer und verwechselt die Aufteilung nach Ziffern mit dem Listenbetrieb.
  • möchte, dass anrufende Stationen dreimal ihren Suffix durchgeben. – Liest die 3 als Zahl der Wiederholungen; dreimaliges Durchgeben würde den Andrang verlängern statt ihn zu ordnen.

Mehr dazu: Wettbewerb, DX-Betrieb und der Standortkenner

BE307Was verstehen Sie bei einer seltenen Station unter der Aufforderung zu „Listenbetrieb“?ab Klasse N

  1. Die seltene Station oder ihr QSL-Manager veröffentlicht eine Liste der gearbeiteten Stationen in den Amateurfunkzeitschriften.
  2. Eine gut hörbare andere Station schickt per Internet Listen anrufender Stationen an die seltene Station.
  3. Die seltene Station ruft Stationen nach einer Liste der Landeskenner alphabetisch auf.
  4. Eine gut hörbare andere Station nimmt anrufende Stationen in eine Liste und ruft später diese Stationen zur Aufnahme einer Funkverbindung mit der seltenen Station auf.
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Richtig ist D: Eine gut hörbare andere Station nimmt anrufende Stationen in eine Liste und ruft später diese Stationen zur Aufnahme einer Funkverbindung mit der seltenen Station auf.

Kniff: Entscheidend ist, wer die Liste führt und wozu. Es ist eine dritte, gut hörbare Station, die die Anrufer sammelt und sie der seltenen Station später einzeln vorstellt. So muss die seltene Station nicht aus dem Pile-Up einzelne Rufzeichen herausfischen. Jede falsche Antwort enthält auch eine Liste — prüfe, wann sie entsteht und wem sie dient.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Die seltene Station oder ihr QSL-Manager veröffentlicht eine Liste der gearbeiteten Stationen in den Amateurfunkzeitschriften. – Eine Liste nach dem Betrieb, zur Kontrolle der gefahrenen Verbindungen. Listenbetrieb ist dagegen ein Verfahren während des Betriebs, das die Verbindungen erst zustande bringt.
  • Eine gut hörbare andere Station schickt per Internet Listen anrufender Stationen an die seltene Station. – Der Vermittler ruft die gesammelten Stationen über Funk auf; die Verbindung muss auf dem Band zustande kommen. Ein Weg über das Internet ersetzt kein QSO.
  • Die seltene Station ruft Stationen nach einer Liste der Landeskenner alphabetisch auf. – Das wäre ein Aufruf nach Präfixen, bei dem die seltene Station selbst ordnet. Beim Listenbetrieb entsteht die Liste aus den Anrufern, und ein anderer führt sie.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

BE308Was ist „Split-Verkehr“?ab Klasse N

  1. Nutzung unterschiedlicher Übertragungsverfahren in einem QSO
  2. Teilen einer Frequenz zwischen zwei Relaisfunkstellen
  3. Verwenden von mehr als einem Funkgerät
  4. Senden und Empfangen auf unterschiedlichen Frequenzen
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Richtig ist D: Senden und Empfangen auf unterschiedlichen Frequenzen

Kniff: Bei „Split“ wird die Frequenz geteilt, nicht das Gerät und nicht die Betriebsart. Prüfe deshalb jede Antwort auf die eine Frage, ob Sende- und Empfangsfrequenz auseinanderfallen. Nur bei einer ist das der Fall.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Nutzung unterschiedlicher Übertragungsverfahren in einem QSO – Teilt die Betriebsart statt der Frequenz; Split sagt nichts darüber, ob in Telefonie oder Telegrafie gearbeitet wird.
  • Teilen einer Frequenz zwischen zwei Relaisfunkstellen – Versteht „teilen“ als gemeinsam nutzen; bei Split werden zwei verschiedene Frequenzen benutzt und nicht eine geteilt.
  • Verwenden von mehr als einem Funkgerät – Verwechselt das Hilfsmittel mit der Sache; getrennte Frequenzen gehen auch mit einem Gerät, und zwei Geräte allein machen keinen Split.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

BE309Was bedeutet es, wenn eine begehrte Station CQ ruft und den Anruf mit „split up 14270 to 14280“ beendet? Die Station ...ab Klasse N

  1. hört oberhalb ihrer Sendefrequenz auf wechselnden Frequenzen im angegebenen Bereich.
  2. wird im angegebenen Bereich mit einer Bandbreite von 10 kHz senden.
  3. kündigt einen Wechsel ihrer Sendefrequenz in den angegebenen Bereich an.
  4. bittet anrufende Stationen in dem angegebenen Bereich CW zu verwenden.
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Richtig ist A: hört oberhalb ihrer Sendefrequenz auf wechselnden Frequenzen im angegebenen Bereich.

Kniff: Split heißt: senden und hören auf verschiedenen Frequenzen. Die Station sendet weiter dort, wo sie gerufen hat, und hört im genannten Bereich; „up“ sagt, dass dieser Bereich oberhalb liegt. So vereinbart ist das, weil die vielen Anrufer sich dann über 10 kHz verteilen und die begehrte Station auf ihrer eigenen Frequenz frei hörbar bleibt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • wird im angegebenen Bereich mit einer Bandbreite von 10 kHz senden. – Liest die beiden Zahlen als Bandbreite. Sie geben den Bereich an, in dem die Station hört; gesendet wird weiter auf der Ausgangsfrequenz, und zwar mit der üblichen Bandbreite.
  • kündigt einen Wechsel ihrer Sendefrequenz in den angegebenen Bereich an. – Beim Split wechselt die Empfangsfrequenz, nicht die Sendefrequenz. Würde die Station umziehen, wäre es kein Split, sondern ein Frequenzwechsel — und der Vorteil wäre weg.
  • bittet anrufende Stationen in dem angegebenen Bereich CW zu verwenden. – Über das Übertragungsverfahren sagt „split up“ nichts. Die Angabe betrifft ausschließlich Frequenzen.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

BE310Eine Station gibt am Ende ihres CQ-Rufes „5 up“. Was bedeutet diese Angabe und was ist zu beachten?ab Klasse N

  1. Die rufende Station behandelt meinen Anruf an 5ter Stelle. Ich muss also bei meinem Anruf 4 andere Funkverbindungen abwarten.
  2. Die rufende Station hört 5 Minuten später auf ihrer eigenen Sendefrequenz. Ich muss also bei meinem Anruf 5 Minuten später senden und vorher prüfen, ob die Frequenz frei ist.
  3. Die rufende Station hört 5 kHz oberhalb ihrer eigenen Sendefrequenz. Ich muss also bei meinem Anruf 5 kHz höher senden.
  4. Die rufende Station sendet 5 kHz oberhalb ihrer eigenen Sendefrequenz. Ich muss also bei meinem Anruf 5 kHz höher empfangen und vorher prüfen, ob die Frequenz frei ist.
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Richtig ist C: Die rufende Station hört 5 kHz oberhalb ihrer eigenen Sendefrequenz. Ich muss also bei meinem Anruf 5 kHz höher senden.

Kniff: Zerlege die Angabe: „5“ ist der Abstand in Kilohertz, „up“ die Richtung nach oben. Die Station hört also 5 kHz über ihrer Sendefrequenz, und genau dort musst du senden, während du sie weiter auf ihrer Frequenz hörst. Zwei falsche Antworten deuten die 5 als Anzahl oder als Minuten, eine vertauscht Senden und Hören.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Die rufende Station hört 5 Minuten später auf ihrer eigenen Sendefrequenz. Ich muss also bei meinem Anruf 5 Minuten später senden und vorher prüfen, ob die Frequenz frei ist. – Deutet die 5 als Zeitangabe. „up“ ist eine Richtung im Band und hat mit der Uhr nichts zu tun; eine Station, die 5 Minuten schweigt, findet ihre Frequenz danach meist besetzt.
  • Die rufende Station sendet 5 kHz oberhalb ihrer eigenen Sendefrequenz. Ich muss also bei meinem Anruf 5 kHz höher empfangen und vorher prüfen, ob die Frequenz frei ist. – Vertauscht Senden und Hören — und widerspricht sich dabei selbst: eine Station kann nicht 5 kHz oberhalb ihrer eigenen Sendefrequenz senden. Die Sendefrequenz bleibt, die Hörfrequenz ist verschoben.
  • Die rufende Station behandelt meinen Anruf an 5ter Stelle. Ich muss also bei meinem Anruf 4 andere Funkverbindungen abwarten. – Liest die 5 als Platz in einer Warteschlange. Beim Split geht es um einen Frequenzabstand; Nummern werden nicht vergeben, und niemand könnte sie zählen.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

BE311Eine Station, die auf 14 205 kHz CQ gerufen hat, sagt am Ende ihres Rufes „tuning 290 to 300 up“. Welche Frequenzen nutzen Sie, wenn Sie diese Station anrufen wollen?ab Klasse N

  1. Ich rufe auf 14 290 kHz und höre auf 14 300 kHz.
  2. Ich rufe und höre zwischen 14 290 und 14 300 kHz.
  3. Ich rufe auf 14 205 kHz und höre zwischen 14 290 und 14 300 kHz.
  4. Ich rufe zwischen 14 290 und 14 300 kHz und höre auf 14 205 kHz.
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Richtig ist D: Ich rufe zwischen 14 290 und 14 300 kHz und höre auf 14 205 kHz.

Kniff: Die Zahlen 290 und 300 sind die letzten Stellen der Frequenzen, also 14290 bis 14300 kHz. Dort hört die Station, das meint „tuning“; gesendet wird weiter auf 14205 kHz. Nun rechne die Rollen um: was für die Gegenstation Hören ist, ist für dich Senden. Du rufst also im Bereich und hörst auf 14205 kHz.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Ich rufe auf 14 290 kHz und höre auf 14 300 kHz. – Macht aus dem Bereich zwei feste Frequenzen und lässt die Sendefrequenz der Station außen vor. Auf 14300 kHz ist sie nicht zu hören, dort hört sie selbst.
  • Ich rufe und höre zwischen 14 290 und 14 300 kHz. – Dann hörst du die Station nie, denn sie sendet auf 14205 kHz. Split bedeutet gerade, dass die beiden Richtungen auseinanderliegen.
  • Ich rufe auf 14 205 kHz und höre zwischen 14 290 und 14 300 kHz. – Genau vertauscht: 14205 kHz ist die Sendefrequenz der Gegenstation. Wer dort ruft, stört das Signal, das alle anderen hören wollen.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

BE312Was versteht man im Amateurfunk unter einer „DX-Pedition“?ab Klasse N

  1. Es ist ein internationaler Funkwettbewerb.
  2. Es ist eine weltweite Aktivitätswoche.
  3. Es ist eine Amateurfunkexpedition zu Ländern oder Inseln, die selten im Amateurfunk zu hören sind.
  4. Es ist eine Zusammenstellung aller noch von Funkamateuren begehrten Länder.
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Richtig ist C: Es ist eine Amateurfunkexpedition zu Ländern oder Inseln, die selten im Amateurfunk zu hören sind.

Kniff: Das Wort ist aus DX und Expedition zusammengesetzt: eine Reise dorthin, wo sonst niemand funkt. Nur eine Antwort spricht überhaupt von einer Reise — die anderen bieten andere Dinge aus dem DX-Umfeld an, Wettbewerb, Termin, Liste.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Es ist ein internationaler Funkwettbewerb. – Ein Wettbewerb ist ein Contest. Bei einer DX-Pedition wird nicht um Punkte gefunkt, sondern ein selten besetztes Gebiet überhaupt erst auf die Bänder gebracht.
  • Es ist eine weltweite Aktivitätswoche. – Eine Aktivitätswoche ist ein Termin, an dem viele von zu Hause aus mitmachen. Die DX-Pedition ist die Reise einer Gruppe an einen bestimmten Ort.
  • Es ist eine Zusammenstellung aller noch von Funkamateuren begehrten Länder. – Das wäre eine Liste begehrter Länder. DX-Peditionen fahren zu den Gebieten auf solchen Listen; sie sind nicht die Liste selbst.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

BE313Was verstehen Funkamateure unter einer „Fuchsjagd“ (ARDF = Amateur Radio Direction Finding)?ab Klasse N

  1. Es ist ein Funkpeilwettbewerb, wobei mit Hilfe von tragbaren Peilempfängern versteckte Kleinsender im KW- oder UKW-Bereich, die nur kurzzeitig senden, aufzufinden sind.
  2. Es ist ein Funkpeilwettbewerb, der von Funkamateuren ausschließlich für SWL’s (short wave listeners) veranstaltet wird.
  3. Bei der Fuchsjagd wird versucht, den Weg von mobilen Kleinsendern zu verfolgen und dabei ein Muster zu erkennen.
  4. Es ist ein Funkwettbewerb, wobei versucht wird, in einer vorgegebenen Zeit auf einem Amateurfunkband mit möglichst vielen Ländern Funkverbindungen herzustellen.
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Richtig ist A: Es ist ein Funkpeilwettbewerb, wobei mit Hilfe von tragbaren Peilempfängern versteckte Kleinsender im KW- oder UKW-Bereich, die nur kurzzeitig senden, aufzufinden sind.

Kniff: Die englische Abkürzung sagt, worum es geht: Direction Finding, also peilen. Gesucht werden versteckte Kleinsender, die nur kurz senden — daher tragbare Peilempfänger, daher das Laufen. Prüfe jede Antwort darauf, ob gepeilt wird, wer mitmachen darf und ob die Sender fest stehen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Es ist ein Funkpeilwettbewerb, der von Funkamateuren ausschließlich für SWL’s (short wave listeners) veranstaltet wird. – Peilwettbewerbe stehen allen Funkamateuren offen; eine Beschränkung auf Hörer gibt es nicht. Ein SWL hört zu und sendet nicht, das sagt aber nichts darüber, wer suchen darf.
  • Bei der Fuchsjagd wird versucht, den Weg von mobilen Kleinsendern zu verfolgen und dabei ein Muster zu erkennen. – Die Sender sind versteckt und stehen fest; gesucht wird ihr Standort. Ein Bewegungsmuster zu verfolgen ist eine andere Aufgabe und braucht keine Peilung im Gelände.
  • Es ist ein Funkwettbewerb, wobei versucht wird, in einer vorgegebenen Zeit auf einem Amateurfunkband mit möglichst vielen Ländern Funkverbindungen herzustellen. – Das beschreibt einen Contest mit möglichst vielen Ländern. Bei der Fuchsjagd werden keine Verbindungen gezählt, sondern Sender gefunden.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

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Alle Themen: Betriebliche Kenntnisse · Lexikon

Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.