Spule Klasse A

Abschnitt 5.3.2 · Elektrische und elektronische Bauteile · Technische Kenntnisse Klasse A. 11 Fragen, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 11 Prüfungsfragen zum Thema Spule (Kapitel „Elektrische und elektronische Bauteile“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

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Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Die 11 Fragen

AC201In einer idealen Induktivität, die an einer Wechselspannungsquelle angeschlossen ist, eilt der Strom der angelegten Spannung ...ab Klasse A

  1. um 90° nach.
  2. um 90° voraus.
  3. um 45° nach.
  4. um 45° voraus.
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Richtig ist A: um 90° nach.

Eine Spule wehrt sich gegen Stromänderungen. Der Strom kommt deshalb später als die Spannung — beim idealen Fall genau eine Viertelperiode.

Kniff: Genau umgekehrt zum Kondensator. Wer sich eine der beiden Regeln merkt, hat die andere automatisch mit.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • um 90° voraus. – Das gilt für den Kondensator. Bei der Spule hinkt der Strom hinterher.
  • um 45° nach. – Richtung richtig, Winkel falsch. 45 ° ergäben sich, wenn der Wirkwiderstand genauso groß wäre wie der Blindwiderstand — die Spule ist hier ideal.
  • um 45° voraus. – Beides falsch: falsche Richtung und falscher Winkel.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AC201

AC202Welches Vorzeichen hat der Blindwiderstand einer idealen Spule und von welchen physikalischen Größen hängt er ab? Der Blindwiderstand ist ...ab Klasse A

  1. positiv und abhängig von der Induktivität und der anliegenden Frequenz.
  2. positiv und unabhängig von der Induktivität und der anliegenden Frequenz.
  3. negativ und unabhängig von der Induktivität und der anliegenden Frequenz.
  4. negativ und abhängig von der Induktivität und der anliegenden Frequenz.
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Richtig ist A: positiv und abhängig von der Induktivität und der anliegenden Frequenz.

X_L = 2π · f · L, und das Vorzeichen ist positiv. Frequenz und Induktivität stehen im Zähler — beides größer heißt Blindwiderstand größer.

Kniff: Spule und Kondensator sind in beidem entgegengesetzt: Vorzeichen und Lage in der Formel. Beim Kondensator stehen f und C unten, bei der Spule stehen f und L oben.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • positiv und unabhängig von der Induktivität und der anliegenden Frequenz. – Vorzeichen richtig, aber der Blindwiderstand hängt von f und L ab — er wächst mit beiden.
  • negativ und unabhängig von der Induktivität und der anliegenden Frequenz. – Zweimal falsch: negativ ist der kapazitive Blindwiderstand, und unabhängig ist er ohnehin nicht.
  • negativ und abhängig von der Induktivität und der anliegenden Frequenz. – Die Abhängigkeit stimmt, das Vorzeichen nicht. Negativ wird der Blindwiderstand beim Kondensator gezählt.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AC202

AC203Beim Anlegen einer Gleichspannung U = 1 V an eine Spule messen Sie einen Strom. Wird der Strom beim Anlegen von einer Wechselspannung mit U_eff = 1 V größer oder kleiner?ab Klasse A

  1. Beim Betrieb mit Gleichspannung wirkt nur der Gleichstromwiderstand der Spule. Beim Betrieb mit Wechselspannung wird der induktive Widerstand X_L wirksam und erhöht den Gesamtwiderstand. Der Strom wird kleiner.
  2. Beim Betrieb mit Gleichspannung wirkt nur der Gleichstromwiderstand der Spule. Beim Betrieb mit Wechselspannung wirkt nur der kleinere induktive Widerstand X_L. Der Strom wird größer.
  3. Beim Betrieb mit Gleich- oder Wechselspannung wirkt nur der ohmsche Widerstand X_L der Spule. Der Strom bleibt gleich.
  4. Beim Betrieb mit Wechselspannung wirkt nur der Wechselstromwiderstand der Spule. Beim Betrieb mit Gleichspannung wird nur der ohmsche Widerstand X_L wirksam. Der Strom wird größer.
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Richtig ist A: Beim Betrieb mit Gleichspannung wirkt nur der Gleichstromwiderstand der Spule. Beim Betrieb mit Wechselspannung wird der induktive Widerstand X_L wirksam und erhöht den Gesamtwiderstand. Der Strom wird kleiner.

Bei Gleichspannung zählt nur der Drahtwiderstand der Wicklung. Bei Wechselspannung kommt der induktive Blindwiderstand dazu, und beide zusammen ergeben eine größere Impedanz.

Kniff: Mehr Widerstand bei gleicher Spannung heißt weniger Strom. Und Vorsicht bei der Bezeichnung: X_L ist der BLINDwiderstand, nicht der ohmsche — zwei falsche Antworten nennen ihn ausdrücklich ohmsch.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Beim Betrieb mit Gleichspannung wirkt nur der Gleichstromwiderstand der Spule. Beim Betrieb mit Wechselspannung wirkt nur der kleinere induktive Widerstand X_L. Der Strom wird größer. – Der Blindwiderstand kommt zum Drahtwiderstand hinzu, er ersetzt ihn nicht. Und er ist bei einer Spule in aller Regel größer, nicht kleiner.
  • Beim Betrieb mit Gleich- oder Wechselspannung wirkt nur der ohmsche Widerstand X_L der Spule. Der Strom bleibt gleich. – X_L ist der induktive Blindwiderstand, nicht der ohmsche. Und dass der Strom gleich bliebe, ist gerade das Gegenteil dessen, was eine Spule ausmacht.
  • Beim Betrieb mit Wechselspannung wirkt nur der Wechselstromwiderstand der Spule. Beim Betrieb mit Gleichspannung wird nur der ohmsche Widerstand X_L wirksam. Der Strom wird größer. – Die beiden Fälle sind vertauscht, und X_L ist wieder fälschlich als ohmscher Widerstand bezeichnet. Größer wird der Strom bei Wechselspannung auf keinen Fall.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AC203

AC204Wie groß ist der Betrag des induktiven Blindwiderstands einer Spule mit 3 μH Induktivität bei einer Frequenz von 100 MHz?ab Klasse A

  1. ca. 1885 Ω
  2. ca. 1885 kΩ
  3. ca. 1,942 Ω
  4. ca. 942,0 Ω
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Richtig ist A: ca. 1885 Ω

X_L = 2π · f · L. Anders als beim Kondensator wird hier multipliziert, nicht geteilt.

Lösungsweg:

  1. X_L = 2π · f · L
  2. X_L = 6,283 · 100 · 10^6 Hz · 3 · 10^-6 H
  3. X_L = 6,283 · 300 = 1885 Ω

Kniff: 3 μH sind bei 100 MHz schon fast 2 kΩ — auf 80 m (3,5 MHz) wären es nur rund 66 Ω. Der Blindwiderstand einer Spule wächst mit der Frequenz, und genau deshalb wirkt dieselbe Drossel oben ganz anders als unten.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • ca. 1885 kΩ – Der Zahlenwert stimmt, die Einheit nicht — tausendfach zu groß. Mikrohenry und Millihenry verwechselt.
  • ca. 1,942 Ω – Rund tausendfach zu klein. Zu dieser Zahl führt keine saubere Rechnung — eine Blindantwort.
  • ca. 942,0 Ω – Der Faktor 2 fehlt: π · f · L = 942 Ω, also die Hälfte.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AC204

AC205Wie groß ist die Induktivität einer Spule mit 14 Windungen, die auf einen Kern mit einer Induktivitätskonstante (A_L-Wert) von 1,5 nH gewickelt ist?ab Klasse A

  1. 2,94 μH
  2. 29,4 nH
  3. 0,294 μH
  4. 2,94 nH
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Richtig ist C: 0,294 μH

Der A_L-Wert ist die Induktivität je Windung im Quadrat: L = A_L · N². Die Windungszahl geht quadratisch ein, nicht linear.

Lösungsweg:

  1. N² = 14² = 196
  2. L = 1,5 nH · 196 = 294 nH
  3. 294 nH = 0,294 μH

Kniff: Erst quadrieren, dann multiplizieren. 14 Windungen sind 196 — fast das Zweihundertfache, nicht das Vierzehnfache.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 2,94 μH – Eine Zehnerpotenz zu groß. 294 nH sind 0,294 μH, nicht 2,94.
  • 29,4 nH – Eine Zehnerpotenz zu klein.
  • 2,94 nH – Zwei Zehnerpotenzen zu klein.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AC205

AC206Wie groß ist die Induktivität einer Spule mit 300 Windungen, die auf einen Kern mit einer Induktivitätskonstante (A_L-Wert) von 1250 nH gewickelt ist?ab Klasse A

  1. 11,25 mH
  2. 112,5 μH
  3. 112,5 mH
  4. 1,125 mH
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Richtig ist C: 112,5 mH

Wieder L = A_L · N². Bei 300 Windungen ist N² schon 90 000 — deshalb werden aus Nanohenry schnell Millihenry.

Lösungsweg:

  1. N² = 300² = 90 000
  2. L = 1250 nH · 90 000 = 112 500 000 nH
  3. 112 500 000 nH = 112 500 μH = 112,5 mH

Kniff: Die Umrechnung am Ende ist die eigentliche Hürde: 112 500 000 nH sind 112,5 mH. Zwei Sprünge von nH über μH nach mH, und bei jedem kann eine Zehnerpotenz verloren gehen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 11,25 mH – Eine Zehnerpotenz zu klein.
  • 112,5 μH – Der Zahlenwert stimmt, die Einheit ist um den Faktor 1000 daneben — μH statt mH.
  • 1,125 mH – Zwei Zehnerpotenzen zu klein.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AC206

AC207Mit einem Ringkern, dessen Induktivitätskonstante (A_L-Wert) mit 250 nH angegeben ist, soll eine Spule mit einer Induktivität von 2 mH hergestellt werden. Wie groß ist die erforderliche Windungszahl etwa?ab Klasse A

  1. 53
  2. 89
  3. 2828
  4. 3
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Richtig ist B: 89

Dieselbe Formel rückwärts: aus L = A_L · N² wird N = Wurzel aus (L / A_L).

Lösungsweg:

  1. L / A_L = 2 · 10^-3 H / 250 · 10^-9 H = 8000
  2. N = Wurzel aus 8000
  3. N = 89,4, also rund 89 Windungen

Kniff: Beide Werte auf dieselbe Einheit bringen, bevor geteilt wird — 2 mH sind 2 000 000 nH. Und am Ende steht die Wurzel; wer sie vergisst, landet bei 8000 Windungen — die stehen nicht einmal zur Auswahl.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 53 – Zu dieser Zahl führt keine der üblichen Verwechslungen — eine Blindantwort.
  • 2828 – Der A_L-Wert um drei Zehnerpotenzen zu klein angesetzt: Wurzel aus 8 000 000 = 2828. Ein Ringkern mit 2828 Windungen wäre auch kaum zu wickeln.
  • 3 – Den A_L-Wert als 250 μH statt 250 nH gelesen: Wurzel aus 8 = 2,8, also rund 3.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AC207

AC208Ein Spulenkern hat eine Induktivitätskonstante (A_L-Wert) von 30 nH. Wie groß ist die erforderliche Windungszahl zur Herstellung einer Induktivität von 12 μH in etwa?ab Klasse A

  1. 20
  2. 360
  3. 6
  4. 400
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Richtig ist A: 20

N = Wurzel aus (L / A_L). Hier gehen 12 μH und 30 nH ein.

Lösungsweg:

  1. L / A_L = 12 · 10^-6 H / 30 · 10^-9 H = 400
  2. N = Wurzel aus 400
  3. N = 20 Windungen

Kniff: Die Zahlen sind mit Absicht so gewählt, dass das Verhältnis glatt 400 wird. Wer die Wurzel vergisst, schreibt genau diese 400 hin — sie steht als falsche Antwort da.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 360 – Multipliziert statt geteilt und ohne Wurzel: 12 · 30 = 360.
  • 6 – Zu dieser Zahl führt keine der üblichen Verwechslungen — eine Blindantwort.
  • 400 – Das Verhältnis L / A_L, aber ohne die Wurzel. Genau ein Schritt zu früh aufgehört.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AC208

AC209Neben dem induktiven Blindwiderstand treten in der mit Wechselstrom durchflossenen Spule auch Verluste auf, die rechnerisch in einem seriellen Verlustwiderstand zusammengefasst werden können. Als Maß für die Verluste in einer Spule wird auch ...ab Klasse A

  1. der relative Blindwiderstand in Ohm pro Henry angegeben, mit dem die Spulengüte berechnet werden kann.
  2. der relative Verlustwiderstand in Ohm pro Henry angegeben, mit dem die Spulengüte berechnet werden kann.
  3. der Verlustfaktor cos φ angegeben, der dem Kehrwert des Gütefaktors entspricht.
  4. der Verlustfaktor tan δ angegeben, der dem Kehrwert des Gütefaktors entspricht.
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Richtig ist D: der Verlustfaktor tan δ angegeben, der dem Kehrwert des Gütefaktors entspricht.

Auch bei der Spule ist tan δ das Maß für die Verluste: Die Güte ist Q = X_L / R_S, der Verlustfaktor tan δ = R_S / X_L — also genau der Kehrwert der Güte.

Kniff: Dieselbe Frage wie AC110, nur für die Spule — und mit denselben Ablenkungen. Beim Kondensator liegt der Verlustwiderstand rechnerisch parallel, bei der Spule in Reihe; an der Kennzahl ändert das nichts.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • der relative Blindwiderstand in Ohm pro Henry angegeben, mit dem die Spulengüte berechnet werden kann. – Der Blindwiderstand ist gerade der verlustfreie Anteil. Und Ohm pro Henry gibt es als Kennzahl nicht.
  • der relative Verlustwiderstand in Ohm pro Henry angegeben, mit dem die Spulengüte berechnet werden kann. – Ohm pro Henry ist keine gebräuchliche Angabe. Die Verluste werden über den Winkel ausgedrückt, nicht auf die Induktivität bezogen.
  • der Verlustfaktor cos φ angegeben, der dem Kehrwert des Gütefaktors entspricht. – cos φ ist der Leistungsfaktor einer Last. Der Kehrwert der Güte ist tan δ.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AC209

AC210Um die Abstrahlungen der Spule eines abgestimmten Schwingkreises zu verringern, sollte die Spule ...ab Klasse A

  1. einen abgestimmten Kunststoffkern aufweisen.
  2. in einem leitenden Metallgehäuse untergebracht werden.
  3. einen hohlen Kupferkern aufweisen.
  4. in einem isolierenden Kunststoffgehäuse untergebracht werden.
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Richtig ist B: in einem leitenden Metallgehäuse untergebracht werden.

Ein leitendes Gehäuse wirkt als Schirm: Das Wechselfeld erzeugt darin Wirbelströme, und deren Gegenfeld hebt das Feld nach außen weitgehend auf.

Kniff: Schirmen kann nur Metall. Kunststoff ist für magnetische und elektrische Wechselfelder durchsichtig, gleich wie dick er ist. Der Preis der Schirmung: Die Güte sinkt etwas, weil im Blech Verluste entstehen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • einen abgestimmten Kunststoffkern aufweisen. – Ein Kern verändert die Induktivität, er schirmt nicht. Und "abgestimmt" gibt es bei einem Kern nicht.
  • einen hohlen Kupferkern aufweisen. – Ein Kupferkern in der Spule verringert durch Wirbelströme die Induktivität und verstimmt den Kreis — deshalb dient er zum Abgleich, nicht als Schirm. Das Feld nach außen bleibt, abgestrahlt wird trotzdem.
  • in einem isolierenden Kunststoffgehäuse untergebracht werden. – Kunststoff hält das Feld nicht auf. Er schützt gegen Berührung, nicht gegen Abstrahlung.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AC210

AC211Das folgende Bild zeigt einen Kern, um den ein Kabel für den Bau einer Drossel gewickelt ist. Der Kern sollte üblicherweise aus ...ab Klasse A

Ein Ringkern, um den ein dickes Kabel in mehreren Windungen gelegt ist — eine Mantelwellendrossel, wie man sie in die Speiseleitung einschleift. Der Kern ist grau gezeichnet, das Kabel schwarz.
  1. Ferrit bestehen.
  2. Kunststoff bestehen.
  3. diamagnetischem Material bestehen.
  4. Stahl bestehen.
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Richtig ist A: Ferrit bestehen.

Kniff: Eine Drossel für HF braucht einen Kern mit hoher Permeabilität, der bei hohen Frequenzen nicht heiß wird. Genau das ist Ferrit — ein Presskörper aus Eisenoxid, elektrisch fast ein Isolator, deshalb fast ohne Wirbelströme.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Kunststoff bestehen. – Kunststoff hat µr ≈ 1, wirkt also wie Luft. Der Kern brächte dann gar nichts — man legt das Kabel ja gerade deshalb um einen Kern, weil er das Magnetfeld führen soll.
  • diamagnetischem Material bestehen. – Diamagnetische Stoffe haben µr KLEINER als 1, sie schwächen das Feld sogar. Das ist das Gegenteil von dem, was eine Drossel braucht.
  • Stahl bestehen. – Stahl führt das Feld gut, aber bei Kurzwelle entstehen Wirbelströme und Hystereseverluste: Der Kern wird heiß und die Drossel wirkungslos. Eisenblech gehört zu 50 Hz, nicht zu 3,5 bis 30 MHz.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AC211

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Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.