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Sinusförmige Signale Klasse E

Abschnitt 4.2.4 · Elektrizitäts-, Elektromagnetismus- und Funktheorie · Technische Kenntnisse Klasse E. 11 Fragen, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 11 Prüfungsfragen zum Thema Sinusförmige Signale (Kapitel „Elektrizitäts-, Elektromagnetismus- und Funktheorie“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

▶ Diese 11 Fragen im Trainer üben

Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Wechselspannung: Spitzenwert und Effektivwert

Eine Wechselspannung hat keinen einzigen Wert — sie ändert sich ständig. Also braucht man Verabredungen, welchen Wert man nennt, und es sind drei: der Spitzenwert (von der Null bis zum höchsten Punkt), der Spitze-Spitze-Wert (vom tiefsten bis zum höchsten Punkt, also das Doppelte davon) und der Effektivwert. Der Effektivwert ist der wichtigste, und er ist sinnvoll definiert: es ist der Wert, der an einem Widerstand dieselbe WÄRME erzeugt wie eine gleich große Gleichspannung. Genau deshalb darf man mit Effektivwerten in die Leistungsformeln gehen, und deshalb sind Netz- und Messgerätangaben immer Effektivwerte — 230 V im Haus ist ein Effektivwert. Zwischen Spitze und Effektivwert liegt bei einer SINUSFÖRMIGEN Größe ein fester Faktor, die Wurzel aus 2, also etwa 1,414. Vom Effektivwert zur Spitze wird MALgenommen, umgekehrt geteilt. Aus 230 V effektiv werden 230 mal 1,414 gleich 325 V Spitze, und der Spitze-Spitze-Wert ist das Doppelte: 651 V. Wer das im Kopf behalten will, merkt sich die Richtung an der Anschauung: die Spitze ist immer GRÖSSER als der Effektivwert, weil die Spannung nur kurz ganz oben ist. Und am Oszilloskop liest man Spitze-Spitze ab — will man von dort zur Leistung, sind es zwei Schritte: erst halbieren (auf die Spitze), dann durch 1,414 (auf den Effektivwert). Ein letzter Zusammenhang gehört dazu, weil er dieselbe Kurve von der Zeitseite betrachtet: Periodendauer und Frequenz sind Kehrwerte. 50 Mikrosekunden sind ein Zwanzigtausendstel einer Sekunde, also 20 kHz.

SpitzenwertNull bis MaximumAuch Amplitude genannt.
Spitze-Spitze-Wertdoppelter SpitzenwertVom tiefsten bis zum höchsten Punkt — das liest man am Oszilloskop ab.
Effektivwertgleiche Wärmewirkung wie GleichspannungDeshalb gilt mit ihm jede Leistungsformel.
FaktorWurzel aus 2, etwa 1,414Gilt nur bei sinusförmigem Verlauf.
Effektiv nach Spitzemalnehmen230 V · 1,414 = 325 V
Spitze nach Effektivteilen12 V / 1,414 = 8,5 V
230 V NetzSpitze 325 V, Spitze-Spitze 651 VDie 230 V sind der Effektivwert.
Probedie Spitze ist immer größerWer einen kleineren Spitzenwert herausbekommt, hat mal und geteilt vertauscht.
Vom Oszilloskop zur Leistunghalbieren, dann durch 1,414Erst Spitze-Spitze auf Spitze, dann auf Effektiv.
Periodendauerf = 1 / T50 µs ergeben 20 kHz.

Merken: Drei Werte: Spitze, Spitze-Spitze (das Doppelte) und Effektivwert. Zwischen Spitze und Effektiv liegt Wurzel 2 gleich 1,414, und die Spitze ist immer die größere Zahl. 230 V effektiv sind 325 V Spitze und 651 V Spitze-Spitze. Nur mit Effektivwerten darf gerechnet werden. Und Frequenz ist der Kehrwert der Periodendauer.

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Die 11 Fragen

EB401Der Spitzenwert an einer häuslichen, einphasigen 230 V-Stromversorgung beträgt ...ab Klasse E

  1. 650 V.
  2. 460 V.
  3. 163 V.
  4. 325 V.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist D: 325 V.

Lösungsweg:

  1. Gegeben: 230 V Effektivwert, sinusförmig
  2. Spitzenwert = Effektivwert · 1,414
  3. 230 V · 1,414 = 325,2 V
  4. Probe: die Spitze ist größer als der Effektivwert
  5. Der Spitzenwert beträgt 325 V

Kniff: Die 230 V sind der Effektivwert, gesucht ist der Spitzenwert, also wird malgenommen: 230 · 1,414 = 325 V. Halte dabei Spitzenwert und Spitze-Spitze-Wert auseinander — der doppelte Wert steht bei den Antworten bereit.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 650 V. – Das ist der Spitze-Spitze-Wert, also bereits das Doppelte des gesuchten Werts; der Spitzenwert reicht nur von der Null bis zum höchsten Punkt.
  • 460 V. – Hier ist mit 2 statt mit 1,414 malgenommen worden. 230 · 2 gleich 460 V ist weder der Spitzenwert noch der Spitze-Spitze-Wert.
  • 163 V. – Das ist 230 geteilt durch 1,414, die Rechnung läuft also in die falsche Richtung. Ein Spitzenwert kann nicht kleiner sein als der Effektivwert.

Mehr dazu: Wechselspannung: Spitzenwert und Effektivwert

EB402Der Spitze-Spitze-Wert der häuslichen 230 V-Spannungsversorgung beträgt ...ab Klasse E

  1. 163 V.
  2. 460 V.
  3. 325 V.
  4. 651 V.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist D: 651 V.

Lösungsweg:

  1. Gegeben: 230 V Effektivwert
  2. Spitzenwert: 230 V · 1,414 = 325 V (genauer 325,3 V)
  3. Spitze-Spitze ist der doppelte Spitzenwert: 2 · 325,3 V = 650,5 V
  4. Der Spitze-Spitze-Wert beträgt gerundet 651 V

Kniff: Zwei Schritte, nicht einer: erst 230 · 1,414 auf die Spitze, dann verdoppeln. Genau der Zwischenstand nach dem ersten Schritt steht bei den Antworten, deshalb lohnt der Blick, welcher der drei Werte verlangt ist.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 163 V. – Geteilt statt malgenommen, und die Verdopplung fehlt obendrein: 230 / 1,414 ergibt 163 V und liegt sogar unter dem Effektivwert.
  • 460 V. – Das ist der verdoppelte Effektivwert. Verdoppelt wird aber der Spitzenwert, der Schritt mit 1,414 ist übersprungen.
  • 325 V. – Das ist der Spitzenwert. Gefragt ist der Abstand vom tiefsten bis zum höchsten Punkt, also fehlt die Verdopplung.

Mehr dazu: Wechselspannung: Spitzenwert und Effektivwert

EB403Ein sinusförmiges Signal hat einen Effektivwert von 12 V. Wie groß ist in etwa der Spitzen-Spitzen-Wert?ab Klasse E

  1. 17 V
  2. 8,5 V
  3. 34 V
  4. 24 V
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Richtig ist C: 34 V

Lösungsweg:

  1. Gegeben: 12 V Effektivwert, sinusförmig
  2. Spitzenwert: 12 V · 1,414 = 16,97 V
  3. Spitze-Spitze: 2 · 16,97 V = 33,9 V
  4. Der Spitze-Spitze-Wert beträgt etwa 34 V

Kniff: Vom Effektivwert zum Spitze-Spitze-Wert geht es in zwei Schritten, beide nach oben: 12 · 1,414 gleich 17 V Spitze, verdoppelt 34 V. Die 17 V liegen als Zwischenergebnis bei den Antworten.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 17 V – Das ist der Spitzenwert, also nur der erste Schritt; bis Spitze-Spitze fehlt die Verdopplung.
  • 8,5 V – Hier ist durch 1,414 geteilt statt malgenommen. Das Ergebnis liegt unter den 12 V und kann damit weder Spitzenwert noch Spitze-Spitze-Wert sein.
  • 24 V – Das ist der Effektivwert einfach verdoppelt. Verdoppelt wird erst der Spitzenwert, der Faktor 1,414 ist ausgelassen.

Mehr dazu: Wechselspannung: Spitzenwert und Effektivwert

EB404Eine sinusförmige Wechselspannung hat einen Spitzenwert von 12 V. Wie groß ist in etwa der Effektivwert der Wechselspannung?ab Klasse E

  1. 8,5 V
  2. 17 V
  3. 6,0 V
  4. 24 V
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: 8,5 V

Lösungsweg:

  1. Gegeben: 12 V Spitzenwert, sinusförmig
  2. Effektivwert = Spitzenwert / 1,414
  3. 12 V / 1,414 = 8,49 V
  4. Probe: der Effektivwert ist kleiner als die Spitze
  5. Der Effektivwert beträgt etwa 8,5 V

Kniff: Diese Aufgabe läuft umgekehrt zur vorigen: gegeben ist die Spitze, gesucht der Effektivwert, also wird geteilt. 12 / 1,414 ergibt 8,5 V, und das Ergebnis muss kleiner als 12 V sein — damit bleibt nur eine Antwort übrig.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 17 V – Das ist 12 · 1,414, also malgenommen statt geteilt — der Standardfehler in dieser Richtung. Ein Effektivwert oberhalb des Spitzenwerts kann es nicht geben.
  • 6,0 V – Hier ist halbiert worden. Halbiert wird der Weg von Spitze-Spitze zur Spitze; von der Spitze zum Effektivwert geht es durch 1,414.
  • 24 V – Das ist der verdoppelte Spitzenwert, also der Spitze-Spitze-Wert. Gesucht war der kleinste der drei Werte, angeboten ist der größte.

Mehr dazu: Wechselspannung: Spitzenwert und Effektivwert

EB405Welche der im folgenden Diagramm eingezeichneten Gleichspannungen setzen an einem Wirkwiderstand etwa die gleiche Leistung um wie die dargestellte sinusförmige Wechselspannung?ab Klasse E

Ein Diagramm mit der Zeitachse t waagerecht nach rechts und der Spannungsachse U senkrecht nach oben. Auf der U-Achse sind die Marken 1, 0,7 und 0,5 sowie -0,5, -0,7 und -1 eingetragen; von jeder Marke läuft eine dünne waagerechte Hilfslinie durch das Bild. Eingezeichnet ist eine Sinuslinie: sie beginnt im Ursprung bei null, steigt bis genau auf die Hilfslinie bei 1, kommt zurück durch null, fällt bis genau auf -1 und steigt danach wieder an. Die Kurvenspitzen berühren also die Linien +1 und -1, die Marken 0,7 und 0,5 werden nur durchlaufen.
  1. 0,5 V und -0,5 V
  2. 1 V und -1 V
  3. 0 V
  4. 0,7 V und -0,7 V
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Richtig ist D: 0,7 V und -0,7 V

Lösungsweg:

  1. Aus dem Diagramm ablesen: Scheitelwert der Sinusspannung = 1 V
  2. Effektivwert: U = 1 V / Wurzel 2 = 1 V / 1,414
  3. U = 0,707 V, also rund 0,7 V — und mit gleichem Recht -0,7 V

Kniff: Im Diagramm steht der Scheitelwert, gefragt ist der Wert für die Leistung. Gleiche Leistung an einem Wirkwiderstand heißt gleicher Effektivwert, und beim Sinus ist der Effektivwert der Scheitelwert geteilt durch Wurzel 2, also das 0,707-fache. Aus dem Scheitelwert 1 V werden damit rund 0,7 V — deshalb ist die Marke 0,7 überhaupt eingezeichnet. Dass die Antwort zwei Werte mit Plus und Minus nennt, ist kein Widerspruch: die Leistung geht mit dem Quadrat der Spannung, -0,7 V heizt den Widerstand genauso wie +0,7 V.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 0,5 V und -0,5 V – Das ist der halbe Scheitelwert. Der Faktor zwischen Scheitel- und Effektivwert ist aber nicht 1/2, sondern 1 / Wurzel 2 = 0,707. Mit 0,5 V käme nur die halbe Leistung heraus: 0,5 · 0,5 = 0,25 gegenüber 0,707 · 0,707 = 0,5.
  • 1 V und -1 V – Hier ist der Scheitelwert direkt abgelesen und für den gesuchten Gleichwert genommen. Eine Gleichspannung von 1 V setzt die doppelte Leistung um, denn 1 · 1 = 1 ist doppelt so groß wie 0,707 · 0,707 = 0,5.
  • 0 V – Das ist der arithmetische Mittelwert der Sinusspannung über eine Periode, und der ist wirklich null. Für die Leistung zählt aber nicht der Mittelwert der Spannung, sondern der Mittelwert ihres Quadrats; die negative Halbwelle heizt genauso wie die positive. Bei 0 V würde gar keine Leistung umgesetzt.

EB406Wie groß ist der Spitzen-Spitzen-Wert der in diesem Schirmbild dargestellten Spannung?ab Klasse E

Ein Oszilloskop-Schirmbild, sieben Kästchen breit und sechs hoch. Am linken Rand steht 3 V/Div., rechts unten 3 µs/Div. Eine Sinuslinie beginnt am linken Rand auf der waagerechten Mittellinie und steigt. Ihr Höchstwert liegt zwei Kästchen über der Mittellinie, ihr tiefster Punkt zwei Kästchen darunter. In der Waagerechten liegen zwischen einem Höchstwert und dem nächsten vier Kästchen; im Bild sind zwei vollständige Schwingungen zu sehen.
  1. 6 V
  2. 8,5 V
  3. 2 V
  4. 12 V
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Richtig ist D: 12 V

Lösungsweg:

  1. Vom tiefsten Punkt bis zum Höchstwert: 2 Kästchen + 2 Kästchen = 4 Kästchen
  2. Ablenkkoeffizient laut Beschriftung: 3 V je Kästchen
  3. Uss = 4 · 3 V = 12 V

Kniff: Spitze-Spitze heißt von ganz unten bis ganz oben, nicht von der Mittellinie bis zum Gipfel. Es sind also vier Kästchen, nicht zwei. Und erst danach kommt der Wert je Kästchen ins Spiel: das Bild liefert Kästchen, gefragt sind Volt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 6 V – Das ist der Spitzenwert: nur die 2 Kästchen von der Mittellinie bis zum Gipfel gezählt, 2 · 3 V = 6 V. Spitze-Spitze ist doppelt so groß.
  • 8,5 V – Hier ist zusätzlich der Faktor 1,41 im Spiel: 6 V · 1,41 = 8,5 V (dieselbe Zahl auch als 12 V / 1,41). Der Faktor gehört zum Umrechnen zwischen Effektiv- und Spitzenwert. Aus einem Schirmbild liest man aber unmittelbar Spitzenwerte ab, da ist nichts umzurechnen.
  • 2 V – Die Kästchen sind gezählt — 2 über der Mittellinie — aber nicht mit 3 V je Kästchen umgerechnet. Die Kästchenzahl ist einfach als Volt hingeschrieben.

EB407Wie groß ist der Spitzen-Spitzen-Wert (U_ss) der in der Abbildung dargestellten Spannung?ab Klasse E

Ein Oszillogramm auf einem Raster von sechs Kästchen Höhe und sieben Kästchen Breite. Links am Rand steht 10 V/Div., unten rechts 5 ms/Div. Eingezeichnet ist eine Sinuslinie über etwa zwei Perioden. Ihre Gipfel berühren die zweite Rasterlinie von oben, ihre Tiefpunkte die zweite von unten; die Nulldurchgänge liegen auf der waagerechten Mittellinie. Von Gipfel zu Tiefpunkt liegen also genau vier Kästchen, von der Mittellinie zum Gipfel zwei.
  1. 40 V
  2. 4 V
  3. 20 V
  4. 10 V
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Richtig ist A: 40 V

Lösungsweg:

  1. Von Tiefpunkt bis Gipfel abzählen: 4 Kästchen
  2. Ablenkkoeffizient ablesen: 10 V pro Kästchen
  3. U_ss = 4 · 10 V = 40 V

Kniff: Zwei Dinge muss man auseinanderhalten: die Kästchen zählen und die Kästchen umrechnen. Spitze-Spitze heißt vom tiefsten bis zum höchsten Punkt, das sind hier vier Kästchen — nicht die zwei von der Mittellinie nach oben, das wäre der Spitzenwert. Dann jedes Kästchen mit dem Wert am Rand multiplizieren: 10 V, nicht 1 V. Die Angabe 5 ms/Div. gehört zur waagerechten Achse und hat mit der Spannung nichts zu tun.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 4 V – Hier wurden die vier Kästchen nicht mit dem Wert am Rand multipliziert, sondern direkt als Volt hingeschrieben. Mit 10 V/Div. liegt das Ergebnis um den Faktor 10 daneben.
  • 20 V – Gezählt wurden nur die zwei Kästchen von der Mittellinie bis zum Gipfel: 2 · 10 V = 20 V. Das ist der Spitzenwert U_s, gefragt ist der doppelte Abstand von Tiefpunkt bis Gipfel.
  • 10 V – Das ist der Wert eines einzigen Kästchens, also nur der Ablenkkoeffizient vom Rand abgeschrieben. Die Kurve reicht über vier Kästchen.

EB408Die Periodendauer von 50 μs entspricht einer Frequenz von ...ab Klasse E

  1. 200 kHz.
  2. 20 MHz.
  3. 20 kHz.
  4. 2 MHz.
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Richtig ist C: 20 kHz.

Lösungsweg:

  1. Gegeben: T = 50 µs = 0,00005 s
  2. f = 1 / T
  3. 1 / 0,00005 s = 20 000 Hz
  4. 20 000 Hz = 20 kHz
  5. Probe: 1 / 20 000 Hz = 50 µs — die Frequenz beträgt 20 kHz

Kniff: Setze die Mikrosekunden als Zehnerpotenz ein: 50 µs sind 0,00005 s, und 1 geteilt durch 0,00005 ergibt 20 000 Hz. Alle falschen Antworten unterscheiden sich nur um Zehnerpotenzen, es entscheidet also allein das Komma.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 200 kHz. – 200 kHz gehören zu einer Periodendauer von 5 µs; das Komma ist um eine Stelle verrutscht.
  • 20 MHz. – Das ist das Ergebnis für 50 ns statt 50 µs, also um den Faktor 1000 daneben — µ steht für ein Millionstel, n für ein Milliardstel.
  • 2 MHz. – 2 MHz gehören zu einer Periodendauer von 0,5 µs, hier ist mit einer hundertfach zu kurzen Zeit gerechnet.

Mehr dazu: Wechselspannung: Spitzenwert und Effektivwert

EB409Welche Frequenz hat die in diesem Oszillogramm dargestellte Spannung in etwa?ab Klasse E

Ein Oszilloskop-Schirmbild, sieben Kästchen breit und sechs hoch. Am linken Rand steht 3 V/Div., rechts unten 3 µs/Div. Eine Sinuslinie beginnt am linken Rand auf der waagerechten Mittellinie und steigt. Der Höchstwert liegt zwei Kästchen über der Mittellinie, der tiefste Punkt zwei Kästchen darunter. In der Waagerechten liegen zwischen Gipfel und Tal zwei Kästchen, von einem Gipfel bis zum nächsten vier Kästchen; im Bild sind zwei vollständige Schwingungen zu sehen.
  1. 83,3 kHz
  2. 833 kHz
  3. 83,3 MHz
  4. 8,33 MHz
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: 83,3 kHz

Lösungsweg:

  1. Von einem Höchstwert bis zum nächsten: 4 Kästchen
  2. Zeitmaßstab laut Beschriftung 3 µs je Kästchen → T = 4 · 3 µs = 12 µs
  3. f = 1 / T = 1 / 12 µs = 0,0833 MHz
  4. f = 83,3 kHz

Kniff: Aus dem Schirmbild kommt zuerst die Periodendauer, erst daraus die Frequenz. Die Periode ist der Abstand von einem Höchstwert bis zum nächsten — vier Kästchen. Die zwei Kästchen von Gipfel zu Tal sind nur die halbe Periode. Beim Umrechnen hilft die Merkregel: 1 geteilt durch Mikrosekunden ergibt Megahertz, also 1/12 = 0,0833 MHz.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 833 kHz – Zehnmal zu hoch; diese Zahl gehört zu T = 1,2 µs. Das wären noch nicht einmal ein halbes Kästchen — im Bild sind vier abzulesen. Bei 12 µs ist das Komma um eine Stelle verrutscht.
  • 8,33 MHz – Hundertmal zu hoch; passend zu T = 0,12 µs. Kein Ablesefehler im Bild führt auf diese Periodendauer, das Komma ist beim Umrechnen aus 12 µs um zwei Stellen verrutscht.
  • 83,3 MHz – Tausendmal zu hoch: hier ist mit T = 12 ns gerechnet, also µs mit ns verwechselt. Der Zeitmaßstab im Bild steht auf 3 µs je Kästchen, nicht 3 ns.

EB410Welche Frequenz hat die in diesem Oszillogramm dargestellte Spannung?ab Klasse E

Ein Oszillogramm auf einem Raster von sechs Kästchen Höhe und sieben Kästchen Breite. Am linken Rand steht 10 V/Div., unten rechts 5 ms/Div. Die Sinuslinie hat ihre Gipfel auf der zweiten Rasterlinie von oben, ihre Tiefpunkte auf der zweiten von unten. Vom ersten Gipfel bis zum zweiten Gipfel liegen genau vier Kästchen; dazwischen liegt ein Tiefpunkt. Insgesamt sind knapp zwei vollständige Schwingungen zu sehen.
  1. 100 Hz
  2. 50 Hz
  3. 500 Hz
  4. 20 Hz
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist B: 50 Hz

Lösungsweg:

  1. Von Gipfel zu Gipfel abzählen: 4 Kästchen
  2. Periodendauer: T = 4 · 5 ms = 20 ms = 0,02 s
  3. f = 1 / T = 1 / 0,02 s = 50 Hz

Kniff: Eine Periode ist der Weg von einem Gipfel bis zum nächsten Gipfel — nicht von Gipfel bis Tiefpunkt, das ist nur die Hälfte. Auf der waagerechten Achse abzählen, mit 5 ms je Kästchen umrechnen, und erst dann den Kehrwert bilden. Die Angabe 10 V/Div. gehört zur senkrechten Achse und wird hier nicht gebraucht.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 100 Hz – Gezählt wurden nur zwei Kästchen, also der Abstand von Gipfel zu Tiefpunkt. Das ist eine halbe Periode: 1 / 0,01 s = 100 Hz — genau der doppelte Wert.
  • 500 Hz – Die Periodendauer ist richtig abgezählt, aber beim Umrechnen in Sekunden ist das Komma um eine Stelle verrutscht: 1 / 0,002 s = 500 Hz statt 1 / 0,02 s. Zehnmal zu viel.
  • 20 Hz – Das ist die Periodendauer in Millisekunden, einfach als Frequenz hingeschrieben. Der Schritt f = 1 / T fehlt; 20 ms ergeben 50 Hz, nicht 20 Hz.

EB411Welche Frequenz hat das in diesem Schirmbild dargestellte Signal?ab Klasse E

Ein Oszilloskopschirm mit Gitternetz, sieben Felder in der Waagerechten und sechs in der Senkrechten. Links am Rand steht die senkrechte Ablenkung „10 mV/Div.", unten rechts die waagerechte „0,03 µs/Div.". Aufgezeichnet ist eine kräftige Sinuslinie. Sie beginnt am linken Rand auf der Mittellinie im Anstieg, erreicht ihren Höchstwert genau über dem ersten Gitterstrich, geht beim zweiten durch null, hat ihren tiefsten Punkt beim dritten und den nächsten Höchstwert beim fünften Gitterstrich. Zwischen den beiden Spitzen liegen also genau vier Felder.
  1. 833 kHz
  2. 8,33 kHz
  3. 8,33 MHz
  4. 83,3 MHz
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist C: 8,33 MHz

Lösungsweg:

  1. Eine Periode im Bild: von Spitze zu Spitze 4 Felder
  2. Zeit je Feld 0,03 µs, also T = 4 · 0,03 µs = 0,12 µs
  3. In Sekunden: T = 0,12 µs = 0,00000012 s
  4. f = 1 / T = 1 / 0,00000012 s = 8 333 000 Hz, also 8,33 MHz

Kniff: Abgelesen wird nicht die halbe Welle, sondern die Zeit für eine ganze Periode: der Abstand von Spitze zu Spitze oder von Nulldurchgang zu gleichsinnigem Nulldurchgang. Hier sind das vier Felder, nicht zwei und nicht acht. Diese vier Felder mit dem Zeitmaßstab je Feld malnehmen, dann den Kehrwert bilden. Der häufigste Fehler steckt nicht in der Kästchenzahl, sondern in der Vorsilbe: 0,03 µs sind 0,00000003 s, und ein verrutschtes Komma verschiebt die Frequenz gleich um den Faktor 10 oder 1000. Die Angabe 10 mV/Div. links betrifft die Höhe und wird für die Frequenz nicht gebraucht.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 833 kHz – Gerechnet mit 0,3 µs je Feld statt 0,03 µs: T = 4 · 0,3 µs = 1,2 µs, f = 1 / 1,2 µs = 833 kHz. Im Zeitmaßstab ist das Komma um eine Stelle verrutscht, das Ergebnis ist um den Faktor 10 zu klein.
  • 8,33 kHz – Die Felder sind richtig gezählt, aber µs als ms gelesen: T = 4 · 0,03 ms = 0,12 ms, f = 1 / 0,00012 s = 8,33 kHz. Faktor 1000 zu klein.
  • 83,3 MHz – Derselbe Kommafehler in die andere Richtung: mit 0,003 µs je Feld wird T = 0,012 µs und f = 83,3 MHz. Faktor 10 zu groß.

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Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.