Abschnitt 4.2.3 · Elektrizitäts-, Elektromagnetismus- und Funktheorie · Technische Kenntnisse Klasse E. 16 Fragen, jede mit Erklärung.
Auf dieser Seite stehen alle 16 Prüfungsfragen zum Thema Elektromagnetisches Feld (Kapitel „Elektrizitäts-, Elektromagnetismus- und Funktheorie“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.
Die Funkwelle: Geschwindigkeit, Wellenlänge, Polarisation
Eine Funkwelle läuft im Freiraum immer gleich schnell: mit Lichtgeschwindigkeit, rund 300 000 km/s, also 300 000 000 m/s. Diese Zahl ändert sich nicht mit der Frequenz, der Leistung oder der Antenne — sie ist eine Naturkonstante. Und weil sie fest ist, hängen Wellenlänge und Frequenz zwangsläufig zusammen: in einer Sekunde legt die Welle 300 000 km zurück, und in dieser Strecke liegen genau f Schwingungen. Also ist die Wellenlänge die Strecke geteilt durch die Anzahl, λ = c/f, und umgestellt f = c/λ. Für die Prüfung lohnt die bequeme Form: λ in Meter ist 300 geteilt durch f in MHz. Damit rechnet man in einer Zeile: 300/144 = 2,08 m, 300/433,5 = 0,69 m, und umgekehrt 300/2,08 = 144 MHz. Daran hängen auch die Bandnamen — das 2-m-Band liegt bei 144 MHz, das 70-cm-Band bei 433 MHz. Die Polarisation ist die Richtung, in der das elektrische Feld der Welle schwingt, und sie wird von der Antenne vorgegeben: ein waagerechter Dipol strahlt waagerecht polarisiert, ein senkrechter senkrecht. Man unterscheidet horizontal, vertikal sowie links- und rechtszirkular. Wichtig ist das, weil die Empfangsantenne nur das aufnimmt, was in ihrer eigenen Richtung schwingt: stehen Sende- und Empfangsantenne gekreuzt, geht ein großer Teil des Signals verloren. Deshalb funkt man auf UKW über Relais senkrecht polarisiert (Handfunkgeräte haben senkrechte Antennen) und im Weitverkehr über Yagi-Antennen meist waagerecht — man muss nur wissen, was der andere benutzt. In der Klasse E kommt der Grund dazu, warum es diese Welle überhaupt gibt. Ein Feld entsteht nicht durch Strom, sondern durch VERÄNDERLICHEN Strom: ein konstanter Gleichstrom hat ein Magnetfeld, aber er strahlt nicht. Verändert sich der Strom, erzeugt das wechselnde Magnetfeld ein elektrisches Feld, dieses wieder ein magnetisches, und so schaukelt sich das Paar in den Raum hinaus — deshalb braucht eine Funkwelle kein Medium und kommt durch das Vakuum. Aus dieser Wechselwirkung folgt die Geometrie: im Fernfeld stehen E-Feld, H-Feld und Ausbreitungsrichtung alle drei rechtwinklig zueinander, E und H also im Winkel von 90 Grad. Und weil beide Felder vorhanden sind, muss verabredet werden, welches die Polarisation angibt — es ist das ELEKTRISCHE. Beim Rechnen ändert sich nichts, nur die Bänder werden länger und kürzer: 300 geteilt durch 1,84 ergibt 163 m, und bei Gigahertz lohnt es, erst die Millimeter in Meter zu bringen — 30 mm sind 0,03 m, und 300 geteilt durch 0,03 sind 10 000 MHz, also 10 GHz.
Ausbreitungsgeschwindigkeit
etwa 300 000 km/s
Lichtgeschwindigkeit c. Nicht 3000, nicht 30 000, nicht 3 000 000.
In Meter je Sekunde
etwa 300 000 000 m/s
3 mal 10 hoch 8.
Wellenlänge
λ = c / f
Bequem: λ in m = 300 / f in MHz
Frequenz
f = c / λ
Bequem: f in MHz = 300 / λ in m
2,08 m
144 MHz
300 / 2,08 = 144
433,5 MHz
0,69 m
300 / 433,5 = 0,692 — also 69 cm, daher der Bandname 70 cm.
Polarisation
Schwingungsrichtung des E-Feldes
Von der Antenne vorgegeben.
Welche es gibt
horizontal, vertikal, links- und rechtszirkular
Nicht longitudinal, nicht koaxial, nicht kohärent.
Warum beachten
gleiche Polarisation, wenig Verlust
Gekreuzt geht viel Signal verloren.
Praxis UKW-Relais
vertikal
Handfunkgeräte haben senkrechte Antennen.
Wodurch ein Feld entsteht
zeitlich veränderlicher Strom
Ein konstanter Strom strahlt nicht.
Wie sie sich ausbreitet
Wechselwirkung von E- und H-Feld
Jedes erzeugt das andere neu — deshalb braucht sie kein Medium.
Winkel zwischen E und H
90 Grad
Im Fernfeld bei Freiraumausbreitung.
Im Fernfeld
E, H und Richtung rechtwinklig
Alle drei stehen senkrecht zueinander.
Polarisation bestimmt
die Richtung des E-Feldes
Der Vektor des elektrischen Feldes, nicht des magnetischen.
1,84 MHz
163 m
300 / 1,84
21 MHz
14,29 m
300 / 21
28,5 MHz
10,5 m
Daher der Bandname 10 m.
80,0 m
3,75 MHz
300 / 80
30 mm
10 GHz
0,03 m — bei GHz erst in Meter umrechnen.
10 cm
3 GHz
0,1 m
Merken: Licht ist 300 000 km/s, und daraus folgt alles: λ in Meter gleich 300 geteilt durch die Frequenz in MHz. 144 MHz sind 2,08 m, 433,5 MHz sind 0,69 m. Die Polarisation kommt von der Antenne und muss auf beiden Seiten gleich sein, sonst geht Signal verloren. Neu in der Klasse E: gestrahlt wird nur von VERÄNDERLICHEM Strom, E und H erzeugen sich gegenseitig, und im Fernfeld stehen E, H und Richtung rechtwinklig zueinander. Die Polarisation gibt immer das elektrische Feld an.
EB301Wodurch entsteht ein elektromagnetisches Feld beispielsweise?ab Klasse E
Ein elektromagnetisches Feld entsteht, wenn eine zeitlich konstante Spannung an einem elektrischen Isolator anliegt.
Ein elektromagnetisches Feld entsteht, wenn eine zeitlich konstante Spannung an einem elektrischen Leiter anliegt.
Ein elektromagnetisches Feld entsteht, wenn ein zeitlich konstanter Strom durch einen elektrischen Leiter fließt.
Ein elektromagnetisches Feld entsteht, wenn ein zeitlich veränderlicher Strom durch einen elektrischen Leiter fließt.
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Richtig ist D: Ein elektromagnetisches Feld entsteht, wenn ein zeitlich veränderlicher Strom durch einen elektrischen Leiter fließt.
Kniff: Die vier Antworten sind gleich gebaut und unterscheiden sich nur in zwei Wörtern: Strom oder Spannung, konstant oder veränderlich. Streiche alles, was „konstant“ enthält, und von den beiden Resten bleibt der Strom durch den Leiter.
Warum die anderen nicht stimmen:
Ein elektromagnetisches Feld entsteht, wenn eine zeitlich konstante Spannung an einem elektrischen Isolator anliegt. – Am Isolator fließt kein Strom, und eine konstante Spannung ergibt ein unveränderliches elektrisches Feld; gestrahlt wird davon nichts.
Ein elektromagnetisches Feld entsteht, wenn eine zeitlich konstante Spannung an einem elektrischen Leiter anliegt. – Auch hier fehlt die Änderung: eine konstante Spannung erzeugt einen gleichbleibenden Zustand, und ein gleichbleibender Zustand strahlt nicht.
Ein elektromagnetisches Feld entsteht, wenn ein zeitlich konstanter Strom durch einen elektrischen Leiter fließt. – Diese Antwort steht dem richtigen Satz am nächsten und unterscheidet sich nur im Wort „konstant“: ein konstanter Strom hat ein Magnetfeld, aber ein stehendes, aus dem keine Welle hervorgeht.
EB302Wie erfolgt die Ausbreitung einer elektromagnetischen Welle? Die Ausbreitung erfolgt ...ab Klasse E
nur über das elektrische Feld. Das magnetische Feld wirkt sich nur im Nahfeld aus.
durch die unabhängige Ausbreitung von elektrischem und magnetischem Feld.
durch eine Wechselwirkung zwischen elektrischem und magnetischem Feld.
nur über das magnetische Feld. Das elektrische Feld wirkt sich nur im Nahfeld aus.
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Richtig ist C: durch eine Wechselwirkung zwischen elektrischem und magnetischem Feld.
Kniff: Drei der vier Antworten trennen die beiden Felder voneinander: eines soll allein tragen oder beide sollen unabhängig laufen. Suche die Antwort, die sie aneinanderbindet.
Warum die anderen nicht stimmen:
nur über das elektrische Feld. Das magnetische Feld wirkt sich nur im Nahfeld aus. – Schneidet das magnetische Feld ab und verweist es ins Nahfeld; damit fehlt gerade das Feld, aus dem das elektrische immer wieder neu entsteht.
durch die unabhängige Ausbreitung von elektrischem und magnetischem Feld. – Das Wort, das diese Antwort falsch macht, ist „unabhängig“: die beiden Felder sind voneinander abhängig, eines erzeugt das andere.
nur über das magnetische Feld. Das elektrische Feld wirkt sich nur im Nahfeld aus. – Dieselbe Verkürzung mit getauschten Rollen; auch das elektrische Feld wirkt im Fernfeld und nicht nur in der Nähe der Antenne.
EB303Der Winkel zwischen den elektrischen und magnetischen Feldkomponenten eines elektromagnetischen Feldes beträgt bei Freiraumausbreitung im Fernfeld ...ab Klasse E
360°.
90°.
180°.
45°.
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Richtig ist B: 90°.
Kniff: Gesucht ist der Winkel, der „senkrecht“ bedeutet, und das ist nur einer. Prüfe die anderen Angaben daran, welche Lage sie beschreiben: 180 Grad und 360 Grad liegen beide auf derselben Geraden.
Warum die anderen nicht stimmen:
360°. – 360 Grad ist eine volle Umdrehung und damit gar keine Verdrehung; die beiden Felder lägen in derselben Richtung.
180°. – 180 Grad bedeutet entgegengesetzt auf derselben Geraden; auch das ist parallel und nicht senkrecht.
45°. – 45 Grad ist ein Zwischenwert; die Geometrie im Fernfeld ist aber nicht halb schräg, sondern genau rechtwinklig.
EB304Welche Aussage trifft auf die elektromagnetische Ausstrahlung im ungestörten Fernfeld zu?ab Klasse E
Die Ausbreitungsrichtung befindet sich parallel zur E-Feldkomponente und verläuft senkrecht zur H-Feldkomponente.
Die E-Feldkomponente, die H-Feldkomponente und die Ausbreitungsrichtung stehen in einem rechten Winkel zueinander.
Die E-Feldkomponente und die H-Feldkomponente stehen in einem rechten Winkel zueinander. Die Ausbreitungsrichtung hat keine feste Beziehung dazu.
Die E-Feldkomponente und die H-Feldkomponente sind phasengleich und sind parallel zueinander. Die Ausbreitungsrichtung verläuft dazu in einem rechten Winkel.
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Richtig ist B: Die E-Feldkomponente, die H-Feldkomponente und die Ausbreitungsrichtung stehen in einem rechten Winkel zueinander.
Kniff: Drei Größen sind zu prüfen: E-Feld, H-Feld und Ausbreitungsrichtung. Eine Antwort ist nur dann richtig, wenn sie alle drei paarweise rechtwinklig stellt. Lies deshalb jeden Satz bis zum Ende, denn zwei Antworten beginnen richtig und kippen erst im zweiten Teil.
Warum die anderen nicht stimmen:
Die Ausbreitungsrichtung befindet sich parallel zur E-Feldkomponente und verläuft senkrecht zur H-Feldkomponente. – Die Ausbreitungsrichtung liegt nicht parallel zu einem der Felder, sondern senkrecht zu beiden.
Die E-Feldkomponente und die H-Feldkomponente stehen in einem rechten Winkel zueinander. Die Ausbreitungsrichtung hat keine feste Beziehung dazu. – Der erste Satz stimmt, der zweite nimmt ihn zurück: die Ausbreitungsrichtung ist festgelegt, sie steht senkrecht auf beiden Feldern.
Die E-Feldkomponente und die H-Feldkomponente sind phasengleich und sind parallel zueinander. Die Ausbreitungsrichtung verläuft dazu in einem rechten Winkel. – Das Wort, das diese Antwort umkippt, ist „parallel“: die beiden Felder stehen im rechten Winkel zueinander und nicht in derselben Richtung.
EB305Die Polarisation einer elektromagnetischen Welle ist durch die Richtung ...ab Klasse E
des magnetischen Nordpols (relativ zur Antenne) bestimmt.
des elektrischen Feldes (Vektor des E-Feldes) bestimmt.
der Ausbreitung (S-Vektor/Poynting-Vektor) bestimmt.
des unmittelbaren Nahfeldes (λ/4-Bereich) bestimmt.
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Richtig ist B: des elektrischen Feldes (Vektor des E-Feldes) bestimmt.
Kniff: Zwei Felder gehören zur Welle, und verabredet ist das elektrische. Alle drei falschen Antworten nennen etwas, das keine Schwingungsrichtung des E-Feldes ist — eine Himmelsrichtung, die Laufrichtung oder einen Ort.
Warum die anderen nicht stimmen:
des magnetischen Nordpols (relativ zur Antenne) bestimmt. – Der magnetische Nordpol ist eine Richtung des Erdfeldes; die Polarisation gehört zur Welle und wird von der Antenne vorgegeben.
der Ausbreitung (S-Vektor/Poynting-Vektor) bestimmt. – Der Poynting-Vektor zeigt in die Ausbreitungsrichtung, und die steht senkrecht zu beiden Feldern; sie kann deshalb keine Schwingungsrichtung angeben.
des unmittelbaren Nahfeldes (λ/4-Bereich) bestimmt. – Das Nahfeld ist ein Bereich um die Antenne, also ein Ort und keine Richtung; die Polarisation gilt für die abgestrahlte Welle.
EB306Das folgende Bild zeigt eine Momentaufnahme eines elektromagnetischen Feldes. Welche Polarisation hat die skizzierte Welle?ab Klasse E
Rechtszirkulare Polarisation
Linkszirkulare Polarisation
Horizontale Polarisation
Vertikale Polarisation
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Richtig ist C: Horizontale Polarisation
Kniff: Die Polarisation wird immer am elektrischen Feld E abgelesen, nie am magnetischen H. E liegt hier flach, parallel zur Erde — das ist horizontal. Das H-Feld steht dabei zwangsläufig senkrecht dazu; wer sich am gestrichelten H orientiert, landet genau auf der falschen Antwort.
Warum die anderen nicht stimmen:
Vertikale Polarisation – Senkrecht steht in dieser Zeichnung das H-Feld, die gestrichelte Linie. Benannt wird die Polarisation aber nach E, und E liegt flach.
Rechtszirkulare Polarisation – Zirkular heißt: der E-Pfeil dreht sich beim Fortschreiten um die Ausbreitungsrichtung, die Spitzen bilden eine Schraubenlinie. Hier bleibt E immer in derselben waagerechten Ebene und wird nur größer und kleiner — eine glatte Sinuslinie ohne jede Drehung.
Linkszirkulare Polarisation – Dasselbe Gegenargument wie bei rechtszirkular: zwischen links und rechts könnte man nur wählen, wenn sich der E-Pfeil überhaupt drehte. Er schwingt hier in einer festen Ebene.
EB307Das folgende Bild zeigt eine Momentaufnahme eines elektromagnetischen Feldes. Welche Polarisation hat die skizzierte Welle?ab Klasse E
Rechtszirkulare Polarisation
Vertikale Polarisation
Horizontale Polarisation
Linkszirkulare Polarisation
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Richtig ist B: Vertikale Polarisation
Kniff: Die Polarisation wird immer nach der Richtung des elektrischen Feldes benannt, nie nach dem magnetischen. Man muss im Bild also zuerst das richtige Pfeilbündel heraussuchen: die senkrechten Pfeile heißen E, die waagerechten H. Senkrecht zur Erdfläche bedeutet vertikale Polarisation. Dass das Magnetfeld dabei waagerecht liegt, ist bei jeder vertikal polarisierten Welle so — die beiden Felder stehen immer im rechten Winkel zueinander.
Warum die anderen nicht stimmen:
Rechtszirkulare Polarisation – Zirkular heißt, dass der E-Pfeil beim Fortschreiten der Welle im Kreis herumläuft wie eine Schraube. Im Bild bleibt E immer in derselben senkrechten Ebene und ändert nur Länge und Vorzeichen. Für eine Drehrichtung wären zwei um 90 Grad versetzte Feldanteile nötig.
Horizontale Polarisation – Das ist die Verwechslung, auf die das Bild angelegt ist: die waagerechten Pfeile gehören zum Magnetfeld H, und nach dem wird nicht benannt. Horizontal polarisiert wäre die Welle erst, wenn die mit E beschrifteten Pfeile parallel zur Erdfläche lägen.
Linkszirkulare Polarisation – Wie bei der rechtszirkularen Antwort: im Bild dreht sich nichts. Eine Drehrichtung ließe sich an einer einzigen Momentaufnahme mit geraden, in einer Ebene liegenden Pfeilen gar nicht ablesen.
EB308Das folgende Bild zeigt eine Momentaufnahme eines elektromagnetischen Feldes. Welche Polarisation hat die skizzierte Welle?ab Klasse E
Zirkulare Polarisation
Horizontale Polarisation
Diagonale Polarisation
Vertikale Polarisation
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Richtig ist A: Zirkulare Polarisation
Kniff: Polarisation heißt: in welche Richtung zeigt der elektrische Feldvektor. Bei linearer Polarisation — horizontal oder vertikal — liegen alle E-Pfeile längs des Weges in einer einzigen Ebene und ändern nur ihre Länge; die Umhüllende wäre eine flache Sinuslinie in dieser Ebene. Hier bleibt die Pfeillänge gleich und die Richtung dreht sich weiter, die Umhüllende ist eine Schraubenlinie. Ein Vektor mit gleichbleibender Länge, dessen Spitze im Kreis läuft, bedeutet zirkulare Polarisation. Das eigentliche Merkmal im Bild ist also der Korkenzieher, nicht die Schräglage der Zeichnung.
Warum die anderen nicht stimmen:
Horizontale Polarisation – Dann müssten alle E-Pfeile waagerecht liegen, parallel zur grauen Erdfläche, und nur ihre Länge wechseln. Im Bild zeigen sie abwechselnd zur Seite, nach unten und nach oben.
Diagonale Polarisation – Auch bei einer schräg liegenden linearen Polarisation bliebe die Ebene fest, nur eben gekippt. Im Bild bleibt keine Ebene stehen, die Richtung läuft rundum. Gebräuchlich sind ohnehin die Bezeichnungen horizontal, vertikal und zirkular.
Vertikale Polarisation – Dann stünden alle E-Pfeile senkrecht. Senkrecht steht im Bild nur jeder vierte Pfeil, dazwischen liegen die waagerechten und die nach unten zeigenden. So sähe die Welle einer Vertikalantenne aus, diese hier nicht.
EB309Die Polarisation des Sendesignals in der Hauptstrahlrichtung dieser Richtantenne ist ...ab Klasse E
vertikal.
linksdrehend.
horizontal.
rechtsdrehend.
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Richtig ist C: horizontal.
Kniff: Die Polarisation ergibt sich aus der Lage der strahlenden Elemente, nicht aus der Lage des Mastes. Der Mast trägt nur. Die Elemente und der gespeiste Faltdipol liegen waagerecht, also schwingt auch das elektrische Feld waagerecht.
Warum die anderen nicht stimmen:
vertikal. – Senkrecht steht in der Zeichnung nur der Mast, und der strahlt nicht. Die Elemente, auf die es ankommt, liegen quer dazu, also waagerecht.
linksdrehend. – Drehende (zirkulare) Polarisation braucht zwei gekreuzte Elementsätze, die um 90 Grad phasenversetzt gespeist werden. Hier liegen alle Elemente in einer Ebene, und es gibt einen einzigen Speisepunkt.
rechtsdrehend. – Gleiches Gegenargument: für eine Drehung fehlt das zweite, um 90 Grad gedrehte und phasenversetzt gespeiste Element. Gezeichnet ist eine gewöhnliche Yagi mit einem Speisepunkt.
EB310Die Polarisation des Sendesignals in der Hauptstrahlrichtung dieser Richtantenne ist ...ab Klasse E
linksdrehend.
vertikal.
horizontal.
rechtsdrehend.
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Richtig ist B: vertikal.
Kniff: Die Polarisation steckt nicht in der Bauform der Antenne, sondern allein in der Lage der Elemente. Hier stehen sie senkrecht, also ist das Sendesignal vertikal polarisiert. Die Hauptstrahlrichtung ändert daran nichts: sie zeigt nach links, vom langen Reflektor weg über die kürzer werdenden Direktoren hinaus, und liegt damit längs des Tragarms — quer zu den Elementen. Die Zeichnung verleitet dazu, den waagerechten Tragarm oder den Mast für die maßgebliche Richtung zu nehmen; maßgeblich ist der Stab, der gespeist wird.
Warum die anderen nicht stimmen:
linksdrehend. – Drehende (zirkulare) Polarisation braucht zwei gekreuzte Elementgruppen, die um 90 Grad versetzt gespeist werden — typisch die Kreuz-Yagi. Hier liegen alle Elemente in einer Ebene und werden aus einem Speisepunkt versorgt, da dreht sich nichts.
horizontal. – Das wäre die Antwort, wenn die Elemente waagerecht lägen. Waagerecht ist im Bild aber nur der Tragarm, und der trägt kein Signal. Dieselbe Antenne um 90 Grad um den Tragarm gedreht wäre horizontal polarisiert.
rechtsdrehend. – Wie bei linksdrehend: es gibt kein zweites, um 90 Grad versetztes Elementsystem. An einer einfachen Yagi mit Elementen in einer Ebene ist die Polarisation immer linear.
EB311Welcher Wellenlänge λ entspricht in etwa die Frequenz 1,84 MHz im Freiraum?ab Klasse E
61,3 m
316 m
163 m
6,13 m
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Richtig ist C: 163 m
Lösungsweg:
Gesucht ist die Wellenlänge: λ in m = 300 / f in MHz
Einheit prüfen: 1,84 steht schon in MHz, keine Umrechnung nötig
Einsetzen: 300 / 1,84 = 163,0
Gerundet sind das 163 m
Kniff: Schätze zuerst die Größenordnung: 300 geteilt durch knapp 2 muss etwas über 150 ergeben, und das trifft nur auf eine Antwort zu. Genau gerechnet sind 300 / 1,84 = 163,0, also rund 163 m.
Warum die anderen nicht stimmen:
61,3 m – Hier steht der Bruch auf dem Kopf: 1,84 / 300 ergibt 0,00613, und mit verschobenem Komma wird daraus 61,3. Die Probe entscheidet, denn zu 61,3 m gehören nach 300 / 61,3 rund 4,9 MHz.
316 m – Fast das Doppelte des richtigen Werts, mit denselben Ziffern in anderer Reihenfolge. Rückwärts gerechnet gehören zu 316 m nach 300 / 316 rund 0,95 MHz und nicht 1,84 MHz.
6,13 m – Dieselbe umgedrehte Rechnung, hier mit falscher Einheit: 1,84 / 300 sind 0,00613 m, also 6,13 Millimeter und nicht 6,13 Meter. Bei 1,84 MHz liegt die Wellenlänge im Bereich von hundert Metern.
EB312Welcher Wellenlänge λ entspricht in etwa die Frequenz f = 21 MHz?ab Klasse E
6,43 m
12,86 m
14,29 m
7,15 m
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Richtig ist C: 14,29 m
Lösungsweg:
Gesucht ist die Wellenlänge: λ in m = 300 / f in MHz
Einheit prüfen: 21 steht schon in MHz, keine Umrechnung nötig
Einsetzen: 300 / 21 = 14,2857
Gerundet sind das 14,29 m
Kniff: Eine Zeile genügt: 300 / 21 = 14,29 m. Alle drei falschen Zahlen sind kleiner als das Ergebnis, dort ist also irgendwo halbiert oder verkürzt worden. Die Gegenprobe 300 / 14,29 führt wieder auf 21 zurück.
Warum die anderen nicht stimmen:
6,43 m – Das sind 0,45 · 14,29 m, also gleich zwei Fehler übereinander: halbiert und dazu um ein Zehntel verkürzt. Die Probe: zu 6,43 m gehören nach 300 / 6,43 rund 47 MHz.
12,86 m – Ein Zehntel zu kurz, denn 12,86 m sind 0,9 · 14,29 m. Rückwärts gerechnet ergibt 300 / 12,86 rund 23,3 MHz und nicht 21 MHz.
7,15 m – Das ist die halbe Wellenlänge: 14,29 m geteilt durch 2 ergibt 7,14 m. Gefragt ist λ selbst und nicht die Hälfte davon.
EB313Welcher Wellenlänge λ entspricht in etwa die Frequenz 28,5 MHz im Freiraum?ab Klasse E
15,0 m
9,49 cm
10,5 m
9,49 m
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist C: 10,5 m
Lösungsweg:
Gesucht ist die Wellenlänge: λ in m = 300 / f in MHz
Einheit prüfen: 28,5 steht schon in MHz, keine Umrechnung nötig
Einsetzen: 300 / 28,5 = 10,526
Gerundet sind das 10,5 m
Kniff: 300 / 28,5 ergibt 10,53, also rund 10,5 m — daher heißt das Band 10 m. Diese Nähe zum Bandnamen ist der schnellste Prüfstein. Achte außerdem auf die Einheit, denn eine der Antworten steht in Zentimetern.
Warum die anderen nicht stimmen:
15,0 m – Zu 15,0 m gehören nach 300 / 15 genau 20 MHz. Da 28,5 MHz höher liegt als 20 MHz, muss die Wellenlänge kürzer sein als 15 m und nicht länger.
9,49 cm – Die Einheit ist um den Faktor 100 daneben: 9,49 cm sind 0,0949 m, und dazu gehörten nach 300 / 0,0949 über 3000 MHz. Bei 28,5 MHz liegt die Wellenlänge im Meterbereich.
9,49 m – Rund ein Zehntel zu kurz; die Probe 300 / 9,49 ergibt 31,6 MHz statt 28,5 MHz. Zu dieser Zahl führt keine der üblichen Verwechslungen — eine Blindantwort.
EB314Welcher Frequenz f entspricht in etwa eine Wellenlänge von 80,0 m im Freiraum?ab Klasse E
3,75 MHz
3,56 MHz
3,57 MHz
3,65 MHz
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: 3,75 MHz
Lösungsweg:
Gesucht ist die Frequenz: f in MHz = 300 / λ in m
Einheit prüfen: 80,0 m steht schon in Meter, keine Umrechnung nötig
Einsetzen: 300 / 80,0 = 3,75 MHz
Kniff: Diesmal ist die Wellenlänge gegeben, gesucht ist die Frequenz: 300 / 80,0 = 3,75 MHz. Die drei falschen Zahlen liegen dicht darunter, Raten hilft hier also nicht. Teile jede angebotene Zahl in 300, dann siehst du sofort, welche Wellenlänge zu ihr gehören würde.
Warum die anderen nicht stimmen:
3,56 MHz – Die Probe schlägt an: 300 / 3,56 ergibt 84,3 m, also gut vier Meter zu lang. Zu dieser Zahl führt keine der üblichen Verwechslungen — eine Blindantwort.
3,57 MHz – Auch diese Zahl hält die Probe nicht aus: 300 / 3,57 ergibt 84,0 m. Von der 3,56 MHz unterscheidet sie sich nur in der letzten Stelle, und beide bleiben unter den gesuchten 3,75 MHz.
3,65 MHz – Hier weicht nur die erste Stelle hinter dem Komma ab, 3,65 statt 3,75. Die Probe: 300 / 3,65 ergibt 82,2 m und damit nicht die gegebenen 80,0 m.
EB315Welche Frequenz entspricht in etwa einer Wellenlänge λ von 30 mm im Freiraum?ab Klasse E
100 GHz
1 GHz
10 GHz
100 MHz
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist C: 10 GHz
Lösungsweg:
Gesucht ist die Frequenz: f in MHz = 300 / λ in m
Millimeter in Meter bringen: 30 mm = 0,03 m
Einsetzen: 300 / 0,03 = 10 000 MHz
In Gigahertz umschreiben: 10 000 MHz = 10 GHz
Kniff: Die Falle sind die Millimeter: in die Formel gehören Meter, also erst 30 mm = 0,03 m. Dann ist 300 / 0,03 = 10 000 MHz, und das sind 10 GHz. Wer die Umrechnung überspringt, verfehlt das Ergebnis um eine ganze Zehnerpotenz oder mehr.
Warum die anderen nicht stimmen:
100 GHz – Faktor 10 zu hoch: zu 100 GHz gehören nach 300 / 0,003 gerade 3 mm. Wer die 30 mm als 3 mm einsetzt, landet hier.
1 GHz – Faktor 10 zu niedrig: zu 1 GHz gehören 300 / 1000, also 0,3 m und damit 300 mm statt 30 mm.
100 MHz – Zu 100 MHz gehören nach 300 / 100 drei Meter, also das Hundertfache der gegebenen Länge; hier ist die Umrechnung um zwei Zehnerpotenzen verrutscht.
EB316Eine Wellenlänge λ von 10 cm im Freiraum entspricht in etwa einer Frequenz von ...ab Klasse E
1 GHz.
10 GHz.
3 GHz.
3 MHz.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist C: 3 GHz.
Lösungsweg:
Gesucht ist die Frequenz: f in MHz = 300 / λ in m
Zentimeter in Meter bringen: 10 cm = 0,1 m
Einsetzen: 300 / 0,1 = 3000 MHz
In Gigahertz umschreiben: 3000 MHz = 3 GHz
Kniff: Erst die Zentimeter in Meter bringen: 10 cm = 0,1 m. Dann ist 300 / 0,1 = 3000 MHz, also 3 GHz. Die 10 aus der Aufgabe steht in Zentimetern und ist kein Ergebnis in Gigahertz.
Warum die anderen nicht stimmen:
1 GHz. – Zu 1 GHz gehören 300 / 1000, also 0,3 m und damit 30 cm — die dreifache Länge der gegebenen 10 cm.
10 GHz. – 10 GHz gehören zu 0,03 m, also zu 3 cm. Wer die Zahl 10 aus der Angabe unverändert als Ergebnis übernimmt, landet hier.
3 MHz. – Die Ziffer stimmt, die Einheit nicht: 300 / 0,1 ergibt 3000 MHz, und das sind 3 GHz. Zu 3 MHz gehören 100 m.
Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.