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Sicherheit Klasse N

Abschnitt 3.11.3 · Elektromagnetische Verträglichkeit, Anwendung, Personen- und Sachschutz · Technische Kenntnisse Klasse N. 11 Fragen, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 11 Prüfungsfragen zum Thema Sicherheit (Kapitel „Elektromagnetische Verträglichkeit, Anwendung, Personen- und Sachschutz“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

▶ Diese 11 Fragen im Trainer üben

Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Elektrische Sicherheit, Akkus, Fahrzeug und Antennenbau

Gefährlich am Strom ist nicht die Spannung als Zahl, sondern der Strom, der durch den Körper FLIESST. Deshalb gibt es Schwellen, oberhalb derer eine Berührung lebensgefährlich werden kann: 50 V bei Wechselspannung, 120 V bei Gleichspannung. Dass Wechselspannung schon bei kleinerer Zahl gefährlicher ist, hat einen Grund: sie durchläuft fünfzig Perioden je Sekunde und wechselt dabei hundertmal die Richtung — das kann den Herzrhythmus aus dem Takt bringen. Aus dem Weg des Stroms folgt auch das Schadensbild, und es ist dreifach: die Durchströmung selbst (Verbrennungen, verkrampfte Muskeln, Herzrhythmusstörungen), der Störlichtbogen (eine Explosion aus Licht und geschmolzenem Metall, auch ohne Berührung) und der Sekundärunfall — der Sturz von der Leiter, weil man zurückschreckt. Und eine Regel, die Leben rettet: nach jedem Stromschlag zum Arzt, auch wenn man sich gut fühlt. Herzrhythmusstörungen und Kammerflimmern können noch viele Stunden später auftreten. Sicherungen sind der zweite Gedanke: sie schützen Leitung und Gerät, indem sie bei zu hohem Strom schmelzen. Also muss Ersatz denselben Stromwert UND dieselbe Auslösecharakteristik haben — eine stärkere Sicherung schützt nichts mehr, und eine Brücke aus Alufolie ist eine Brandstiftung. Akkus tragen viel Energie auf kleinem Raum; bei falscher Behandlung drohen Verbrennungen (Hitze, Brand), Verätzungen (Elektrolyt) und Vergiftungen (austretende Stoffe). Im Auto kommt eine Besonderheit hinzu: die Batterie hat nur 12 V, bei dieser Spannung droht keine Körperdurchströmung — aber sie kann einen sehr hohen Kurzschlussstrom liefern, und Lichtbogen, Knallgas und Elektrolyt treffen den Menschen trotzdem. Ein zu dünnes oder falsch abgesichertes Kabel wird deshalb zum Glühdraht — Lichtbogen und Fahrzeugbrand sind die reale Gefahr, nicht der Stromschlag. Beim Einbau gelten die Anweisungen des FAHRZEUGHERSTELLERS, denn er kennt Airbagleitungen und Steuergeräte; und das Antennenkabel wird nicht parallel zum Fahrzeugkabelbaum verlegt, damit sich Funk und Fahrzeugelektronik nicht gegenseitig beeinflussen. Funktechnisch gehört die Antenne in die Mitte des Metalldachs, weil sie dort ihr Gegengewicht rundum gleichmäßig hat. Und bei Außenantennen ist die eine Frage: was passiert, wenn sie umfällt? Nichts davon darf eine Energieversorgungsleitung berühren können.

Lebensgefahr ab50 V AC, 120 V DCWechselspannung ist schon bei kleinerer Zahl gefährlicher.
Größte GefährdungenDurchströmung, Störlichtbogen, SekundärunfallNicht das Auslösen der Sicherung.
Folgen der DurchströmungVerbrennungen, Muskelverkrampfungen, HerzrhythmusstörungenNicht Verbrühungen, nicht Muskelkater.
Nach einem Stromschlagimmer zum ArztKammerflimmern kann Stunden später auftreten.
Sicherung ersetzengleicher Stromwert, gleiche CharakteristikNie stärker, niemals überbrücken.
Gefahren bei AkkusVerbrennungen, Verätzungen, VergiftungenNicht bloß Leistungsverlust.
12-V-Kfz-BatterieLichtbogen und FahrzeugbrandBei 12 V droht kein Stromschlag durch den Körper — Lichtbogen, Knallgas, Säure und Brand gefährden Mensch und Fahrzeug trotzdem.
Einbau im KfzAnweisungen des Kfz-HerstellersSonst kann die Zulassung ungültig werden.
Antennenkabel im Kfznicht parallel zum KabelbaumMöglichst weit von der Fahrzeugverkabelung entfernt.
Beste Stelle für die AntenneMitte des MetalldachsGegengewicht rundum gleichmäßig.
Außenantennedarf keine Energieleitung erreichenAuch nicht umstürzend oder herabfallend.

Merken: 50 Volt Wechsel, 120 Volt Gleich — darüber kann Berühren tödlich sein. Nach jedem Stromschlag zum Arzt, auch wenn nichts wehtut. Sicherungen nur gleichwertig ersetzen. Im Auto ist nicht die Durchströmung die Gefahr, sondern der hohe Strom: Lichtbogen, Knallgas und Brand. Und eine Außenantenne darf im Umfallen keine Stromleitung erreichen.

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Die 11 Fragen

NK301Ab welcher Höhe kann das Berühren elektrischer Wechselspannung (AC) und elektrischer Gleichspannung (DC) für den erwachsenen Menschen lebensgefährlich sein?ab Klasse N

  1. 20 V (AC), 60 V (DC)
  2. 75 V (AC), 150 V (DC)
  3. 50 V (AC), 120 V (DC)
  4. 100 V (AC), 140 V (DC)
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Richtig ist C: 50 V (AC), 120 V (DC)

Kniff: Zwei Zahlen müssen gleichzeitig stimmen, und sie stehen in einem festen Paar: 50 V bei Wechselspannung, 120 V bei Gleichspannung. Prüfe erst den AC-Wert, damit bleibt nur noch eine Zeile übrig. Merke die Reihenfolge mit: die kleinere Zahl gehört zur Wechselspannung.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 20 V (AC), 60 V (DC) – Beide Werte sind zu niedrig angesetzt und stammen nicht aus dem Katalog; wer sie sich merkt, nennt in der Prüfung ein Paar, das es nicht gibt.
  • 75 V (AC), 150 V (DC) – Beide Werte liegen über den geltenden Schwellen, und das ist der gefährliche Irrtum: wer 75 V Wechselspannung noch für unbedenklich hält, hält eine Spannung für harmlos, bei der das Berühren schon lebensgefährlich sein kann.
  • 100 V (AC), 140 V (DC) – Hier schrumpft der Abstand zwischen AC und DC fast zusammen, obwohl der Wechselspannungswert deutlich niedriger liegen muss; zusätzlich sind beide Zahlen zu hoch.

Mehr dazu: Elektrische Sicherheit, Akkus, Fahrzeug und Antennenbau

NK302Die größten Gefährdungen durch elektrischen Strom sind insbesondere ...ab Klasse N

  1. elektrische Körperdurchströmung, Störlichtbogen, Sekundärunfälle
  2. Stromschlag, Kurzschluss, Auslösen von Sicherungen
  3. Lichtblitze, Stromspitzen, Folgeschäden durch Ohnmacht
  4. Stromunfälle, Spannungsabfälle, Unfälle durch Erschrecken
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Richtig ist A: elektrische Körperdurchströmung, Störlichtbogen, Sekundärunfälle

Kniff: Gefragt ist, was dem Menschen schadet, nicht was in der Anlage passiert. Genau drei Wege gibt es: der Strom durch den Körper, der Lichtbogen ohne Berührung, der Unfall nach dem Erschrecken. Jede Antwort, in der ein rein elektrisches Ereignis wie Kurzschluss, Spannungsabfall oder eine Schutzfunktion auftaucht, fällt damit weg.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Stromschlag, Kurzschluss, Auslösen von Sicherungen – Der Kurzschluss ist ein Ereignis in der Anlage und das Auslösen der Sicherung ist der Schutz, der gerade funktioniert hat; beides ist keine Gefährdung des Menschen.
  • Lichtblitze, Stromspitzen, Folgeschäden durch Ohnmacht – „Lichtblitze“ verharmlost den Störlichtbogen, bei dem geschmolzenes Metall wegspritzt, Stromspitzen sind ein Problem der Geräte, und die Ohnmacht ist nur ein Sonderfall des Sekundärunfalls statt seines Kerns.
  • Stromunfälle, Spannungsabfälle, Unfälle durch Erschrecken – „Stromunfälle“ ist der Oberbegriff und erklärt nichts, der Spannungsabfall ist eine normale Erscheinung an jeder Leitung, und nur der dritte Punkt trifft überhaupt zu.

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NK303Welche gefährlichen Folgen kann eine Körperdurchströmung mit elektrischem Strom verursachen?ab Klasse N

  1. Verkochungen, Muskelzucken, Herzasthma
  2. Verbrühungen, Muskelkater, Atembeschwerden
  3. Verbrennungen, Muskelverkrampfungen, Herzrhythmusstörungen
  4. Verätzungen, Muskelentzündungen, Herzklopfen
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Richtig ist C: Verbrennungen, Muskelverkrampfungen, Herzrhythmusstörungen

Kniff: Alle vier Zeilen sind nach demselben Muster gebaut: Hautschaden, Muskel, Herz. Gehe die drei Wörter einzeln durch, ein falsches genügt zum Ausschluss. Beim Hautschaden ist das Schlüsselwort Verbrennung, denn Hitze und Strom verbrennen; beim Muskel muss die Verkrampfung stehen, die das Loslassen verhindert; beim Herzen die Rhythmusstörung.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Verkochungen, Muskelzucken, Herzasthma – „Verkochung" ist nicht der Begriff, mit dem der Stromschaden benannt wird: Haut- und Gewebeschaden durch Strom heißt Verbrennung. Muskelzucken und Herzasthma sind zu harmlos für die tatsächlichen Befunde — gefährlich sind Muskelverkrampfungen und Herzrhythmusstörungen.
  • Verbrühungen, Muskelkater, Atembeschwerden – Eine Verbrühung kommt von heißem Wasser oder Dampf, beim Strom heißt der Schaden Verbrennung; Muskelkater kommt von Anstrengung, und die Rhythmusstörung des Herzens, auf die es ankommt, fehlt in dieser Antwort ganz.
  • Verätzungen, Muskelentzündungen, Herzklopfen – Eine Verätzung macht Chemie, also Säure oder Lauge, nicht der Strom; die Muskelentzündung ist ein entzündlicher Vorgang über Tage statt der akuten Verkrampfung, und „Herzklopfen“ benennt die gefährliche Herzrhythmusstörung nicht.

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NK304Welche Maßnahme ist nach einem Elektrounfall mit Körperdurchströmung (Stromschlag) zu ergreifen?ab Klasse N

  1. Personen, die einen Stromschlag erlitten haben, sind unverzüglich in eine stabile Seitenlage zu bringen.
  2. Bei Stromschlag mit Wechselstrom (AC) ist ein Arzt aufzusuchen, bei Stromschlag mit Gleichstrom (DC) ist kein Arzt erforderlich.
  3. Sofern sich die verunfallte Person gut fühlt, sind keine Maßnahmen erforderlich.
  4. Es ist ein Arzt aufzusuchen, da Herzrhythmusstörungen und Herzkammerflimmern auch noch viele Stunden nach einem Stromschlag auftreten können.
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Richtig ist D: Es ist ein Arzt aufzusuchen, da Herzrhythmusstörungen und Herzkammerflimmern auch noch viele Stunden nach einem Stromschlag auftreten können.

Kniff: Suche die Antwort, die ohne Bedingung zum Arzt führt. Alle anderen enthalten ein „wenn“: wenn die Person sich gut fühlt, wenn es Gleichstrom war, wenn man sie nur richtig hinlegt. Genau solche Einschränkungen sind hier der Fehler, denn die Gefahr zeigt sich erst später.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Personen, die einen Stromschlag erlitten haben, sind unverzüglich in eine stabile Seitenlage zu bringen. – Die stabile Seitenlage ist eine Maßnahme für bewusstlose Personen mit Atmung, nicht für jeden Stromunfall, und sie ist hier gefährlich, weil sie den Arzt ersetzt: eine ansprechbare Person wird hingelegt und danach als versorgt betrachtet.
  • Bei Stromschlag mit Wechselstrom (AC) ist ein Arzt aufzusuchen, bei Stromschlag mit Gleichstrom (DC) ist kein Arzt erforderlich. – Diese Antwort erfindet eine Ausnahme, die es nicht gibt, und ist deshalb gefährlich: nach jedem Stromschlag ist ein Arzt aufzusuchen, und wer bei Gleichstrom darauf verzichtet, lässt eine spätere Herzrhythmusstörung unbemerkt.
  • Sofern sich die verunfallte Person gut fühlt, sind keine Maßnahmen erforderlich. – Das gute Gefühl ist kein Beweis für einen unbeschädigten Herzrhythmus, und genau darin liegt die Gefahr: diese Antwort schickt den Verunfallten ohne Arzt in die Stunden, in denen Herzkammerflimmern noch einsetzen kann.

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NK305Feinsicherungen in den Versorgungszuleitungen elektrischer Geräte dienen dem Schutz des jeweiligen Gerätes oder Stromkreises bei Kurzschlüssen. Beim Ersatz einer durchgebrannten Sicherung ...ab Klasse N

  1. ist ein Ersatztyp mit bis zu fünffachem Auslösestrom erlaubt.
  2. sollte bei der Fehlersuche zum schnellen Auffinden des Fehlers die defekte Sicherung durch Aluminiumfolie überbrückt werden.
  3. ist ein Typ gleichen Stromwertes sowie gleicher Auslösecharakteristik einzusetzen.
  4. darf eine Porzellansicherung nicht durch eine Glassicherung ersetzt werden und umgekehrt.
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Richtig ist C: ist ein Typ gleichen Stromwertes sowie gleicher Auslösecharakteristik einzusetzen.

Kniff: Zwei Eigenschaften müssen übereinstimmen, nicht nur eine: der Stromwert und die Auslösecharakteristik. Prüfe jede Antwort daran, ob sie eine dieser beiden verändert oder den Schutz ganz aufhebt. Das Gehäuse aus Glas oder Porzellan ist nicht das Kriterium.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • ist ein Ersatztyp mit bis zu fünffachem Auslösestrom erlaubt. – Eine Sicherung mit fünffachem Auslösestrom schmilzt bei dem Strom nicht mehr, für den die Zuleitung ausgelegt ist, und schützt damit weder Gerät noch Leitung.
  • sollte bei der Fehlersuche zum schnellen Auffinden des Fehlers die defekte Sicherung durch Aluminiumfolie überbrückt werden. – Eine Brücke aus Aluminiumfolie hebt den Schutz vollständig auf: der Kurzschlussstrom fließt ungehindert weiter, die Zuleitung wird zum Glühdraht, und das ist unmittelbare Brandgefahr — Folie ersetzt nie eine Sicherung.
  • darf eine Porzellansicherung nicht durch eine Glassicherung ersetzt werden und umgekehrt. – Diese Antwort macht das Gehäusematerial zur Regel und verfehlt damit die beiden Eigenschaften, auf die es ankommt: gleicher Stromwert und gleiche Auslösecharakteristik.

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NK306Welche Gefahren drohen dem Anwender bei unsachgemäßem Umgang mit wiederaufladbaren Batterien?ab Klasse N

  1. Verätzungen, Spannungsschwankungen, Ruhestromanstieg
  2. Verbrennungen, Verätzungen, Vergiftungen
  3. Anstieg des Innenwiderstands, Spannungsschwankungen, Leistungsreduzierung
  4. Überstrom, Unterspannung, Leistungsreduzierung
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Richtig ist B: Verbrennungen, Verätzungen, Vergiftungen

Kniff: Gefragt ist die Gefahr für den Anwender, also ein Schaden an Mensch und Umgebung. Streiche jede Antwort, in der eine elektrische Größe oder eine Alterserscheinung des Akkus steht — Innenwiderstand, Spannungsschwankung, Leistungsverlust, Ruhestrom. Übrig bleibt die Zeile mit drei echten Verletzungsarten.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Verätzungen, Spannungsschwankungen, Ruhestromanstieg – Die Verätzung durch Elektrolyt trifft zu, aber Spannungsschwankung und Ruhestromanstieg sind Messwerte am Akku und keine Gefahr für den Menschen.
  • Anstieg des Innenwiderstands, Spannungsschwankungen, Leistungsreduzierung – Alle drei Punkte beschreiben einen müden, gealterten Akku; die Frage zielt aber nicht auf nachlassende Leistung, sondern auf Verletzungen.
  • Überstrom, Unterspannung, Leistungsreduzierung – Überstrom ist eine Ursache und keine Gefährdung, Unterspannung und Leistungsverlust sind Betriebszustände — genannt werden müssen die Folgen für den Anwender: Verbrennungen durch Hitze, Verätzungen durch Elektrolyt, Vergiftungen durch austretende Stoffe.

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NK307Welche Gefahren können beim unsachgemäßen Anschließen eines Funkgerätes an die 12 V-Batterie in einem Kraftfahrzeug entstehen?ab Klasse N

  1. Überlastung der Sendeendstufe im Funkgerät durch zu hohe Versorgungsspannung
  2. Keine, da 12 V-Gleichspannung aus der Kfz-Batterie für den Menschen ungefährlich ist
  3. Elektrischer Schock durch Überschläge aus der Zündspule
  4. Lichtbogen und Fahrzeugbrand
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Richtig ist D: Lichtbogen und Fahrzeugbrand

Kniff: Trenne zwei Fragen: Gefahr für den Menschen und Gefahr für das Fahrzeug. Bei 12 V droht keine Körperdurchströmung, aber die Batterie kann hunderte Ampere liefern. Suche deshalb die Antwort, die vom hohen Strom handelt, nicht von der Spannung.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Überlastung der Sendeendstufe im Funkgerät durch zu hohe Versorgungsspannung – Ein falsch angeschlossenes Kabel erhöht die Bordspannung nicht; die Gefahr liegt beim Strom, den die Batterie in ein zu dünnes oder falsch abgesichertes Kabel treibt, nicht bei einer zu hohen Spannung.
  • Keine, da 12 V-Gleichspannung aus der Kfz-Batterie für den Menschen ungefährlich ist – Der Satzanfang ist richtig, die Schlussfolgerung falsch: dass der Mensch bei 12 V nicht durchströmt wird, heißt nicht, dass keine Gefahr besteht — Lichtbogen und Fahrzeugbrand bleiben.
  • Elektrischer Schock durch Überschläge aus der Zündspule – Die Zündspule gehört zur Zündanlage des Motors und hat mit dem Anschluss des Funkgeräts an die Batterie nichts zu tun.

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NK308Damit die Zulassung eines Kraftfahrzeugs nicht ungültig wird, sind vor dem Einbau einer mobilen Sende-/Empfangseinrichtung grundsätzlich die Anweisungen ...ab Klasse N

  1. für den Einbau mobiler Sendeanlagen der Bundesnetzagentur einzuhalten.
  2. des Amateurfunkgeräte-Herstellers zu beachten.
  3. des Kfz-Herstellers zu beachten.
  4. des Kraftfahrt-Bundesamtes einzuhalten.
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Richtig ist C: des Kfz-Herstellers zu beachten.

Kniff: Achte auf das Ziel im Fragetext: die Zulassung des Fahrzeugs soll gültig bleiben. Damit entscheidet, wer für das Fahrzeug einsteht, nicht wer für den Funk zuständig ist. Suche also den Hersteller des Autos.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • für den Einbau mobiler Sendeanlagen der Bundesnetzagentur einzuhalten. – Die Bundesnetzagentur ist für den Funkbetrieb zuständig, nicht für die Zulassung eines Fahrzeugs, und sie gibt keine Einbauanweisung für ein bestimmtes Auto.
  • des Amateurfunkgeräte-Herstellers zu beachten. – Der Gerätehersteller kennt sein Funkgerät, aber nicht die Airbagleitungen und Steuergeräte dieses Fahrzeugs; seine Anleitung sichert die Zulassung des Autos nicht.
  • des Kraftfahrt-Bundesamtes einzuhalten. – Das Kraftfahrt-Bundesamt arbeitet mit Typgenehmigungen für Fahrzeugtypen, es liefert keine Anweisungen für den Einbau eines Funkgeräts in dein Fahrzeug.

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NK309Um eine Beeinflussung der Elektronik des Kraftfahrzeugs zu verhindern, sollte das Antennenkabel ...ab Klasse N

  1. über das Fahrzeugdach verlegt sein.
  2. entlang der Innenseite des Motorraumes verlegt werden.
  3. nicht parallel und möglichst weit von der Fahrzeugverkabelung entfernt verlegt werden.
  4. im Kabelbaum des Kraftfahrzeugs geführt werden.
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Richtig ist C: nicht parallel und möglichst weit von der Fahrzeugverkabelung entfernt verlegt werden.

Kniff: Frage bei jeder Antwort nur eines: bringt sie das Antennenkabel weiter von der Fahrzeugverkabelung weg oder näher heran? Nähe und paralleler Verlauf koppeln Funk und Fahrzeugelektronik am stärksten. Damit fällt jede Zeile, die das Kabel zu den Bordleitungen führt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • über das Fahrzeugdach verlegt sein. – Das Dach ist der Platz für die Antenne, nicht der Weg für das Kabel; zur eigentlichen Frage, wie weit das Kabel von der Fahrzeugverkabelung entfernt bleibt, sagt diese Antwort nichts.
  • entlang der Innenseite des Motorraumes verlegt werden. – Im Motorraum sitzen Zündanlage, Lichtmaschine und Steuergeräte mit ihren Leitungen — das Kabel landet damit genau dort, wo die Beeinflussung entsteht.
  • im Kabelbaum des Kraftfahrzeugs geführt werden. – Das ist das genaue Gegenteil der Forderung: im Kabelbaum liegt das Antennenkabel über eine lange Strecke parallel und dicht an den Bordleitungen.

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NK310Wo sollte aus funktechnischer Sicht eine mobile VHF-Antenne an einem PKW vorzugsweise installiert werden?ab Klasse N

  1. Auf der Mitte des Metalldaches
  2. Auf dem vorderen Kotflügel
  3. Auf der hinteren Stoßstange
  4. Auf dem Armaturenbrett
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Richtig ist A: Auf der Mitte des Metalldaches

Kniff: „Aus funktechnischer Sicht“ heißt: die Antenne braucht rundum gleich viel Metall unter sich und freie Sicht nach allen Seiten. Prüfe jeden Ort danach, ob metallische Fläche gleichmäßig in alle Richtungen reicht und nichts die Abstrahlung abschattet. Nur die Dachmitte erfüllt beides.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Auf dem vorderen Kotflügel – Am Kotflügel liegt Metall nur auf einer Seite, zur anderen fehlt es; das Gegengewicht ist einseitig und die Karosserie schattet nach hinten ab.
  • Auf der hinteren Stoßstange – Die Stoßstange sitzt tief, ist oft aus Kunststoff und wird vom ganzen Fahrzeugaufbau überragt — die Abstrahlung nach vorn und oben ist verdeckt.
  • Auf dem Armaturenbrett – Dort steht die Antenne innerhalb der Fahrgastzelle, unter dem Metalldach: das Dach schirmt nach oben ab, statt als Gegengewicht zu dienen.

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NK311Was ist bei der Installation von Außenantennen insbesondere zu beachten?ab Klasse N

  1. Für die Antenne muss eine Sturmversicherung abgeschlossen werden.
  2. An der Antenne müssen die Kontaktdaten des Betreibers erkennbar angebracht sein.
  3. Zu benachbarten Energieversorgungsleitungen ist ein seitlicher Abstand von 8 m einzuhalten.
  4. Im Falle einer Beschädigung dürfen umstürzende oder herabfallende Teile und Leitungen keine Energieversorgungsleitungen berühren.
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Richtig ist D: Im Falle einer Beschädigung dürfen umstürzende oder herabfallende Teile und Leitungen keine Energieversorgungsleitungen berühren.

Kniff: Die Forderung ist keine Maßangabe, sondern eine Bedingung für den Schadensfall: was passiert, wenn die Antenne bricht oder umstürzt? Nichts davon darf dann eine Energieversorgungsleitung berühren können. Antworten mit Metern, Papieren oder Beschriftungen beantworten eine andere Frage.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Für die Antenne muss eine Sturmversicherung abgeschlossen werden. – Eine Versicherung regelt, wer den Schaden bezahlt, und verhindert keinen Kontakt mit einer Stromleitung; sie ist keine Sicherheitsmaßnahme beim Aufbau.
  • An der Antenne müssen die Kontaktdaten des Betreibers erkennbar angebracht sein. – Diese Kennzeichnungspflicht gibt es hier nicht, und selbst ein Schild an der Antenne änderte nichts daran, wohin die Teile im Schadensfall fallen.
  • Zu benachbarten Energieversorgungsleitungen ist ein seitlicher Abstand von 8 m einzuhalten. – Die 8 m sind eine erfundene Zahl, die so nicht gefordert wird; verlangt wird keine Meterangabe, sondern dass im Schadensfall keine umstürzenden oder herabfallenden Teile und Leitungen eine Energieversorgungsleitung berühren können.

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Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.