Abschnitt 4.6.3 · Sender und Empfänger · Technische Kenntnisse Klasse E. 10 Fragen, jede mit Erklärung.
Auf dieser Seite stehen alle 10 Prüfungsfragen zum Thema Sender und Senderstufen (Kapitel „Sender und Empfänger“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.
Die Frequenz eines LC-Oszillators wird von einer Spule und einem Kondensator bestimmt, die zusammen einen Schwingkreis bilden. Der Schwingkreis ist nicht ein Filter hinter dem Oszillator, sondern das frequenzbestimmende Glied IM Oszillator — darauf zielt die erste Verwechslung: nicht gefiltert, sondern bestimmt. Beim Quarzoszillator steht an dieser Stelle ein Quarz, und auch er bestimmt die Frequenz; er filtert sie nicht und verstärkt sie nicht. Der eine Satz, aus dem alles Weitere folgt: die Frequenz ist dem Produkt L · C UMGEKEHRT proportional. Größer werdendes L oder C heißt also niedrigere Frequenz, kleiner werdendes L oder C heißt höhere Frequenz. Damit sind alle Temperaturfragen ohne Rechnen erledigt, ganz gleich, ob sich die Kapazität oder die Induktivität ändert. Wird der Wert bei zunehmender Temperatur größer, sinkt die Frequenz; wird er kleiner, steigt sie. Welches der beiden Bauteile sich ändert, spielt keine Rolle — nur die Richtung. Ebenso wichtig ist, was NICHT passiert. Die Schwingung reißt nicht ab: ein etwas anderes L oder C verstimmt den Kreis, es zerstört ihn nicht, der Oszillator schwingt weiter, nur auf einer anderen Frequenz. Stabil bleibt die Frequenz auch nicht, denn genau darum geht die Frage. Und was sich ändert, ist die FREQUENZ, nicht die Amplitude. Daraus folgt, was ein VFO unter schwankender Temperatur tut. Temperatur ändert sich langsam, also ändert sich auch die Frequenz langsam. Sie springt nicht zwischen Werten hin und her, und die Amplitude ist nicht das Betroffene. Daraus folgt auch der Vorteil des Quarzes: er ist ein mechanischer Schwinger und deshalb weit weniger temperaturabhängig als eine Spule mit einem Kondensator. Sein Vorteil ist die bessere Frequenzstabilität — nicht ein größerer Abstimmbereich und nicht eine breitere Resonanzkurve. Genau darum muss der Lokaloszillator eines Transverters temperaturstabilisiert oder an ein höherwertiges Frequenznormal gebunden sein. Wird seine Frequenz für die Sendefrequenz vervielfacht, dann vervielfacht sich die Abweichung mit. Aus einer kleinen Ablage unten wird oben eine große, und für SSB-Betrieb wäre sie zu groß.
LC-Oszillator
Frequenz von Spule und Kondensator bestimmt
Der Schwingkreis ist das frequenzbestimmende Glied, kein Tiefpass und kein Hochpass.
Grundsatz
Frequenz umgekehrt proportional zum Produkt L · C
Der ganze Schlüssel zu den vier Temperaturfragen.
Kapazität wird größer
Frequenz wird niedriger
Bei zunehmender Temperatur.
Kapazität wird kleiner
Frequenz wird höher
Induktivität wird größer
Frequenz wird niedriger
Dasselbe Gesetz, anderes Bauteil.
Induktivität wird kleiner
Frequenz wird höher
Reißt die Schwingung ab?
nein
Ein verstimmter Kreis schwingt weiter. Und stabil bleibt die Frequenz auch nicht.
Was sich ändert
die Frequenz, nicht die Amplitude
Quarzoszillator
Frequenz durch einen Quarz bestimmt
Nicht gefiltert, nicht verstärkt.
Vorteil des Quarzes
bessere Frequenzstabilität
Nicht größerer Abstimmbereich, nicht breitere Resonanzkurve, nicht Freiheit von Oberschwingungen.
VFO bei Temperaturschwankung
Frequenz ändert sich langsam
Kein schnelles Springen, und die Amplitude ist nicht betroffen.
Oszillatorfrequenz wird vervielfacht
Abweichung vervielfacht sich mit
Für SSB-Betrieb wäre sie dann zu groß.
Abhilfe dort
temperaturstabilisieren oder Frequenznormal
So beim Lokaloszillator eines Transverters für 2,4 GHz Uplink.
Merken: Im LC-Oszillator bestimmen Spule und Kondensator die Frequenz, im Quarzoszillator der Quarz — bestimmen, nicht filtern und nicht verstärken. Die Frequenz ist dem Produkt L · C umgekehrt proportional: größer werdendes L oder C heißt niedrigere Frequenz, kleiner werdendes heißt höhere. Abreißen tut die Schwingung dabei nicht, und die Amplitude bleibt. Ein VFO läuft unter schwankender Temperatur deshalb langsam weg, der Quarz ist stabiler. Und wo die Oszillatorfrequenz vervielfacht wird, vervielfacht sich die Abweichung mit.
Bei SSB steckt die Nachricht in der HÜLLKURVE. Die Sprache formt die Amplitude des Signals, und allein die Form dieser Amplitude trägt die Information. Daraus folgt die eine Forderung, aus der auf diesem Blatt fast alles kommt: jede Stufe im Sendezweig muss die Hüllkurve unverzerrt weitergeben, sie muss LINEAR sein. Deshalb ist die Ausgangsstufe eines SSB-Senders als linearer Verstärker aufgebaut und nicht als Begrenzer und nicht als Vervielfacher — ein Begrenzer schnitte die Spitzen der Hüllkurve ab, ein Vervielfacher ließe von ihr gar nichts übrig. Aus derselben Forderung folgt, WIE man die Leistung angibt. Ein SSB-Signal hat keinen ruhenden Träger, seine Amplitude schwankt mit der Sprache. Die sinnvolle Zahl ist deshalb die Leistung in der Hüllkurvenspitze, die PEP. Gemessen wird sie unmittelbar am Senderausgang und bei Ein- oder Zweitonaussteuerung; mit unmoduliertem Träger ginge es nicht, weil es bei SSB keinen gibt. Am Senderausgang, und zwar bevor das Signal Zusatzgeräte wie einen Antennentuner durchläuft — genau das ist die Ausgangsleistung. Sie ist weder die Summe noch die Differenz aus vorlaufender und rücklaufender Leistung; das sind Größen der Leitung, nicht des Senders. Und der Grundfehler folgt auch daraus: Übersteuerung. Wer mehr hineingibt, als die Stufe linear verarbeiten kann, verlässt den linearen Bereich, und die Folge ist ein hoher Anteil an Nebenaussendungen. Genau darum sitzen zwei Regelungen im Sendezweig. Die ALC senkt bei zu starkem NF-Signal die Amplitude im Sendezweig VOR dem Leistungsverstärker; sie senkt, sie hebt nicht an, und sie greift nicht im Empfangsteil ein — das tut die AGC. Der Dynamic Compressor arbeitet am anderen Ende und hebt leise Sprachanteile gegenüber den lauten etwas an. Darum geht es auch beim Arbeitspunkt der Endstufe: er legt fest, ob die Stufe überhaupt linear arbeitet, und deshalb ist nach dem Neujustieren auf Oberwellen zu prüfen, nicht erst dann, wenn jemand Splatter meldet. Die Verwechslung, in die man tappt: ein Leistungsverstärker soll das Sendesignal ANHEBEN und sonst nichts. Filtern, mischen und modulieren sind Aufgaben anderer Stufen. Und Verstärkung heißt, dass mehr herauskommt als hineingeht — die zusätzliche Leistung liefert eine Spannungsquelle. Ohne Spannungsquelle gibt es keine Verstärkung.
Leistungsverstärkung
Ausgang größer als Eingang
Dazu ist eine Spannungsquelle notwendig. Von nichts kommt nichts.
HF-Leistungsverstärker
hebt das Sendesignal an
Er filtert nicht, mischt nicht und moduliert nicht.
Ausgangsstufe eines SSB-Senders
linearer Verstärker
Kein Begrenzerverstärker, kein nichtlinearer Verstärker, kein Vervielfacher.
Warum linear
die Hüllkurve trägt die Information
Wird sie verzerrt, entstehen Nebenaussendungen.
Ausgangsleistung
am Senderausgang, vor Zusatzgeräten
Nicht Summe und nicht Differenz aus vorlaufender und rücklaufender Leistung.
PEP messen
Ein- oder Zweitonaussteuerung
Direkt am Senderausgang. Nicht mit unmoduliertem Träger, nicht hinter dem Antennentuner.
Übersteuerung
hoher Anteil an Nebenaussendungen
Der Grundfehler im Sendezweig.
ALC
senkt die Amplitude im Sendezweig
Vor dem Leistungsverstärker. Sie senkt, sie hebt nicht an.
ALC gegen AGC
Sendezweig gegen Empfangsteil
AGC ist die automatische Verstärkungsregelung im Empfänger.
Dynamic Compressor
hebt leise Sprachanteile an
Gegenüber den lauten. Nicht Clarifier, nicht Notchfilter, nicht Noise Blanker.
Seitenbandfilter
2,4 kHz
Unterdrückt das zweite Seitenband bei der SSB-Erzeugung. So breit wie ein Sprachsignal.
Arbeitspunkt neu justiert
auf Oberwellen prüfen
Nicht erst, wenn Splatter zu hören ist, und nicht vor jedem Sendebetrieb.
Stromzufuhr
gegen HF-Einstrahlung entkoppelt
Nicht hochohmig und nicht über das Leistungsverstärkergehäuse geführt.
Merken: Bei SSB trägt die Hüllkurve die Information, deshalb ist die Endstufe ein linearer Verstärker und Übersteuerung der Grundfehler. Die Ausgangsleistung wird als PEP unmittelbar am Senderausgang gemessen, bei Ein- oder Zweitonaussteuerung und bevor Zusatzgeräte durchlaufen werden. Die ALC senkt dazu die Amplitude im Sendezweig vor dem Leistungsverstärker, der Dynamic Compressor hebt umgekehrt leise Sprachanteile an. Verstärken heißt mehr heraus als hinein, und die Mehrleistung kommt aus der Spannungsquelle. Nach dem Justieren des Arbeitspunkts ist auf Oberwellen zu prüfen, und die Stromzufuhr muss gegen HF-Einstrahlung entkoppelt sein.
EF301Auf welcher Frequenz muss der Quarzoszillator schwingen, damit nach dem Blockschaltbild von der PA die Frequenz 145,200 MHz verstärkt wird?ab Klasse E
18,15 MHz
36,3 MHz
12,1 MHz
24,2 MHz
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Richtig ist C: 12,1 MHz
Lösungsweg:
Gesamtvervielfachung: 2 · 3 · 2 = 12
Quarzfrequenz: f = 145,200 MHz / 12
f = 12,1 MHz
Kniff: Die drei Vervielfacher wirken hintereinander, ihre Faktoren werden also miteinander malgenommen und nicht addiert: 2 · 3 · 2 = 12. Die Quarzfrequenz ist dann die Endfrequenz geteilt durch diese 12. Wer die Faktoren addiert, kommt auf 7, wer einen Kasten überliest oder den Verdreifacher für einen Verdoppler nimmt, teilt durch 6, 8 oder 4 — das sind genau die drei falschen Antworten. Die PA verändert die Frequenz nicht, sie verstärkt nur.
Warum die anderen nicht stimmen:
18,15 MHz – Der Verdreifacher ist als Verdoppler gelesen worden: mit 2 · 2 · 2 = 8 ergibt 145,200 MHz / 8 = 18,15 MHz. Im mittleren Kasten steht aber 3 f.
36,3 MHz – Nur zwei der drei Vervielfacher sind mitgerechnet, und zwar als Verdoppler: 145,200 MHz / 4 = 36,3 MHz. In der Kette stehen drei Kästen.
24,2 MHz – Der letzte Verdoppler ist übersehen worden: mit 2 · 3 = 6 ergibt 145,200 MHz / 6 = 24,2 MHz. Nach dem Verdreifacher folgt aber noch ein Kasten mit 2 f.
EF302Am Ausgang a dieser Frequenzaufbereitung wird eine Frequenz von 21,360 MHz gemessen. Welche Frequenz hat der VFO?ab Klasse E
5,340 MHz
3,560 MHz
7,120 MHz
4,272 MHz
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Richtig ist B: 3,560 MHz
Lösungsweg:
Weg zum Ausgang a: VFO, dann Vervielfacher 2 f, dann Vervielfacher 3 f
Gesamtvervielfachung: 2 · 3 = 6
f_VFO = 21,360 MHz / 6 = 3,560 MHz
Kniff: Man muss dem Weg bis zum Ausgang a folgen und nur die Blöcke zählen, die wirklich darauf liegen. Das sind zwei: erst der Verdoppler, dann der Verdreifacher. Die beiden weiteren Verdoppler auf der Hauptlinie hängen nicht am Ausgang a, und die senkrechte Leitung der 3-f-Stufe kreuzt die Hauptlinie ohne Verbindung. Hintereinanderliegende Vervielfacher werden multipliziert, nicht addiert: 2 · 3 = 6, nicht 5.
Warum die anderen nicht stimmen:
5,340 MHz – Mit dem Faktor 4 gerechnet: 21,360 MHz / 4 = 5,340 MHz. Das wären die beiden Verdoppler der Hauptlinie, der Verdreifacher ist übersehen. 4 · f_VFO liegt tatsächlich an einer Klemme des Bildes, aber nicht an a.
7,120 MHz – Mit dem Faktor 3 gerechnet: 21,360 MHz / 3 = 7,120 MHz. Hier ist nur der Verdreifacher gezählt und der Verdoppler davor vergessen. Diese Zahl steht im Bild ebenfalls an einer anderen Klemme, nämlich am Ausgang 2 · f_VFO.
4,272 MHz – Mit dem Faktor 5 gerechnet: 21,360 MHz / 5 = 4,272 MHz. Die Vervielfacher sind addiert worden (2 + 3 = 5) statt multipliziert. Hintereinandergeschaltete Stufen vervielfachen aber das jeweils schon vervielfachte Signal weiter.
EF303Das Blockschaltbild stellt die Frequenzaufbereitung eines Mehrbandsenders dar. Welche Frequenz entsteht am Ausgang a, wenn der VFO auf 3,51 MHz eingestellt ist?ab Klasse E
28,08 MHz
7,02 MHz
14,04 MHz
21,06 MHz
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Richtig ist C: 14,04 MHz
Lösungsweg:
Klemme a liegt hinter dem ersten und dem zweiten Verdoppler
Faktor: 2 · 2 = 4
f_a = 4 · 3,51 MHz = 14,04 MHz
Kniff: Man muss im Bild nur zählen, wie viele Kästen zwischen dem VFO und der gesuchten Klemme liegen. Die Klemme a hängt hinter dem zweiten Verdoppler, also zweimal verdoppelt: mal 2 und noch mal 2 macht mal 4. Der Verdreifacher und der dritte Verdoppler gehören zu anderen Klemmen und dürfen nicht mitgerechnet werden. Alle fünf Klemmen zusammen liefern die Amateurbänder: 3,51 MHz (80 m) direkt vom VFO, 7,02 MHz (40 m), 14,04 MHz (20 m) an a, 21,06 MHz (15 m) über den Verdreifacher und 28,08 MHz (10 m) nach dem dritten Verdoppler.
Warum die anderen nicht stimmen:
7,02 MHz – Das ist die Frequenz am Ausgang nach dem ersten Verdoppler, also 2 · 3,51 MHz — im Bild die zweitletzte Klemme. Für die Klemme a fehlt der zweite Verdoppler.
21,06 MHz – Das ist der Ausgang über den Verdreifacher: 3,51 · 2 · 3 = 21,06 MHz. Dieser Zweig zweigt vor dem zweiten Verdoppler ab und endet an einer anderen Klemme, nicht an a.
28,08 MHz – Das ist die oberste Klemme, dreimal verdoppelt: 3,51 · 2 · 2 · 2 = 28,08 MHz. Hier ist der dritte Verdoppler mitgerechnet worden, der aber hinter der Abzweigung zu a liegt.
EF304Der VFO eines Senders ist schwankenden Temperaturen unterworfen. Welche wesentliche Auswirkung könnte dies haben?ab Klasse E
Die Frequenz des Oszillators ändert sich langsam.
Die Frequenz des Oszillators springt schnell zwischen verschiedenen Werten.
Die Amplitude des Oszillators springt schnell zwischen verschiedenen Werten.
Die Amplitude der Oszillatorfrequenz schwankt langsam.
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Richtig ist A: Die Frequenz des Oszillators ändert sich langsam.
Kniff: Die vier Antworten kreuzen zwei Entscheidungen: Frequenz oder Amplitude, und langsam oder springend. Beide beantwortet die Frage selbst. Temperatur ändert sich langsam, also ändert sich langsam auch das, was von ihr abhängt, und das sind die Werte von L und C. Ein Quarz wäre hier die Abhilfe, weil er als mechanischer Schwinger weit weniger nachgibt.
Warum die anderen nicht stimmen:
Die Frequenz des Oszillators springt schnell zwischen verschiedenen Werten. – Die betroffene Größe ist richtig, das Zeitverhalten nicht. Ein Gehäuse erwärmt sich über Minuten; eine solche Ursache lässt die Frequenz wandern, nicht springen.
Die Amplitude des Oszillators springt schnell zwischen verschiedenen Werten. – Hier ist beides verfehlt, die Größe und das Tempo. Die Temperatur greift über L und C an der Frequenz an, nicht an der Amplitude.
Die Amplitude der Oszillatorfrequenz schwankt langsam. – Das Tempo passt, die Größe nicht — das ist die Falle für den, der nur auf „langsam“ achtet. Weg läuft die Frequenz, die Amplitude bleibt.
EF305Was bewirkt die ALC (Automatic Level Control) bei zu starkem NF-Signal in einem Transceiver?ab Klasse E
Sie erhöht die Verstärkung von Verstärkerstufen im Empfangsteil.
Sie erhöht die Amplitude des Signals im Sendezweig vor dem Leistungsverstärker.
Sie reduziert die Verstärkung von Verstärkerstufen im Empfangsteil.
Sie reduziert die Amplitude des Signals im Sendezweig vor dem Leistungsverstärker.
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Richtig ist D: Sie reduziert die Amplitude des Signals im Sendezweig vor dem Leistungsverstärker.
Kniff: Die Antworten kreuzen zwei Entscheidungen: erhöhen oder reduzieren, und Sendezweig oder Empfangsteil. Die Frage nennt ein zu starkes NF-Signal, also muss die Regelung dagegenhalten und senken. Und weil es um den Sendeweg geht, greift sie vor dem Leistungsverstärker ein und nicht im Empfänger — die Regelung dort heißt AGC und ist eine andere Sache.
Warum die anderen nicht stimmen:
Sie erhöht die Verstärkung von Verstärkerstufen im Empfangsteil. – Beides verfehlt, die Richtung und das Gerät. Im Empfangsteil regelt die AGC, und ein zu starkes Signal würde auch dort nicht mit mehr Verstärkung beantwortet.
Sie erhöht die Amplitude des Signals im Sendezweig vor dem Leistungsverstärker. – Der Ort ist richtig, die Richtung verkehrt. Ein zu starkes NF-Signal noch weiter anzuheben führte genau in die Übersteuerung, die die ALC verhindern soll.
Sie reduziert die Verstärkung von Verstärkerstufen im Empfangsteil. – Das Senken ist richtig, aber am falschen Ort beschrieben — so arbeitet die AGC im Empfänger. Diese Antwort ist die Falle für den, der ALC und AGC verwechselt.
EF306Wie heißt die Stufe in einem Sender, welche die Eigenschaft hat, leise Anteile eines Sprachsignale gegenüber den lauten etwas anzuheben?ab Klasse E
Clarifier
Notchfilter
Dynamic Compressor
Noise Blanker
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Richtig ist C: Dynamic Compressor
Kniff: Die Frage beschreibt, was mit dem Abstand zwischen laut und leise geschieht: er wird kleiner. Genau das heißt Kompression, und die gesuchte Stufe trägt es im Namen. Die drei anderen Namen gehören zum Empfangen; prüfe bei jedem, ob er überhaupt etwas mit der Lautstärke von Sprachanteilen zu tun hat.
Warum die anderen nicht stimmen:
Clarifier – Der Clarifier verstellt die Empfangsfrequenz feinfühlig, damit eine SSB-Stimme natürlich klingt. An der Lautstärke regelt er nichts und im Sendezweig sitzt er nicht.
Notchfilter – Ein Notchfilter schneidet einen schmalen Frequenzbereich heraus, um einen störenden Träger loszuwerden. Es arbeitet an der Frequenz, nicht an der Dynamik.
Noise Blanker – Der Noise Blanker tastet kurze Störimpulse aus dem Empfangssignal aus. Er nimmt etwas weg, anstatt leise Anteile anzuheben.
EF307Welcher Frequenzgang ist am besten für den Mikrofonverstärker eines Sprechfunkgeräts geeignet?ab Klasse E
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Richtig ist C:
Ein Mikrofonverstärker für Sprechfunk soll genau den Bereich übertragen, der die Sprache verständlich macht, und alles darunter und darüber weglassen. Was tiefer liegt, bringt nur Rumpeln und Brummen, was höher liegt, verbreitert das Sendesignal, ohne die Verständlichkeit zu verbessern. Der passende Frequenzgang ist deshalb nach beiden Seiten begrenzt, hat also ein flaches Dach zwischen einer unteren und einer oberen Grenzfrequenz. Ein Filter mit nur einer Grenze lässt die eine Hälfte der unnützen Frequenzen ungehindert durch.
Kniff: Zähle die Knicke: gesucht ist die Kurve mit zwei Grenzen, einer unteren und einer oberen. Hat eine Kurve nur einen Knick, reicht ihr Dach bis zum Rand des Diagramms, dort fehlt die zweite Grenze. Die Beschriftung hilft zusätzlich, denn nur bei einer Kurve stehen beide Zahlen; und die Kurve, die erst ab 3,0 kHz überträgt, lässt gerade den Sprachbereich aus.
EF308Über welche Bandbreite sollte der in der Blockschaltung dargestellte NF-Verstärker für eine gute Sprachverständlichkeit mindestens verfügen?ab Klasse E
ca. 2,5 kHz
ca. 1,0 kHz
ca. 12,5 kHz
ca. 6,0 kHz
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Richtig ist A: ca. 2,5 kHz
Kniff: Der NF-Verstärker sitzt vor dem Mischer, sein Durchlassbereich legt daher auch die Breite des späteren Seitenbands fest — was er wegschneidet, ist im Sender nicht mehr da, und was er zu viel durchlässt, belegt hinterher unnötig Platz auf dem Band. Für Sprache liegt das Wesentliche zwischen etwa 300 Hz und 2700 Hz; die Grundtöne darunter tragen kaum zur Verständlichkeit bei, die Zischlaute und Konsonanten darüber schon. Von 300 Hz bis 2700 Hz sind es rund 2,4 kHz, also etwa 2,5 kHz. Gefragt ist die Bandbreite, nicht die höchste Frequenz — das ist die häufigste Verwechslung.
Warum die anderen nicht stimmen:
ca. 1,0 kHz – Zu schmal. Bei 1 kHz Schluss ist die Sprache noch zu hören, aber die Konsonanten und Zischlaute, an denen man die Wörter auseinanderhält, liegen darüber. Die Verständlichkeit bricht ein.
ca. 12,5 kHz – Das ist eine Bandbreite für Musikübertragung. Für Sprache bringt sie keinen Gewinn, macht das Seitenband aber fünfmal so breit und stört die Nachbarkanäle. Der Wert erinnert an den Kanalabstand im FM-Betrieb und hat mit der Sprachverständlichkeit nichts zu tun.
ca. 6,0 kHz – Etwa die Tonbandbreite eines AM-Rundfunksenders und damit mehr als doppelt so viel wie für Sprache nötig. Gefragt ist das Mindestmaß für gute Verständlichkeit, und das ist bei 2,5 kHz erreicht.
EF309Welcher der eingezeichneten Punkte in einem FM-Sender ist für die Zuführung eines 9600-Baud-Datensignals am besten geeignet?ab Klasse E
Punkt 4
Punkt 3
Punkt 1
Punkt 2
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Richtig ist D: Punkt 2
Kniff: Ein 9600-Baud-Datensignal braucht viel mehr Bandbreite als Sprache. Das NF-Filter ist für Sprache gebaut und schneidet oben und unten ab — alles, was durch dieses Filter muss, wird verstümmelt. Gleichzeitig muss das Datensignal noch moduliert werden, darf also nicht erst hinter dem Modulator eingespeist werden. Übrig bleibt genau die Stelle zwischen Filter und Modulator: Punkt 2, direkt am Modulatoreingang.
Warum die anderen nicht stimmen:
Punkt 1 – Punkt 1 liegt vor dem NF-Filter. Das Datensignal müsste dieses Sprachfilter durchlaufen, das nur einen schmalen Bereich um etwa 300 Hz bis 3 kHz durchlässt. Von einem 9600-Baud-Signal bliebe nichts Brauchbares übrig.
Punkt 3 – Punkt 3 liegt hinter dem Modulator. Dort ist das Signal bereits aufmoduliert; ein an dieser Stelle eingespeistes Niederfrequenzsignal wird nicht mehr moduliert, sondern läuft nur noch als Störung mit.
Punkt 4 – Punkt 4 liegt noch weiter hinten, hinter dem Mischer und damit schon auf der Sendefrequenz. Derselbe Einwand wie bei Punkt 3, nur noch deutlicher: hier gibt es keine Stufe mehr, die ein Nutzsignal auf den Träger bringen könnte.
EF310Welche Bandbreite sollte das nachgeschaltete Filter zur Unterdrückung eines Seitenbandes bei der Erzeugung eines SSB-Telefoniesignals haben?ab Klasse E
2,4 kHz
455 kHz
800 Hz
10,7 MHz
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Richtig ist A: 2,4 kHz
Kniff: Entscheide über die Größenordnung, nicht über die Ziffern. Das Filter soll ein Sprachsignal durchlassen und das zweite Seitenband abschneiden, muss also etwa so breit sein wie Sprache: einige Kilohertz. Nur ein Wert liegt dort; zwei liegen um Größenordnungen darüber und einer deutlich darunter.
Warum die anderen nicht stimmen:
455 kHz – Das ist eine gängige Zwischenfrequenz, keine Bandbreite. Als Filterbreite wäre sie fast zweihundertmal zu groß und ließe ganze Bandabschnitte passieren.
800 Hz – Diese Breite gehört zu einem Filter für Telegrafie. Für Sprache ist sie zu schmal, ein großer Teil des Sprachsignals käme nicht durch.
10,7 MHz – Auch das ist eine Zwischenfrequenz, und sie ist mehr als viertausendmal so breit wie ein Sprachsignal. Ein Filter dieser Breite würde überhaupt nichts unterdrücken.
Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.