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Schutz von Personen Klasse A

Abschnitt 5.11.1 · Elektromagnetische Verträglichkeit, Anwendung, Personen- und Sachschutz · Technische Kenntnisse Klasse A. 15 Fragen, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 15 Prüfungsfragen zum Thema Schutz von Personen (Kapitel „Elektromagnetische Verträglichkeit, Anwendung, Personen- und Sachschutz“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

▶ Diese 15 Fragen im Trainer üben

Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Die 15 Fragen

AK101Warum ist im Nahfeld einer Strahlungsquelle keine einfache Umrechnung zwischen den Feldgrößen E und H und damit auch keine vereinfachte Berechnung des Schutzabstandes möglich?ab Klasse A

  1. Weil die elektrische und die magnetische Feldstärke im Nahfeld keine konstante Phasenbeziehung zueinander aufweisen.
  2. Weil die elektrische und die magnetische Feldstärke im Nahfeld nicht exakt senkrecht aufeinander stehen und sich durch die nicht ideale Leitfähigkeit des Erdbodens am Sendeort der Feldwellenwiderstand des freien Raumes verändert.
  3. Weil die elektrische und die magnetische Feldstärke im Nahfeld nicht senkrecht zur Ausbreitungsrichtung stehen und auf Grund des Einflusses der Erdoberfläche eine Phasendifferenz von größer 180° aufweisen.
  4. Weil die elektrische und die magnetische Feldstärke im Nahfeld immer senkrecht aufeinander stehen und eine Phasendifferenz von 90° aufweisen.
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Richtig ist A: Weil die elektrische und die magnetische Feldstärke im Nahfeld keine konstante Phasenbeziehung zueinander aufweisen.

Im Fernfeld schwingen E und H im Gleichtakt und stehen in einem festen Verhältnis — dem Feldwellenwiderstand von 377 Ω. Im Nahfeld ist diese feste Phasenbeziehung noch nicht da: Es gibt Bereiche, in denen die Energie zwischen Antenne und Feld hin- und herpendelt.

Kniff: Ohne feste Phasenbeziehung gibt es kein festes Verhältnis der Beträge — und damit lässt sich aus einer Größe nicht mehr auf die andere schließen. Deshalb muss im Nahfeld beides einzeln gemessen oder berechnet werden.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Weil die elektrische und die magnetische Feldstärke im Nahfeld nicht exakt senkrecht aufeinander stehen und sich durch die nicht ideale Leitfähigkeit des Erdbodens am Sendeort der Feldwellenwiderstand des freien Raumes verändert. – Der Erdboden verändert das Feld, aber das ist nicht der Grund, warum die Umrechnung im Nahfeld versagt. Der Grund ist die fehlende Phasenbeziehung.
  • Weil die elektrische und die magnetische Feldstärke im Nahfeld nicht senkrecht zur Ausbreitungsrichtung stehen und auf Grund des Einflusses der Erdoberfläche eine Phasendifferenz von größer 180° aufweisen. – Eine feste Phasendifferenz, gleich welcher Größe, würde die Umrechnung gerade erlauben. Das Problem ist, dass sie nicht fest ist.
  • Weil die elektrische und die magnetische Feldstärke im Nahfeld immer senkrecht aufeinander stehen und eine Phasendifferenz von 90° aufweisen. – Auch das wäre eine feste Beziehung. Und es beschreibt einen Sonderfall, nicht das Nahfeld allgemein.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK101

AK102Durch welche Größe sind Beträge der elektrischen und magnetischen Feldstärke eines elektromagnetischen Feldes im Fernfeld miteinander verknüpft?ab Klasse A

  1. Durch die Aufbauhöhe der Antenne
  2. Durch die Ausbreitungsbedingungen in der Ionosphäre
  3. Durch die Polarisationsrichtung der verwendeten Antenne
  4. Durch den Wellenwiderstand im jeweiligen Medium
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Richtig ist D: Durch den Wellenwiderstand im jeweiligen Medium

Im Fernfeld gilt E / H = Z, der Feldwellenwiderstand des Mediums. Im freien Raum sind das rund 377 Ω.

Kniff: Deshalb genügt im Fernfeld eine einzige Messung: Aus E folgt H und umgekehrt. Genau das macht die Berechnung des Sicherheitsabstands so einfach — und genau das fällt im Nahfeld weg.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Durch die Aufbauhöhe der Antenne – Die Höhe beeinflusst das Strahlungsdiagramm, nicht das Verhältnis von E zu H.
  • Durch die Ausbreitungsbedingungen in der Ionosphäre – Die Ionosphäre liegt Hunderte Kilometer entfernt. Am Ort der Messung spielt sie keine Rolle.
  • Durch die Polarisationsrichtung der verwendeten Antenne – Die Polarisation sagt, wie das Feld im Raum liegt, nicht wie groß die beiden Anteile zueinander sind.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK102

AK103In welchem Fall hat die folgende Formel zur Berechnung des Sicherheitsabstandes Gültigkeit und was sollten Sie tun, wenn die Gültigkeit nicht mehr sichergestellt ist? d = (√(30 Ohm ⋅ P_EIRP))/Eab Klasse A

  1. Im Bereich von Amateurfunkstellen ist der Unterschied zwischen Nah- und Fernfeld so gering, dass obige Formel, die eigentlich nur im Fernfeld gilt, trotzdem für alle Raumbereiche verwendet werden kann.
  2. Die Formel gilt nur für Abstände d > λ/(2 ⋅ π) bei vertikal polarisierten Antennen. Bei kleineren Abständen und immer bei horizontal polarisierten Antennen muss der Sicherheitsabstand durch zum Beispiel Feldstärkemessungen oder Nahfeldberechnungen (Simulationen) ermittelt werden.
  3. Die Formel gilt nur für Abstände d > λ/(2 ⋅ π) bei den meisten Antennenformen (z. B. Dipol-Antennen). Für Antennen, die z. B. geometrisch klein im Verhältnis zur Wellenlänge sind und/oder in kürzerem Abstand zur Antenne muss der Sicherheitsabstand zum Beispiel durch Feldstärkemessungen oder Nahfeldberechnungen (Simulationen) ermittelt werden.
  4. Die Formel gilt nur für Abstände d > λ/(2 ⋅ π) bei horizontal polarisierten Antennen. Bei kleineren Abständen und immer bei vertikal polarisierten Antennen muss der Sicherheitsabstand durch zum Beispiel Feldstärkemessungen oder Nahfeldberechnungen (Simulationen) ermittelt werden.
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Richtig ist C: Die Formel gilt nur für Abstände d > λ/(2 ⋅ π) bei den meisten Antennenformen (z. B. Dipol-Antennen). Für Antennen, die z. B. geometrisch klein im Verhältnis zur Wellenlänge sind und/oder in kürzerem Abstand zur Antenne muss der Sicherheitsabstand zum Beispiel durch Feldstärkemessungen oder Nahfeldberechnungen (Simulationen) ermittelt werden.

Die einfache Formel gilt nur im Fernfeld, also ab einem Abstand von etwa λ/(2π). Darunter — und bei Antennen, die im Verhältnis zur Wellenlänge sehr klein sind — muss anders vorgegangen werden.

Kniff: Die Grenze hängt von der GEOMETRIE ab, nicht von der Polarisation. Zwei falsche Antworten machen die Gültigkeit an waagerecht oder senkrecht fest — das ist der Fehler, auf den die Frage zielt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Im Bereich von Amateurfunkstellen ist der Unterschied zwischen Nah- und Fernfeld so gering, dass obige Formel, die eigentlich nur im Fernfeld gilt, trotzdem für alle Raumbereiche verwendet werden kann. – Er ist nicht gering. Gerade auf den unteren Bändern liegt λ/(2π) bei mehreren Metern.
  • Die Formel gilt nur für Abstände d > λ/(2 ⋅ π) bei vertikal polarisierten Antennen. Bei kleineren Abständen und immer bei horizontal polarisierten Antennen muss der Sicherheitsabstand durch zum Beispiel Feldstärkemessungen oder Nahfeldberechnungen (Simulationen) ermittelt werden. – Die Polarisation hat mit der Nah-Fernfeld-Grenze nichts zu tun.
  • Die Formel gilt nur für Abstände d > λ/(2 ⋅ π) bei horizontal polarisierten Antennen. Bei kleineren Abständen und immer bei vertikal polarisierten Antennen muss der Sicherheitsabstand durch zum Beispiel Feldstärkemessungen oder Nahfeldberechnungen (Simulationen) ermittelt werden. – Derselbe Fehler, nur andersherum.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK103

AK104Wie errechnen Sie die Leistung am Einspeisepunkt der Antenne (Antenneneingangsleistung) bei bekannter Senderausgangsleistung?ab Klasse A

  1. Sie ermitteln die Verluste zwischen Senderausgang und Antenneneingang und berechnen aus dieser Dämpfung einen DämpfungsfaktorD; die Antenneneingangsleistung ist dann: P_Ant = D ⋅ P_Sender
  2. Antenneneingangsleistung und Senderausgangsleistung sind gleich, da die Kabelverluste bei Amateurfunkstationen vernachlässigbar klein sind, d. h. es gilt: P_Ant = P_Sender
  3. Die Antenneneingangsleistung ist der Spitzen-Spitzen-Wert der Senderausgangsleistung, also: P_Ant = 2 ⋅ √(2 ⋅ P_Sender)
  4. Die Antenneneingangsleistung ist der Spitzenwert der Senderausgangsleistung, also: P_Ant = √(2 ⋅ P_Sender)
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Richtig ist A: Sie ermitteln die Verluste zwischen Senderausgang und Antenneneingang und berechnen aus dieser Dämpfung einen DämpfungsfaktorD; die Antenneneingangsleistung ist dann: P_Ant = D ⋅ P_Sender

Zwischen Senderausgang und Antenneneingang liegen Kabel und Steckverbindungen. Ihre Dämpfung in Dezibel wird in einen Faktor umgerechnet, und mit dem wird die Senderleistung multipliziert.

Kniff: Die Dämpfung muss aus dem Dezibelmaß in einen Faktor umgerechnet werden, bevor multipliziert wird. Und vernachlässigen darf man sie nicht — 3 dB Kabeldämpfung sind die halbe Leistung.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Antenneneingangsleistung und Senderausgangsleistung sind gleich, da die Kabelverluste bei Amateurfunkstationen vernachlässigbar klein sind, d. h. es gilt: P_Ant = P_Sender – Auf UHF und darüber sind mehrere Dezibel die Regel. Das ist die Hälfte der Leistung oder weniger.
  • Die Antenneneingangsleistung ist der Spitzen-Spitzen-Wert der Senderausgangsleistung, also: P_Ant = 2 ⋅ √(2 ⋅ P_Sender) – Einen Spitzen-Spitzen-Wert gibt es bei einer Leistung nicht. Der Begriff gehört zur Spannung.
  • Die Antenneneingangsleistung ist der Spitzenwert der Senderausgangsleistung, also: P_Ant = √(2 ⋅ P_Sender) – Auch hier werden Spannungsbegriffe auf eine Leistung angewandt. Die Antenneneingangsleistung ist kleiner als die Senderleistung, nicht größer.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK104

AK105An der Spitze Ihres Antennenmastes befindet sich eine Yagi-Uda-Antenne, deren Sicherheitsabstand in Hauptstrahlrichtung 20 m beträgt. Schräg unterhalb dieser Antenne befindet sich ein nicht kontrollierbarer Bereich. Sie ermitteln einen kritischen Winkel von 40°. Das vertikale Strahlungsdiagramm der Antenne weist bei diesem Winkel eine Dämpfung von 6 dB auf. Auf welchen Wert verringert sich dann rechnerisch der Sicherheitsabstand bei 40°?ab Klasse A

  1. Er verringert sich auf 10 m.
  2. Er verringert sich auf 3,33 m.
  3. Er verringert sich auf 5,02 m.
  4. Er verringert sich nicht.
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Richtig ist A: Er verringert sich auf 10 m.

Der Sicherheitsabstand geht mit der Wurzel aus der Leistung. 6 dB weniger bedeuten ein Viertel der Leistung — und die Wurzel aus einem Viertel ist die Hälfte.

Lösungsweg:

  1. 6 dB weniger bedeuten den Leistungsfaktor 1/4
  2. Der Abstand geht mit der Wurzel: Wurzel aus 1/4 = 1/2
  3. 20 m · 1/2 = 10 m

Kniff: Nicht linear: 6 dB weniger halbieren den Abstand, sie vierteln ihn nicht. Der Grund steckt in der Formel — die Leistung steht unter der Wurzel.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Er verringert sich auf 3,33 m. – Hier wurde durch 6 geteilt — die dB-Zahl direkt als Teiler genommen.
  • Er verringert sich auf 5,02 m. – Hier wurde durch 4 geteilt, also der Leistungsfaktor ohne die Wurzel angewandt.
  • Er verringert sich nicht. – Weniger Feldstärke in dieser Richtung bedeutet sehr wohl einen kleineren Sicherheitsabstand.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK105

AK106Sie möchten den Personenschutz-Sicherheitsabstand für die Antenne Ihrer Amateurfunkstelle für das 10 m-Band und das Übertragungsverfahren RTTY berechnen. Der Grenzwert im Fall des Personenschutzes beträgt 28 V/m. Sie betreiben einen Dipol, der von einem Sender mit einer Leistung von 100 W über ein Koaxialkabel gespeist wird. Die Kabeldämpfung sei vernachlässigbar. Wie groß muss der Sicherheitsabstand sein?ab Klasse A

  1. 13,7 m
  2. 2,50 m
  3. 1,96 m
  4. 5,01 m
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Richtig ist B: 2,50 m

d = Wurzel aus (30 Ω · P_EIRP) geteilt durch E. Einzusetzen ist die EIRP, also die Leistung bezogen auf den isotropen Strahler — beim Dipol ist das die Antenneneingangsleistung mal 1,64.

Lösungsweg:

  1. P_EIRP = 100 W · 1,64 = 164 W
  2. 30 · 164 = 4920
  3. Wurzel aus 4920 = 70,1
  4. d = 70,1 / 28 V/m = 2,50 m
  5. Kontrolle: 2,50 m liegen über λ/(2π) ≈ 10 m / 6,28 ≈ 1,6 m — die Fernfeldformel darf verwendet werden

Kniff: Der Faktor 1,64 ist der Gewinn des Dipols über dem isotropen Strahler (2,15 dB). Wer ihn vergisst, rechnet mit einer zu kleinen Leistung und bekommt einen zu kleinen Abstand.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 13,7 m – Weit zu groß — das entspräche rund 4,9 kW EIRP, also etwa 3 kW Senderleistung am Dipol.
  • 1,96 m – Hier fehlt der Dipolgewinn: Mit 100 W statt 164 W kommen 1,96 m heraus.
  • 5,01 m – Das Doppelte des richtigen Werts, also das Vierfache der Leistung.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK106

AK107Sie betreiben eine Amateurfunkstelle auf dem 2 m-Band im Modulationsverfahren FM mit einer Rundstrahlantenne mit 6 dB Gewinn bezogen auf einen Dipol. Wie hoch darf die maximale Ausgangsleistung Ihres Senders unter Vernachlässigung der Kabeldämpfung sein, wenn der Grenzwert für den Personenschutz 28 Volt/m und der zur Verfügung stehende Sicherheitsabstand 5 m beträgt?ab Klasse A

  1. ca. 75 W
  2. ca. 100 W
  3. ca. 160 W
  4. ca. 265 W
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Richtig ist B: ca. 100 W

Dieselbe Formel, nach der Leistung aufgelöst: Aus d = Wurzel(30 · P_EIRP) / E wird P_EIRP = (E · d)² / 30.

Lösungsweg:

  1. P_EIRP = (28 V/m · 5 m)² / 30 = 140² / 30 = 653 W
  2. Antennengewinn 6 dBd = Faktor 3,98
  3. Dipol über isotrop: Faktor 1,64
  4. P = 653 / (3,98 · 1,64) = rund 100 W

Kniff: Am Ende muss von der EIRP auf die Senderleistung zurückgerechnet werden — durch den Antennengewinn UND durch den Dipolfaktor 1,64. Beides zusammen sind hier 6 dB plus 2,15 dB.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • ca. 75 W – Zu wenig — damit bliebe man deutlich unter dem Grenzwert und verschenkte Leistung.
  • ca. 160 W – Hier fehlt der Dipolfaktor 1,64: 653 W / 3,98 = 164 W. Damit würde der Grenzwert bei 5 m überschritten.
  • ca. 265 W – Weit über dem Zulässigen — gut das 2,6-Fache der erlaubten Leistung.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK107

AK108Sie möchten den Personenschutz-Sicherheitsabstand für die Antenne Ihrer Amateurfunkstelle für das 20 m-Band und das Übertragungsverfahren RTTY berechnen. Der Grenzwert im Fall des Personenschutzes beträgt 28 V/m. Sie betreiben einen Dipol, der von einem Sender mit einer Leistung von 300 W über ein Koaxialkabel gespeist wird. Die Kabeldämpfung beträgt 0,5 dB. Wie groß ist der Sicherheitsabstand?ab Klasse A

  1. 4,97 m
  2. 2,39 m
  3. 4,10 m
  4. 3,20 m
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Richtig ist C: 4,10 m

Zuerst die Kabeldämpfung abziehen, dann den Dipolgewinn ansetzen, dann in die Abstandsformel einsetzen.

Lösungsweg:

  1. P_Antenne = 300 W · 10^(−0,5/10) = 300 · 0,891 = 267 W
  2. P_EIRP = 267 · 1,64 = 438 W
  3. Wurzel aus (30 · 438) = 114,7
  4. d = 114,7 / 28 = 4,10 m

Kniff: Drei Schritte, und der erste wird gern vergessen: 0,5 dB Dämpfung bedeuten den Faktor 0,891 — es kommen also nur 267 W an der Antenne an, nicht 300 W.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 4,97 m – Zu groß — das entspräche rund 440 W Senderleistung.
  • 2,39 m – Noch kleiner — hier fehlt mehr als nur der Dipolfaktor.
  • 3,20 m – Hier fehlt der Dipolfaktor 1,64: Wurzel(30 · 267) / 28 = 3,20 m.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK108

AK109Sie möchten den Personenschutz-Sicherheitsabstand für die Antenne Ihrer Amateurfunkstelle für das 20 m-Band und das Übertragungsverfahren RTTY berechnen. Der Grenzwert im Fall des Personenschutzes beträgt 28 V/m. Sie betreiben einen Dipol, der von einem Sender mit einer Leistung von 700 W über ein Koaxialkabel gespeist wird. Die Kabeldämpfung beträgt 0,5 dB. Wie groß ist der Sicherheitsabstand?ab Klasse A

  1. 5,62 m
  2. 4,87 m
  3. 7,36 m
  4. 6,26 m
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Richtig ist D: 6,26 m

Dieselbe Rechnung wie in AK108, nur mit 700 W statt 300 W.

Lösungsweg:

  1. P_Antenne = 700 W · 0,891 = 624 W
  2. P_EIRP = 624 · 1,64 = 1023 W
  3. Wurzel aus (30 · 1023) = 175,2
  4. d = 175,2 / 28 = 6,26 m

Kniff: Die Leistung steht unter der Wurzel: Von 300 auf 700 W ist der Faktor 2,33, der Abstand wächst aber nur um die Wurzel daraus — also um das 1,53fache, von 4,10 auf 6,26 m.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 5,62 m – Zu klein — das entspräche rund 560 W Senderleistung.
  • 4,87 m – Noch weiter darunter; hier wurde vermutlich der Dipolfaktor nicht angesetzt.
  • 7,36 m – Zu groß — das entspräche rund 970 W.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK109

AK110Sie möchten den Personenschutz-Sicherheitsabstand für die Antenne Ihrer Amateurfunkstelle in Hauptstrahlrichtung für das 2 m-Band und die Modulationsverfahren FM berechnen. Der Grenzwert im Fall des Personenschutzes beträgt 28 V/m. Sie betreiben eine Yagi-Uda-Antenne mit einem Gewinn von 11, 5 dBd. Die Antenne wird von einem Sender mit einer Leistung von 75 W über ein Koaxialkabel gespeist. Die Kabeldämpfung beträgt 1,5 dB. Wie groß muss der Sicherheitsabstand sein?ab Klasse A

  1. 6,86 m
  2. 2,17 m
  3. 22,09 m
  4. 5,35 m
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Richtig ist A: 6,86 m

Die gleiche Kette wie zuvor, nun mit einem Antennengewinn in dBd: Kabeldämpfung abziehen, Antennengewinn hinzunehmen, Dipolfaktor 1,64 für den Übergang auf EIRP.

Lösungsweg:

  1. P_Antenne = 75 W · 10^(−1,5/10) = 75 · 0,708 = 53,1 W
  2. Gewinn 11,5 dBd = Faktor 14,1
  3. P_EIRP = 53,1 · 14,1 · 1,64 = 1230 W
  4. d = Wurzel(30 · 1230) / 28 = 192 / 28 = 6,86 m

Kniff: dBd und dBi unterscheiden sich um 2,15 dB. Wer den Gewinn in dBd angegeben bekommt, muss diesen Übergang noch machen — beim Umrechnen in einen Faktor sind das die 1,64.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 2,17 m – Hier fehlen Antennengewinn und Kabeldämpfung — gerechnet wurde nur mit 75 W und dem Dipolfaktor.
  • 22,09 m – Weit zu groß — das entspräche rund 12,8 kW EIRP, etwa dem Zehnfachen.
  • 5,35 m – Hier fehlt der Dipolfaktor 1,64: Ohne ihn kommen rund 5,35 m heraus.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK110

AK111Sie möchten den Personenschutz-Sicherheitsabstand für die Antenne Ihrer Amateurfunkstelle für das 2 m-Band und das Modulationsverfahren FM berechnen. Der Grenzwert im Fall des Personenschutzes beträgt 28 V/m. Sie betreiben eine Yagi-Uda-Antenne mit einem Gewinn von 10,5 dBd. Die Antenne wird von einem Sender mit einer Leistung von 100 W über ein Koaxialkabel gespeist. Die Kabeldämpfung beträgt 1,5 dB. Wie groß ist der Sicherheitsabstand?ab Klasse A

  1. 7,1 m
  2. 6,6 m
  3. 5,6 m
  4. 8,4 m
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Richtig ist A: 7,1 m

Dieselbe Rechnung wie AK110 mit anderen Zahlen: 100 W, 1,5 dB Kabeldämpfung, 10,5 dBd Gewinn.

Lösungsweg:

  1. P_Antenne = 100 W · 0,708 = 70,8 W
  2. Gewinn 10,5 dBd = Faktor 11,2
  3. P_EIRP = 70,8 · 11,2 · 1,64 = 1303 W
  4. d = Wurzel(30 · 1303) / 28 = 197,7 / 28 = 7,1 m

Kniff: Ein Dezibel weniger Gewinn und ein Drittel mehr Leistung heben sich beinahe auf — deshalb liegt das Ergebnis mit 7,1 m nur wenig über den 6,86 m aus AK110.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 6,6 m – Etwas zu klein — das entspräche rund 1130 W EIRP.
  • 5,6 m – Deutlich zu klein; hier fehlt vermutlich der Dipolfaktor.
  • 8,4 m – Zu groß — das entspräche rund 1830 W EIRP.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK111

AK112Sie möchten den Personenschutz-Sicherheitsabstand für das 13 cm-Band und das Modulationsverfahren FM berechnen. Der Grenzwert im Fall des Personenschutzes beträgt 61 V/m. Sie betreiben einen Parabolspiegel mit einem Gewinn von 18 dBd. Die Antenne wird von einem Sender mit einer Leistung von 40 W über ein PE-Schaum-Massivschirm-Kabel mit einer Dämpfung von 2 dB gespeist. Wie groß muss der Personenschutz-Sicherheitsabstand in Hauptstrahlrichtung sein?ab Klasse A

  1. 4,6 m
  2. 3,6 m
  3. 14,5 m
  4. 5,8 m
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Richtig ist A: 4,6 m

Dieselbe Formel, aber mit dem Grenzwert für den Gigahertzbereich: 61 V/m statt 28 V/m. Der höhere Grenzwert verkleinert den Abstand.

Lösungsweg:

  1. P_Antenne = 40 W · 10^(−2/10) = 40 · 0,631 = 25,2 W
  2. Gewinn 18 dBd = Faktor 63,1
  3. P_EIRP = 25,2 · 63,1 · 1,64 = 2612 W
  4. d = Wurzel(30 · 2612) / 61 = 280 / 61 = 4,6 m

Kniff: Der Grenzwert hängt von der Frequenz ab — im 13-cm-Band sind 61 V/m zulässig. Wer mit 28 V/m rechnet, bekommt mehr als das Doppelte heraus.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 3,6 m – Hier fehlt der Dipolfaktor 1,64: Ohne ihn kommen 3,6 m heraus.
  • 14,5 m – Weit zu groß — das entspräche rund 26 kW EIRP, also etwa dem Zehnfachen.
  • 5,8 m – Hier wurde die Kabeldämpfung von 2 dB vergessen: Mit 40 W an der Antenne kommen 5,8 m heraus.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK112

AK113Eine Yagi-Uda-Antenne mit 12,15 dBi Antennengewinn wird mit 250 W Sendeleistung im 2 m-Band direkt gespeist. Welche elektrische Feldstärke ergibt sich bei Freiraumausbreitung in 30 m Entfernung in etwa?ab Klasse A

  1. 9,1 V/m
  2. 11,7 V/m
  3. 10,1 V/m
  4. 15,0 V/m
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist B: 11,7 V/m

Dieselbe Formel, nach der Feldstärke aufgelöst: E = Wurzel aus (30 · P_EIRP) geteilt durch den Abstand.

Lösungsweg:

  1. 12,15 dBi = Faktor 16,4
  2. P_EIRP = 250 W · 16,4 = 4100 W
  3. Wurzel aus (30 · 4100) = 350,7
  4. E = 350,7 / 30 m = 11,7 V/m

Kniff: Der Gewinn steht hier schon in dBi — der Dipolfaktor 1,64 darf also NICHT noch einmal dazu. Genau darauf zielt die Frage: dBi heißt, der Bezug auf den isotropen Strahler ist bereits enthalten.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 9,1 V/m – Zu klein — das entspräche rund 2500 W EIRP.
  • 10,1 V/m – Ebenfalls zu klein, rund 3060 W EIRP.
  • 15,0 V/m – Zu groß — hier wurde der Dipolfaktor 1,64 zusätzlich angesetzt, obwohl der Gewinn schon in dBi angegeben ist.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK113

AK114Eine vertikale Dipol-Antenne wird mit 10 W Sendeleistung im 70 cm-Band direkt gespeist. Welche elektrische Feldstärke ergibt sich bei Freiraumausbreitung in 10 m Entfernung in etwa?ab Klasse A

  1. 0,4 V/m
  2. 1,7 V/m
  3. 8,9 V/m
  4. 2,2 V/m
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist D: 2,2 V/m

Wieder E = Wurzel(30 · P_EIRP) / d. Beim Dipol ist P_EIRP die Speiseleistung mal 1,64.

Lösungsweg:

  1. P_EIRP = 10 W · 1,64 = 16,4 W
  2. Wurzel aus (30 · 16,4) = 22,2
  3. E = 22,2 / 10 m = 2,2 V/m

Kniff: Die Frequenz steht zwar in der Aufgabe, geht aber nicht in die Rechnung ein. Die Feldstärke im freien Raum hängt nur von der Leistung und vom Abstand ab.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 0,4 V/m – Weit zu klein — das entspräche rund 0,5 W EIRP.
  • 1,7 V/m – Hier fehlt der Dipolfaktor 1,64: Mit 10 W statt 16,4 W kämen 1,73 V/m heraus.
  • 8,9 V/m – Viermal zu groß — das entspräche rund 264 W EIRP.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK114

AK115Eine Amateurfunkstelle sendet in FM mit einer äquivalenten Strahlungsleistung (ERP) von 100 W. Wie groß ist die Feldstärke im freien Raum in einer Entfernung von 100 m?ab Klasse A

  1. 0,43 V/m
  2. 0,7 V/m
  3. 0,5 V/m
  4. 0,55 V/m
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist B: 0,7 V/m

ERP ist auf den Halbwellendipol bezogen, die Formel braucht aber EIRP. Umgerechnet wird mit dem Faktor 1,64.

Lösungsweg:

  1. P_EIRP = 100 W ERP · 1,64 = 164 W
  2. Wurzel aus (30 · 164) = 70,1
  3. E = 70,1 / 100 m = 0,7 V/m

Kniff: Genau dieser Übergang ist der Kern der Aufgabe. ERP mal 1,64 ergibt EIRP — wer ihn vergisst, landet bei 0,55 V/m, und die steht als falsche Antwort da.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 0,43 V/m – Zu klein — das entspräche rund 62 W EIRP.
  • 0,5 V/m – Ebenfalls zu klein, rund 83 W EIRP.
  • 0,55 V/m – Hier wurde mit 100 W als EIRP gerechnet, also ohne die Umrechnung von ERP auf EIRP.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AK115

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Alle Themen: Technische Kenntnisse Klasse A · Lexikon

Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.