Abschnitt 5.6.5 · Sender und Empfänger · Technische Kenntnisse Klasse A. 2 Fragen, jede mit Erklärung.
Auf dieser Seite stehen alle 2 Prüfungsfragen zum Thema Konverter und Transverter (Kapitel „Sender und Empfänger“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.
AF501Zwischen welchen Frequenzen muss der Quarzoszillator umschaltbar sein, damit im 70 cm-Bereich die oberen 4 MHz durch diesen Konverter empfangen werden können? Die Oszillatorfrequenz f_OSZ soll jeweils unterhalb des Nutzsignals liegen.ab Klasse A
44,889 MHz und 45,111 MHz
45,556 MHz und 45,778 MHz
45,333 MHz und 45,556 MHz
45,111 MHz und 45,333 MHz
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist C: 45,333 MHz und 45,556 MHz
Lösungsweg:
Die oberen 4 MHz des 70-cm-Bandes sind 436 bis 440 MHz — so steht es auch am ersten Filter
Das zweite Filter ist 2 MHz breit, also zwei Abschnitte: 436 bis 438 MHz und 438 bis 440 MHz
Vor dem Vervielfacher durch 9 teilen: 408 / 9 = 45,333 MHz und 410 / 9 = 45,556 MHz
Gegenprobe: 45,333 · 9 = 408, mit 28 bis 30 MHz ergibt das 436 bis 438 MHz; 45,556 · 9 = 410 ergibt 438 bis 440 MHz
Kniff: Zwei Stolperstellen. Erstens steht der Vervielfacher zwischen Quarz und Mischer: gefragt sind die Quarzfrequenzen, also muss am Ende durch 9 geteilt werden. Zweitens ist das zweite Filter nur 2 MHz breit, die gewünschten 4 MHz passen also nicht in einen Durchgang — deshalb zwei Quarze, einer je 2-MHz-Hälfte. Dass f_OSZ unterhalb liegen soll, legt die Richtung fest: Oszillatorfrequenz = Empfangsfrequenz − Zwischenfrequenz.
Warum die anderen nicht stimmen:
44,889 MHz und 45,111 MHz – Um einen ganzen 4-MHz-Block zu tief: 44,889 · 9 = 404 MHz und 45,111 · 9 = 406 MHz, damit empfängt man 432 bis 436 MHz statt 436 bis 440 MHz.
45,556 MHz und 45,778 MHz – Der untere Wert stimmt, der obere ist eine Stufe zu hoch: 45,778 · 9 = 412 MHz, das ergäbe 440 bis 442 MHz — über dem Bandende. Nach unten fehlt dann der Abschnitt 436 bis 438 MHz.
45,111 MHz und 45,333 MHz – Um 2 MHz zu tief angesetzt: 45,111 · 9 = 406 MHz und 45,333 · 9 = 408 MHz, abgedeckt wären 434 bis 438 MHz. Der obere Wert ist der richtige untere.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AF501
AF502Zwischen welchen Frequenzen muss der Quarzoszillator umschaltbar sein, damit im 70 cm-Bereich die unteren 4 MHz durch diesen Konverter empfangen werden können? Die Oszillatorfrequenz f_OSZ soll jeweils unterhalb des Nutzsignals liegen.ab Klasse A
44,667 MHz und 44,889 MHz
44,889 MHz und 45,111 MHz
45,111 MHz und 45,333 MHz
44,444 MHz und 44,667 MHz
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Richtig ist A: 44,667 MHz und 44,889 MHz
Lösungsweg:
Erster Teilbereich 430−432 MHz auf 28−30 MHz: f_OSZ = 430 MHz − 28 MHz = 402 MHz
Kniff: Der zweite Filter ist nur 2 MHz breit (28−30 MHz), die gewünschten 4 MHz passen also nicht in einem Stück hindurch — daher zwei Quarze für zwei Teilbereiche: 430−432 MHz und 432−434 MHz. Und die Quarzfrequenz ist nicht f_OSZ: der Vervielfacher liegt dazwischen, also am Ende noch durch 9 teilen.
Warum die anderen nicht stimmen:
44,889 MHz und 45,111 MHz – Um einen Bereich zu hoch angesetzt. 45,111 MHz · 9 = 406 MHz, damit deckt der zweite Quarz 434−436 MHz ab; zusammen erfasst dieses Paar 432−436 MHz statt der unteren 4 MHz ab 430 MHz.
45,111 MHz und 45,333 MHz – Zwei Bereiche zu hoch: 45,111 MHz · 9 = 406 MHz und 45,333 MHz · 9 = 408 MHz, also 434−438 MHz. Das liegt vollständig über den unteren 4 MHz des Bandes.
44,444 MHz und 44,667 MHz – Einen Bereich zu tief. 44,444 MHz · 9 = 400 MHz ergibt 428−430 MHz — unterhalb des Bandanfangs 430 MHz. Der zweite Wert stimmt, der erste deckt einen Bereich ab, der gar nicht zum 70-cm-Band gehört.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AF502
Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.