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Digitale Übertragungsverfahren Klasse E

Abschnitt 4.5.4 · Modulations- und Übertragungsverfahren · Technische Kenntnisse Klasse E. 15 Fragen, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 15 Prüfungsfragen zum Thema Digitale Übertragungsverfahren (Kapitel „Modulations- und Übertragungsverfahren“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

▶ Diese 15 Fragen im Trainer üben

Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Bandbreite und Datenrate bei digitalen Betriebsarten

Bandbreite und Datenrate werden verwechselt, weil beide „viel“ bedeuten können. Gemessen wird aber Verschiedenes, und darum sind auch die Einheiten verschieden. Die BANDBREITE ist ein Stück Frequenzachse: der Frequenzbereich, den eine Aussendung belegt, gemessen in Hertz. Die DATENRATE ist eine Menge je Zeit: wie viele Bit in einer Sekunde ankommen, gemessen in Bit je Sekunde. Das eine ist Platz, das andere Tempo. An den Einheiten erkennt man die falschen Antworten sofort — wo eine Datenmenge in Hertz oder eine Bandbreite in Bit je Sekunde steht, sind die beiden Größen vertauscht; Baud ist noch eine dritte Größe und zählt Symbole, nicht Bit. Aus der Trennung folgt der Umgang mit den schmalbandigen digitalen Verfahren. Erzeugt wird das Signal im Rechner als NIEDERFREQUENZ und über die Audioschnittstelle in den Transceiver gegeben. Oben soll es genauso schmal bleiben, wie es unten war, also braucht es eine Modulationsart, die das NF-Band unverändert nach oben verschiebt, ohne etwas hinzuzufügen: das tut die Einseitenbandmodulation. Genau darum wird SSB am Gerät eingestellt und nicht AM oder FM, die aus einem schmalen NF-Signal ein breiteres HF-Signal machen. Und daraus folgt die Rechnung von selbst: 50 Hz NF-Bandbreite ergeben 50 Hz HF-Bandbreite, nicht die Hälfte, nicht das Doppelte und nichts mit einer Wurzel. Daraus folgt zweitens, wie viel in ein SSB-Fenster passt. Ein Fenster von 2,4 kHz ist gegenüber einem 50 Hz breiten Signal riesig. Es ist kein Kanal für ein Signal, sondern ein Stück Band, in dem mehrere schmale Signale verschiedener Stationen nebeneinander liegen können. Der Rechner bekommt das ganze Fenster als NF und dekodiert darin je nach Verfahren ein Signal oder mehrere gleichzeitig. Die Falle ist der Gedanke „ein Seitenband, also ein Signal“: das Seitenband sagt nur, auf welcher Seite des Trägers das Fenster liegt, nicht, wie viele Signale hineinpassen. In dasselbe Bild gehört AFSK. Die Umtastung passiert unten, im NF-Bereich, und erst das so entstandene NF-Signal moduliert einen Hochfrequenzträger.

Bandbreitegenutzter Frequenzbereich, in HzPlatz auf der Frequenzachse.
DatenübertragungsrateDatenmenge je Zeit, in Bit/sTempo, nicht Platz. Nicht mit der Bandbreite gleichsetzen.
SymbolrateSymbole je Sekunde, in BaudEine dritte Größe, weder Datenrate noch Bandbreite.
Schmalbandig digital als NF eingespeistam Gerät SSB einstellenZum Beispiel BPSK31 oder FT8. SSB schiebt die NF-Bandbreite unverändert nach oben.
50 Hz NF in SSB50 Hz HF-BandbreiteDie Bandbreite bleibt gleich.
SSB-Fenster von 2,4 kHzmehrere schmale Signale passen hineinJe nach Art der Signale sind eines oder mehrere gleichzeitig zu empfangen und zu dekodieren.
AudioschnittstelleRechner erzeugt und dekodiert die NFDas Funkgerät selbst bleibt analog.
AFSKdurch Frequenzumtastung erzeugtes NF-SignalDamit wird ein Hochfrequenzträger moduliert, zum Beispiel mittels FM.
WSPRdigitales Verfahren für ReichweitentestsSehr schmalbandig, für automatische Empfangsberichte gedacht.
Automatische Empfangsberichteeigenes Rufzeichen im Internet suchenAussenden, dann auf passenden Internetplattformen nachsehen. Keine Adresse mitsenden, keine Antwortfrequenz daneben.
SSTVüberträgt StandbilderSlow Scan Television. Es belegt nicht mehr Bandbreite als ATV und ist nicht auf Schwarzweiß festgelegt.
ATVüberträgt bewegte BilderAmateurfernsehen. Der Unterschied zu SSTV liegt im Bildinhalt, nicht im Band.

Merken: Bandbreite ist Platz auf der Frequenzachse und wird in Hertz gemessen, die Datenrate ist Tempo und wird in Bit je Sekunde gemessen. Ein schmalbandiges digitales Signal wird als NF eingespeist und in SSB umgesetzt, weil SSB die Bandbreite unverändert nach oben schiebt: aus 50 Hz NF werden 50 Hz HF. In ein SSB-Fenster von 2,4 kHz passen je nach Verfahren mehrere Signale gleichzeitig. AFSK ist ein durch Umtastung erzeugtes NF-Signal, mit dem ein Träger moduliert wird. Und SSTV überträgt Standbilder, ATV bewegte Bilder.

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Multiplexverfahren und paketvermittelte Netze

Mehrere Stationen wollen dieselbe Übertragungsstrecke benutzen, ohne sich gegenseitig unbrauchbar zu machen. Dafür gibt es drei Größen, in denen man sie auseinanderhalten kann, und jedes Multiplexverfahren greift sich genau eine davon heraus. Welche, steht im Namen — deshalb ist jede dieser Fragen über den Namen zu lösen und nicht über ein Gefühl. ZEITmultiplex teilt die Zeit: alle senden auf DERSELBEN Frequenz, aber nacheinander im schnellen zeitlichen Wechsel. FREQUENZmultiplex teilt die Frequenz: alle senden ZEITGLEICH, aber jeder auf einer anderen Frequenz. CODEmultiplex teilt weder Zeit noch Frequenz, sondern gibt jedem einen eigenen Code: alle senden zeitgleich im selben Frequenzbereich, mit Spreizcodierung, und der Empfänger holt sich mit dem Code genau ein Signal heraus. Die drei Fragen stehen fast gleichlautend nebeneinander und bieten jedes Mal dieselben Möglichkeiten an: die richtige und die beiden anderen Verfahren. Genau darum trägt nur die Zuordnung Name zu geteilter Größe. Wird zusätzlich eine Aufteilung nach unterschiedlichen WEGEN angeboten, ist sie auszuschließen: das wäre eine Aufteilung im Raum und gehört zu keinem der drei Verfahren. Im Netz darüber kehrt dasselbe Denken in anderer Gestalt wieder: nicht jeder erreicht jeden direkt, also muss geregelt sein, wen man selbst erreicht und wo jemand weiterhelfen muss. Erreichen sich zwei Stationen nicht direkt, wird die Nachricht paketweise über Zwischenstationen weitergeleitet, bis sie am Ziel ist. Das ist der Kern der Paketvermittlung, und es ist etwas anderes, als ein Paket nur zu wiederholen oder anders zu verpacken. Beim Internetprotokoll leisten zwei Angaben zusammen diese Regelung: die IP-Adresse sagt, welche Adresse die Schnittstelle selbst hat, die Subnetzmaske sagt, wie weit das eigene Teilnetz reicht. Daraus folgt der Adressbereich, der ohne Router direkt erreichbar ist; alles darüber hinaus geht über einen Router. Und weil das Internetprotokoll nichts weiter ist als eine Vereinbarung über Adressen und Pakete, ist es nicht an das Internet gebunden und darf im Amateurfunk verwendet werden.

TDMA, Zeitmultiplexschneller zeitlicher WechselNacheinander auf derselben Frequenz.
FDMA, Frequenzmultiplexzeitgleich auf verschiedenen FrequenzenGleichzeitig, aber jeder auf seiner eigenen Frequenz.
CDMA, Codemultiplexzeitgleich mit SpreizcodierungIm selben Frequenzbereich; der Code trennt die Signale.
Merkhilfeerster Buchstabe, geteilte GrößeT die Zeit, F die Frequenz, C den Code.
Unterschiedliche Wegekeines der drei VerfahrenEine Aufteilung im Raum, bei allen drei Verfahren angeboten und nie gemeint.
PaketvermitteltDaten laufen in einzelnen PaketenJedes Paket trägt seine Zieladresse und kann eigene Wege nehmen.
Zwei Stationen ohne direkte VerbindungWeiterleitung über ZwischenstationenNicht Wiederholung, nicht Dekompression, nicht Defragmentierung.
IP-AdresseAdresse der SchnittstelleSagt allein noch nicht, wie weit das eigene Teilnetz reicht.
Subnetzmaskelegt die Größe des Teilnetzes festTrennt den Netzanteil der Adresse vom Anteil der einzelnen Station.
Adresse und Maske zusammendirekt erreichbarer AdressbereichDirekt heißt: ohne Router über diese Schnittstelle erreichbar.
Ziel außerhalb des Bereichsgeht über einen RouterDeshalb steht in jedem Gerät zusätzlich ein Weg nach draußen.
IP im Amateurfunkerlaubt, nicht auf das Internet beschränktDas Protokoll ist nur eine Vereinbarung über Adressen und Pakete.

Merken: Drei Verfahren, drei geteilte Größen: TDMA teilt die Zeit und bleibt auf derselben Frequenz, FDMA teilt die Frequenz und sendet zeitgleich, CDMA teilt den Code und sendet zeitgleich im selben Frequenzbereich mit Spreizcodierung. Der erste Buchstabe verrät jedes Mal, welche Größe geteilt wird. Erreichen sich zwei Stationen nicht direkt, laufen die Pakete über Zwischenstationen. IP-Adresse und Subnetzmaske ergeben zusammen den ohne Router direkt erreichbaren Adressbereich. Und das Internetprotokoll darf im Amateurfunk verwendet werden, denn es ist nicht auf das Internet beschränkt.

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Die 15 Fragen

EE401Welcher Unterschied besteht zwischen der Bandbreite und der Datenübertragungsrate?ab Klasse E

  1. Die Datenübertragungsrate (in Bit/s) entspricht der Symbolrate (in Baud). Die Bandbreite (in Hz) entspricht der maximal möglichen Datenübertragungsrate (in Bit/s).
  2. Die Datenübertragungsrate (in Baud) entspricht der Symbolrate (in Bit/s). Die Bandbreite (in Hz) entspricht der minimal möglichen Datenübertragungsrate (in Baud).
  3. Als Bandbreite wird der genutzte Frequenzbereich (in Hz) und als Datenübertragungsrate die je Zeiteinheit übertragene Datenmenge (in Bit/s) bezeichnet.
  4. Als Bandbreite wird die übertragene Datenmenge (in Hz) und als Datenübertragungsrate die je Zeiteinheit übertragenen Symbole (in Baud) bezeichnet.
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Richtig ist C: Als Bandbreite wird der genutzte Frequenzbereich (in Hz) und als Datenübertragungsrate die je Zeiteinheit übertragene Datenmenge (in Bit/s) bezeichnet.

Kniff: Lies nur die Einheiten in den Klammern, dann brauchst du den Satzbau nicht zu prüfen. Bandbreite gehört zu Hz, Datenübertragungsrate zu Bit/s, Symbolrate zu Baud. In den drei falschen Antworten sitzt jeweils mindestens eine Einheit an der falschen Größe.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Die Datenübertragungsrate (in Bit/s) entspricht der Symbolrate (in Baud). Die Bandbreite (in Hz) entspricht der maximal möglichen Datenübertragungsrate (in Bit/s). – Der erste Satz setzt Datenrate und Symbolrate gleich, obwohl Baud Symbole zählt und Bit/s Bit. Der zweite erklärt die Bandbreite zu einer Datenrate und vermischt damit Platz und Tempo.
  • Die Datenübertragungsrate (in Baud) entspricht der Symbolrate (in Bit/s). Die Bandbreite (in Hz) entspricht der minimal möglichen Datenübertragungsrate (in Baud). – Hier sind die Einheiten der ersten beiden Größen gegeneinander getauscht: Baud steht an der Datenrate, Bit/s an der Symbolrate. Außerdem wird die Bandbreite wieder als Datenrate ausgelegt.
  • Als Bandbreite wird die übertragene Datenmenge (in Hz) und als Datenübertragungsrate die je Zeiteinheit übertragenen Symbole (in Baud) bezeichnet. – Eine Datenmenge in Hertz gibt es nicht, und die Datenrate zählt Bit statt Symbole. Beide Begriffe sind mit der Einheit und dem Inhalt der jeweils anderen Größe zusammengesetzt.

Mehr dazu: Bandbreite und Datenrate bei digitalen Betriebsarten

EE402Welche Modulation wird am Transceiver eingestellt, um ein schmalbandiges digitales Signal (z. B. BPSK31 oder FT8), das per Audiosignal als NF eingespeist wird, unter Beibehaltung der Bandbreite in HF umzusetzen?ab Klasse E

  1. Einseitenbandmodulation (SSB)
  2. Phasenmodulation (PM)
  3. Amplitudenmodulation (AM)
  4. Frequenzmodulation (FM)
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Richtig ist A: Einseitenbandmodulation (SSB)

Kniff: Die Bedingung steht in der Frage: unter Beibehaltung der Bandbreite. Gesucht ist also das Verfahren, das das NF-Band nur nach oben verschiebt und nichts hinzufügt. Prüfe jede der vier Antworten daran, was sie aus einem sehr schmalen NF-Signal macht.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Phasenmodulation (PM) – Phasenmodulation schiebt das NF-Band nicht unverändert nach oben; die Bandbreite bleibt dabei nicht erhalten.
  • Amplitudenmodulation (AM) – AM erzeugt aus dem NF-Signal beide Seitenbänder und dazu den Träger. Aus einem schmalen NF-Signal wird so ein breiteres HF-Signal.
  • Frequenzmodulation (FM) – FM setzt die NF in eine Frequenzauslenkung um, und deren Hub bestimmt die Bandbreite. Das schmale Signal wird dadurch breiter, statt seine Breite zu behalten.

Mehr dazu: Bandbreite und Datenrate bei digitalen Betriebsarten

EE403Bei der Aussendung eines digitalen Signals mittels eines Funkgerätes in SSB-Einstellung beträgt die NF-Bandbreite des in das Funkgerät eingespeisten Signals 50 Hz. Wie groß ist die HF-Bandbreite?ab Klasse E

  1. 25 Hz
  2. 100 Hz
  3. √(2) ⋅ 50 Hz
  4. 50 Hz
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Richtig ist D: 50 Hz

Lösungsweg:

  1. Gegeben: NF-Bandbreite 50 Hz, Gerät in SSB-Einstellung
  2. SSB verschiebt das NF-Band nach oben, ohne Träger und ohne zweites Seitenband
  3. Also HF-Bandbreite = NF-Bandbreite, ohne Faktor
  4. Ergebnis: 50 Hz

Kniff: Drei Antworten verlangen eine Rechnung, die richtige verlangt keine. Da SSB das NF-Band unverändert nach oben verschiebt, steht in beiden Zeilen dieselbe Zahl. Wer hier halbiert, verdoppelt oder eine Wurzel zieht, hat eine Regel aus einem anderen Zusammenhang angewendet.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 25 Hz – Halbiert. Halbiert wird bei SSB gegenüber AM die Zahl der Seitenbänder, nicht die Breite des einen, das übrig bleibt.
  • 100 Hz – Verdoppelt. Das Doppelte ergibt sich aus zwei Seitenbändern, also bei AM, nicht aus dem einen Seitenband von SSB.
  • √(2) ⋅ 50 Hz – Die Wurzel aus zwei gehört zum Verhältnis von Spitzenwert und Effektivwert bei Wechselgrößen. Mit einer Bandbreite hat sie nichts zu tun.

Mehr dazu: Bandbreite und Datenrate bei digitalen Betriebsarten

EE404Wie viele digitale Signale unterschiedlicher Stationen können mit einem analogen Funkgerät (2,4 kHz SSB-Bandbreite) und einem über die Audio-Schnittstelle angeschlossenen Computer gleichzeitig empfangen und dekodiert werden?ab Klasse E

  1. Es kann maximal ein Signal empfangen werden, da ein Seitenband genutzt wird.
  2. Es können je nach Art der Signale ein oder mehrere Signale empfangen werden.
  3. Es können maximal zwei Signale empfangen werden (eines pro Seitenband).
  4. Es kann maximal ein Signal empfangen werden, außer das Funkgerät verfügt über doppelte Kanalbandbreite.
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Richtig ist B: Es können je nach Art der Signale ein oder mehrere Signale empfangen werden.

Kniff: Vergleiche die Zahlen: das Fenster ist 2,4 kHz breit, die gemeinten digitalen Signale sind schmal. Es ist damit kein Kanal für ein Signal, sondern ein Stück Band, in dem mehrere nebeneinander liegen können. Alle drei falschen Antworten leiten aus dem Seitenband eine feste Obergrenze ab, obwohl das Seitenband nur die Lage des Fensters angibt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Es kann maximal ein Signal empfangen werden, da ein Seitenband genutzt wird. – Aus „ein Seitenband“ folgt nicht „ein Signal“. Das Seitenband ist das Fenster, und in 2,4 kHz Breite passen mehrere schmale Signale nebeneinander.
  • Es können maximal zwei Signale empfangen werden (eines pro Seitenband). – Hier wird je Seitenband ein Signal gezählt. Bei SSB steht ohnehin nur ein Seitenband zur Verfügung, und die Zahl der Signale hängt nicht an den Seitenbändern.
  • Es kann maximal ein Signal empfangen werden, außer das Funkgerät verfügt über doppelte Kanalbandbreite. – Auch das macht aus dem Fenster einen Kanal für genau ein Signal. Mehr Bandbreite ist nicht die Bedingung dafür, mehrere Signale gleichzeitig zu dekodieren — die 2,4 kHz genügen dafür schon.

Mehr dazu: Bandbreite und Datenrate bei digitalen Betriebsarten

EE405Wie können Sie automatische Empfangsberichte zu Aussendungen erhalten, z. B. um die Reichweite ihrer Sendeanlage zu testen?ab Klasse E

  1. Durch Aussendung Ihres Rufzeichens mittels Telegrafie (12 WPM) mit dem Zusatz „R“ (für Report) und Abhören der 10 kHz tiefer gelegenen Frequenz
  2. Durch Aussendung einer Nachricht mittels geeignetem digitalen Verfahren (z. B. CW oder WSPR) und Suche nach Ihrem Rufzeichen auf passenden Internetplattformen
  3. Durch Aussendung einer Nachricht mittels geeignetem digitalen Verfahren (z. B. CW oder WSPR) unter Angabe Ihrer E-Mail-Adresse und der Anzahl der maximal gewünschten Empfangsberichte
  4. Durch Aussendung Ihres Rufzeichens mittels Telegrafie (5 WPM) mit dem Zusatz „AUTO RSVP“ (vom französischen „répondez s’il vous plaît“) und Abhören der 10 kHz höher gelegenen Frequenz
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Richtig ist B: Durch Aussendung einer Nachricht mittels geeignetem digitalen Verfahren (z. B. CW oder WSPR) und Suche nach Ihrem Rufzeichen auf passenden Internetplattformen

Kniff: Trenne jede Antwort in zwei Teile: das Verfahren und den Weg, auf dem der Bericht zurückkommt. Automatisch heißt hier, dass fremde Empfangsstationen ihre Rapporte selbst in eine Datenbank eintragen und du dort nach deinem Rufzeichen suchst. Eine Antwort auf einer Frequenz daneben oder eine mitgesendete Adresse gehört nicht dazu.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Durch Aussendung Ihres Rufzeichens mittels Telegrafie (12 WPM) mit dem Zusatz „R“ (für Report) und Abhören der 10 kHz tiefer gelegenen Frequenz – Es gibt keine Vereinbarung, nach der Empfangsberichte 10 kHz unterhalb der Sendefrequenz zurückkommen. Hier wird auf eine Antwort im Funkverkehr gewartet, statt in einer Datenbank nachzusehen.
  • Durch Aussendung einer Nachricht mittels geeignetem digitalen Verfahren (z. B. CW oder WSPR) unter Angabe Ihrer E-Mail-Adresse und der Anzahl der maximal gewünschten Empfangsberichte – Das Verfahren ist richtig gewählt, der Rückweg nicht. Es wird keine Adresse mitgesendet und keine Anzahl bestellt; wer die Aussendung aufgenommen hat, siehst du auf den Internetplattformen nach.
  • Durch Aussendung Ihres Rufzeichens mittels Telegrafie (5 WPM) mit dem Zusatz „AUTO RSVP“ (vom französischen „répondez s’il vous plaît“) und Abhören der 10 kHz höher gelegenen Frequenz – Dieselbe erfundene Ablage, nur nach oben statt nach unten, und dazu ein Zusatz, den es im Funkbetrieb nicht gibt. Die beiden Telegrafieantworten unterscheiden sich allein in Tempo, Kürzel und Richtung.

Mehr dazu: Bandbreite und Datenrate bei digitalen Betriebsarten

EE406Welches der folgenden Diagramme zeigt einen erkennbar durch Amplitudenumtastung (ASK) modulierten Träger?ab Klasse E

  1. Antwortbild EE406_a.svg
  2. Antwortbild EE406_c.svg
  3. Antwortbild EE406_d.svg
  4. Antwortbild EE406_b.svg
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Richtig ist A: Antwortbild EE406_a.svg

Amplitudenumtastung schaltet die Höhe der Trägerschwingung im Takt der Daten zwischen zwei Werten um, oft zwischen voller und stark verringerter Amplitude. Frequenz und Phase bleiben dabei unberührt. Im Zeitbild heißt das: die Hüllkurve springt blockweise zwischen zwei Höhen, während der Abstand der Nulldurchgänge überall gleich bleibt. Die anderen Umtastarten ändern jeweils eine andere der drei Größen und lassen die Amplitude gleich. Ein Blick auf die Hüllkurve genügt deshalb, um Amplitudenumtastung von Frequenz- und Phasenumtastung zu trennen.

Kniff: Lege gedanklich eine Linie über die Wellenspitzen. Springt diese Linie zwischen zwei Höhen, ist es Amplitudenumtastung, bleibt sie waagerecht, steckt die Information in Frequenz oder Phase. Am leichtesten verwechselt man das richtige Bild mit dem frequenzumgetasteten, weil auch dort die Abschnitte verschieden aussehen. Zähle zur Gegenprobe die Wellen je Länge: bleibt die Zahl gleich und ändert sich nur die Höhe, ist es Amplitudenumtastung.

EE407Welches der folgenden Diagramme zeigt einen erkennbar durch Frequenzumtastung (FSK) modulierten Träger?ab Klasse E

  1. Antwortbild EE407_d.svg
  2. Antwortbild EE407_c.svg
  3. Antwortbild EE407_a.svg
  4. Antwortbild EE407_b.svg
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Richtig ist C: Antwortbild EE407_a.svg

Frequenzumtastung schaltet die Frequenz des Trägers im Takt der Daten zwischen zwei Werten um, die Amplitude bleibt dabei konstant. Im Zeitbild liest man die Frequenz am Abstand der Nulldurchgänge ab: enge Abstände bedeuten hohe Frequenz, weite Abstände niedrige. Ein frequenzumgetastetes Signal zeigt deshalb Abschnitte mit dicht gedrängten und Abschnitte mit sichtbar breiteren Wellen, alle von gleicher Höhe. Weil die Amplitude nicht schwankt, kann die Endstufe dabei ständig mit voller Leistung arbeiten.

Kniff: Sieh erst über die ganze Breite auf die Höhe der Wellen. Ist sie konstant, fällt die Amplitudenumtastung weg. Miss dann den Abstand der Nulldurchgänge an mehreren Stellen, wechselt er, ist es Frequenzumtastung. Die Verwechslungsgefahr liegt beim phasenumgetasteten Bild, das ebenfalls durchweg gleich hoch ist. Dort bleibt der Nulldurchgangsabstand aber überall gleich und es gibt nur einzelne Knickstellen, während hier ganze Abschnitte enger oder weiter stehen.

EE408Was ist Audio Frequency Shift Keying (AFSK)?ab Klasse E

  1. Ein unmodulierter Hochfrequenzträger, bei dem die Frequenzabweichung im hörbaren Bereich liegt
  2. Eine Kombination aus digitaler Amplituden- und Frequenzmodulation, um zwei Informationen gleichzeitig zu übertragen
  3. Ein hochfrequentes PSK-Signal, das mittels automatischer Umtastung auf zwei NF-Träger übertragen wird, um Bandbreite zu sparen
  4. Ein durch Frequenzumtastung erzeugtes NF-Signal, mit dem ein Hochfrequenzträger (z. B. mittels FM) moduliert werden kann
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Richtig ist D: Ein durch Frequenzumtastung erzeugtes NF-Signal, mit dem ein Hochfrequenzträger (z. B. mittels FM) moduliert werden kann

Kniff: Zerlege den Namen. „Audio“ sagt, wo umgetastet wird, nämlich im NF-Bereich, und „Frequency Shift Keying“ sagt, was geschieht, nämlich eine Frequenzumtastung. Prüfe jede Antwort daran, ob die Umtastung unten stattfindet und der Träger erst danach moduliert wird.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Ein unmodulierter Hochfrequenzträger, bei dem die Frequenzabweichung im hörbaren Bereich liegt – Ein unmodulierter Träger überträgt nichts, und „Keying“ heißt gerade, dass umgetastet wird. Die Umtastung sitzt bei AFSK zudem im NF-Signal, nicht am Hochfrequenzträger.
  • Eine Kombination aus digitaler Amplituden- und Frequenzmodulation, um zwei Informationen gleichzeitig zu übertragen – Im Namen steht allein Frequenzumtastung, von einer Amplitudenkomponente ist keine Rede. Zwei Informationen gleichzeitig sind damit auch nicht gemeint.
  • Ein hochfrequentes PSK-Signal, das mittels automatischer Umtastung auf zwei NF-Träger übertragen wird, um Bandbreite zu sparen – Hier steht PSK, also Phasenumtastung, an der Stelle der Frequenzumtastung. Außerdem ist die Reihenfolge verdreht: bei AFSK entsteht zuerst das NF-Signal, und dieses moduliert dann den Träger.

Mehr dazu: Bandbreite und Datenrate bei digitalen Betriebsarten

EE409Wie werden bei Zeitmultiplexverfahren (TDMA) mehrere Signale gleichzeitig übertragen?ab Klasse E

  1. Zeitgleich auf unterschiedlichen Wegen
  2. Zeitgleich mit Spreizcodierung im selben Frequenzbereich
  3. Zeitgleich auf unterschiedlichen Frequenzen
  4. Im schnellen zeitlichen Wechsel auf derselben Frequenz
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Richtig ist D: Im schnellen zeitlichen Wechsel auf derselben Frequenz

Kniff: Der erste Buchstabe nennt die geteilte Größe, hier T für die Zeit. Zeitlich geteilt heißt nacheinander, und was nicht geteilt wird, bleibt für alle gemeinsam — also dieselbe Frequenz. Suche deshalb die einzige Antwort, die nicht mit „zeitgleich“ beginnt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Zeitgleich auf unterschiedlichen Wegen – Das ist keines der drei Verfahren, sondern eine Aufteilung im Raum. Diese Antwort steht in allen drei Fragen als Ablenkung und ist nie gemeint.
  • Zeitgleich mit Spreizcodierung im selben Frequenzbereich – Das beschreibt Codemultiplex, also CDMA. Dort teilt der Code die Signale, die Zeit bleibt gemeinsam.
  • Zeitgleich auf unterschiedlichen Frequenzen – Das beschreibt Frequenzmultiplex, also FDMA. Es ist die genaue Umkehrung: dort ist die Frequenz verschieden und die Zeit gemeinsam, bei TDMA die Zeit verschieden und die Frequenz gemeinsam.

Mehr dazu: Multiplexverfahren und paketvermittelte Netze

EE410Wie werden bei Frequenzmultiplexverfahren (FDMA) mehrere Signale gleichzeitig übertragen?ab Klasse E

  1. Zeitgleich mit Spreizcodierung im selben Frequenzbereich
  2. Zeitgleich auf unterschiedlichen Frequenzen
  3. Im schnellen zeitlichen Wechsel auf derselben Frequenz
  4. Zeitgleich auf unterschiedlichen Wegen
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Richtig ist B: Zeitgleich auf unterschiedlichen Frequenzen

Kniff: F steht für die Frequenz, also ist die Frequenz das Verschiedene und die Zeit das Gemeinsame. Die Antwort muss deshalb beides enthalten: „zeitgleich“ und verschiedene Frequenzen. Nur eine der vier nennt beides.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Zeitgleich mit Spreizcodierung im selben Frequenzbereich – Das beschreibt Codemultiplex, also CDMA. Der Frequenzbereich ist dort für alle derselbe, getrennt wird über den Code.
  • Im schnellen zeitlichen Wechsel auf derselben Frequenz – Das beschreibt Zeitmultiplex, also TDMA. Zeit und Frequenz sind hier genau gegeneinander vertauscht.
  • Zeitgleich auf unterschiedlichen Wegen – Das ist keines der drei Verfahren, sondern eine Aufteilung im Raum. Ein Weg ist keine der drei teilbaren Größen Zeit, Frequenz und Code.

Mehr dazu: Multiplexverfahren und paketvermittelte Netze

EE411Wie werden bei Codemultiplexverfahren (CDMA) mehrere Signale gleichzeitig übertragen?ab Klasse E

  1. Im schnellen zeitlichen Wechsel auf derselben Frequenz
  2. Zeitgleich mit Spreizcodierung im selben Frequenzbereich
  3. Zeitgleich auf unterschiedlichen Frequenzen
  4. Zeitgleich auf unterschiedlichen Wegen
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist B: Zeitgleich mit Spreizcodierung im selben Frequenzbereich

Kniff: C steht für den Code, und nur eine Antwort nennt einen Code, nämlich die Spreizcodierung. Prüfe gegen, was dabei gemeinsam bleibt: sowohl die Zeit als auch der Frequenzbereich, denn getrennt wird allein durch den Code.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Im schnellen zeitlichen Wechsel auf derselben Frequenz – Das beschreibt Zeitmultiplex, also TDMA. Dort wird die Zeit geteilt, bei CDMA senden alle zeitgleich.
  • Zeitgleich auf unterschiedlichen Frequenzen – Das beschreibt Frequenzmultiplex, also FDMA. Dort trennt die Frequenz die Signale, bei CDMA liegen alle im selben Frequenzbereich.
  • Zeitgleich auf unterschiedlichen Wegen – Das ist keines der drei Verfahren, sondern eine Aufteilung im Raum. Ein Weg ist weder Zeit noch Frequenz noch Code.

Mehr dazu: Multiplexverfahren und paketvermittelte Netze

EE412Wie können Informationen innerhalb eines paketvermittelten Netzes zwischen zwei Stationen ausgetauscht werden, die sich nicht direkt erreichen können?ab Klasse E

  1. Durch wiederholte Aussendung (Paketwiederholung)
  2. Durch Entpacken vor der Sendung (Paketdekompression)
  3. Durch Zusammenfassung von Übertragungen (Paketdefragmentierung)
  4. Durch Weiterleitung über Zwischenstationen (Paketweiterleitung)
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Richtig ist D: Durch Weiterleitung über Zwischenstationen (Paketweiterleitung)

Kniff: Alle vier Antworten fangen mit „Paket“ an, aber nur eine holt eine dritte Station dazu. Zu überbrücken ist eine Strecke, die keine der beiden Stationen allein schafft — daran ändert es nichts, dasselbe Paket öfter, anders verpackt oder gebündelt zu senden.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Durch wiederholte Aussendung (Paketwiederholung) – Eine Wiederholung hilft, wenn ein Paket unterwegs verloren geht. Ist die Gegenstation überhaupt nicht zu erreichen, kommt auch die zehnte Wiederholung nicht an.
  • Durch Entpacken vor der Sendung (Paketdekompression) – Das ändert nur die Form der Daten, nicht die Strecke. Eine unerreichbare Station wird durch größer ausgepackte Pakete nicht erreichbar.
  • Durch Zusammenfassung von Übertragungen (Paketdefragmentierung) – Auch das betrifft nur die Verpackung, hier das Zusammensetzen von Teilen. Darüber, wer das Paket weiterträgt, sagt es nichts.

Mehr dazu: Multiplexverfahren und paketvermittelte Netze

EE413Was ergibt sich aus der eingestellten IP-Adresse und Subnetzmaske einer Kommunikationsschnittstelle beim Internetprotokoll (IP)?ab Klasse E

  1. Der direkt (d. h. ohne Router) über die Schnittstelle erreichbare Adressbereich
  2. Die Protokoll- und Portnummer des über die Schnittstelle verwendeten Protokolls
  3. Das Standardgateway und die maximale Anzahl der Zwischenstationen (Hops)
  4. Die Gegenstelle und die durch das Teilnetz verwendete Bandbreite
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Richtig ist A: Der direkt (d. h. ohne Router) über die Schnittstelle erreichbare Adressbereich

Kniff: In der Frage stehen zwei Angaben, und beide betreffen Adressen — also muss auch das Ergebnis eine Aussage über Adressen sein. Prüfe die falschen Antworten daran, ob sich das Genannte aus Adresse und Maske überhaupt ablesen lässt: Ports, Gateways und Bandbreiten stehen nicht darin.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Die Protokoll- und Portnummer des über die Schnittstelle verwendeten Protokolls – Protokoll- und Portnummern gehören zu einer einzelnen Verbindung und sind eigene Angaben. Aus Adresse und Maske folgen sie nicht.
  • Das Standardgateway und die maximale Anzahl der Zwischenstationen (Hops) – Das Gateway ist ein zusätzlicher Eintrag, der eigens eingestellt wird; es ergibt sich nicht aus Adresse und Maske. Wie viele Zwischenstationen ein Paket nehmen darf, steht dort ebenfalls nicht.
  • Die Gegenstelle und die durch das Teilnetz verwendete Bandbreite – Adresse und Maske ergeben einen ganzen Adressbereich, nicht eine einzelne Gegenstelle. Die Bandbreite ist eine Eigenschaft der Übertragungsstrecke und mit der Adresseinstellung nicht verbunden.

Mehr dazu: Multiplexverfahren und paketvermittelte Netze

EE414Kann das Internetprotokoll (IP) im Amateurfunk verwendet werden?ab Klasse E

  1. Nein, die benötigte Bandbreite steht im Amateurfunk nicht zur Verfügung.
  2. Ja, es ist nicht auf das Internet beschränkt.
  3. Ja, die Kodierung des Amateurfunkrufzeichens erfolgt in der Subnetzmaske.
  4. Nein, Internetnutzern würde so Zugang zum Amateurfunkband ermöglicht.
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Richtig ist B: Ja, es ist nicht auf das Internet beschränkt.

Kniff: Zwei Antworten sagen ja, zwei nein — entscheide zuerst darüber und lies dann die Begründung. Das Internetprotokoll ist eine Vereinbarung über Adressen und Pakete und damit von einem bestimmten Netz unabhängig. Jede der drei falschen Antworten behauptet eine Bindung, die es nicht gibt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Nein, die benötigte Bandbreite steht im Amateurfunk nicht zur Verfügung. – Das Protokoll schreibt keine Bandbreite vor, es regelt Adressen und die Aufteilung in Pakete. Wie schnell übertragen wird, entscheidet die Strecke.
  • Ja, die Kodierung des Amateurfunkrufzeichens erfolgt in der Subnetzmaske. – Das Ja ist richtig, die Begründung nicht. Die Subnetzmaske legt die Größe des Teilnetzes fest und enthält kein Rufzeichen.
  • Nein, Internetnutzern würde so Zugang zum Amateurfunkband ermöglicht. – Die Wahl des Protokolls stellt keine Verbindung zum Internet her. Dass ein Netz dieselben Adressen und Pakete verwendet, hängt es nicht an das Internet.

Mehr dazu: Multiplexverfahren und paketvermittelte Netze

EE415Welcher Unterschied zwischen ATV und SSTV ist richtig?ab Klasse E

  1. SSTV belegt eine größere Bandbreite als ATV.
  2. SSTV ist schwarzweiß, ATV in Farbe.
  3. SSTV überträgt Standbilder, ATV bewegte Bilder.
  4. SSTV wird nur auf Kurzwelle, ATV auf UKW verwendet.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist C: SSTV überträgt Standbilder, ATV bewegte Bilder.

ATV und SSTV unterscheiden sich im Bildinhalt: SSTV überträgt Standbilder, ATV bewegte Bilder. Daraus folgt alles Weitere. Bewegte Bilder verlangen mehr Bildinhalt je Zeit, deshalb belegt SSTV nicht mehr Bandbreite als ATV. Und weil der Unterschied im Inhalt liegt, ist er keine Festlegung auf Schwarzweiß und keine Festlegung auf ein Frequenzband — SSTV ist nicht auf Schwarzweiß beschränkt, und der Unterschied liegt nicht im Band.

Kniff: Nur eine Antwort nennt den Bildinhalt, und genau darin liegt der Unterschied. Prüfe die anderen drei daran, ob sie überhaupt aus dem Bildinhalt folgen — Farbe und Frequenzband tun es nicht, und die Bandbreite ist in der falschen Richtung angegeben.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • SSTV belegt eine größere Bandbreite als ATV. – Die Richtung ist umgedreht. Bewegte Bilder verlangen mehr Platz als ein einzelnes Standbild, SSTV belegt also nicht mehr Bandbreite als ATV.
  • SSTV ist schwarzweiß, ATV in Farbe. – Die Farbe ist nicht das Unterscheidungsmerkmal. SSTV ist nicht auf Schwarzweiß festgelegt.
  • SSTV wird nur auf Kurzwelle, ATV auf UKW verwendet. – Der Unterschied liegt im Bildinhalt, nicht im Band. Eine Festlegung auf bestimmte Bandbereiche gehört nicht zur Unterscheidung der beiden Verfahren.

Mehr dazu: Bandbreite und Datenrate bei digitalen Betriebsarten

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Alle Themen: Technische Kenntnisse Klasse E · Lexikon

Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.