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Multiplexverfahren und paketvermittelte Netze

Begriffsblatt für die Amateurfunkprüfung – kurz, mit den Fragen, die dazu drankommen.

TDMA, Zeitmultiplexschneller zeitlicher WechselNacheinander auf derselben Frequenz.
FDMA, Frequenzmultiplexzeitgleich auf verschiedenen FrequenzenGleichzeitig, aber jeder auf seiner eigenen Frequenz.
CDMA, Codemultiplexzeitgleich mit SpreizcodierungIm selben Frequenzbereich; der Code trennt die Signale.
Merkhilfeerster Buchstabe, geteilte GrößeT die Zeit, F die Frequenz, C den Code.
Unterschiedliche Wegekeines der drei VerfahrenEine Aufteilung im Raum, bei allen drei Verfahren angeboten und nie gemeint.
PaketvermitteltDaten laufen in einzelnen PaketenJedes Paket trägt seine Zieladresse und kann eigene Wege nehmen.
Zwei Stationen ohne direkte VerbindungWeiterleitung über ZwischenstationenNicht Wiederholung, nicht Dekompression, nicht Defragmentierung.
IP-AdresseAdresse der SchnittstelleSagt allein noch nicht, wie weit das eigene Teilnetz reicht.
Subnetzmaskelegt die Größe des Teilnetzes festTrennt den Netzanteil der Adresse vom Anteil der einzelnen Station.
Adresse und Maske zusammendirekt erreichbarer AdressbereichDirekt heißt: ohne Router über diese Schnittstelle erreichbar.
Ziel außerhalb des Bereichsgeht über einen RouterDeshalb steht in jedem Gerät zusätzlich ein Weg nach draußen.
IP im Amateurfunkerlaubt, nicht auf das Internet beschränktDas Protokoll ist nur eine Vereinbarung über Adressen und Pakete.

Merken: Drei Verfahren, drei geteilte Größen: TDMA teilt die Zeit und bleibt auf derselben Frequenz, FDMA teilt die Frequenz und sendet zeitgleich, CDMA teilt den Code und sendet zeitgleich im selben Frequenzbereich mit Spreizcodierung. Der erste Buchstabe verrät jedes Mal, welche Größe geteilt wird. Erreichen sich zwei Stationen nicht direkt, laufen die Pakete über Zwischenstationen. IP-Adresse und Subnetzmaske ergeben zusammen den ohne Router direkt erreichbaren Adressbereich. Und das Internetprotokoll darf im Amateurfunk verwendet werden, denn es ist nicht auf das Internet beschränkt.

Der Zusammenhang

Mehrere Stationen wollen dieselbe Übertragungsstrecke benutzen, ohne sich gegenseitig unbrauchbar zu machen. Dafür gibt es drei Größen, in denen man sie auseinanderhalten kann, und jedes Multiplexverfahren greift sich genau eine davon heraus. Welche, steht im Namen — deshalb ist jede dieser Fragen über den Namen zu lösen und nicht über ein Gefühl. ZEITmultiplex teilt die Zeit: alle senden auf DERSELBEN Frequenz, aber nacheinander im schnellen zeitlichen Wechsel. FREQUENZmultiplex teilt die Frequenz: alle senden ZEITGLEICH, aber jeder auf einer anderen Frequenz. CODEmultiplex teilt weder Zeit noch Frequenz, sondern gibt jedem einen eigenen Code: alle senden zeitgleich im selben Frequenzbereich, mit Spreizcodierung, und der Empfänger holt sich mit dem Code genau ein Signal heraus. Die drei Fragen stehen fast gleichlautend nebeneinander und bieten jedes Mal dieselben Möglichkeiten an: die richtige und die beiden anderen Verfahren. Genau darum trägt nur die Zuordnung Name zu geteilter Größe. Wird zusätzlich eine Aufteilung nach unterschiedlichen WEGEN angeboten, ist sie auszuschließen: das wäre eine Aufteilung im Raum und gehört zu keinem der drei Verfahren. Im Netz darüber kehrt dasselbe Denken in anderer Gestalt wieder: nicht jeder erreicht jeden direkt, also muss geregelt sein, wen man selbst erreicht und wo jemand weiterhelfen muss. Erreichen sich zwei Stationen nicht direkt, wird die Nachricht paketweise über Zwischenstationen weitergeleitet, bis sie am Ziel ist. Das ist der Kern der Paketvermittlung, und es ist etwas anderes, als ein Paket nur zu wiederholen oder anders zu verpacken. Beim Internetprotokoll leisten zwei Angaben zusammen diese Regelung: die IP-Adresse sagt, welche Adresse die Schnittstelle selbst hat, die Subnetzmaske sagt, wie weit das eigene Teilnetz reicht. Daraus folgt der Adressbereich, der ohne Router direkt erreichbar ist; alles darüber hinaus geht über einen Router. Und weil das Internetprotokoll nichts weiter ist als eine Vereinbarung über Adressen und Pakete, ist es nicht an das Internet gebunden und darf im Amateurfunk verwendet werden.

Herkunft: Fragenkatalog Klasse E, Fragen EE409 bis EE414. Zusatzwissen, das der Katalog nicht abfragt und das hier nur zum Verstehen dient: die Auflösung der Abkürzungen als Time, Frequency und Code Division Multiple Access; dass die Subnetzmaske den Netzanteil der Adresse vom Anteil der einzelnen Station trennt; dass Ziele außerhalb des eigenen Bereichs über einen Router gehen; und dass jedes Paket seine Zieladresse trägt. Der Katalog nennt davon nur das Ergebnis, nämlich den ohne Router direkt erreichbaren Adressbereich, und die Weiterleitung über Zwischenstationen.

Diese Prüfungsfragen gehören dazu

▶ Im Trainer üben Alle Begriffsblätter