Abschnitt 4.7.1 · Antennen und Übertragungsleitungen · Technische Kenntnisse Klasse E. 14 Fragen, jede mit Erklärung.
Auf dieser Seite stehen alle 14 Prüfungsfragen zum Thema Antennen (Kapitel „Antennen und Übertragungsleitungen“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.
Eine Antenne ist ein Stück Draht, das mit der Wellenlänge zusammenpassen muss — und daraus ergeben sich zwei Grundbauarten. Die eine ist in sich vollständig: ein Halbwellendipol, der frei in der Luft hängt und keine Erde braucht (nach Hertz benannt). Die andere ist nur eine HALBE Antenne, ein Viertelwellenstrahler, und die fehlende Hälfte übernimmt die Erde oder ein Blech oder ein Bündel Drähte darunter — das ist die Marconi-Antenne, gegen Erde erregt. Am Auto ist das Dach dieses Gegengewicht, bei einer Groundplane sind es die schräg abgespreizten Radials. Radials sind also Gegengewicht, nicht Strahler: sie sind weder Reflektor noch Direktor, denn diese beiden Begriffe gehören zur Yagi-Antenne, wo zusätzliche Stäbe die Strahlung in eine RICHTUNG lenken. Damit ist auch die zweite Frage entschieden, die praktisch wichtigere: rundum oder gerichtet? Eine Richtantenne sammelt Energie in eine Richtung und ist deshalb im Weitverkehr überlegen — aber sie ist blind für alles andere. Wer mit vielen Stationen im Umkreis sprechen will oder möglichst viele Relais in der Umgebung erreichen will, braucht das Gegenteil: einen Rundstrahler, und der gehört möglichst hoch, also aufs Hausdach. Auf UKW entscheidet nämlich vor allem die Höhe über die Reichweite; eine Antenne auf dem Dachboden strahlt gegen Dachziegel und Balken. Ferritantennen schließlich sind Empfangsantennen für lange Wellen, sie haben auf 2 m nichts zu suchen. Und die Langdrahtantenne ist der Grenzfall der Wellenlänge: auf Kurzwelle ist ein langer Draht praktisch, auf UKW wäre er viele Wellenlängen lang und würde völlig unkontrolliert strahlen — deshalb benutzen Funkamateure sie in der Regel nur auf Kurzwelle. Die Klasse E erweitert die Formenlehre um zwei Gedanken. Erstens die geschlossene Schleife: eine Delta-Loop ist ein Dreieck aus drei gleich langen Drahtstücken, und ein Faltdipol ist ein zum Ring geschlossener Dipol — deshalb braucht er eine GANZE Wellenlänge Draht, obwohl er so lang ist wie ein Halbwellendipol. Eine Sendeschleife hat im Nahfeld überwiegend ein magnetisches Feld, im Unterschied zum Draht. Zweitens der Gewinn durch Länge und Fläche: ein 5/8-Lambda-Strahler bündelt flacher als ein Viertelwellenstrahler und hat deshalb mehr Gewinn, was ihn für den Mobilbetrieb auf VHF und UHF beliebt macht. Und im Mikrowellenbereich bündelt man mit einem Parabolspiegel, in dessen Brennpunkt eine Erregerantenne sitzt — der Spiegel muss dafür mindestens fünf Wellenlängen Durchmesser haben, sonst ist er gegenüber der Welle zu klein, um sie zu formen. Beim Rechnen ist die Reihenfolge wichtig: erst die Wellenlänge bestimmen, dann den Bruchteil nehmen. Für 28,5 MHz sind das 300 geteilt durch 28,5 gleich 10,5 m, und fünf Achtel davon sind 6,58 m.
Hertz-Antenne
Halbwellendipol, frei
Braucht kein Gegengewicht.
Marconi-Antenne
λ/4 gegen Erde erregt
Die fehlende Hälfte übernimmt Erde oder Blech.
Groundplane
λ/4 mit Radials
Die Radials sind das Gegengewicht.
Radials
elektrische Gegengewichte
Nicht Reflektoren, nicht Direktoren.
Reflektor und Direktor
gehören zur Yagi
Sie bündeln in eine Richtung.
Rundstrahler
in alle Richtungen
Für Runden im Umkreis und für viele Relais.
Richtantenne
in eine Richtung
Weit, aber blind nach den Seiten.
Bester Platz auf UKW
hoch, freistehend
Rundstrahler auf dem Hausdach; nicht der Dachboden. Die Dachmitte gilt für das Fahrzeugdach.
Langdraht
in der Regel nur auf Kurzwelle
Auf UKW viele Wellenlängen lang und unkontrolliert.
Ferritantenne
Empfang langer Wellen
Für 2 m ungeeignet.
Delta-Loop
Schleife aus drei gleich langen Stücken
Ein Dreieck.
Faltdipol
Drahtlänge eine ganze Wellenlänge
Zum Ring geschlossener Dipol — die Länge ist doppelt so groß wie beim einfachen.
Drahtantenne auf KW
darf beliebig lang sein
Angepasst wird dann mit einem Anpassgerät.
Magnetische Antenne
starkes Magnetfeld im Nahfeld
Eine Sendeschleife.
Gebräuchlich auf KW
Langdraht, Yagi-Uda, Dipol, Windom, Delta-Loop
Gut für das 80-m-Band
Dipol, Delta-Loop, W-3-D-Z-Z
Buchstabiert: Whiskey drei Delta Zulu Zulu.
5/8-λ statt λ/4
mehr Gewinn
Deshalb für Mobilbetrieb auf VHF und UHF beliebter.
5/8 λ auf 28,5 MHz
6,58 m
Erst λ rechnen (10,5 m), dann fünf Achtel davon.
Parabolspiegel
Spiegelkörper mit Erregerantenne
Der Feed sitzt im Brennpunkt. Für den Mikrowellenbereich.
Spiegeldurchmesser
mindestens fünf Wellenlängen
Sonst bündelt er nicht mehr sinnvoll.
Richtantenne und Nachbar
so hoch und weit weg wie möglich
Abstand hilft mehr als jedes Filter.
Merken: Hertz ist die ganze Antenne, Marconi die halbe gegen Erde — und die Radials einer Groundplane sind ihr Gegengewicht, nicht ihre Strahler. Reflektor und Direktor gehören zur Yagi. Für Runden und für viele Relais nimmt man einen Rundstrahler, und zwar so hoch wie möglich. Den Langdraht gibt es in der Regel nur auf Kurzwelle. Neu in der Klasse E: Delta-Loop ist ein Dreieck, der Faltdipol braucht eine GANZE Wellenlänge Draht, 5/8 Lambda hat mehr Gewinn als Lambda-Viertel, und ein Parabolspiegel braucht mindestens fünf Wellenlängen Durchmesser. Beim Rechnen erst λ, dann den Bruchteil.
EG101Wie nennt man eine Schleifenantenne, die aus drei gleich langen Drahtstücken besteht?ab Klasse E
Delta-Loop-Antenne
3-Element-Beam
3-Element-Quad-Loop-Antenne
W3DZZ-Antenne
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Richtig ist A: Delta-Loop-Antenne
Kniff: Die Frage beschreibt eine Form: eine geschlossene Schleife aus drei gleich langen Stücken ist ein gleichseitiges Dreieck. Prüfe bei jedem Angebot zwei Dinge, ob es überhaupt eine Schleife ist und ob die Drei die Seiten zählt — in zwei falschen Antworten zählt sie Elemente.
Warum die anderen nicht stimmen:
3-Element-Beam – Ein Beam ist eine Richtantenne aus geraden Stäben hintereinander, also Strahler mit Reflektor und Direktor; die Drei zählt dort die Elemente und nicht die Seiten einer Schleife.
3-Element-Quad-Loop-Antenne – Eine Quad-Loop ist zwar eine Schleife, aber eine viereckige, und die Drei zählt auch hier die hintereinander angeordneten Elemente.
W3DZZ-Antenne – Die W 3 D Z Z steht auf dem Blatt bei den Antennen für das 80-m-Band, ist aber eine gestreckte Drahtantenne und keine Schleife.
EG102Eine Drahtantenne für den Amateurfunk im KW-Bereich ...ab Klasse E
muss eine Länge von 3/4 λ haben.
kann grundsätzlich eine beliebige Länge haben.
muss genau λ/4 lang sein.
muss unbedingt λ/2 lang sein.
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Richtig ist B: kann grundsätzlich eine beliebige Länge haben.
Kniff: Achte auf das Wort „muss“: drei Antworten schreiben eine feste Länge vor, eine lässt die Länge offen. Auf Kurzwelle darf der Draht beliebig lang sein, weil ein Anpassgerät ihn an den Sender anpasst. Die genannten Bruchteile sind übliche Längen einzelner Bauformen, aber keine Vorschrift.
Warum die anderen nicht stimmen:
muss eine Länge von 3/4 λ haben. – 3/4 λ ist nicht einmal eine der üblichen Antennenlängen; die Antwort erfindet eine Vorschrift, die es auf Kurzwelle nicht gibt.
muss genau λ/4 lang sein. – λ/4 ist die Länge eines gegen Erde erregten Strahlers, etwa bei einer Groundplane — eine Bauform, kein Zwang für jede Drahtantenne.
muss unbedingt λ/2 lang sein. – λ/2 ist die Länge des resonanten Halbwellendipols; mit einem Anpassgerät muss ein Draht diese Resonanz aber nicht selbst mitbringen.
EG103Welche Antenne ist hier dargestellt?ab Klasse E
Endgespeiste Antenne mit Collins-Filter zur Anpassung
Einband-Drahtantenne mit Preselektor
Einseitig geerdeter Winkeldipol mit Oberwellenfilter
Endgespeiste Antenne mit einfachem Anpassglied
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Richtig ist D: Endgespeiste Antenne mit einfachem Anpassglied
Kniff: Zwei Dinge liest man aus dem Bild ab. Erstens die Speisung: der Draht hängt mit seinem Ende am Anpassglied, nicht in der Mitte — er ist endgespeist. Zweitens der Aufwand: das Anpassglied besteht aus genau einem Schwingkreis, einer Spule mit einem Drehkondensator, und einer kleinen Koppelspule zur Einspeisung. Mehr Bauteile gibt es nicht. Damit ist es ein einfaches Anpassglied und kein Filter mit mehreren Gliedern. Die Angabe 50-75 Ω am Kabel nennt nur den Wellenwiderstand der Speiseleitung, die der Kreis an den sehr hohen Fußpunktwiderstand des Drahtendes anpassen muss.
Warum die anderen nicht stimmen:
Endgespeiste Antenne mit Collins-Filter zur Anpassung – Ein Collins-Filter ist ein Pi-Glied: zwei Drehkondensatoren nach Masse mit einer Spule längs dazwischen. Im Bild gibt es nur einen Drehkondensator, und die Energie wird nicht über einen Längszweig, sondern induktiv über eine Koppelspule eingespeist.
Einband-Drahtantenne mit Preselektor – Ein Preselektor ist ein abstimmbarer Vorkreis im Empfängereingang; er verbessert die Vorselektion. Der Kreis im Bild sitzt am Fußpunkt der Antenne und hat die Aufgabe, den hohen Widerstand des Drahtendes an das Kabel anzupassen. Außerdem ist der Draht durch den einstellbaren Kondensator nicht auf ein Band festgelegt.
Einseitig geerdeter Winkeldipol mit Oberwellenfilter – Ein Dipol — auch ein abgeknickter — hat zwei Hälften und wird zwischen ihnen gespeist. Im Bild gibt es nur einen einzigen Draht, der an einem Ende gespeist wird, und keinen Knick. Ein Oberwellenfilter wäre zudem ein Tiefpass aus mehreren Spulen und Kondensatoren im Sendeweg.
EG104Welche Antennenart ist hier dargestellt?ab Klasse E
Fuchs-Antenne
Groundplane-Antenne
Windom-Antenne
Dipol-Antenne
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Richtig ist A: Fuchs-Antenne
Kniff: Das Erkennungszeichen ist die Kombination: ein Draht, der mit seinem Ende an einem abgestimmten Parallelschwingkreis gegen Erde hängt, und eine kleine Koppelspule, über die das Koaxkabel induktiv einspeist. Genau das ist der Fuchskreis, und die Antenne dazu heißt Fuchs-Antenne. Der Grund für diesen Aufwand steckt in der Speisung am Ende: dort ist die Spannung hoch und der Strom klein, der Fußpunktwiderstand also sehr groß. Ein Kabel mit 50 Ω kann man daran nur über einen Schwingkreis anschließen.
Warum die anderen nicht stimmen:
Groundplane-Antenne – Eine Groundplane ist ein senkrechter Strahler mit mehreren Radials am Fußpunkt und wird dort unmittelbar mit dem Koaxkabel gespeist. Im Bild gibt es keine Radials, der Draht liegt waagerecht, und zwischen Kabel und Draht steht ein abgestimmter Schwingkreis.
Windom-Antenne – Die Windom-Antenne ist ein Draht, der außermittig angezapft wird — bei etwa einem Drittel seiner Länge — damit sie auf mehreren Bändern passt. Im Bild wird das Drahtende gespeist, nicht eine Stelle im Draht.
Dipol-Antenne – Ein Dipol besteht aus zwei gleich langen Hälften und wird in der Mitte zwischen ihnen gespeist. Hier gibt es nur eine Drahthälfte; das Gegengewicht ist die Erde, an die der Schwingkreis angeschlossen ist.
EG105Welche Antennenform eignet sich für Sendebetrieb und weist dabei im Nahfeld ein starkes magnetisches Feld auf?ab Klasse E
Eine magnetische Ringantenne mit einem Umfang von etwa λ/10
Ein Faltdipol
Eine Ferritstabantenne
Eine Cubical-Quad-Antenne
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Richtig ist A: Eine magnetische Ringantenne mit einem Umfang von etwa λ/10
Kniff: Zwei Bedingungen müssen gleichzeitig stimmen, senden können und im Nahfeld überwiegend magnetisch sein. Drei Angebote scheitern an einer der beiden. Das Kennzeichen der magnetischen Antenne steht in der richtigen Antwort selbst, der kleine Umfang von etwa λ/10.
Warum die anderen nicht stimmen:
Ein Faltdipol – Der Faltdipol ist zum Ring geschlossen und sieht deshalb wie eine Schleife aus, arbeitet aber als gestreckter Dipol von λ/2 Länge; sein Nahfeld ist das eines Drahtes.
Eine Ferritstabantenne – Die Ferritantenne arbeitet magnetisch, ist aber eine Empfangsantenne für lange Wellen; gefragt ist eine Antenne für Sendebetrieb.
Eine Cubical-Quad-Antenne – Die Cubical-Quad ist zwar eine Schleifenantenne, aber eine große Richtantenne; ihr Umfang liegt weit über λ/10, und gerade der kleine Umfang macht die magnetische Antenne aus.
Richtig ist B: Langdraht-Antenne, Yagi-Uda-Antenne, Dipol-Antenne, Windom-Antenne, Delta-Loop-Antenne
Kniff: Vergleiche die vier Listen und suche in jeder den einen Namen, der nicht auf Kurzwelle gehört. Jede falsche Liste enthält eine Bauform aus dem Mikrowellenbereich, wo eine Antenne klein sein darf, weil die Welle kurz ist. Auf 80 m würden dieselben Formen unbaubar groß.
Warum die anderen nicht stimmen:
Schlitzantenne, Groundplane-Antenne, Hornstrahler, Dipol-Antenne, Windom-Antenne – Groundplane, Dipol und Windom stimmen, aber Schlitzantenne und Hornstrahler sind Mikrowellenbauformen; ein Horn muss in der Größenordnung der Wellenlänge gebaut werden.
Groundplane-Antenne, Dipol-Antenne, Windom-Antenne, Delta-Loop-Antenne, Patchantenne – Vier Namen dieser Liste sind brauchbar, die Patchantenne verdirbt sie: ein flaches gedrucktes Antennenplättchen gehört zu sehr kurzen Wellen.
Langdraht-Antenne, Groundplane-Antenne, Parabolantenne, Windom-Antenne, Delta-Loop-Antenne – Auch hier ist nur ein Name falsch, die Parabolantenne: ein Spiegel braucht mindestens fünf Wellenlängen Durchmesser, im 80-m-Band also rund 400 m.
EG107Sie wollen verschiedene Antennen für den Funkbetrieb auf Kurzwelle für das 80 m-Band testen. Welche drei Antennen sind besonders geeignet?ab Klasse E
Kreuz-Yagi-Uda, Groundplane-Antenne, Dipol
Dipol, Delta-Loop, W3DZZ-Antenne
Dipol, Sperrtopfantenne, W3DZZ-Antenne
Dipol, Delta-Loop, Parabolspiegel
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Richtig ist B: Dipol, Delta-Loop, W3DZZ-Antenne
Kniff: Das 80-m-Band hat 80 m Wellenlänge, also ist die Baugröße das Sortierkriterium. Dipol, Delta-Loop und W 3 D Z Z sind Drahtantennen, die man in dieser Größe spannen kann. Alles, was aus Rohren, Töpfen oder Spiegeln besteht, fällt bei dieser Wellenlänge aus.
Warum die anderen nicht stimmen:
Kreuz-Yagi-Uda, Groundplane-Antenne, Dipol – Die Kreuz-Yagi-Uda ist eine UKW-Richtantenne; auf 80 m wäre schon ein einzelnes Element etwa 40 m lang, und hier stehen zwei gekreuzte Ebenen davon.
Dipol, Sperrtopfantenne, W3DZZ-Antenne – Die Sperrtopfantenne ist eine UKW-Bauform aus Rohr; ihr Viertelwellenteil müsste auf 80 m etwa 20 m lang werden.
Dipol, Delta-Loop, Parabolspiegel – Der Parabolspiegel gehört in den Mikrowellenbereich; mit mindestens fünf Wellenlängen Durchmesser wären das auf 80 m rund 400 m.
EG108Warum ist eine 5/8-λ-Antenne besser als eine λ/4-Antenne für VHF-UHF-Mobilbetrieb geeignet? Sie ...ab Klasse E
ist weniger störanfällig.
ist leichter zu montieren.
hat mehr Gewinn.
verträgt mehr Leistung.
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Richtig ist C: hat mehr Gewinn.
Kniff: Gefragt ist der Grund, warum die längere Antenne am Fahrzeug beliebter ist, und der liegt in der Strahlung, nicht im Bau. Der 5/8-λ-Strahler bündelt flacher zum Horizont und hat dadurch mehr Gewinn. Die anderen drei Antworten nennen Vorteile, die mit der elektrischen Länge nichts zu tun haben.
Warum die anderen nicht stimmen:
ist weniger störanfällig. – Die Störanfälligkeit hängt von Standort und Umgebung ab; ein anderer Bruchteil der Wellenlänge nimmt Störungen nicht weniger auf.
ist leichter zu montieren. – Das Gegenteil trifft zu: 5/8 λ ist länger als λ/4, also schwerer und windanfälliger am Fahrzeug.
verträgt mehr Leistung. – Die verträgliche Leistung bestimmen Isolation und Aufbau der Antenne; über sie sagt die elektrische Länge nichts.
Gegenprobe der Größenordnung: 5/8 λ muss zwischen λ/2 (5,26 m) und λ (10,53 m) liegen, also 6,58 m
Kniff: Rechne in zwei Schritten und in dieser Reihenfolge: erst die Wellenlänge, dann den Bruchteil. 300 geteilt durch 28,5 ergibt 10,53 m, fünf Achtel davon sind 6,58 m. Jeder falsche Wert entsteht dadurch, dass ein anderer Bruchteil genommen oder mit einer anderen Frequenz gerechnet wurde.
Warum die anderen nicht stimmen:
5,26 m – Das ist die halbe Wellenlänge, also λ/2 statt 5/8 λ — der Bruchteil wurde ausgetauscht.
2,08 m – Dieser Wert ist die Wellenlänge von 144 MHz, denn 300 geteilt durch 144 ergibt 2,08 m; er kommt aus dem 2-m-Band, während im 10-m-Band schon λ/4 ganze 2,63 m sind.
3,29 m – Genau die Hälfte des richtigen Wertes: so rechnet, wer die fünf Achtel auf die halbe Wellenlänge anwendet, also 5/8 · 5,26 m, oder wer mit der doppelten Frequenz von 57 MHz rechnet.
EG110Die Länge des Drahtes zur Herstellung eines Faltdipols entspricht ...ab Klasse E
zwei Wellenlängen.
einer Wellenlänge.
vier Wellenlängen.
einer Halbwellenlänge.
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Richtig ist B: einer Wellenlänge.
Kniff: Trenne die Länge der Antenne von der Länge des Drahtes. Der Faltdipol ist so lang wie ein Halbwellendipol, aber der Draht läuft hin und zurück und ist zum Ring geschlossen: zweimal λ/2 sind eine ganze Wellenlänge. Die falschen Antworten verdoppeln entweder noch ein zweites Mal oder lassen den zurücklaufenden Draht weg.
Warum die anderen nicht stimmen:
zwei Wellenlängen. – Hier wurde die Verdoppelung zweimal angesetzt; hin und zurück ergeben zweimal λ/2, und das ist eine Wellenlänge, nicht zwei.
vier Wellenlängen. – Das ist der vierfache Wert; aus einer Antennenlänge von λ/2 lässt sich diese Drahtmenge nicht begründen.
einer Halbwellenlänge. – λ/2 ist die Länge des Gebildes und der Drahtbedarf eines einfachen Dipols; beim Faltdipol kommt der zurücklaufende Draht hinzu.
EG111Das folgende Bild enthält eine einfache Richtantenne. Die Bezeichnungen der Elemente in numerischer Reihenfolge lauten ...ab Klasse E
1 Direktor, 2 Strahler und 3 Reflektor.
1 Direktor, 2 Reflektor und 3 Strahler.
1 Strahler, 2 Direktor und 3 Reflektor.
1 Reflektor, 2 Strahler und 3 Direktor.
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Richtig ist D: 1 Reflektor, 2 Strahler und 3 Direktor.
Kniff: Zwei Merkmale stehen direkt im Bild. Erstens die Speisung: nur ein Element hat Anschlussklemmen, und das gespeiste Element ist der Strahler — hier die Nummer 2, als Faltdipol gezeichnet. Zweitens die Länge: von den beiden unangeschlossenen Stäben ist der längere der Reflektor und der kürzere der Direktor. Element 1 ist der längste, also der Reflektor; Element 3 ist der kürzeste, also der Direktor. Merkhilfe: der Reflektor ist lang und wirft nach vorn, der Direktor ist kurz und zieht die Strahlung in seine Richtung.
Warum die anderen nicht stimmen:
1 Direktor, 2 Strahler und 3 Reflektor. – Der Strahler ist richtig erkannt, Reflektor und Direktor sind aber getauscht. Im Bild ist Element 1 der längste und Element 3 der kürzeste Stab; lang bedeutet Reflektor, kurz bedeutet Direktor.
1 Direktor, 2 Reflektor und 3 Strahler. – Als Strahler ist das Element 3 genannt, das keine Anschlussklemmen hat. Gespeist wird im Bild allein das mittlere Element 2 — an ihm sitzen die beiden Klemmen.
1 Strahler, 2 Direktor und 3 Reflektor. – Element 1 ist ein durchgehender Stab ohne Anschluss und kann daher nicht der Strahler sein. Dazu sind auch Reflektor und Direktor verkehrt: der längste Stab ist der Reflektor, nicht der kürzeste.
EG112Welcher Standort ist für eine HF-Richtantenne am besten geeignet, um mögliche Beeinflussungen bei den Geräten des Nachbarn zu vermeiden?ab Klasse E
So niedrig und nah am Haus wie möglich
So hoch und weit weg wie möglich
An der Seitenwand zum Nachbarn
Auf dem Dach, wobei die Dachfläche des Nachbarn mit abgedeckt werden sollte
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Richtig ist B: So hoch und weit weg wie möglich
Kniff: Gefragt ist nicht der beste Funkstandort, sondern der, der den Nachbarn am wenigsten trifft. Entscheidend ist der Abstand zwischen Antenne und seinen Geräten und Leitungen, und Höhe schafft Abstand. Prüfe bei jeder Antwort, ob sie diesen Abstand vergrößert oder verkleinert.
Warum die anderen nicht stimmen:
So niedrig und nah am Haus wie möglich – Das ist die Umkehrung der Aufgabe; nah und niedrig bedeutet die stärkste Einkopplung in die Leitungen und Geräte im Haus.
An der Seitenwand zum Nachbarn – Dort steht die Antenne dem Nachbarn am nächsten, und ihr Nahfeld liegt unmittelbar in seiner Wohnung.
Auf dem Dach, wobei die Dachfläche des Nachbarn mit abgedeckt werden sollte – Die Höhe wäre richtig, doch das Ausrichten auf das Nachbardach macht sie zunichte; eine Richtantenne soll vom Nachbarn weg zeigen.
EG113Eine scharf bündelnde Antenne für den Mikrowellenbereich besteht häufig aus einem ...ab Klasse E
zylindrisch konvex geformten Spiegelkörper und einer Erregerantenne (Feed).
paraboloid geformten Spiegelkörper und einem isotropen Strahler.
paraboloid geformten Spiegelkörper und einer Erregerantenne (Feed).
hyperbolisch konkav geformten Spiegelkörper und einem isotropen Strahler.
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Richtig ist C: paraboloid geformten Spiegelkörper und einer Erregerantenne (Feed).
Kniff: In jeder Antwort stehen zwei Angaben, die Form des Spiegels und das, was in seinem Brennpunkt sitzt. Nur ein Paraboloid sammelt parallel einfallende Wellen in einem Punkt, und dort muss eine wirkliche Antenne stehen. Sortiere also zweimal, erst nach der Form, dann nach dem Feed.
Warum die anderen nicht stimmen:
zylindrisch konvex geformten Spiegelkörper und einer Erregerantenne (Feed). – Der Feed ist richtig benannt, die Form nicht: eine nach außen gewölbte Fläche streut die Wellen auseinander, statt sie in einem Brennpunkt zu sammeln.
paraboloid geformten Spiegelkörper und einem isotropen Strahler. – Die Form stimmt, aber der Isotropstrahler ist die gedachte Kugel für den Gewinnvergleich; als Erregerantenne lässt er sich nicht bauen.
hyperbolisch konkav geformten Spiegelkörper und einem isotropen Strahler. – Hier ist beides falsch: die hyperbolische Fläche hat für parallel einfallende Wellen keinen gemeinsamen Brennpunkt, und der Isotropstrahler bleibt eine gedachte Vergleichsantenne.
EG114Welcher Durchmesser sollte für eine Parabolspiegelantenne im Hinblick auf möglichst hohen Gewinn gewählt werden?ab Klasse E
Mindestens fünf Wellenlängen (Lambda) der verwendeten Frequenz.
Genau zwei Wellenlängen (Lambda) der verwendeten Frequenz.
Eine Wellenlänge (Lambda) der verwendeten Frequenz.
Höchstens drei Wellenlängen (Lambda) der verwendeten Frequenz.
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Richtig ist A: Mindestens fünf Wellenlängen (Lambda) der verwendeten Frequenz.
Kniff: Die Frage will möglichst hohen Gewinn, und der wächst mit dem Durchmesser; gesucht ist deshalb eine Untergrenze und keine Obergrenze. Achte auf die Wörter „mindestens“, „genau“ und „höchstens“, denn daran entscheidet sich die Antwort. Unterhalb von etwa fünf Wellenlängen ist der Spiegel gegenüber der Welle zu klein, um sie zu formen.
Warum die anderen nicht stimmen:
Genau zwei Wellenlängen (Lambda) der verwendeten Frequenz. – „Genau“ passt nicht zu einer Antenne, die mit dem Durchmesser besser wird, und zwei Wellenlängen liegen unter der Grenze, ab der ein Spiegel sinnvoll bündelt.
Eine Wellenlänge (Lambda) der verwendeten Frequenz. – Ein Spiegel, der nur so groß wie die Welle selbst ist, kann sie kaum formen; das ist der kleinste und damit ungünstigste Wert im Angebot.
Höchstens drei Wellenlängen (Lambda) der verwendeten Frequenz. – „Höchstens“ dreht die Bedingung um: fünf Wellenlängen sind ein Mindestmaß, und für den Gewinn gibt es keine Obergrenze des Durchmessers.
Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.