| Antennenanpassung | Stehwellenmessgerät | Vergleicht Hin- und Rücklauf. |
| Wie eingeschleift | zwischen Transceiver und Antenne | Irgendwo in der Leitung. Für eine Aussage über die Antenne selbst siehe weiter unten. |
| Ideal angepasst | SWR zeigt 1 | Kein Rücklauf. Nicht 0, nicht unendlich. |
| Sendefrequenz | Frequenzzähler | Nicht S-Meter, nicht HF-Voltmeter, nicht SWR-Meter. |
| Empfangspegel | S-Meter | Im Empfänger. |
| Feldstärke im Raum | Feldstärkemessgerät | Sagt nichts über die Anpassung. |
| Oszillogramm | zeitlicher Verlauf | Spannung über der Zeit. |
| Amplitudenspektrum | Frequenzanteile | Dort sieht man Oberwellen und Nebenaussendungen. |
| Beide zeigen | Spannungen | Der Unterschied ist Zeit gegen Frequenz, nicht Strom gegen Spannung. |
| Spannungsmessgerät | parallel und hochohmig | Parallel zum Messobjekt, damit die Spannung dort anliegt; hochohmig, damit es den Kreis nicht belastet. |
| NF-Verzerrungen | Oszilloskop | Man sieht die verformte Kurve. |
| SWR im Sendebetrieb | SWR-Messbrücke | Gemessen wird bei laufendem Sender. |
| Genaueste Aussage zur Antenne | zwischen Antennenkabel und Antenne | Direkt an der Antenne — dann wirkt das Kabel nicht mit. |
| Anpassung UHF-Sender | SWR-Meter | Zwischen Sender und Speiseleitung. |
| Frequenzteiler 10:1 | Anzeige mal 10 | 14,5625 MHz angezeigt heißt 145,625 MHz. |
Merken: SWR-Meter für die Anpassung, und zwar zwischen Sender und Antenne — ideal angepasst zeigt es 1. Frequenzzähler für die Frequenz. Und der Unterschied zwischen Oszillogramm und Spektrum ist die Achse: das eine zeigt die Zeit, das andere die Frequenzanteile. Neu in der Klasse E: Spannung wird parallel und hochohmig gemessen. Und die Messstelle entscheidet — für die Endstufe zwischen Sender und Kabel, für eine Aussage über die Antenne direkt an der Antenne. Ein 10:1-Teiler bedeutet: Anzeige mal 10.
Der Zusammenhang
Ein Messgerät kann immer nur die eine Größe zeigen, für die es gebaut ist — und die Frage lautet deshalb stets: WAS will ich wissen? Will ich wissen, ob die Antenne zur Leitung passt, brauche ich das Stehwellenmessgerät, denn es vergleicht die hinlaufende mit der rücklaufenden Welle. Daraus folgt, wie es eingebaut wird: es muss ZWISCHEN Sender und Antenne liegen, denn ohne Sender läuft keine Welle hin, und ohne Antenne gibt es nichts zu prüfen. Ein Dummy Load an der Stelle der Antenne wäre der Gegentest — dann sieht man, ob das System selbst in Ordnung ist, aber nichts über die Antenne. In einem ideal angepassten System zeigt das Gerät eine 1: kein Rücklauf. Will ich wissen, auf welcher Frequenz mein Sender arbeitet, brauche ich den Frequenzzähler; das S-Meter zeigt Pegel, das HF-Voltmeter Spannung, und das SWR-Meter sagt über die Frequenz gar nichts. Und will ich sehen, WIE das Signal aussieht, gibt es zwei Blickrichtungen auf dieselbe Sache. Das Oszillogramm zeigt den zeitlichen Verlauf — die Spannung von links nach rechts über der Zeit, so wie man eine Schwingung zeichnen würde. Das Amplitudenspektrum zeigt stattdessen, aus welchen Frequenzanteilen das Signal besteht: über der Frequenzachse steht bei jeder enthaltenen Frequenz ein Strich. Für den Funkamateur ist das der wichtigere Blick, denn Oberwellen und Nebenaussendungen sieht man nur dort — im Zeitbild verstecken sie sich in einer leicht verformten Kurve. Beide Geräte zeigen übrigens Spannungen; der Unterschied ist nicht Strom gegen Spannung, sondern Zeit gegen Frequenz. Zwei Gedanken kommen in der Klasse E dazu. Erstens: ein Messgerät verändert die Schaltung, in die man es einbaut, und gute Messtechnik heißt, diese Rückwirkung klein zu halten. Ein Spannungsmessgerät wird PARALLEL zum Messobjekt gelegt, denn nur dort liegt die gesuchte Spannung an — und es muss HOCHOHMIG sein, damit es selbst kaum Strom zieht und die Spannung dadurch nicht verfälscht. Zweitens: wo man misst, entscheidet, was man erfährt. Ein SWR-Meter zwischen Sender und Kabel zeigt, was der Sender sieht, und das ist für den Schutz der Endstufe die richtige Stelle. Wer aber eine möglichst genaue Aussage über die ANTENNE will, schleift es zwischen Antennenkabel und Antenne ein — denn das Kabel dämpft die rücklaufende Welle und lässt das SWR von der Station aus besser aussehen als es ist. Beide Angaben sind richtig, sie beantworten verschiedene Fragen. Und beim Frequenzzähler gilt die Kette: steht ein 10:1-Teiler davor, ist die wirkliche Frequenz das ZEHNFACHE der Anzeige.
Herkunft: Fragenkatalog Klasse N, Abschnitt Messinstrumente, und Klasse E, Fragen EI101 bis EI504. Die Messfehler stehen auf Blatt 18 der Formelsammlung. Zusatzwissen und nicht geprüft: dass eine künstliche Antenne an der Stelle der Antenne als Gegentest dient (im Katalog ist Dummy Load bei NI202 die falsche Antwort), und dass die Messstelle vor dem Kabel dem Schutz der Endstufe dient.