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Strahlungsleistung (EIRP und ERP) Klasse E

Abschnitt 4.7.5 · Antennen und Übertragungsleitungen · Technische Kenntnisse Klasse E. 11 Fragen, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 11 Prüfungsfragen zum Thema Strahlungsleistung (EIRP und ERP) (Kapitel „Antennen und Übertragungsleitungen“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

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Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

EIRP ausrechnen: die Kette vom Sender zur Luft

EIRP ist die Leistung, die ein gedachter Kugelstrahler abgeben müsste, um in der Hauptstrahlrichtung dasselbe Feld zu erzeugen wie die wirkliche Antenne. Sie ist also NICHT die Senderleistung, sondern das Produkt aus der Leistung, die an der Antenne ankommt, und deren Gewinn gegenüber dem isotropen Strahler. Daraus ergibt sich ein Rechenweg, der bei jeder dieser Aufgaben derselbe ist, und er hat drei Schritte. Erstens: vom Senderausgang die Kabelverluste ABziehen. Zweitens: den Antennengewinn ADDieren. Drittens: das Ergebnis, das in dB dasteht, in einen Faktor verwandeln und mit der Senderleistung multiplizieren. Weil Schritt eins und zwei in Dezibel gerechnet werden, ist es reines Addieren und Subtrahieren — genau dafür gibt es das Dezibel. Die eine Falle, in die man zuverlässig tappt, ist der BEZUG des Gewinns. Steht er in dBi, kann man ihn direkt verrechnen. Steht er in dBd, also gegenüber dem Dipol, muss erst 2,15 dB dazu, denn EIRP bezieht sich immer auf die Kugel. Eine Antenne mit „0 dB Gewinn auf den Dipol bezogen“ hat also 2,15 dBi und erhöht die Strahlungsleistung sehr wohl. Zwei Rechnungen zum Mitgehen: 100 W, 1 dB Kabel, 11 dBi Antenne — das sind minus 1 plus 11 gleich 10 dB, Faktor 10, also 1000 W EIRP. Und 250 mW an einem Spiegel mit 26 dBi: 26 dB sind 20 plus 6, also 100 mal 4 gleich 400, und 0,25 W mal 400 sind 100 W. Umgekehrt gefragt wird es bei der Anzeigegrenze der BEMFV: aus 10 W EIRP und einer Antenne mit 5,15 dBi wird die erlaubte Senderleistung, indem man DURCH den Faktor teilt — 5,15 dB sind Faktor 3,27, und 10 geteilt durch 3,27 ergibt gut 3 W.

Was EIRP istLeistung an der Antenne mal GewinnBezogen auf den isotropen Strahler, in der Hauptstrahlrichtung.
FormelP_EIRP = (P_Sender − Verluste) · GNicht die Senderleistung allein.
Schritt 1Kabelverluste abziehenIn dB.
Schritt 2Antennengewinn addierenIn dB.
Schritt 3dB in Faktor, dann malnehmen3 dB mal 2, 6 dB mal 4, 10 dB mal 10, 20 dB mal 100.
Gewinn in dBderst 2,15 dB addierenEIRP bezieht sich immer auf die Kugel.
0 dBdsind 2,15 dBi, Faktor 1,64Ein Dipol erhöht die Strahlungsleistung sehr wohl.
Beispiel100 W, 1 dB Kabel, 11 dBi → 1000 W−1 + 11 = 10 dB, Faktor 10.
Beispiel250 mW, 26 dBi → 100 W26 dB = 20 + 6, also 100 · 4 = 400.
Beispiel5 W, 36 dBi → 20 000 W36 dB sind etwa Faktor 4000.
Umgekehrt gefragtEIRP durch den Faktor teilen10 W EIRP an 5,15 dBi (Faktor 3,27) erlauben gut 3 W Senderleistung.

Merken: Verluste abziehen, Gewinn addieren, dann die dB-Summe in einen Faktor verwandeln und mit der Senderleistung malnehmen. Steht der Gewinn in dBd, kommen erst 2,15 dB dazu — EIRP zählt immer gegen die Kugel. Und wenn nach der erlaubten Senderleistung gefragt ist, wird stattdessen GETEILT.

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Die 11 Fragen

EG501Die äquivalente isotrope Strahlungsleistung (EIRP) ist ...ab Klasse E

  1. die durchschnittliche Leistung bei der höchsten Spitze der Modulationshüllkurve, die der Antenne zugeführt wird, und ihrem Gewinn in einer Richtung, bezogen auf den Dipol.
  2. das Produkt aus der Leistung, die unmittelbar der Antenne zugeführt wird, und ihrem Gewinn in einer Richtung, bezogen auf den isotropen Strahler.
  3. die durchschnittliche Leistung bei der höchsten Spitze der Modulationshüllkurve, die der Antenne zugeführt wird, und ihrem Gewinn in einer Richtung, bezogen auf den isotropen Strahler.
  4. das Produkt aus der Leistung, die unmittelbar der Antenne zugeführt wird, und ihrem Gewinn in einer Richtung, bezogen auf den Dipol.
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Richtig ist B: das Produkt aus der Leistung, die unmittelbar der Antenne zugeführt wird, und ihrem Gewinn in einer Richtung, bezogen auf den isotropen Strahler.

Kniff: Die vier Antworten unterscheiden sich in zwei Merkmalen, und beide müssen stimmen: der Anfang („das Produkt aus der Leistung“ gegen „die durchschnittliche Leistung bei der höchsten Spitze der Modulationshüllkurve“) und der Bezug am Schluss. Der Hüllkurvensatz beschreibt PEP und gehört nicht in die EIRP-Definition, der Dipol als Bezug gehört zur ERP. Prüfe also erst den Anfang und dann das letzte Wort.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • die durchschnittliche Leistung bei der höchsten Spitze der Modulationshüllkurve, die der Antenne zugeführt wird, und ihrem Gewinn in einer Richtung, bezogen auf den Dipol. – Diese Antwort ist doppelt daneben: sie beginnt mit der PEP-Definition und bezieht den Gewinn am Ende auf den Dipol statt auf den isotropen Strahler.
  • die durchschnittliche Leistung bei der höchsten Spitze der Modulationshüllkurve, die der Antenne zugeführt wird, und ihrem Gewinn in einer Richtung, bezogen auf den isotropen Strahler. – Der Bezug stimmt, der Anfang nicht: die Mittelung über die höchste Spitze der Modulationshüllkurve definiert PEP, in der EIRP kommt sie nicht vor.
  • das Produkt aus der Leistung, die unmittelbar der Antenne zugeführt wird, und ihrem Gewinn in einer Richtung, bezogen auf den Dipol. – Bis auf das letzte Wort ist das die richtige Antwort; mit dem Bezug auf den Dipol beschreibt sie die ERP, und das i in EIRP steht für den isotropen Strahler.

Mehr dazu: EIRP ausrechnen: die Kette vom Sender zur Luft

EG502Nach welcher der Antworten kann die EIRP berechnet werden?ab Klasse E

  1. P_EIRP = (P_Sender - P_Verluste) ⋅ G_Antenne, bezogen auf einen isotropen Strahler
  2. P_EIRP = (P_Sender - P_Verluste) + G_Antenne, bezogen auf einen Halbwellendipol
  3. P_EIRP = (P_Sender - P_Verluste) + G_Antenne, bezogen auf einen isotropen Strahler
  4. P_EIRP = (P_Sender ⋅ P_Verluste) ⋅ G_Antenne, bezogen auf einen Halbwellendipol
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Richtig ist A: P_EIRP = (P_Sender - P_Verluste) ⋅ G_Antenne, bezogen auf einen isotropen Strahler

Lösungsweg:

  1. Einheitenprobe: G_Antenne ist ein Faktor ohne Einheit und darf nur multipliziert werden — Watt plus Faktor ergibt keine Leistung
  2. Die Verluste sind eine Leistung und werden von der Senderleistung abgezogen, nicht mit ihr multipliziert
  3. Bezug: das i in EIRP steht für den isotropen Strahler, nicht für den Halbwellendipol
  4. Übrig bleibt P_EIRP = (P_Sender - P_Verluste) ⋅ G_Antenne, bezogen auf einen isotropen Strahler

Kniff: Zwei Zeichen entscheiden: der Gewinn wird multipliziert, die Verluste werden abgezogen. Multipliziert wird, weil die Formel in Watt und nicht in Dezibel geschrieben ist — addieren darf man nur Dezibelwerte. Bleibt der Bezug, und der ist bei der EIRP immer der isotrope Strahler.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • P_EIRP = (P_Sender - P_Verluste) + G_Antenne, bezogen auf einen Halbwellendipol – Zwei Fehler in einer Zeile: der Gewinn ist addiert statt multipliziert, und der Bezug ist der Halbwellendipol statt des isotropen Strahlers.
  • P_EIRP = (P_Sender - P_Verluste) + G_Antenne, bezogen auf einen isotropen Strahler – Der Bezug stimmt, aber der Gewinn steht als Summand; addieren darf man nur Dezibelwerte, hier stehen Leistungen in Watt.
  • P_EIRP = (P_Sender ⋅ P_Verluste) ⋅ G_Antenne, bezogen auf einen Halbwellendipol – Hier sind die Verluste mit der Senderleistung multipliziert statt von ihr abgezogen, und der Bezug ist zusätzlich der falsche.

Mehr dazu: EIRP ausrechnen: die Kette vom Sender zur Luft

EG503Ein HF-Verstärker für 5,7 GHz speist eine Ausgangsleistung von 250 mW ohne Leitungsverluste direkt in einen Parabolspiegel mit einem Gewinn von 26 dBi ein. Wie hoch ist die äquivalente Strahlungsleistung (EIRP)?ab Klasse E

  1. 3,4 W
  2. 6,5 W
  3. 61 W
  4. 100 W
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Richtig ist D: 100 W

Lösungsweg:

  1. Erst die Einheit glattziehen: 250 mW = 0,25 W
  2. Keine Leitungsverluste, Gewinn schon in dBi: es bleiben 26 dB
  3. 26 dB = 20 dB + 6 dB, also Faktor 100 · 4 = 400
  4. 0,25 W · 400 = 100 W EIRP

Kniff: Ohne Leitungsverluste bleibt nur der Gewinn, und 26 dB zerlegst du in 20 plus 6: Faktor 100 mal Faktor 4, also 400. Der Gewinn steht schon in dBi, hier ist nichts zu versetzen. Zwei falsche Zahlen entstehen genau daraus, dass man die 26 als Faktor nimmt oder die 2,15 dB abzieht, obwohl kein Dipolbezug vorliegt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 3,4 W – Diese Zahl entspräche einem Gewinn von etwa 11 dB, und 11 dB stehen nirgends in der Aufgabe. Zu dieser Zahl führt keine der üblichen Verwechslungen — eine Blindantwort.
  • 6,5 W – 0,25 mal 26 ergibt 6,5: hier ist die Dezibelzahl als Faktor behandelt, statt sie erst in einen Faktor umzurechnen.
  • 61 W – Das ist das richtige Ergebnis geteilt durch 1,64, also mit abgezogenen 2,15 dB. Dieser Versatz gehört nur zu einem Gewinn in dBd, hier stehen bereits dBi.

Mehr dazu: EIRP ausrechnen: die Kette vom Sender zur Luft

EG504Ein HF-Verstärker für 10,4 GHz speist eine Ausgangsleistung von 5 W direkt in einen Parabolspiegel mit einem Gewinn von 36 dBi ein. Wie hoch ist die äquivalente Strahlungsleistung (EIRP)?ab Klasse E

  1. 12 195 W
  2. 20 000 W
  3. 180 W
  4. 110 W
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Richtig ist B: 20 000 W

Lösungsweg:

  1. Keine Leitungsverluste, Gewinn in dBi: es bleiben 36 dB
  2. 36 dB = 30 dB + 6 dB, also Faktor 1000 · 4 = 4000
  3. 5 W · 4000 = 20 000 W EIRP

Kniff: 36 dB liest man als 30 plus 6: Faktor 1000 mal 4, also 4000. Die Aufgabe nennt wieder einen Spiegel mit Gewinn in dBi, ein Versatz ist also nicht nötig. Zwei falsche Antworten zeigen die beiden Standardfehler: dB als Faktor und der Dipolversatz an der falschen Stelle.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 12 195 W – Das sind die 20 000 W geteilt durch 1,64, also 2,15 dB zu viel abgezogen; bei einem Gewinn in dBi entfällt dieser Versatz.
  • 180 W – 5 mal 36 ergibt 180: die Dezibelzahl ist unmittelbar als Faktor genommen worden.
  • 110 W – Diese Zahl passt zu einem Gewinn von etwa 13 dB und damit zu keinem Schritt der Aufgabe. Zu dieser Zahl führt keine der üblichen Verwechslungen — eine Blindantwort.

Mehr dazu: EIRP ausrechnen: die Kette vom Sender zur Luft

EG505An einen Sender mit 100 W Ausgangsleistung ist eine Antenne mit einem Gewinn von 11 dBi angeschlossen. Die Dämpfung des Kabels beträgt 1 dB. Wie hoch ist die äquivalente Strahlungsleistung (EIRP)?ab Klasse E

  1. 164 W
  2. 1640 W
  3. 100 W
  4. 1000 W
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Richtig ist D: 1000 W

Lösungsweg:

  1. dB zusammenzählen: −1 dB + 11 dB = 10 dB
  2. 10 dB entsprechen Faktor 10
  3. 100 W · 10 = 1000 W EIRP

Kniff: Erst in Dezibel zusammenzählen, dann umrechnen: minus 1 dB Kabel plus 11 dBi Antenne ergeben 10 dB, und 10 dB sind Faktor 10. Der Gewinn steht in dBi, der 2,15-dB-Versatz bleibt also außen vor — zwei falsche Antworten leben davon, dass man ihn doch anwendet.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 164 W – 164 W sind 100 W mal 1,64, also nur der Dipolversatz; der Antennengewinn von 11 dB und der Kabelverlust sind darin gar nicht eingerechnet.
  • 1640 W – Das ist das richtige Ergebnis noch einmal mit 1,64 multipliziert; die 2,15 dB gehören nur zu einem Gewinn in dBd, hier steht dBi.
  • 100 W – Hier ist beim dritten Schritt abgebrochen worden: die Summe von 10 dB ist nicht in einen Faktor verwandelt worden, sonst bliebe es nicht bei der Senderleistung.

Mehr dazu: EIRP ausrechnen: die Kette vom Sender zur Luft

EG506Ein Sender mit 75 W Ausgangsleistung ist über eine Antennenleitung, die 2,15 dB (Faktor 1,64) Kabelverluste hat, an eine Dipol-Antenne angeschlossen. Welche EIRP wird von der Antenne maximal abgestrahlt?ab Klasse E

  1. 45,7 W
  2. 75 W
  3. 60,6 W
  4. 123 W
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Richtig ist B: 75 W

Lösungsweg:

  1. Kabelverlust: −2,15 dB
  2. Dipol: 0 dBd sind 2,15 dBi, also +2,15 dB
  3. Summe: −2,15 dB + 2,15 dB = 0 dB, Faktor 1
  4. 75 W · 1 = 75 W EIRP

Kniff: Die Aufgabe ist eine Probe auf den Versatz: 2,15 dB Kabelverlust und ein Dipol, der mit 0 dBd genau 2,15 dBi hat. Beides hebt sich auf, die Summe ist 0 dB und der Faktor 1. Deshalb wird genau die Senderleistung als EIRP abgestrahlt, und die Klammer „Faktor 1,64“ in der Frage ist der Hinweis, dass zweimal derselbe Wert im Spiel ist.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 45,7 W – Das sind 75 W geteilt durch 1,64: der Kabelverlust ist abgezogen, der Gewinn des Dipols von 2,15 dBi aber vergessen.
  • 60,6 W – Diese Zahl entspricht einer Dämpfung von knapp 1 dB und passt zu keinem der beiden Werte der Aufgabe. Zu dieser Zahl führt keine der üblichen Verwechslungen — eine Blindantwort.
  • 123 W – 75 W mal 1,64 — hier ist mit dem Verlustfaktor multipliziert statt geteilt, der Verlust also als Gewinn verrechnet.

Mehr dazu: EIRP ausrechnen: die Kette vom Sender zur Luft

EG507An einen Sender mit 100 W Ausgangsleistung ist eine Dipol-Antenne angeschlossen. Die Dämpfung des Kabels beträgt 10 dB. Wie hoch ist die äquivalente isotrope Strahlungsleistung (EIRP)?ab Klasse E

  1. 90 W
  2. 10 W
  3. 164 W
  4. 16,4 W
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Richtig ist D: 16,4 W

Lösungsweg:

  1. Kabelverlust: −10 dB
  2. Dipol: 0 dBd sind 2,15 dBi, also +2,15 dB
  3. Summe: −10 dB + 2,15 dB = −7,85 dB, Faktor 0,164
  4. 100 W · 0,164 = 16,4 W EIRP

Kniff: Der Dipol ist der Stolperstein: 0 dBd sind 2,15 dBi, er bringt also Gewinn. Minus 10 dB Kabel plus 2,15 dB ergeben minus 7,85 dB, und das ist der Faktor 0,164. Rechne 100 W durch 10 und multipliziere dann mit 1,64.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 90 W – Hier sind 10 dB als 10 Watt abgezogen worden; Dezibel sind ein Verhältnis, 10 dB bedeuten ein Zehntel.
  • 10 W – Das ist der Wert ohne den Dipol, also 100 W durch 10. Wer 0 dBd als 0 dBi liest, lässt die 2,15 dB Gewinn und damit den Faktor 1,64 weg.
  • 164 W – 164 W sind 100 W mal 1,64, also mit Dipolgewinn, aber ohne die 10 dB Kabeldämpfung — der Verlust ist unter den Tisch gefallen.

Mehr dazu: EIRP ausrechnen: die Kette vom Sender zur Luft

EG508Ein Sender mit 5 W Ausgangsleistung ist über eine Antennenleitung, die 2 dB Kabelverluste hat, an eine Richtantenne mit 5 dB Gewinn (auf den Dipol bezogen) angeschlossen. Welche EIRP wird von der Antenne abgestrahlt?ab Klasse E

  1. 41,2 W
  2. 8,2 W
  3. 16,4 W
  4. 9,98 W
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Richtig ist C: 16,4 W

Lösungsweg:

  1. Gewinn auf dBi umrechnen: 5 dBd + 2,15 dB = 7,15 dBi
  2. Kabelverlust abziehen: 7,15 dB − 2 dB = 5,15 dB
  3. 5,15 dB entsprechen Faktor 3,27
  4. 5 W · 3,27 = 16,4 W EIRP

Kniff: Der Gewinn steht in dBd, also kommen erst 2,15 dB dazu: aus 5 dBd werden 7,15 dBi. Davon 2 dB Kabel ab, bleiben 5,15 dB, und 5,15 dB sind Faktor 3,27. Diese Paarung — 5,15 dB und 3,27 — kommt in diesem Fragensatz mehrfach vor und lohnt sich zu behalten.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 41,2 W – Das entsteht mit 9,15 dB statt 5,15 dB, also mit addiertem statt abgezogenem Kabelverlust; die 2 dB gehören weg, nicht dazu.
  • 8,2 W – 8,2 W sind 5 W mal 1,64, also nur der Dipolversatz; die 5 dB Gewinn und die 2 dB Verlust sind in dieser Zahl nicht enthalten.
  • 9,98 W – Ohne den Versatz bleiben minus 2 plus 5 gleich 3 dB, Faktor 2, und damit knapp 10 W. Hier ist ein Gewinn in dBd wie einer in dBi behandelt worden.

Mehr dazu: EIRP ausrechnen: die Kette vom Sender zur Luft

EG509Ein Sender mit 0,6 W Ausgangsleistung ist über eine Antennenleitung, die 1 dB Kabelverluste hat, an eine Richtantenne mit 11 dB Gewinn (auf Dipol bezogen) angeschlossen. Welche EIRP wird von der Antenne maximal abgestrahlt?ab Klasse E

  1. 12,7 W
  2. 6,0 W
  3. 7,8 W
  4. 9,8 W
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist D: 9,8 W

Lösungsweg:

  1. Gewinn auf dBi umrechnen: 11 dBd + 2,15 dB = 13,15 dBi
  2. Kabelverlust abziehen: 13,15 dB − 1 dB = 12,15 dB
  3. 12,15 dB entsprechen Faktor 16,4
  4. 0,6 W · 16,4 = 9,8 W EIRP

Kniff: Wieder ein Gewinn in dBd: 11 dBd sind 13,15 dBi, minus 1 dB Kabel ergibt 12,15 dB. Das ist Faktor 16,4, und 0,6 W mal 16,4 sind 9,8 W. Wer die 2,15 dB vergisst, rechnet mit 10 dB und landet bei glatten 6 W — diese Zahl steht als Falle dabei.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 12,7 W – Nahe daran, aber nicht darauf: ohne den Kabelverlust von 1 dB käme man auf 12,4 W. Auf genau 12,7 W führt keine der üblichen Verwechslungen. Abgezogen werden muss der Verlust in jedem Fall.
  • 6,0 W – Das sind genau 0,6 W mal 10, also mit 10 dB gerechnet: die 2,15 dB des Dipolbezugs fehlen.
  • 7,8 W – Hier ist die Dezibelzahl selbst als Faktor genommen, 0,6 W mal etwa 13. Zu 13,15 dB gehört aber der Faktor 20,6 und zur Summe von 12,15 dB der Faktor 16,4.

Mehr dazu: EIRP ausrechnen: die Kette vom Sender zur Luft

EG510Ein Sender mit 8,5 W Ausgangsleistung ist über eine Antennenleitung, die 1,5 dB Kabelverluste hat, an eine Antenne mit 0 dB Gewinn (auf den Dipol bezogen) angeschlossen. Welche EIRP wird von der Antenne abgestrahlt?ab Klasse E

  1. 9,9 W
  2. 12,0 W
  3. 6,0 W
  4. 19,7 W
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: 9,9 W

Lösungsweg:

  1. Kabelverlust: −1,5 dB
  2. Antenne: 0 dBd sind 2,15 dBi, also +2,15 dB
  3. Summe: −1,5 dB + 2,15 dB = 0,65 dB, Faktor 1,16
  4. 8,5 W · 1,16 = 9,9 W EIRP

Kniff: „0 dB Gewinn auf den Dipol bezogen“ heißt nicht null: es sind 2,15 dBi. Minus 1,5 dB Kabel plus 2,15 dB ergeben 0,65 dB, also einen Faktor von knapp 1,16. Das Ergebnis liegt deshalb etwas über der Senderleistung, und wer den Versatz vergisst, landet darunter.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 12,0 W – 12 W sind 8,5 W mal 1,41: die 1,5 dB sind als Gewinn verrechnet und der Dipolversatz ist weggelassen, das Vorzeichen des Kabelverlusts ist also gedreht.
  • 6,0 W – Das ist 8,5 W nur durch die 1,5 dB Kabeldämpfung geteilt; die 0 dBd sind dabei als 0 dBi gelesen worden, der Dipol bringt aber 2,15 dB.
  • 19,7 W – Diese Zahl entsteht mit 3,65 dB, also mit addiertem Kabelverlust: plus 1,5 plus 2,15 statt minus 1,5 plus 2,15.

Mehr dazu: EIRP ausrechnen: die Kette vom Sender zur Luft

EG511Sie möchten für Ihre Sendeanlage keine Anzeige einer ortsfesten Amateurfunkanlage nach § 9 BEMFV abgeben. Wie hoch darf die Sendeleistung für ihre Vertikalantenne mit 5,15 dBi Gewinn ohne Berücksichtigung der Kabelverluste maximal sein, damit die Strahlungsleistung von 10 W EIRP nicht überschritten wird?ab Klasse E

  1. 10 W
  2. 3 W
  3. 5 W
  4. 2 W
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Richtig ist B: 3 W

Lösungsweg:

  1. Gewinn in einen Faktor verwandeln: 5,15 dBi entsprechen Faktor 3,27
  2. Gesucht ist die Senderleistung, also EIRP durch den Faktor teilen
  3. 10 W / 3,27 = 3,05 W, also rund 3 W

Kniff: Hier läuft die Rechnung rückwärts: gegeben ist die EIRP, gesucht die Senderleistung, also wird geteilt. 5,15 dBi sind Faktor 3,27, und 10 W durch 3,27 ergeben gut 3 W. Die Kabelverluste sollen ausdrücklich unberücksichtigt bleiben, es bleibt also bei diesem einen Schritt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 10 W – Das ist die EIRP selbst; der Antennengewinn ist nicht herausgerechnet worden, mit 10 W Senderleistung wäre die Grenze weit überschritten.
  • 5 W – 5 W wären richtig, wenn der Gewinn 3 dB betrüge, also Faktor 2; 5,15 dB sind Faktor 3,27, hier ist durch 2 geteilt worden.
  • 2 W – Das ist 10 geteilt durch die Dezibelzahl 5,15; die dB-Angabe ist damit als Faktor behandelt, statt sie in einen umzurechnen.

Mehr dazu: EIRP ausrechnen: die Kette vom Sender zur Luft

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Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.