| Was EIRP ist | Leistung an der Antenne mal Gewinn | Bezogen auf den isotropen Strahler, in der Hauptstrahlrichtung. |
| Formel | P_EIRP = (P_Sender − Verluste) · G | Nicht die Senderleistung allein. |
| Schritt 1 | Kabelverluste abziehen | In dB. |
| Schritt 2 | Antennengewinn addieren | In dB. |
| Schritt 3 | dB in Faktor, dann malnehmen | 3 dB mal 2, 6 dB mal 4, 10 dB mal 10, 20 dB mal 100. |
| Gewinn in dBd | erst 2,15 dB addieren | EIRP bezieht sich immer auf die Kugel. |
| 0 dBd | sind 2,15 dBi, Faktor 1,64 | Ein Dipol erhöht die Strahlungsleistung sehr wohl. |
| Beispiel | 100 W, 1 dB Kabel, 11 dBi → 1000 W | −1 + 11 = 10 dB, Faktor 10. |
| Beispiel | 250 mW, 26 dBi → 100 W | 26 dB = 20 + 6, also 100 · 4 = 400. |
| Beispiel | 5 W, 36 dBi → 20 000 W | 36 dB sind etwa Faktor 4000. |
| Umgekehrt gefragt | EIRP durch den Faktor teilen | 10 W EIRP an 5,15 dBi (Faktor 3,27) erlauben gut 3 W Senderleistung. |
Merken: Verluste abziehen, Gewinn addieren, dann die dB-Summe in einen Faktor verwandeln und mit der Senderleistung malnehmen. Steht der Gewinn in dBd, kommen erst 2,15 dB dazu — EIRP zählt immer gegen die Kugel. Und wenn nach der erlaubten Senderleistung gefragt ist, wird stattdessen GETEILT.
Der Zusammenhang
EIRP ist die Leistung, die ein gedachter Kugelstrahler abgeben müsste, um in der Hauptstrahlrichtung dasselbe Feld zu erzeugen wie die wirkliche Antenne. Sie ist also NICHT die Senderleistung, sondern das Produkt aus der Leistung, die an der Antenne ankommt, und deren Gewinn gegenüber dem isotropen Strahler. Daraus ergibt sich ein Rechenweg, der bei jeder dieser Aufgaben derselbe ist, und er hat drei Schritte. Erstens: vom Senderausgang die Kabelverluste ABziehen. Zweitens: den Antennengewinn ADDieren. Drittens: das Ergebnis, das in dB dasteht, in einen Faktor verwandeln und mit der Senderleistung multiplizieren. Weil Schritt eins und zwei in Dezibel gerechnet werden, ist es reines Addieren und Subtrahieren — genau dafür gibt es das Dezibel. Die eine Falle, in die man zuverlässig tappt, ist der BEZUG des Gewinns. Steht er in dBi, kann man ihn direkt verrechnen. Steht er in dBd, also gegenüber dem Dipol, muss erst 2,15 dB dazu, denn EIRP bezieht sich immer auf die Kugel. Eine Antenne mit „0 dB Gewinn auf den Dipol bezogen“ hat also 2,15 dBi und erhöht die Strahlungsleistung sehr wohl. Zwei Rechnungen zum Mitgehen: 100 W, 1 dB Kabel, 11 dBi Antenne — das sind minus 1 plus 11 gleich 10 dB, Faktor 10, also 1000 W EIRP. Und 250 mW an einem Spiegel mit 26 dBi: 26 dB sind 20 plus 6, also 100 mal 4 gleich 400, und 0,25 W mal 400 sind 100 W. Umgekehrt gefragt wird es bei der Anzeigegrenze der BEMFV: aus 10 W EIRP und einer Antenne mit 5,15 dBi wird die erlaubte Senderleistung, indem man DURCH den Faktor teilt — 5,15 dB sind Faktor 3,27, und 10 geteilt durch 3,27 ergibt gut 3 W.
Herkunft: Fragenkatalog Klasse E. Pegel und Antennengewinn stehen auf Blatt 15 der Formelsammlung; die Anzeigeschwelle von 10 W EIRP steht in § 9 BEMFV.