Reihen- und Parallelschaltung von Widerständen, Spulen und Kondensatoren Klasse A
Abschnitt 5.4.1 · Elektronische Schaltungen und deren Merkmale · Technische Kenntnisse Klasse A. 15 Fragen, jede mit Erklärung.
Auf dieser Seite stehen alle 15 Prüfungsfragen zum Thema Reihen- und Parallelschaltung von Widerständen, Spulen und Kondensatoren (Kapitel „Elektronische Schaltungen und deren Merkmale“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.
AD101Wie groß ist die Gesamtkapazität, wenn drei Kondensatoren C₁ = 0,10 nF, C₂ = 47 pF und C₃ = 22 pF in Reihe geschaltet werden?ab Klasse A
16,9 pF
169 pF
0,13 nF
13,0 pF
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Richtig ist D: 13,0 pF
Kondensatoren in Reihe rechnen sich wie Widerstände parallel: Die Kehrwerte werden addiert. Das Ergebnis ist immer kleiner als der kleinste Einzelwert.
Lösungsweg:
0,10 nF = 100 pF
1/C = 1/100 + 1/47 + 1/22
1/C = 0,01 + 0,0213 + 0,0455 = 0,0767
C = 1 / 0,0767 = 13,0 pF
Kniff: Erst alles auf dieselbe Einheit bringen — 0,10 nF sind 100 pF. Und die Probe am Ende: 13 pF liegen unter den 22 pF des kleinsten Kondensators. Alles über 22 pF kann nicht stimmen.
Warum die anderen nicht stimmen:
16,9 pF – Die Werte addiert statt der Kehrwerte, und dabei eine Zehnerpotenz verloren: 169 pF / 10.
169 pF – Einfach addiert — das wäre die Parallelschaltung. Bei Reihenschaltung werden die Kehrwerte addiert, und das Ergebnis muss kleiner werden, nicht größer.
0,13 nF – Das sind 130 pF, also der richtige Wert mit einer Zehnerpotenz zu viel.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD101
AD102Wie groß ist die Gesamtinduktivität von drei in Reihe geschalteten Spulen von 2200 nH, 0,033 mH und 150 μH?ab Klasse A
155,5 μH
205,0 nH
205,0 μH
185,2 μH
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Richtig ist D: 185,2 μH
Spulen in Reihe addieren sich einfach, genau wie Widerstände in Reihe.
Lösungsweg:
2200 nH = 2,2 μH
0,033 mH = 33 μH
2,2 + 33 + 150 = 185,2 μH
Kniff: Die ganze Arbeit steckt im Umrechnen: 2200 nH sind 2,2 μH und 0,033 mH sind 33 μH. Wer hier eine Zehnerpotenz verrutscht, landet genau auf einer der falschen Antworten.
Warum die anderen nicht stimmen:
155,5 μH – 0,033 mH als 3,3 μH gelesen: 2,2 + 3,3 + 150 = 155,5. Von Millihenry auf Mikrohenry sind es drei Stellen, nicht zwei.
205,0 nH – 2200 nH als 22 μH gelesen (ergibt 205) und das Ergebnis dazu in Nanohenry geschrieben — zwei Fehler übereinander.
205,0 μH – 2200 nH als 22 μH gelesen: 22 + 33 + 150 = 205. Von Nanohenry auf Mikrohenry sind es drei Stellen.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD102
AD103Wie groß ist die Gesamtkapazität dieser Schaltung, wenn C₁ = 0,1 nF, C₂ = 1,5 nF, C₃ = 220 pF und die Eigenkapazität der Spule 1 pF beträgt?ab Klasse A
1 pF
1,6 nF
1821 pF
66 pF
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Richtig ist C: 1821 pF
Lösungsweg:
0,1 nF = 100 pF, 1,5 nF = 1500 pF
C = 100 pF + 1500 pF + 220 pF + 1 pF
C = 1821 pF
Kniff: Parallel heißt bei Kondensatoren ADDIEREN (bei Widerständen ist es umgekehrt — daher die Verwechslung). Die Eigenkapazität der Spule zählt mit: sie liegt parallel zur Spule und damit parallel zu allem. Vorher auf eine Einheit bringen.
Warum die anderen nicht stimmen:
1 pF – Nur die Eigenkapazität der Spule. Die drei Kondensatoren stehen mit im Bild und liegen parallel dazu.
1,6 nF – C₁ und C₂ addiert (0,1 + 1,5 = 1,6 nF) und dabei C₃ und die Spule vergessen — es fehlen 221 pF.
66 pF – So rechnet man eine REIHENschaltung: 1/C = 1/100 + 1/1500 + 1/220 ergibt 65,7 pF. Im Bild liegen die drei aber zwischen denselben zwei Knoten, also parallel.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD103
AD104Berechne den Betrag des Scheinwiderstands Z für eine Reihenschaltung aus R = 100 Ω und C = 1 nF bei 1 MHz.ab Klasse A
|Z| = 159 Ω
|Z| = 259 Ω
|Z| = 636 Ω
|Z| = 188 Ω
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Richtig ist D: |Z| = 188 Ω
Wirk- und Blindwiderstand stehen senkrecht aufeinander. Sie werden deshalb nicht addiert, sondern nach Pythagoras zusammengefasst: |Z| = Wurzel aus (R² + X²).
Lösungsweg:
X_C = 1/(2π · 1 MHz · 1 nF) = 159 Ω
|Z| = Wurzel aus (100² + 159²)
|Z| = Wurzel aus (10 000 + 25 300) = Wurzel aus 35 300
|Z| = 188 Ω
Kniff: Die einfache Summe 100 + 159 = 259 steht als falsche Antwort da — genau darauf zielt die Frage. |Z| muss zwischen dem größeren Einzelwert und der Summe liegen.
Warum die anderen nicht stimmen:
|Z| = 159 Ω – Nur der Blindwiderstand. Der Wirkwiderstand von 100 Ω fehlt.
|Z| = 259 Ω – Einfach addiert: 100 + 159. Wirk- und Blindwiderstand liegen um 90 ° versetzt und werden geometrisch zusammengefasst.
|Z| = 636 Ω – Das ist das Ergebnis der Nachbarfrage AD105 — dort mit einer Spule von 100 μH statt des Kondensators.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD104
AD105Berechne den Betrag des Scheinwiderstands Z für eine Reihenschaltung aus R = 100 Ω und L = 100 μH bei 1 MHz.ab Klasse A
|Z| = 188 Ω
|Z| = 259 Ω
|Z| = 628 Ω
|Z| = 636 Ω
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Richtig ist D: |Z| = 636 Ω
Dieselbe Rechnung wie in AD104, nur mit einer Spule: |Z| = Wurzel aus (R² + X_L²), und X_L = 2π · f · L.
Lösungsweg:
X_L = 2π · 1 MHz · 100 μH = 628 Ω
|Z| = Wurzel aus (100² + 628²)
|Z| = Wurzel aus (10 000 + 394 384) = Wurzel aus 404 384
|Z| = 636 Ω
Kniff: Bei 628 Ω Blindwiderstand fallen die 100 Ω Wirkwiderstand kaum noch ins Gewicht — das Ergebnis liegt nur 8 Ω darüber. Je weiter die beiden auseinanderliegen, desto weniger ändert der kleinere am Betrag.
Warum die anderen nicht stimmen:
|Z| = 188 Ω – Das ist das Ergebnis der Nachbarfrage AD104 — dort mit einem Kondensator von 1 nF.
|Z| = 259 Ω – Diese Zahl gehört ebenfalls zu AD104, dort als falsche Summe 100 + 159.
|Z| = 628 Ω – Nur der Blindwiderstand der Spule. Der Wirkwiderstand fehlt — er macht hier allerdings nur 8 Ω aus.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD105
AD106Wie groß ist die Spannung U, wenn durch R₃ ein Strom von 1 mA fließt und alle Widerstände R₁ bis R₃ je 10 kΩ betragen?ab Klasse A
20 V
15 V
40 V
30 V
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Richtig ist D: 30 V
Lösungsweg:
U an R₃ = 1 mA · 10 kΩ = 10 V
an R₂ liegt dieselbe Spannung, also fließen dort auch 1 mA
durch R₁ fließen 1 mA + 1 mA = 2 mA
U an R₁ = 2 mA · 10 kΩ = 20 V
U = 20 V + 10 V = 30 V
Kniff: R₂ und R₃ liegen parallel: An beiden liegt dieselbe Spannung, und weil sie gleich groß sind, fließt durch beide derselbe Strom. Durch R₁ fließt die SUMME, hier also das Doppelte.
Warum die anderen nicht stimmen:
20 V – Nur der Abfall an R₁ — die 10 V an der Parallelschaltung fehlen. Oder mit nur 1 mA durch R₁ gerechnet, dann kämen 10 V + 10 V heraus: derselbe Zahlenwert aus dem umgekehrten Fehler.
15 V – 1 mA · 15 kΩ. Der Gesamtwiderstand (10 kΩ + 5 kΩ) ist richtig, aber durch R₁ fließt 1 mA zu wenig: es sind 2 mA.
40 V – Doppelt gezählt: 20 V an R₁ plus 10 V an R₂ plus 10 V an R₃. R₂ und R₃ liegen aber parallel — ihre Spannung ist EINMAL zu zählen, nicht zweimal.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD106
AD107Wie groß ist der Strom durch R₃, wenn U = 15 V und alle Widerstände R₁ bis R₃ je 10 kΩ betragen?ab Klasse A
4,5 mA
1,6 mA
1,0 mA
0,5 mA
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Richtig ist D: 0,5 mA
Lösungsweg:
R₂ ∥ R₃ = 10 kΩ / 2 = 5 kΩ
R_ges = 10 kΩ + 5 kΩ = 15 kΩ
I = 15 V / 15 kΩ = 1 mA
teilt sich gleichmäßig: I durch R₃ = 0,5 mA
Kniff: Erst den Gesamtwiderstand, dann den Gesamtstrom, dann aufteilen. Zwei gleiche Zweige teilen den Strom in zwei gleiche Hälften.
Warum die anderen nicht stimmen:
4,5 mA – Alle drei Widerstände parallel gerechnet: 10 kΩ / 3 = 3,33 kΩ und 15 V / 3,33 kΩ = 4,5 mA. R₁ liegt aber in REIHE vor den beiden anderen.
1,6 mA – Zu dieser Zahl führt keiner der üblichen Fehler; sie liegt zwischen Gesamtstrom und Teilstrom. Eine Blindantwort.
1,0 mA – Das ist der GESAMTSTROM durch R₁ — richtig gerechnet, aber einen Schritt zu früh aufgehört. Er teilt sich noch auf zwei gleiche Zweige.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD107
AD108Welche Leistung tritt in R₂ auf, wenn U = 15 V und alle Widerstände R₁ bis R₃ je 10 kΩ betragen?ab Klasse A
0,15 W
2,5 mW
5,0 mW
1,5 mW
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Richtig ist B: 2,5 mW
Lösungsweg:
R₂ ∥ R₃ = 5 kΩ, R_ges = 15 kΩ
U an der Parallelschaltung = 15 V · 5 kΩ / 15 kΩ = 5 V
P = U² / R = (5 V)² / 10 kΩ = 2,5 mW
Kniff: Erst die Spannung an der Parallelschaltung ausrechnen, dann die Leistung in EINEM der beiden Widerstände. Wer mit 15 V rechnet, rechnet mit der Spannung der ganzen Schaltung — an R₂ liegt nur ein Drittel davon.
Warum die anderen nicht stimmen:
0,15 W – Sechzigmal zu groß. An R₂ liegen 5 V; mehr als 2,5 mW können dort nicht entstehen. Selbst die ganze Schaltung nimmt nur 15 V · 1 mA = 15 mW auf.
5,0 mW – Das ist die Leistung der GANZEN Parallelschaltung: (5 V)² / 5 kΩ = 5 mW. Gefragt ist nur R₂ — also die Hälfte davon.
1,5 mW – Zu dieser Zahl führt keine der üblichen Verwechslungen. Eine Blindantwort.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD108
AD109In welchem Bereich liegt der Eingangswiderstand der folgenden Schaltung, wenn R alle Werte von 0 Ω bis 1 kΩ annehmen kann?ab Klasse A
300–367 Ω
300–500 Ω
267–292 Ω
292–367 Ω
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Richtig ist C: 267–292 Ω
Lösungsweg:
R = 0: 200 + (100 ∥ 200) = 200 + 66,7 = 267 Ω
R = 1 kΩ: 200 + (100 ∥ 1200) = 200 + 92,3 = 292 Ω
also 267 bis 292 Ω
Kniff: Von links nach rechts aufbauen, aber von rechts nach links rechnen: 200 Ω plus R sind der rechte Zweig, dieser liegt parallel zu den 100 Ω, und dazu kommt der erste 200-Ohm-Widerstand in Reihe. Die 100 Ω sind die Bremse: selbst bei unendlich großem R kämen nur 300 Ω heraus, deshalb ist der Bereich so schmal.
Warum die anderen nicht stimmen:
300–367 Ω – Die 100 Ω als in Reihe statt als parallel gerechnet — daher die 300 als Untergrenze. Parallel ergibt immer WENIGER als der kleinere der beiden Widerstände, hier also unter 100 Ω.
300–500 Ω – Alle festen Widerstände in Reihe addiert: 200 + 100 + 200 = 500. Die 100 Ω liegen aber quer und nicht im Längszweig.
292–367 Ω – Die 292 Ω sind richtig gerechnet — nur stehen sie am falschen Ende. Sie gelten für R = 1 kΩ, also für die OBERgrenze. Wird R kleiner, wird auch der Eingangswiderstand kleiner.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD109
AD110Wenn R₁ und R₃ je 2,2 kΩ haben und R₂ und R₄ je 220 Ω betragen, hat die Schaltung zwischen den Punkten a und b einen Gesamtwiderstand von ...ab Klasse A
1210 Ω.
1540 Ω.
2420 Ω.
4840 Ω.
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Richtig ist A: 1210 Ω.
Lösungsweg:
ein Zweig: 2200 Ω + 220 Ω = 2420 Ω
zwei gleiche Zweige parallel: 2420 / 2 = 1210 Ω
Kniff: Zwei gleiche Zweige, jeder 2,2 kΩ + 220 Ω = 2420 Ω, parallel also die Hälfte. Und die Gegenprobe: Weil die Brücke abgeglichen ist, kommt dasselbe heraus, wenn man den Querzweig als durchverbunden ansieht: (2,2 k ∥ 2,2 k) + (220 ∥ 220) = 1100 + 110 = 1210 Ω. Bei einer abgeglichenen Brücke ist der Querzweig gleichgültig.
Warum die anderen nicht stimmen:
1540 Ω. – Reihe und Parallel vermischt: oben richtig parallel gerechnet (1100 Ω), unten aber addiert (220 + 220 = 440). Zusammen 1540 Ω.
2420 Ω. – Nur EIN Zweig. Der zweite, gleich große liegt parallel dazu und halbiert den Wert.
4840 Ω. – Alle vier Widerstände in Reihe addiert: 2 · 2420 Ω. Sie liegen aber als zwei parallele Zweige zwischen a und b.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD110
AD111In welchem Verhältnis müssen die Widerstände R₁ bis R₄ zueinander stehen, damit das Messinstrument im Brückenzweig keine Spannung anzeigt?ab Klasse A
(R₁)/(R₂) = (R₄)/(R₃)
(R₁)/(R₄) = (R₂)/(R₃)
(R₂)/(R₁) = (R₃)/(R₄)
(R₁)/(R₂) = (R₃)/(R₄)
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Richtig ist D: (R₁)/(R₂) = (R₃)/(R₄)
Kniff: Das Instrument zeigt nichts an, wenn A und B auf gleichem Potential liegen — also wenn beide Spannungsteiler im selben Verhältnis teilen: oben zu unten links wie oben zu unten rechts, R₁/R₂ = R₃/R₄. Ausmultipliziert heißt das R₁ · R₄ = R₂ · R₃, immer über Kreuz. Gleichwertig ist R₁/R₃ = R₂/R₄.
Warum die anderen nicht stimmen:
(R₁)/(R₂) = (R₄)/(R₃) – Rechts sind Zähler und Nenner vertauscht. Ausmultipliziert steht da R₁ · R₃ = R₂ · R₄ — die falsche Paarung. Über Kreuz gehören R₁ mit R₄ und R₂ mit R₃ zusammen.
(R₁)/(R₄) = (R₂)/(R₃) – Führt ebenfalls auf R₁ · R₃ = R₂ · R₄. Hier stehen die diagonal gegenüberliegenden Widerstände im selben Bruch, statt sich im Produkt zu treffen.
(R₂)/(R₁) = (R₃)/(R₄) – Links gestürzt, rechts nicht. Auch das ergibt R₁ · R₃ = R₂ · R₄. Nur wenn man BEIDE Seiten stürzt, bleibt die Gleichung richtig: R₂/R₁ = R₄/R₃ wäre erlaubt.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD111
AD112Die Spannung an der Brückenschaltung beträgt 10 V. Alle Widerstände haben einen Wert von 50 Ω. Wie groß ist die Spannung zwischen A und B im Brückenzweig (gemessen von A nach B)?ab Klasse A
0 V
2,5 V
-5 V
5 V
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Richtig ist A: 0 V
Lösungsweg:
U_A = 10 V · 50 / (50 + 50) = 5 V
U_B = 10 V · 50 / (50 + 50) = 5 V
U_AB = 5 V − 5 V = 0 V
Kniff: Vier gleiche Widerstände heißt: beide Teiler halbieren. A und B liegen beide auf der halben Betriebsspannung, die Differenz ist null. Das ist genau der abgeglichene Fall aus AD111.
Warum die anderen nicht stimmen:
2,5 V – Ein Viertel der Betriebsspannung. Dazu müsste ein Teiler im Verhältnis 1:3 stehen — hier sind alle vier Widerstände gleich.
-5 V – Das käme heraus, wenn A auf 0 V und B auf 5 V läge, also bei einem vollständig verstimmten linken Zweig (R₂ kurzgeschlossen oder R₁ unterbrochen).
5 V – Das ist die Spannung von A gegen Masse — oder von B gegen Masse. Gefragt ist die Spannung ZWISCHEN A und B, also die Differenz der beiden.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD112
AD113Die Spannung an der Brückenschaltung beträgt 11 V. Die Widerstände haben folgende Werte: R₁ = 1 kΩ; R₂ = 10 kΩ; R₃ = 10 kΩ; R₄ = 1 kΩ. Wie groß ist die Spannung zwischen A und B im Brückenzweig (gemessen von A nach B)?ab Klasse A
U_AB = -9 V
U_AB = 10 V
U_AB = 9 V
U_AB = -10 V
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Richtig ist C: U_AB = 9 V
Lösungsweg:
U_A = 11 V · 10 kΩ / (1 kΩ + 10 kΩ) = 10 V
U_B = 11 V · 1 kΩ / (10 kΩ + 1 kΩ) = 1 V
U_AB = 10 V − 1 V = 9 V
Kniff: Jeden Zweig für sich als Spannungsteiler gegen Masse rechnen und erst dann die Differenz bilden — und zwar in der Richtung, die die Frage vorgibt: von A nach B, also U_A minus U_B.
Warum die anderen nicht stimmen:
U_AB = -9 V – Der Betrag stimmt, das Vorzeichen nicht. A liegt auf 10 V, B auf 1 V — von A nach B gemessen ist das Ergebnis positiv. Minus 9 V wäre die Messung von B nach A.
U_AB = 10 V – Das ist die Spannung von A gegen Masse. Die 1 V von B sind noch abzuziehen.
U_AB = -10 V – A gegen Masse, und zusätzlich mit falschem Vorzeichen. Zwei Fehler in einer Antwort.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD113
AD114Wie groß ist die Spannung U₂ in der Schaltung mit folgenden Werten: U_B = 12 V, R₁ = 10 kΩ, R₂ = 2,2 kΩ, R_L = 8,2 kΩab Klasse A
2,2 V
5,4 V
1,8 V
8,2 V
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist C: 1,8 V
Lösungsweg:
R₂ ∥ R_L = (2,2 · 8,2) / (2,2 + 8,2) = 1,74 kΩ
U₂ = U_B · 1,74 / (10 + 1,74)
U₂ = 12 V · 0,148 = 1,8 V
Kniff: R_L liegt parallel zu R₂ — erst die beiden zusammenfassen, dann teilen. Wer nur mit R₁ und R₂ rechnet, bekommt die LEERLAUFspannung; die Last zieht den Teiler herunter.
Warum die anderen nicht stimmen:
2,2 V – Die Leerlaufspannung, ohne Last gerechnet: 12 V · 2,2/12,2 = 2,16 V. Genau darum geht es in dieser Aufgabe — und die Zahl sieht zusätzlich vertraut aus, weil R₂ 2,2 kΩ hat.
5,4 V – Mit R_L statt R₂ geteilt: 12 V · 8,2/(10 + 8,2) = 5,4 V. R₂ ist dabei ganz verschwunden, obwohl er parallel zur Last liegt.
8,2 V – Der Zahlenwert von R_L, als Spannung hingeschrieben. Dahinter steht keine Rechnung.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD114
AD115Wenn der dargestellte Spannungsteiler mit R_L belastet wird, dann ergibt sich folgender Zusammenhang:ab Klasse A
I₁ sinkt, R₂ setzt mehr Leistung in Wärme um.
I₂ steigt, R₁ setzt weniger Leistung in Wärme um.
I₁ steigt, R₂ setzt mehr Leistung in Wärme um.
I₁ steigt, R₁ setzt mehr Leistung in Wärme um.
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Richtig ist D: I₁ steigt, R₁ setzt mehr Leistung in Wärme um.
Kniff: Belasten heißt: parallel zu R₂ kommt ein zweiter Weg nach Masse. Der Gesamtwiderstand SINKT, also steigt I₁ — und mehr Strom durch R₁ heißt mehr Verlustleistung dort. An R₂ wird es dagegen weniger: die Spannung U₂ sinkt, und mit ihr der Strom I₂.
Warum die anderen nicht stimmen:
I₁ sinkt, R₂ setzt mehr Leistung in Wärme um. – Beide Hälften verkehrt. Ein zusätzlicher Widerstand PARALLEL senkt den Gesamtwiderstand, I₁ steigt also. Und an R₂ sinkt die Spannung, damit auch die Leistung.
I₂ steigt, R₁ setzt weniger Leistung in Wärme um. – I₂ ist der Strom durch R₂ — der sinkt, weil U₂ sinkt. Und an R₁ wird mehr Leistung frei, nicht weniger.
I₁ steigt, R₂ setzt mehr Leistung in Wärme um. – Die erste Hälfte stimmt. Die zweite nicht: an R₂ sinkt die Spannung (im Zahlenbeispiel von AD114: 1,8 V statt 2,2 V), und weniger Spannung an gleichem Widerstand heißt weniger Leistung.
Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD115
Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.