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Phasenregelkreise Klasse A

Abschnitt 5.4.7 · Elektronische Schaltungen und deren Merkmale · Technische Kenntnisse Klasse A. 5 Fragen, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 5 Prüfungsfragen zum Thema Phasenregelkreise (Kapitel „Elektronische Schaltungen und deren Merkmale“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

▶ Diese 5 Fragen im Trainer üben

Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Die 5 Fragen

AD701Welche Baugruppen muss eine Phasenregelschleife (PLL) mindestens enthalten?ab Klasse A

  1. Einen VCO, einen Tiefpass und einen Phasenvergleicher
  2. Einen VCO, einen Hochpass und einen Phasenvergleicher
  3. Einen Phasenvergleicher, einen Hochpass und einen Frequenzteiler
  4. Einen Phasenvergleicher, einen Tiefpass und einen Frequenzteiler
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Richtig ist A: Einen VCO, einen Tiefpass und einen Phasenvergleicher

Die PLL vergleicht die Phase zweier Signale, macht aus dem Unterschied eine Spannung und führt damit einen Oszillator nach. Dazu gehören zwingend: Phasenvergleicher, Tiefpass und VCO.

Kniff: Der Tiefpass ist kein Beiwerk — er glättet die Vergleichsimpulse zu einer sauberen Regelspannung. Ein Frequenzteiler ist dagegen nur nötig, wenn ein Frequenzverhältnis eingestellt werden soll.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Einen VCO, einen Hochpass und einen Phasenvergleicher – Ein Hochpass ließe gerade die Störimpulse durch und die Regelspannung nicht. Gebraucht wird ein Tiefpass.
  • Einen Phasenvergleicher, einen Hochpass und einen Frequenzteiler – Zweimal daneben: Hochpass statt Tiefpass, und der VCO fehlt — ohne ihn gibt es nichts zu regeln.
  • Einen Phasenvergleicher, einen Tiefpass und einen Frequenzteiler – Der VCO fehlt. Ein Teiler ist nur bei einer Frequenzvervielfachung nötig, der VCO immer.

AD702Welche der nachfolgenden Aussagen ist richtig, wenn die im Bild dargestellte Regelschleife in stabilem Zustand ist?ab Klasse A

Ein Blockschaltbild mit einer Regelschleife. Links der Quarzoszillator (Kästchen mit G und Quarzzeichen). Seine Leitung führt nach rechts zum Phasenvergleicher φ; oben an dieser Leitung ist der Messpunkt A angeschlossen. Vom Vergleicher geht es über das Schleifenfilter (Kästchen mit Filterkurve) zum VCO, dessen Leitung rechts zum Ausgang läuft. Von dieser Ausgangsleitung zweigt es nach unten ab: dort liegt Messpunkt C, und der Pfeil führt von rechts in den Teiler :n hinein. Der Ausgang des Teilers läuft nach links zum Messpunkt B und von dort mit dem Pfeil nach oben in den zweiten Eingang des Phasenvergleichers. A ist also die Referenzfrequenz, C die VCO-Frequenz und B die heruntergeteilte VCO-Frequenz.
  1. Die Frequenz an Punkt A ist höher als die Frequenz an Punkt B.
  2. Die Frequenz an Punkt B ist höher als die Frequenz an Punkt C.
  3. Die Frequenzen an den Punkten A und C sind gleich.
  4. Die Frequenzen an den Punkten A und B sind gleich.
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Richtig ist D: Die Frequenzen an den Punkten A und B sind gleich.

Kniff: Der Phasenvergleicher ist mit seinen beiden Eingängen A und B verbunden, und er stellt den VCO so lange nach, bis an beiden Eingängen dasselbe ankommt. Eingerastet heißt genau das: die Frequenzen an A und B sind gleich. Der Ausgang C liegt dagegen um den Teilerfaktor n höher.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Die Frequenz an Punkt A ist höher als die Frequenz an Punkt B. – Solange A und B verschieden sind, ist die Schleife nicht eingerastet — die Regelspannung zieht den VCO dann weiter, bis der Unterschied weg ist. Im stabilen Zustand kann A nicht höher liegen.
  • Die Frequenz an Punkt B ist höher als die Frequenz an Punkt C. – B liegt hinter dem Teiler, C davor: B = C / n. Bei n größer als 1 ist B also immer kleiner als C, nie größer. Die Pfeilrichtung zeigt es — der Teiler wird von C gespeist und gibt an B ab.
  • Die Frequenzen an den Punkten A und C sind gleich. – Das gilt nur für n = 1. C ist die Ausgangsfrequenz und damit das n-fache der Referenz — genau dafür ist der Teiler in der Schleife.

AD703Wie groß muss bei der folgenden Schaltung die Frequenz an Punkt A sein, wenn ein Kanalabstand von 12,5 kHz benötigt wird?ab Klasse A

Ein Blockschaltbild mit einer Regelschleife. Links der Quarzoszillator (Kästchen mit G und Quarzzeichen). Seine Leitung führt nach rechts zum Phasenvergleicher φ; oben an dieser Leitung ist der Messpunkt A angeschlossen. Vom Vergleicher geht es über das Schleifenfilter (Kästchen mit Filterkurve) zum VCO, dessen Leitung rechts zum Ausgang läuft. Von dieser Ausgangsleitung zweigt es nach unten ab: dort liegt Messpunkt C, und der Pfeil führt von rechts in den Teiler :n hinein. Der Ausgang des Teilers läuft nach links zum Messpunkt B und von dort mit dem Pfeil nach oben in den zweiten Eingang des Phasenvergleichers. A ist also die Referenzfrequenz, C die VCO-Frequenz und B die heruntergeteilte VCO-Frequenz.
  1. 11,64 Hz
  2. 12,5 kHz
  3. 25 kHz
  4. 1,25 kHz
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Richtig ist B: 12,5 kHz

Lösungsweg:

  1. Ausgangsfrequenz: f_aus = n · f_A
  2. n ändert sich nur in ganzen Schritten, der kleinste Schritt ist 1
  3. Frequenzsprung am Ausgang: Δf_aus = 1 · f_A = f_A
  4. Für 12,5 kHz Kanalabstand: f_A = 12,5 kHz

Kniff: Der Teiler kann nur ganzzahlig teilen. Geht n um 1 nach oben, springt die Ausgangsfrequenz um eine ganze Referenzfrequenz weiter. Das kleinste mögliche Raster am Ausgang ist also gleich der Frequenz an A — Kanalabstand und Referenzfrequenz sind dasselbe.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 25 kHz – Der doppelte Kanalabstand. Mit 25 kHz an A rastet die Schleife nur auf jeden zweiten Kanal ein, die Kanäle dazwischen sind nicht erreichbar.
  • 1,25 kHz – Komma um eine Stelle verschoben, 12,5 kHz / 10. Das Raster wäre zehnmal feiner als gebraucht; der Kanalabstand käme erst mit n-Schritten von 10 heraus.
  • 11,64 Hz – Zu dieser Zahl führt keine der üblichen Verwechslungen — eine Blindantwort. Auch die Einheit passt nicht: das Raster am Ausgang ist gleich der Frequenz an A, und 11,64 Hz sind nicht 12,5 kHz.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD703

AD704Die Frequenz an Punkt A beträgt 12,5 kHz. Es sollen Ausgangsfrequenzen im Bereich von 12,000 MHz bis 14,000 MHz erzeugt werden. In welchem Bereich bewegt sich dabei das Teilerverhältnis n?ab Klasse A

Ein Blockschaltbild mit einer Regelschleife. Links der Quarzoszillator (Kästchen mit G und Quarzzeichen). Seine Leitung führt nach rechts zum Phasenvergleicher φ; oben an dieser Leitung ist der Messpunkt A angeschlossen. Vom Vergleicher geht es über das Schleifenfilter (Kästchen mit Filterkurve) zum VCO, dessen Leitung rechts zum Ausgang läuft. Von dieser Ausgangsleitung zweigt es nach unten ab: dort liegt Messpunkt C, und der Pfeil führt von rechts in den Teiler :n hinein. Der Ausgang des Teilers läuft nach links zum Messpunkt B und von dort mit dem Pfeil nach oben in den zweiten Eingang des Phasenvergleichers. A ist also die Referenzfrequenz, C die VCO-Frequenz und B die heruntergeteilte VCO-Frequenz.
  1. 300 bis 1120
  2. 960 bis 857
  3. 960 bis 1120
  4. 300 bis 857
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Richtig ist C: 960 bis 1120

Lösungsweg:

  1. Im eingerasteten Zustand gilt f_aus = n · f_A, also n = f_aus / f_A
  2. Untere Grenze: 12,000 MHz / 12,5 kHz = 960
  3. Obere Grenze: 14,000 MHz / 12,5 kHz = 1120
  4. n läuft von 960 bis 1120

Kniff: Der Vergleicher hält die Frequenz an B auf der Referenz 12,5 kHz. Vor dem Teiler steht deshalb immer das n-fache davon: n = f_aus / f_A. Geteilt wird durch die Referenzfrequenz, nicht durch die andere Bandgrenze — und n steigt mit der Ausgangsfrequenz, muss also vom kleineren zum größeren Wert laufen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 960 bis 857 – Die untere Grenze stimmt, die obere nicht: 857 entsteht aus 12 MHz / 14 kHz = 857,1, also aus den beiden Bandgrenzen geteilt statt durch die Referenzfrequenz. Außerdem müsste n mit der Frequenz steigen, nicht fallen.
  • 300 bis 857 – Beide Werte falsch. 857 ist 12 MHz / 14 kHz = 857,1, das Verhältnis der Bandgrenzen. Zu 300 führt aus den gegebenen Werten keine Rechnung (12 MHz / 40 kHz wäre 300, aber 40 kHz kommt in der Aufgabe nicht vor) — insoweit eine Blindantwort.
  • 300 bis 1120 – Die obere Grenze stimmt, 14 MHz / 12,5 kHz = 1120. Die untere ist nicht herleitbar: 12 MHz / 12,5 kHz sind 960, und auf 300 führt keine der üblichen Verwechslungen.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD704

AD705Ein Frequenzsynthesizer soll eine einstellbare Frequenz mit hoher Frequenzgenauigkeit erzeugen. Die Genauigkeit und Stabilität der Ausgangsfrequenz eines Frequenzsynthesizers wird hauptsächlich bestimmt von ...ab Klasse A

  1. den Eigenschaften des eingesetzten Quarzgenerators.
  2. den Eigenschaften des spannungsgesteuerten Oszillators (VCO).
  3. den Eigenschaften des eingesetzten Phasenvergleichers.
  4. den Eigenschaften der eingesetzten Frequenzteiler.
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Richtig ist A: den Eigenschaften des eingesetzten Quarzgenerators.

Ein Synthesizer leitet seine Ausgangsfrequenz von einer Referenz ab. Jede Ungenauigkeit dieser Referenz erscheint im selben Verhältnis am Ausgang — besser als die Referenz kann er nicht werden.

Kniff: Der VCO wird durch die Regelung gezwungen; seine eigene Stabilität wird dabei weggeregelt. Was übrig bleibt, ist die Güte des Quarzes.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • den Eigenschaften des spannungsgesteuerten Oszillators (VCO). – Der VCO wird von der Schleife nachgeführt. Seine Drift wird gerade ausgeregelt — daher rührt sein Ruf, er sei unkritisch.
  • den Eigenschaften des eingesetzten Phasenvergleichers. – Er bestimmt das Rauschverhalten und die Einrastzeit, nicht die Frequenzgenauigkeit.
  • den Eigenschaften der eingesetzten Frequenzteiler. – Teiler arbeiten mit ganzen Zahlen und sind an sich exakt. Einen Fehler können sie nicht hinzufügen, nur einen vorhandenen mit vervielfachen.

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Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.