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Nichtsinusförmige Signale Klasse A

Abschnitt 5.2.4 · Elektrizitäts-, Elektromagnetismus- und Funktheorie · Technische Kenntnisse Klasse A. 9 Fragen, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 9 Prüfungsfragen zum Thema Nichtsinusförmige Signale (Kapitel „Elektrizitäts-, Elektromagnetismus- und Funktheorie“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

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Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Die 9 Fragen

AB401Was sind Harmonische?ab Klasse A

  1. Harmonische sind die ganzzahligen (1, 2, 3, ...) Teile einer Frequenz.
  2. Harmonische sind ausschließlich die geradzahligen (2, 4, 6, ...) Teile einer Frequenz.
  3. Harmonische sind die ganzzahligen (1, 2, 3, ...) Vielfachen einer Frequenz.
  4. Harmonische sind ausschließlich die ungeradzahligen (1, 3, 5, ...) Vielfachen einer Frequenz.
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Richtig ist C: Harmonische sind die ganzzahligen (1, 2, 3, ...) Vielfachen einer Frequenz.

Harmonische sind die ganzzahligen Vielfachen einer Grundfrequenz. Die Grundwelle selbst zählt als erste Harmonische.

Kniff: Vielfache, nicht Teile — es geht nach oben. Und es sind alle ganzen Zahlen; auf gerade oder ungerade eingeschränkt ist nur die Kurvenform bestimmter Schaltungen, nicht der Begriff.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Harmonische sind die ganzzahligen (1, 2, 3, ...) Teile einer Frequenz. – Teile hieße nach unten: die Hälfte, ein Drittel. Das wären Subharmonische, und die entstehen bei einem Sender nicht von selbst.
  • Harmonische sind ausschließlich die geradzahligen (2, 4, 6, ...) Teile einer Frequenz. – Zwei Fehler in einem Satz: Teile statt Vielfache, also die falsche Richtung — und dazu noch auf gerade Zahlen eingeschränkt.
  • Harmonische sind ausschließlich die ungeradzahligen (1, 3, 5, ...) Vielfachen einer Frequenz. – Richtung richtig, aber zu eng. Dass ein symmetrisch begrenztes Signal vorwiegend ungerade Harmonische erzeugt, ist eine Eigenschaft der Schaltung und nicht die Definition des Begriffs.

AB402Die dritte Oberwelle entspricht ...ab Klasse A

  1. der dritten Harmonischen.
  2. der zweiten Harmonischen.
  3. der vierten Harmonischen.
  4. der zweiten ungeradzahligen Harmonischen.
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Richtig ist C: der vierten Harmonischen.

Bei den Harmonischen wird die Grundwelle mitgezählt, bei den Oberwellen nicht. Deshalb liegt zwischen beiden Zählungen immer genau eins.

Lösungsweg:

  1. 1. Harmonische = Grundwelle
  2. 1. Oberwelle = 2. Harmonische
  3. 3. Oberwelle = 3 + 1 = 4. Harmonische

Kniff: n-te Oberwelle = (n+1)-te Harmonische. Die dritte Oberwelle ist also die vierte Harmonische und liegt bei der vierfachen Frequenz.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • der dritten Harmonischen. – Die Zahl unbesehen übernommen. Genau darauf zielt die Frage: Die Grundwelle zählt bei den Harmonischen mit.
  • der zweiten Harmonischen. – In die falsche Richtung gezählt. Die zweite Harmonische ist die ERSTE Oberwelle.
  • der zweiten ungeradzahligen Harmonischen. – Die zweite ungeradzahlige Harmonische ist die dritte — also wieder ohne die Verschiebung um eins, nur umständlicher aufgeschrieben.

AB403Eine periodische Schwingung, die wie das folgende Signal aussieht, besteht ...ab Klasse A

Ein Rechtecksignal auf dem Schirm — aber die flachen Teile oben und unten sind nicht glatt, sondern gewellt. Auf jedem Dach sitzen vier kleine Schwingungen.
  1. aus der Grundschwingung und Teilen dieser Frequenz (Unterschwingungen).
  2. aus der Grundschwingung mit zufälligen Frequenzschwankungen.
  3. aus der Grundschwingung mit ganzzahligen Vielfachen dieser Frequenz (Oberschwingungen).
  4. aus der Grundschwingung ohne weitere Frequenzen.
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Richtig ist C: aus der Grundschwingung mit ganzzahligen Vielfachen dieser Frequenz (Oberschwingungen).

Kniff: Jede periodische Schwingung, die nicht sinusförmig ist, besteht aus einer Grundschwingung plus Oberschwingungen mit GANZZAHLIGEN Vielfachen der Grundfrequenz. Die Wellen auf den flachen Teilen sind genau diese Oberschwingungen — vier Wellen auf einem halben Dach heißt: eine Oberschwingung mit vielfacher Frequenz.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • aus der Grundschwingung und Teilen dieser Frequenz (Unterschwingungen). – Teile der Grundfrequenz hätten eine LÄNGERE Periode als das Signal selbst. Dann wäre die Wiederholung nicht die gezeichnete, sondern eine längere — das Bild zeigt aber saubere, gleich lange Perioden.
  • aus der Grundschwingung mit zufälligen Frequenzschwankungen. – Zufall ergibt kein periodisches Bild. Hier wiederholt sich jede Periode sichtbar gleich, samt der Wellen auf den Dächern.
  • aus der Grundschwingung ohne weitere Frequenzen. – Dann wäre es eine reine Sinuskurve, also glatt und rund. Steile Flanken und flache Dächer kann eine einzelne Sinusschwingung nicht bilden — dafür braucht es die Oberschwingungen.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AB403

AB404Welches Frequenzspektrum passt zu folgendem sinusförmigen Signal?ab Klasse A

Oben eine reine Sinusschwingung über der Zeitachse: Nulldurchgänge bei 0, T, 2T und 3T, jede Periode gleich hoch und gleich geformt, keine Ecken, keine Sprünge. Darunter vier Amplitudenspektren, die Frequenzachse jeweils mit Marken bei 1/T, 2/T bis 7/T. Eines zeigt Linien nur bei den ungeraden Vielfachen 1/T, 3/T, 5/T und 7/T, nach rechts kleiner werdend. Eines zeigt Linien bei allen sieben Vielfachen, die nach rechts nur langsam kleiner werden. Eines zeigt ebenfalls Linien bei allen Vielfachen, die aber ab 4/T kaum noch zu sehen sind. Eines zeigt eine einzige Linie bei 1/T und danach eine leere Achse.
  1. Antwortbild AB404_b.svg
  2. Antwortbild AB404_c.svg
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Richtig ist D: Antwortbild AB404_a.svg

Kniff: Ein Sinus ist selbst schon die Grundschwingung, er hat keine Oberwellen. Zu ihm gehört deshalb das Spektrum mit der einzigen Linie bei 1/T. Die drei anderen Bilder haben Linien oberhalb von 1/T und beschreiben damit ein Signal mit Ecken oder Sprüngen: Linien bei allen Vielfachen passen zu einem Sägezahn, Linien nur bei den ungeraden Vielfachen zu Rechteck oder Dreieck. Die Höhe der Linie bei 1/T ist in allen vier Bildern ähnlich und hilft nicht weiter — entschieden wird allein daran, ob rechts davon noch etwas steht.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AB404

AB405Welches Frequenzspektrum passt zu folgendem periodischen Signal?ab Klasse A

Oben ein periodisches Rechtecksignal mit der Periode T: es wechselt zwischen einem oberen und einem gleich großen unteren Wert, Nulldurchgänge bei 0, T, 2T und 3T. Die Flanken sind schräg und die Dächer und Böden leicht gewellt — so sieht ein Rechteck aus, das aus einigen wenigen Oberwellen aufgebaut ist. Darunter vier Amplitudenspektren mit Marken bei 1/T bis 7/T. Eines zeigt Linien bei allen sieben Vielfachen, nach rechts langsam kleiner werdend. Eines zeigt Linien bei allen Vielfachen, die schon ab 4/T fast verschwunden sind. Eines zeigt Linien nur bei den ungeraden Vielfachen 1/T, 3/T, 5/T und 7/T, nach rechts kleiner werdend. Eines zeigt eine einzige Linie bei 1/T.
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  2. Antwortbild AB405_d.svg
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Richtig ist C: Antwortbild AB405_a.svg

Kniff: Beim Rechteck ist die untere Halbwelle das Spiegelbild der oberen: schiebst du das Signal um eine halbe Periode, steht es auf dem Kopf. Signale mit dieser Symmetrie enthalten nur ungerade Oberwellen. Richtig ist daher das Spektrum mit Linien bei 1/T, 3/T, 5/T und 7/T. Die beiden Bilder mit Linien bei allen Vielfachen — auch bei 2/T, 4/T, 6/T — beschreiben ein Signal ohne diese Symmetrie, etwa einen Sägezahn. Die einzelne Linie bei 1/T wäre ein reiner Sinus; dann gäbe es keine steilen Flanken und keine Wellen auf den Dächern.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AB405

AB406Welches Signal passt zu folgendem Frequenzspektrum?ab Klasse A

Oben ein Amplitudenspektrum: eine einzige Linie bei 1/T, die Marken 2/T bis 7/T sind leer. Darunter vier Zeitverläufe, jeder mit T, 2T und 3T auf der Zeitachse. Eines zeigt einen Sägezahn: die Spannung steigt geradlinig an und fällt am Periodenende senkrecht zurück. Eines zeigt ein Rechteck mit schrägen Flanken und leicht gewellten Dächern und Böden. Eines zeigt ein Dreieck: geradlinig hoch, geradlinig herunter, spitze Ecken oben und unten. Eines zeigt eine glatte Sinusschwingung mit Nulldurchgängen bei 0, T, 2T und 3T.
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Richtig ist D: Antwortbild AB406_a.svg

Kniff: Eine einzige Spektrallinie heißt: eine einzige Frequenz und keine Oberwellen. Das kann nur der glatte Sinus sein. Sägezahn, Rechteck und Dreieck haben Sprünge oder Knicke, und jeder Knick braucht Oberwellen — im Spektrum müssten dann Linien bei 2/T oder 3/T stehen. Dass die Linie bei 1/T liegt, sagt nur, dass die Periode T ist; das gilt für alle vier Zeitverläufe und taugt nicht zur Unterscheidung.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AB406

AB407Welches Signal passt zu folgendem Frequenzspektrum?ab Klasse A

Oben ein Amplitudenspektrum mit Marken bei 1/T bis 7/T: Linien stehen bei 1/T (die höchste), 3/T, 5/T und 7/T, jede kleiner als die vorige; bei 2/T, 4/T und 6/T steht nichts. Darunter vier Zeitverläufe, alle mit der Periode T (Marken bei T, 2T, 3T). Eines zeigt eine glatte Sinuskurve, die vollständig oberhalb der Nulllinie liegt und die Zeitachse nur in ihren Tiefpunkten berührt. Eines zeigt ein Rechteck mit schrägen Flanken und leicht gewellten Dächern und Böden, symmetrisch um die Nulllinie. Eines zeigt eine glatte Kurve, die bei t = 0 im Maximum beginnt und symmetrisch um die Nulllinie schwingt. Eines zeigt eine glatte Kurve, die bei t = 0 in der Null beginnt und nach oben losläuft, ebenfalls symmetrisch um die Nulllinie.
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Richtig ist B: Antwortbild AB407_a.svg

Kniff: Vier Linien im Spektrum heißen vier Frequenzen im Signal. Eine glatte Sinus- oder Kosinuskurve hat nur eine einzige Frequenz, egal wo sie startet — die drei glatten Kurven fallen damit alle aus, und die Phase oder der Startpunkt spielt für das Amplitudenspektrum gar keine Rolle. Übrig bleibt das Rechteck: es hat genau die Linien bei den ungeraden Vielfachen 1/T, 3/T, 5/T, 7/T. Zusatzprobe für die nach oben verschobene Sinuskurve: ein solcher Gleichanteil müsste als Linie bei f = 0 auftauchen, und dort steht keine.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AB407

AB408Für Messzwecke speisen Sie in den Antenneneingang Ihres Empfängers ein gleichmäßig über alle Frequenzen verteiltes Rauschsignal aus einem Messender ein (weißes Rauschen). Welche Aussage über die Leistung, die man beim Empfang dieses Signals misst, stimmt?ab Klasse A

  1. Sie ist proportional zur Bandbreite des Empfängers.
  2. Sie ist umgekehrt proportional zur Bandbreite des Empfängers.
  3. Sie ist umgekehrt proportional zum Eingangswiderstand des Empfängers.
  4. Sie ist proportional zum Signal-Rausch-Abstand des Empfängers
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Richtig ist A: Sie ist proportional zur Bandbreite des Empfängers.

Weißes Rauschen hat in jedem Hertz Bandbreite gleich viel Leistung. Was der Empfänger davon sieht, hängt deshalb nur daran, wie breit sein Fenster ist.

Kniff: Doppelte Bandbreite, doppelte Rauschleistung — ein linearer Zusammenhang. Das ist der Grund, warum ein schmales Filter den Empfang leiser und zugleich sauberer macht.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Sie ist umgekehrt proportional zur Bandbreite des Empfängers. – Richtung verdreht. Ein breiteres Fenster lässt mehr Rauschen herein, nicht weniger.
  • Sie ist umgekehrt proportional zum Eingangswiderstand des Empfängers. – Der Eingangswiderstand bestimmt die Anpassung, nicht die Rauschleistung im Durchlassbereich.
  • Sie ist proportional zum Signal-Rausch-Abstand des Empfängers – Das dreht Ursache und Wirkung um: Der Störabstand ergibt sich aus der Rauschleistung, er bestimmt sie nicht.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AB408

AB409Wie verhält sich der Pegel des thermischen Rauschens am Empfängerausgang, wenn von einem Quarzfilter mit einer Bandbreite von 2,5 kHz auf ein Quarzfilter mit einer Bandbreite von 0,5 kHz mit gleicher Durchlassdämpfung und Flankensteilheit umgeschaltet wird? Der Rauschleistungspegel ...ab Klasse A

  1. verringert sich um etwa 7 dB.
  2. erhöht sich um etwa 7 dB.
  3. verringert sich um etwa 14 dB.
  4. erhöht sich um etwa 14 dB.
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Richtig ist A: verringert sich um etwa 7 dB.

Die Rauschleistung geht linear mit der Bandbreite. Ein Verhältnis von Leistungen wird mit 10 · log gerechnet.

Lösungsweg:

  1. 2,5 kHz / 0,5 kHz = 5
  2. 10 · log(5) = 7,0 dB
  3. Das schmalere Filter lässt weniger durch, der Pegel sinkt also um 7 dB

Kniff: Erst das Bandbreitenverhältnis bilden, dann in dB umrechnen. 2,5 kHz zu 0,5 kHz ist der Faktor 5, und 5 sind rund 7 dB.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • erhöht sich um etwa 7 dB. – Betrag richtig, Richtung falsch. Ein schmaleres Filter lässt weniger Rauschen durch.
  • verringert sich um etwa 14 dB. – Mit dem Faktor 20 gerechnet: 20 · log(5) = 14. Der gilt für Spannungen, hier geht es um Leistung.
  • erhöht sich um etwa 14 dB. – Beide Fehler zusammen: falscher Faktor und falsche Richtung.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AB409

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Alle Themen: Technische Kenntnisse Klasse A · Lexikon

Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.