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Empfänger Klasse A

Abschnitt 5.6.1 · Sender und Empfänger · Technische Kenntnisse Klasse A. 20 Fragen, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 20 Prüfungsfragen zum Thema Empfänger (Kapitel „Sender und Empfänger“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

▶ Diese 20 Fragen im Trainer üben

Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Die 20 Fragen

AF101Um wie viele S-Stufen müsste die S-Meter-Anzeige Ihres Empfängers steigen, wenn Ihr Partner die Sendeleistung von 25 W auf 100 W erhöht?ab Klasse A

  1. Um eine S-Stufe
  2. Um vier S-Stufen
  3. Um acht S-Stufen
  4. Um zwei S-Stufen
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Richtig ist A: Um eine S-Stufe

Eine S-Stufe sind 6 dB. In der Leistung ist das der Faktor 4 — nicht der Faktor 2, denn 6 dB verdoppeln die Spannung und vervierfachen die Leistung.

Lösungsweg:

  1. 100 W / 25 W = Faktor 4
  2. 10 · log(4) = 6 dB
  3. 6 dB = 1 S-Stufe

Kniff: Vierfache Leistung ist genau eine S-Stufe. Das ist die Zahl, die man sich merken sollte: Wer die Leistung vervierfacht, gewinnt beim Partner eine einzige Einheit auf dem S-Meter.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Um vier S-Stufen – Der Faktor 4 wurde als Zahl der Stufen genommen. Vier S-Stufen wären 24 dB, also der Faktor 250 in der Leistung.
  • Um acht S-Stufen – Acht Stufen wären 48 dB — rund das 63 000-Fache der Leistung.
  • Um zwei S-Stufen – Zwei Stufen sind 12 dB, also der Faktor 16. Aus 25 W müssten dafür 400 W werden.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AF101

AF102Um wie viel S-Stufen müsste die S-Meter-Anzeige Ihres Empfängers steigen, wenn Ihr Funkpartner die Sendeleistung von 100 W auf 400 W erhöht?ab Klasse A

  1. Um zwei S-Stufen
  2. Um vier S-Stufen
  3. Um acht S-Stufen
  4. Um eine S-Stufe
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Richtig ist D: Um eine S-Stufe

Wieder gilt: vierfache Leistung sind 6 dB und damit genau eine S-Stufe.

Lösungsweg:

  1. 400 W / 100 W = Faktor 4
  2. 10 · log(4) = 6 dB
  3. 6 dB = 1 S-Stufe

Kniff: Dieselbe Aufgabe wie AF101 mit anderen Zahlen — und das ist die Lehre daraus: Nur das VERHÄLTNIS zählt, nicht die absolute Leistung. Von 25 auf 100 W ist derselbe Gewinn wie von 100 auf 400 W.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Um zwei S-Stufen – Zwei Stufen sind 12 dB, also der Faktor 16. Dafür müssten aus 100 W ganze 1600 W werden.
  • Um vier S-Stufen – Der Faktor 4 als Zahl der Stufen genommen. Vier Stufen wären 24 dB.
  • Um acht S-Stufen – Acht Stufen wären 48 dB — praktisch unerreichbar.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AF102

AF103Ein Funkamateur erhöht seine Sendeleistung von 10 auf 100 W. Vor der Leistungserhöhung zeigte Ihr S-Meter genau S8. Auf welchen Wert müsste die Anzeige Ihres S-Meters nach der Leistungserhöhung ansteigen?ab Klasse A

  1. S9
  2. S9+9 dB
  3. S9+7 dB
  4. S9+4 dB
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Richtig ist D: S9+4 dB

Zehnfache Leistung sind 10 dB. Eine S-Stufe deckt davon 6 dB ab, die restlichen 4 dB werden oberhalb von S9 in Dezibel angeschrieben.

Lösungsweg:

  1. 100 W / 10 W = Faktor 10
  2. 10 · log(10) = 10 dB
  3. S8 + 6 dB = S9, es bleiben 4 dB
  4. Ergebnis: S9+4 dB

Kniff: Von S8 aus reicht ein Sprung von 10 dB gerade über S9 hinaus. Erst 6 dB bis S9, dann bleiben 4 dB übrig — und über S9 wird nicht mehr in Stufen gezählt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • S9 – Das wären nur 6 dB, also die vierfache Leistung. Hier ist es die zehnfache.
  • S9+9 dB – Das wären insgesamt 15 dB. Die 6 dB bis S9 wurden nicht abgezogen und stattdessen eine andere Zahl angesetzt.
  • S9+7 dB – Das wären 13 dB. Auch hier stimmt der Abzug der einen S-Stufe nicht.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AF103

AF104Ein Funkamateur kommt laut S-Meter mit S7 an. Dann schaltet dieser seine Endstufe ein und bittet um einen erneuten Rapport. Das S-Meter zeigt nun S9+8 dB an. Um welchen Faktor hat der Funkamateur seine Leistung erhöht?ab Klasse A

  1. 120-fach
  2. 10-fach
  3. 100-fach
  4. 20-fach
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Richtig ist C: 100-fach

Rückwärts gerechnet: Erst den ganzen Zuwachs in Dezibel zusammenzählen, dann in einen Leistungsfaktor umrechnen.

Lösungsweg:

  1. S7 nach S9: 2 S-Stufen · 6 dB = 12 dB
  2. S9 nach S9+8 dB: 8 dB
  3. Zusammen 12 + 8 = 20 dB
  4. 20 dB = Faktor 10^(20/10) = 100

Kniff: Der Weg besteht aus zwei Teilen: die S-Stufen bis S9 mit je 6 dB, und danach die angeschriebenen Dezibel. 12 + 8 ergeben 20 dB, und 20 dB sind in der Leistung genau der Faktor 100.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 120-fach – Zu 120 führt keine saubere Rechnung. 20 dB sind genau der Faktor 100 — auch getrennt gerechnet: 12 dB ≈ Faktor 15,85 und 8 dB ≈ Faktor 6,31, zusammen 15,85 · 6,31 = 100.
  • 10-fach – Das wären 10 dB. Nur die Hälfte des Weges gerechnet.
  • 20-fach – Die 20 dB direkt als Faktor genommen. dB sind ein Logarithmus.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AF104

AF105Durch „Fading“ sinkt die S-Meter-Anzeige von S9 auf S8. Auf welchen Wert sinkt dabei die Empfänger-Eingangsspannung ab, wenn bei S9 am Empfängereingang 50 μV anliegen? Die Empfänger-Eingangsspannung sinkt aufab Klasse A

  1. 37 μV
  2. 25 μV
  3. 40 μV
  4. 30 μV
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Richtig ist B: 25 μV

Eine S-Stufe sind 6 dB. In der SPANNUNG bedeuten 6 dB den Faktor 2 — nicht den Faktor 4, der gilt für die Leistung.

Lösungsweg:

  1. S9 nach S8: eine S-Stufe = 6 dB
  2. 6 dB weniger Spannung bedeuten den Faktor 2
  3. 50 μV / 2 = 25 μV

Kniff: Gefragt ist die Eingangsspannung, also gilt die Spannungsregel: eine S-Stufe herunter heißt halbe Spannung. Aus 50 μV werden 25 μV.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 37 μV – Das entspricht nur rund 2,6 dB. Eine S-Stufe sind 6 dB.
  • 40 μV – Das sind knapp 2 dB — viel zu wenig für eine ganze S-Stufe.
  • 30 μV – Das sind rund 4,4 dB. Nah dran, aber die S-Stufe ist mit 6 dB festgelegt.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AF105

AF106Welche Frequenzdifferenz besteht bei einem Einfachsuper immer zwischen der Empfangsfrequenz und der Spiegelfrequenz?ab Klasse A

  1. Die ZF
  2. Die Frequenz des lokalen Oszillators
  3. Die doppelte Empfangsfrequenz
  4. Die doppelte ZF
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Richtig ist D: Die doppelte ZF

Der Oszillator liegt um die ZF neben der Empfangsfrequenz. Auf der anderen Seite des Oszillators liegt eine zweite Frequenz, die denselben Abstand hat — die Spiegelfrequenz. Von der Empfangsfrequenz aus sind das zweimal die ZF.

Kniff: Beide Frequenzen ergeben nach dem Mischen dieselbe ZF, und der Mischer kann sie nicht auseinanderhalten. Deshalb muss die Vorselektion vor dem Mischer das eine durchlassen und das andere sperren.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Die ZF – Nur die halbe Strecke. Die ZF ist der Abstand zum Oszillator, nicht zur Spiegelfrequenz.
  • Die Frequenz des lokalen Oszillators – Der Oszillator liegt in der Mitte zwischen beiden. Sein Abstand zu jeder von ihnen ist die ZF.
  • Die doppelte Empfangsfrequenz – Das hätte mit der ZF gar nichts zu tun — und der Abstand hinge dann von der Empfangsfrequenz ab statt von der ZF.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AF106

AF107Ein Einfachsuperhet-Empfänger ist auf 14,24 MHz eingestellt. Der Lokaloszillator schwingt mit 24,94 MHz und liegt mit dieser Frequenz über der ZF. Wo können Spiegelfrequenzstörungen auftreten?ab Klasse A

Blockschaltbild eines Einfachsupers: Antenne, HF-Vorstufe, Mischer mit VFO, ZF-Verstärker, Demodulator mit BFO, NF-Verstärker, Lautsprecher. Die eine Mischstufe ist der Grund, warum es überhaupt eine Spiegelfrequenz gibt.
  1. 10,7 MHz
  2. 24,94 MHz
  3. 3,54 MHz
  4. 35,64 MHz
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Richtig ist D: 35,64 MHz

Lösungsweg:

  1. ZF = 24,94 MHz − 14,24 MHz = 10,70 MHz
  2. Spiegel = Oszillator + ZF = 24,94 + 10,70
  3. = 35,64 MHz

Kniff: Die Spiegelfrequenz liegt so weit ÜBER dem Oszillator, wie die Empfangsfrequenz darunter liegt. Beide erzeugen im Mischer dieselbe ZF.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 10,7 MHz – Das ist die Zwischenfrequenz selbst, nicht die Störstelle am Antenneneingang.
  • 24,94 MHz – Das ist der Oszillator selbst.
  • 3,54 MHz – 14,24 − 10,70: die ZF von der Empfangsfrequenz abgezogen statt zum Oszillator addiert. Das wäre die Oszillatorfrequenz bei einem Oszillator unterhalb der Empfangsfrequenz — eine Spiegelfrequenz ist es nicht.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AF107

AF108Ein Einfachsuper hat eine ZF von 10,7 MHz und ist auf 28,5 MHz abgestimmt. Der Oszillator des Empfängers schwingt oberhalb der Empfangsfrequenz. Welche Frequenz hat die Spiegelfrequenz?ab Klasse A

Der Empfangsweg von links nach rechts: Antenne, dann der HF-Verstärker (Dreieck, beschriftet HF), dann der Mischer (Kreis mit Kreuz), dem von unten der VFO zugeführt wird (Kästchen mit Sinuslinie und Pfeil, also abstimmbar). Danach der ZF-Verstärker (Dreieck, ZF), dann der Demodulator (Kästchen mit Diodenzeichen), dem von unten der BFO zugeführt wird, dann der NF-Verstärker (Dreieck, NF) und zuletzt der Lautsprecher. Alle Pfeile zeigen von der Antenne zum Lautsprecher; nur VFO und BFO speisen von unten ein.
  1. 39,2 MHz
  2. 7,1 MHz
  3. 17,8 MHz
  4. 49,9 MHz
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Richtig ist D: 49,9 MHz

Lösungsweg:

  1. Oszillator schwingt oberhalb: f_OSZ = 28,5 MHz + 10,7 MHz = 39,2 MHz
  2. Die Spiegelfrequenz liegt um die ZF über dem Oszillator: 39,2 MHz + 10,7 MHz = 49,9 MHz
  3. Gegenprobe: 28,5 MHz + 2 · 10,7 MHz = 49,9 MHz

Kniff: Der Mischer bildet die Differenz zur Oszillatorfrequenz und unterscheidet nicht, auf welcher Seite die Eingangsfrequenz liegt. Zwei Frequenzen ergeben dieselbe ZF: eine um die ZF unter dem Oszillator (die Nutzfrequenz) und eine um die ZF darüber — das ist die Spiegelfrequenz. Von der Nutzfrequenz aus liegt sie um 2 · ZF entfernt, und zwar in der Richtung, in der auch der Oszillator liegt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 39,2 MHz – Das ist die Oszillatorfrequenz selbst, 28,5 MHz + 10,7 MHz. Sie liegt genau zwischen Nutz- und Spiegelfrequenz; eine ZF um 10,7 MHz fehlt noch.
  • 17,8 MHz – Das ist 28,5 MHz − 10,7 MHz, also die Oszillatorfrequenz für den Fall, dass der Oszillator unterhalb schwingt. Die Aufgabe sagt aber ausdrücklich oberhalb, und eine Oszillatorfrequenz ist ohnehin keine Spiegelfrequenz.
  • 7,1 MHz – Hier sind die 2 · 10,7 MHz abgezogen statt addiert: 28,5 MHz − 21,4 MHz = 7,1 MHz. Die Spiegelfrequenz liegt auf der Seite des Oszillators, hier also oberhalb.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AF108

AF109Welchen Vorteil haben Kurzwellenempfänger mit einer sehr hohen ersten ZF-Frequenz (z. B. 50 MHz)?ab Klasse A

  1. Die Spiegelfrequenz liegt sehr weit außerhalb des Empfangsbereichs.
  2. Filter für 50 MHz haben eine höhere Trennschärfe als Filter mit niedrigerer Frequenz.
  3. Man erhält einen Empfänger für Kurzwelle und gleichzeitig für Ultrakurzwelle.
  4. Ein solcher Empfänger hat eine höhere Großsignalfestigkeit.
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Richtig ist A: Die Spiegelfrequenz liegt sehr weit außerhalb des Empfangsbereichs.

Der Spiegel liegt zweimal die ZF neben der Empfangsfrequenz. Ist die ZF sehr hoch, rutscht der Spiegel so weit weg, dass ein einfacher Tiefpass ihn schon abfängt.

Kniff: Bei 50 MHz ZF liegt der Spiegel eines 14-MHz-Signals bei 114 MHz — weit außerhalb der Kurzwelle. Der Preis: Bei 50 MHz lässt sich schwer schmal filtern, deshalb folgt eine zweite, niedrigere ZF.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Filter für 50 MHz haben eine höhere Trennschärfe als Filter mit niedrigerer Frequenz. – Genau umgekehrt. Schmale Filter mit steilen Flanken sind bei niedriger Frequenz einfacher zu bauen — deshalb ist die ZWEITE ZF im Doppelsuper niedrig.
  • Man erhält einen Empfänger für Kurzwelle und gleichzeitig für Ultrakurzwelle. – Die ZF hat mit dem Empfangsbereich nichts zu tun. Der wird von der Vorselektion und dem Oszillator bestimmt.
  • Ein solcher Empfänger hat eine höhere Großsignalfestigkeit. – Die hängt von der Mischerbauart und vom Pegelhaushalt ab, nicht von der Lage der ZF.

AF110Wodurch wird beim Überlagerungsempfänger mit einer ZF die Spiegelfrequenzunterdrückung hauptsächlich bestimmt?ab Klasse A

  1. Durch die Höhe der ZF
  2. Durch die Verstärkung der ZF
  3. Durch die NF-Bandbreite
  4. Durch die Bandbreite der ZF-Filter
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Richtig ist A: Durch die Höhe der ZF

Je höher die ZF, desto weiter liegt der Spiegel von der Empfangsfrequenz entfernt — und desto stärker dämpft ihn die Vorselektion.

Kniff: Die ZF-Filter helfen dabei nicht. Der Spiegel wird bereits auf dieselbe ZF gemischt wie das Nutzsignal; danach ist er nicht mehr zu trennen. Entschieden wird das VOR dem Mischer.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Durch die Verstärkung der ZF – Die Verstärkung hebt Nutzsignal und Spiegel gleichermaßen an. Am Verhältnis ändert sie nichts.
  • Durch die NF-Bandbreite – Am Ende der Kette. Der Spiegel ist da längst untrennbar mit dem Nutzsignal vermischt.
  • Durch die Bandbreite der ZF-Filter – Die bestimmt die Trennschärfe gegenüber Nachbarsignalen — die Nahselektion. Der Spiegel liegt nach dem Mischen genau auf der ZF und geht mit hindurch.

AF111Welchen Vorteil bietet eine hohe erste Zwischenfrequenz bei Überlagerungsempfängern?ab Klasse A

  1. Sie reduziert Beeinflussungen des lokalen Oszillators durch Empfangssignale.
  2. Sie ermöglicht eine hohe Spiegelfrequenzunterdrückung.
  3. Sie vermeidet eine hohe Spiegelfrequenzunterdrückung.
  4. Sie ermöglicht eine gute Nahselektion.
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Richtig ist B: Sie ermöglicht eine hohe Spiegelfrequenzunterdrückung.

Hohe erste ZF heißt: Der Spiegel liegt weit weg und lässt sich leicht wegfiltern.

Kniff: Zwei Antworten unterscheiden sich nur durch ein Wort — "ermöglicht" und "vermeidet". Genau da sitzt die Falle; eine hohe Spiegelfrequenzunterdrückung will man ja gerade haben.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Sie reduziert Beeinflussungen des lokalen Oszillators durch Empfangssignale. – Das hängt von Schirmung und Entkopplung ab, nicht von der Lage der ZF.
  • Sie vermeidet eine hohe Spiegelfrequenzunterdrückung. – Wortdreher. Vermeiden will man den Spiegel, nicht seine Unterdrückung.
  • Sie ermöglicht eine gute Nahselektion. – Die kommt von schmalen, steilflankigen Filtern, und die baut man leichter bei NIEDRIGER Frequenz. Eine hohe ZF erschwert die Nahselektion eher.

AF112Welche Aussage ist für einen Doppelsuper richtig?ab Klasse A

  1. Mit einer niedrigen zweiten ZF erreicht man leicht eine gute Spiegelfrequenzunterdrückung.
  2. Das von der Antenne aufgenommene Signal bleibt bis zum Demodulator in seiner Frequenz erhalten.
  3. Mit einer hohen ersten ZF erreicht man leicht eine gute Spiegelfrequenzunterdrückung.
  4. Mit einer niedrigen ersten ZF erreicht man leicht eine gute Spiegelfrequenzunterdrückung.
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Richtig ist C: Mit einer hohen ersten ZF erreicht man leicht eine gute Spiegelfrequenzunterdrückung.

Der Doppelsuper teilt die Arbeit auf: Die hohe erste ZF schafft Abstand zum Spiegel, die niedrige zweite ZF ermöglicht schmale, steile Filter.

Kniff: Erste ZF hoch für den Spiegel, zweite ZF niedrig für die Trennschärfe. Diese eine Merkregel beantwortet AF112, AF113 und AF114 zusammen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Mit einer niedrigen zweiten ZF erreicht man leicht eine gute Spiegelfrequenzunterdrückung. – Die zweite ZF ist für die Trennschärfe zuständig. Der Spiegel wird von der ersten ZF entschieden.
  • Das von der Antenne aufgenommene Signal bleibt bis zum Demodulator in seiner Frequenz erhalten. – Das beschreibt einen Geradeausempfänger. Beim Super wird zweimal umgesetzt — daher der Name.
  • Mit einer niedrigen ersten ZF erreicht man leicht eine gute Spiegelfrequenzunterdrückung. – Genau umgekehrt: Eine niedrige erste ZF rückt den Spiegel dicht an die Empfangsfrequenz heran.

AF113Welche Aussage ist für einen Doppelsuper richtig?ab Klasse A

  1. Mit einer niedrigen zweiten ZF erreicht man leicht eine gute Trennschärfe.
  2. Durch eine niedrige zweite ZF erreicht man leicht eine gute Spiegelselektion.
  3. Mit einer niedrigen ersten ZF erreicht man leicht gute Werte bei der Kreuzmodulation.
  4. Durch eine hohe erste ZF erreicht man leicht eine hohe Empfindlichkeit.
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Richtig ist A: Mit einer niedrigen zweiten ZF erreicht man leicht eine gute Trennschärfe.

Trennschärfe heißt: benachbarte Signale sauber trennen. Dazu braucht es schmale Filter mit steilen Flanken — und die lassen sich bei niedriger Frequenz am besten bauen.

Kniff: Die relative Bandbreite entscheidet: 2,7 kHz aus 455 kHz sind ein halbes Prozent, 2,7 kHz aus 50 MHz nur ein Zwanzigtausendstel. Je kleiner der Anteil, desto aufwendiger das Filter.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Durch eine niedrige zweite ZF erreicht man leicht eine gute Spiegelselektion. – Der Spiegel wird von der ersten ZF bestimmt. Bei der zweiten ZF ist er längst mit hindurch.
  • Mit einer niedrigen ersten ZF erreicht man leicht gute Werte bei der Kreuzmodulation. – Kreuzmodulation hängt von der Linearität der Eingangsstufe ab, nicht von der Lage der ZF.
  • Durch eine hohe erste ZF erreicht man leicht eine hohe Empfindlichkeit. – Empfindlichkeit kommt aus der Rauschzahl der Eingangsstufe. Eine hohe ZF macht den Empfänger eher unempfindlicher, weil die Bauteile dort rauschärmer sein müssen.

AF114Welche Beziehungen der Zwischenfrequenzen zueinander sind für einen Kurzwellen-Doppelsuper vorteilhaft?ab Klasse A

  1. Die 1. ZF darf maximal die Hälfte der höchsten Empfangsfrequenz betragen. Die 2. ZF liegt höher als das Doppelte der niedrigsten Empfangsfrequenz.
  2. Die 1. ZF liegt unter der niedrigsten Empfangsfrequenz. Die 2. ZF liegt über der höchsten Empfangsfrequenz.
  3. Die 1. ZF liegt niedriger als die maximale Empfangsfrequenz. Nach der Filterung im Roofing-Filter (1. ZF) wird auf eine höhere 2. ZF heraufgemischt.
  4. Die 1. ZF liegt höher als das Doppelte der maximalen Empfangsfrequenz. Nach der Filterung im Roofing-Filter (1. ZF) wird auf eine niedrigere 2. ZF heruntergemischt.
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Richtig ist D: Die 1. ZF liegt höher als das Doppelte der maximalen Empfangsfrequenz. Nach der Filterung im Roofing-Filter (1. ZF) wird auf eine niedrigere 2. ZF heruntergemischt.

Damit der Spiegel über den GANZEN Empfangsbereich außerhalb liegt, muss die erste ZF höher sein als das Doppelte der höchsten Empfangsfrequenz. Dann liegt der Spiegel immer oberhalb des Bandes.

Kniff: Die Reihenfolge ist hinauf und dann hinunter: erst weit hinauf für den Spiegel, dann nach dem Roofing-Filter weit herunter für die Trennschärfe. Die Antwort, die umgekehrt heraufmischt, dreht genau das um.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Die 1. ZF darf maximal die Hälfte der höchsten Empfangsfrequenz betragen. Die 2. ZF liegt höher als das Doppelte der niedrigsten Empfangsfrequenz. – Dann läge der Spiegel mitten im Empfangsbereich. Genau das soll die hohe erste ZF verhindern.
  • Die 1. ZF liegt unter der niedrigsten Empfangsfrequenz. Die 2. ZF liegt über der höchsten Empfangsfrequenz. – Eine erste ZF unterhalb des Bandes rückt den Spiegel ganz dicht heran — das Schlechteste, was man tun kann.
  • Die 1. ZF liegt niedriger als die maximale Empfangsfrequenz. Nach der Filterung im Roofing-Filter (1. ZF) wird auf eine höhere 2. ZF heraufgemischt. – Die Richtung ist verdreht. Nach dem Roofing-Filter geht es herunter, damit die schmalen Filter arbeiten können.

AF115Wodurch wird die Nahselektion eines Superhet-Empfängers bestimmt?ab Klasse A

  1. Durch den Bandpass auf der Empfangsfrequenz
  2. Durch den Empfangsvorverstärker
  3. Durch die ZF-Filter
  4. Durch die ZF-Verstärkung
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Richtig ist C: Durch die ZF-Filter

Nahselektion ist die Fähigkeit, ein Signal von seinem unmittelbaren Nachbarn zu trennen. Dafür sorgen die schmalen Filter in der Zwischenfrequenz.

Kniff: Der Bandpass am Eingang hat eine Bandbreite von Hunderten Kilohertz — er trennt ganze Bänder, keine Nachbarsignale. Die eigentliche Auswahl geschieht in der ZF.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Durch den Bandpass auf der Empfangsfrequenz – Das ist die Vorselektion. Sie hält den Spiegel und weit entfernte Sender ab, aber nicht den Nachbarn 3 kHz daneben.
  • Durch den Empfangsvorverstärker – Der hebt alles gleichmäßig an, auch die Störer. Selektiv ist er nicht.
  • Durch die ZF-Verstärkung – Die Verstärkung bestimmt den Pegel, nicht die Trennung. Verstärkt wird, was das Filter durchgelassen hat.

AF116Wie groß sollte die Bandbreite des Filters für die 1. ZF in einem Doppelsuper sein?ab Klasse A

  1. Mindestens so groß wie die doppelte Bandbreite der jeweiligen Betriebsart.
  2. Mindestens so groß wie die größte benötigte Bandbreite der vorgesehenen Betriebsarten.
  3. Sie muss den vollen Abstimmbereich des Empfängers umfassen.
  4. Mindestens so groß wie das breiteste zu empfangende Amateurband.
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Richtig ist B: Mindestens so groß wie die größte benötigte Bandbreite der vorgesehenen Betriebsarten.

Das Roofing-Filter in der ersten ZF ist das Dach über allem, was danach kommt. Es muss die breiteste vorgesehene Betriebsart noch ungehindert durchlassen — schmäler wird erst später gefiltert.

Kniff: So schmal wie möglich, aber breit genug für die breiteste Betriebsart. Je schmaler das Roofing-Filter, desto weniger Starksignale erreichen die nachfolgenden Stufen — und desto großsignalfester wird der Empfänger.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Mindestens so groß wie die doppelte Bandbreite der jeweiligen Betriebsart. – Doppelt so breit wie nötig lässt unnötig viele Starksignale durch und verschenkt genau den Vorteil, den das Roofing-Filter bringen soll.
  • Sie muss den vollen Abstimmbereich des Empfängers umfassen. – Dann filterte es überhaupt nichts. Das Roofing-Filter sitzt in der ZF, die für jede Empfangsfrequenz dieselbe ist.
  • Mindestens so groß wie das breiteste zu empfangende Amateurband. – Ein ganzes Band ist Hunderte Kilohertz breit. Ein so breites Filter hätte keine Wirkung.

AF117Folgende Schaltung stellt einen Doppelsuper dar. Welche Funktion haben die drei mit X, Y und Z gekennzeichneten Blöcke?ab Klasse A

Eine Empfängerkette von links nach rechts: Antenne, HF-Verstärker (Dreieck), erster Mischer (Kreis mit Kreuz), 1.ZF-Verstärker, zweiter Mischer, 2.ZF-Verstärker, dritter Mischer, NF-Verstärker, Lautsprecher. Über allem läuft eine Regelleitung vom letzten Mischer zurück nach links und geht mit Pfeilen von oben in HF-, 1.ZF- und 2.ZF-Verstärker. Unter der Kette stehen drei Oszillatorkästen, jeder mit einem Pfeil nach oben in einen Mischer. X speist den ersten Mischer und trägt zwei Wellenlinien mit einem schrägen Pfeil darüber, also durchstimmbar. Y speist den zweiten Mischer und zeigt ein G mit Wellenlinien und darunter das Quarzsymbol aus zwei dicken Strichen. Z speist den dritten Mischer und zeigt zwei Wellenlinien ohne Pfeil, also feste Frequenz.
  1. X ist ein BFO, Y ist ein VFO und Z ein CO.
  2. X ist ein VFO, Y ist ein BFO und Z ein CO.
  3. X ist ein VFO, Y ist ein CO und Z ein BFO.
  4. X ist ein BFO, Y ist ein CO und Z ein VFO.
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Richtig ist C: X ist ein VFO, Y ist ein CO und Z ein BFO.

Kniff: Die drei Oszillatoren unterscheidet man an der Stelle in der Kette, an der sie eingespeist werden, und am Symbol. Vor der ersten ZF muss abgestimmt werden, damit man die Empfangsfrequenz wählen kann — dort gehört der durchstimmbare VFO hin. Der Sprung von der ersten auf die zweite ZF ist ein fester Abstand, dafür genügt und taugt ein Quarzoszillator, der CO. Der letzte Mischer ist der Demodulator, und der Oszillator, der ihm den fehlenden Träger liefert, heißt BFO. Das Quarzsymbol bei Y und der schräge Pfeil bei X sind die entscheidenden Zeichen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • X ist ein BFO, Y ist ein VFO und Z ein CO. – X und Y sind vertauscht. Der schräge Pfeil bei X sagt durchstimmbar, also VFO — und er sitzt am ersten Mischer, wo abgestimmt werden muss. Y hat das Quarzsymbol und kann gar nicht durchstimmbar sein.
  • X ist ein VFO, Y ist ein BFO und Z ein CO. – Y und Z sind vertauscht. Der BFO gehört an den letzten Mischer, also an Z, weil erst dort der Träger für die Demodulation fehlt. Y sitzt zwischen erster und zweiter ZF, dort wird gemischt, nicht demoduliert.
  • X ist ein BFO, Y ist ein CO und Z ein VFO. – Y ist richtig als Quarzoszillator erkannt, aber X und Z sind getauscht. Das durchstimmbare Symbol steht bei X, nicht bei Z; und ein durchstimmbarer Oszillator am Demodulator würde die Tonhöhe verändern, statt die Empfangsfrequenz zu wählen.

AF118Ein Doppelsuper hat eine erste ZF von 9 MHz und eine zweite ZF von 460 kHz. Die Empfangsfrequenz soll 21,1 MHz sein. Welche Frequenzen sind für den VFO und den CO erforderlich, wenn der VFO oberhalb und der CO unterhalb des jeweiligen Mischer-Eingangssignals schwingen sollen?ab Klasse A

Blockschaltbild eines Doppelsupers, von links nach rechts: Antenne, HF-Verstärker, erster Mischer, Verstärker „1.ZF", zweiter Mischer, Verstärker „2.ZF", dritter Mischer, NF-Verstärker, Lautsprecher. Von unten zeigt je ein Pfeil in die Mischer: in den ersten der „VFO" (Kasten mit Pfeil, also abstimmbar), in den zweiten der „CO" (Kasten mit Quarzsymbol, also feste Frequenz), in den dritten der „BFO". Oben verläuft eine Regelleitung vom dritten Mischer nach links, die sich verzweigt und mit Pfeilen in HF, 1.ZF und 2.ZF hineinzeigt. Der VFO arbeitet also am Antennensignal, der CO an der ersten ZF.
  1. Der VFO muss bei 12,1 MHz und der CO bei 9,46 MHz schwingen.
  2. Der VFO muss bei 30,1 MHz und der CO bei 9,46 MHz schwingen.
  3. Der VFO muss bei 12,1 MHz und der CO bei 8,54 MHz schwingen.
  4. Der VFO muss bei 30,1 MHz und der CO bei 8,54 MHz schwingen.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist D: Der VFO muss bei 30,1 MHz und der CO bei 8,54 MHz schwingen.

Lösungsweg:

  1. Erster Mischer: Eingang 21,1 MHz, erzeugen soll er 9 MHz
  2. VFO oberhalb: 21,1 MHz + 9 MHz = 30,1 MHz
  3. Zweiter Mischer: Eingang ist die 1. ZF mit 9 MHz, 2. ZF = 460 kHz = 0,46 MHz
  4. CO unterhalb: 9 MHz − 0,46 MHz = 8,54 MHz
  5. VFO 30,1 MHz und CO 8,54 MHz

Kniff: Jeder Mischer hat sein eigenes Eingangssignal: der erste die Empfangsfrequenz, der zweite die erste ZF. „Oberhalb“ und „unterhalb“ beziehen sich immer auf dieses Eingangssignal, nicht auf die Empfangsfrequenz. Also erst 9 MHz zu 21,1 MHz addieren, dann 0,46 MHz von 9 MHz abziehen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Der VFO muss bei 12,1 MHz und der CO bei 9,46 MHz schwingen. – Beide Oszillatoren auf der falschen Seite: 21,1 − 9 = 12,1 MHz liegt unterhalb, 9 + 0,46 = 9,46 MHz oberhalb. Gefordert ist genau umgekehrt.
  • Der VFO muss bei 30,1 MHz und der CO bei 9,46 MHz schwingen. – Der VFO stimmt, aber der CO liegt mit 9 + 0,46 = 9,46 MHz oberhalb der 1. ZF; er soll darunter schwingen.
  • Der VFO muss bei 12,1 MHz und der CO bei 8,54 MHz schwingen. – Der CO stimmt, aber der VFO ist mit 21,1 − 9 = 12,1 MHz unterhalb der Empfangsfrequenz gerechnet; gefordert ist oberhalb.

AF119Ein Doppelsuper hat eine erste ZF von 10,7 MHz und eine zweite ZF von 460 kHz. Die Empfangsfrequenz soll 28 MHz sein. Welche Frequenzen sind für den VFO und den CO erforderlich, wenn die Oszillatoren oberhalb der Mischer-Eingangssignale schwingen sollen?ab Klasse A

Blockschaltbild eines Doppelsupers, von links nach rechts: Antenne, HF-Verstärker, erster Mischer, Verstärker „1.ZF", zweiter Mischer, Verstärker „2.ZF", dritter Mischer, NF-Verstärker, Lautsprecher. Von unten zeigt je ein Pfeil in die Mischer: in den ersten der „VFO" (Kasten mit Pfeil, also abstimmbar), in den zweiten der „CO" (Kasten mit Quarzsymbol, also feste Frequenz), in den dritten der „BFO". Oben verläuft eine Regelleitung vom dritten Mischer nach links, die sich verzweigt und mit Pfeilen in HF, 1.ZF und 2.ZF hineinzeigt. Der VFO arbeitet also am Antennensignal, der CO an der ersten ZF.
  1. Der VFO muss bei 38,70 MHz und der CO bei 11,16 MHz schwingen.
  2. Der VFO muss bei 28,460 MHz und der CO bei 39,16 MHz schwingen.
  3. Der VFO muss bei 10,24 MHz und der CO bei 17,30 MHz schwingen.
  4. Der VFO muss bei 17,3 MHz und der CO bei 10,24 MHz schwingen.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: Der VFO muss bei 38,70 MHz und der CO bei 11,16 MHz schwingen.

Lösungsweg:

  1. Erster Mischer: Eingang 28 MHz, 1. ZF 10,7 MHz
  2. VFO oberhalb: 28 MHz + 10,7 MHz = 38,70 MHz
  3. Zweiter Mischer: Eingang ist die 1. ZF mit 10,7 MHz, 2. ZF = 460 kHz = 0,46 MHz
  4. CO oberhalb: 10,7 MHz + 0,46 MHz = 11,16 MHz
  5. VFO 38,70 MHz und CO 11,16 MHz

Kniff: Der zweite Mischer sieht nicht die Empfangsfrequenz, sondern die erste ZF. Zum Rechnen gehören daher zwei getrennte Schritte mit je eigener ZF: 28 MHz mit 10,7 MHz und 10,7 MHz mit 0,46 MHz. Wer die beiden ZF-Werte vertauscht, landet bei den Zahlen der falschen Antworten.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Der VFO muss bei 28,460 MHz und der CO bei 39,16 MHz schwingen. – Die beiden ZF vertauscht: 28 + 0,46 = 28,46 MHz für den VFO und 28,46 + 10,7 = 39,16 MHz für den CO. Der zweite Mischer arbeitet aber an der 1. ZF, nicht an der Empfangsfrequenz.
  • Der VFO muss bei 10,24 MHz und der CO bei 17,30 MHz schwingen. – Beide Oszillatoren unterhalb gerechnet (10,7 − 0,46 = 10,24 MHz, 28 − 10,7 = 17,3 MHz) und zusätzlich vertauscht. Gefordert ist oberhalb.
  • Der VFO muss bei 17,3 MHz und der CO bei 10,24 MHz schwingen. – Richtig zugeordnet, aber beide Oszillatoren unterhalb: 28 − 10,7 = 17,3 MHz und 10,7 − 0,46 = 10,24 MHz. Die Aufgabe verlangt oberhalb.

AF120Welche Frequenzen können die drei Oszillatoren des im folgenden Blockschaltbild gezeichneten Empfängers haben, wenn eine Frequenz von 3,65 MHz empfangen wird? Bei welcher Antwort sind alle drei Frequenzen richtig?ab Klasse A

Blockschaltbild eines Empfängers mit drei Mischungen, von links nach rechts: Antenne, HF-Filter für 3 bis 30 MHz, erster Mischer (Kreis mit Kreuz), Filter 1. ZF 50 MHz, zweiter Mischer, Filter 2. ZF 9 MHz, dritter Mischer, Filter 455 kHz, Ausgang. Unter den Mischern hängen ihre Oszillatoren, jeder mit einem Pfeil nach oben in den zugehörigen Mischer: am ersten der VFO (Symbol mit Pfeil, also durchstimmbar), am zweiten CO1 und am dritten CO2, beide als Quarzoszillatoren gezeichnet.
  1. VFO: 46,35 MHz CO1: 41 MHz CO2: 9,455 MHz
  2. VFO: 23,65 MHz CO1: 59 MHz CO2: 8,545 MHz
  3. VFO: 46,35 MHz CO1: 40,545 MHz CO2: 9,455 MHz
  4. VFO: 46,35 MHz CO1: 41 MHz CO2: 9,545 MHz
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: VFO: 46,35 MHz CO1: 41 MHz CO2: 9,455 MHz

Lösungsweg:

  1. 1. Mischer: 3,65 MHz + 46,35 MHz = 50 MHz — das ist die 1. ZF
  2. 2. Mischer: 50 MHz − 41 MHz = 9 MHz — das ist die 2. ZF
  3. 3. Mischer: 9,455 MHz − 9 MHz = 0,455 MHz = 455 kHz
  4. Alle drei Werte passen: VFO 46,35 MHz, CO1 41 MHz, CO2 9,455 MHz

Kniff: Jeder Mischer muss die Frequenz von der Filterfrequenz links auf die Filterfrequenz rechts bringen; der Oszillator muss also gerade die Differenz oder die Summe der beiden liefern. Man arbeitet die Kette Stufe für Stufe ab und prüft jede Zahl einzeln. Ein einziger falscher Wert macht die ganze Antwort falsch, und die Fallen liegen bei den 455 kHz, die leicht in die falsche Stufe geraten.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • VFO: 23,65 MHz CO1: 59 MHz CO2: 8,545 MHz – Der VFO-Wert geht nicht auf: 23,65 MHz ergibt mit 3,65 MHz als Differenz 20 MHz und als Summe 27,3 MHz, nie die 50 MHz der Zeichnung. CO1 mit 59 MHz (59 − 50 = 9) und CO2 mit 8,545 MHz (9 − 8,545 = 0,455) wären für sich brauchbar, aber gefragt ist die Antwort, bei der alle drei stimmen.
  • VFO: 46,35 MHz CO1: 40,545 MHz CO2: 9,455 MHz – Hier sind die 455 kHz eine Stufe zu früh abgezogen: 41 MHz − 0,455 MHz = 40,545 MHz. Damit landet der zweite Mischer bei 50 − 40,545 = 9,455 MHz, das Filter dahinter ist aber auf 9 MHz abgestimmt.
  • VFO: 46,35 MHz CO1: 41 MHz CO2: 9,545 MHz – Ziffernverdreher: 9,545 MHz − 9 MHz = 0,545 MHz, also 545 kHz statt 455 kHz. Richtig sind 9 + 0,455 = 9,455 MHz (oder 9 − 0,455 = 8,545 MHz).

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Alle Themen: Technische Kenntnisse Klasse A · Lexikon

Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.