Abschnitt 2.5.1 · Abwicklung des Amateurfunkverkehrs · Betriebliche Kenntnisse. 18 Fragen, ab Klasse N, jede mit Erklärung.
Auf dieser Seite stehen alle 18 Prüfungsfragen zum Thema Betriebsabwicklung (Kapitel „Abwicklung des Amateurfunkverkehrs“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.
Die Fragen gehören zum Prüfungsteil Betriebliche Kenntnisse. Sie kommen ab der Klasse N vor. Die Markierung an jeder Frage zeigt, ab welcher Klasse sie gilt.
Die Abkürzungen im Funkbetrieb sind alle aus demselben Grund entstanden: eine Funkverbindung ist schwach, kurz und oft zwischen Menschen ohne gemeinsame Sprache. Also verabredet man kurze, international gleiche Zeichen für das, was in fast jedem QSO vorkommt — wer ruft (CQ), wie gut komme ich an (RST), bestätigen wir es (QSL), machen wir Schluss (73). Aus derselben Knappheit folgt die Benimmordnung, nach der viele dieser Fragen gebaut sind. Eine Anruffrequenz ist gemeinsames Eigentum: man ruft dort und geht dann weg, sonst kann niemand anderes rufen. Wer CQ gerufen hat, hat die Frequenz zuerst benutzt, und die Nächste weicht aus. Und alles Schriftliche — Logbuch und QSL-Karte — steht in koordinierter Weltzeit, weil die Gegenstation in einer anderen Zeitzone sitzt und sonst nichts wiederfindet. Nicht Vorschriften also, sondern die Folgen einer knappen, weltweit geteilten Sache.
CQ
allgemeiner Anruf
„An alle“ — wer mag, antwortet. Immer mit dem eigenen Rufzeichen.
DX
große Entfernung
Weite Verbindung, seltenes Land.
RST
Rapport
Readability, Strength, Tone: Lesbarkeit 1 bis 5, Stärke 1 bis 9, Ton 1 bis 9.
„QSL via ...“ — die Karte geht an den Manager, nicht an die Station.
Callbook
internationale Rufzeichenliste
Dort stehen die Anschriften ausländischer Funkamateure.
UTC
koordinierte Weltzeit
MEZ minus 1 Stunde, MESZ minus 2 Stunden. Im Log und auf der Karte immer UTC.
Split
getrennte Frequenzen
Senden und Empfangen auf verschiedenen Frequenzen.
Pile-Up
Anrufertraube
Viele rufen gleichzeitig eine seltene Station.
Listenbetrieb
über einen Vermittler
Eine gut hörbare Station sammelt die Anrufer in eine Liste und ruft sie später auf.
Merken: Ein QSO fängt mit CQ an und hört mit 73 auf. Die Uhrzeit ist immer UTC — im Winter MEZ minus eins, im Sommer MESZ minus zwei. Und wer „QSL via“ hört, schickt die Karte an den Manager, nicht an die Station.
Die Q-Gruppen sind älter als der Amateurfunk und stammen aus der Zeit, in der Telegrafie das einzige Mittel über große Entfernungen war. Jedes Zeichen kostete Zeit, und die Gegenstation sprach oft eine andere Sprache. Eine Abkürzung aus drei Buchstaben, weltweit gleich vereinbart, löste beides auf einmal — deshalb stehen sie bis heute in den Radio Regulations und nicht in einem Vereinsheft. Und sie sind so gebaut, dass ein und dieselbe Gruppe beides kann, fragen und antworten: mit Fragezeichen ist sie eine Frage, ohne Fragezeichen eine Mitteilung. QRM heißt „ich werde gestört“, QRM mit Fragezeichen „werden Sie gestört?“. Wer das Fragezeichen mitliest, hat die halbe Prüfungsfrage schon gelöst — denn genau damit arbeiten die falschen Antworten. Der Rest ist Merkarbeit, und dafür hilft der zweite Buchstabe: M wie Mensch, N wie Natur, O wie oben, P wie piano.
QRM
Ich werde gestört.
M wie Mensch — Störung durch andere Sender. Mit Fragezeichen: Werden Sie gestört?
QRN
atmosphärische Störungen
N wie Natur — Gewitter, Knistern, Rauschen.
QSB
Die Zeichen schwanken.
Auf und ab wie Brandung — das Signal kommt in Wellen.
QRO
Leistung erhöhen?
O wie oben: mehr Leistung.
QRP
Leistung verringern?
P wie piano: leise spielen.
QRT
Übermittlung einstellen
T wie Tschüss — Schluss für heute.
QRU
Ich habe nichts für Sie.
U wie übrig: nichts übrig.
QRV
Ich bin bereit.
V wie vorbereitet.
QRX
Wann rufen Sie wieder?
X ist die Unbekannte — wann denn?
QRZ
Von wem werde ich gerufen?
Z wie Zwischenruf: wer war das? Im Pile-Up auch der Aufruf der Nächsten.
QSL
Empfang bestätigen?
Die QSL-Karte kennt jeder: die Bestätigung.
QSO
Funkverkehr aufnehmen?
Ein QSO ist das Funkgespräch selbst.
QSY
Frequenz wechseln
Das Y sieht aus wie eine Weiche: raus auf ein anderes Gleis.
QTH
Mein Standort ist ...
TH wie The Home.
Merken: Die drei Störungen zuerst: QRM ist der Mensch, QRN die Natur, QSB die Brandung. Dann das Leistungspaar QRO nach oben, QRP nach piano. Und das Fragezeichen liest man mit: QRM heißt „ich werde gestört“, QRM Fragezeichen heißt „werden Sie gestört?“
BE101Wie können Sie eine Amateurfunkverbindung zum Beispiel beginnen?ab Klasse N
Durch Benutzen der internationalen Betriebsabkürzung CQ bzw. mit einem allgemeinen Anruf; mit einem gezielten Anruf an eine bestimmte Station oder mit einer Antwort auf einen allgemeinen Anruf, jeweils mit Nennung des eigenen Rufzeichens.
Durch das Aussenden Ihres Rufzeichens und des in der IARU festgelegten Auftasttones von 1750 Hz, durch den die abhörenden Stationen Ihren Verbindungswunsch erkennen.
Durch wiederholtes Aussenden der internationalen Q-Gruppe „QRZ?“ mit angehängtem eigenen Rufzeichen und dem Abhören der Frequenz in den Sendepausen.
Durch mehrmaliges, bei schlechten Ausbreitungsbedingungen häufiges Aussenden der Abkürzung CQ, des eigenen Rufzeichens und der Q-Gruppe „QTH“ mit Zwischenhören.
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Richtig ist A: Durch Benutzen der internationalen Betriebsabkürzung CQ bzw. mit einem allgemeinen Anruf; mit einem gezielten Anruf an eine bestimmte Station oder mit einer Antwort auf einen allgemeinen Anruf, jeweils mit Nennung des eigenen Rufzeichens.
Kniff: Gesucht ist die Antwort, die alle üblichen Wege nennt und in jedem Fall das eigene Rufzeichen verlangt: allgemeiner Anruf, gezielter Anruf, Antwort auf einen Anruf. Die anderen drei kippen jeweils an einem Punkt — ein Ton statt eines Anrufs, eine Q-Gruppe mit anderer Bedeutung, eine Q-Gruppe an falscher Stelle. Lies sie bis zum Ende, der Fehler steckt oft im letzten Halbsatz.
Warum die anderen nicht stimmen:
Durch das Aussenden Ihres Rufzeichens und des in der IARU festgelegten Auftasttones von 1750 Hz, durch den die abhörenden Stationen Ihren Verbindungswunsch erkennen. – Ein Tonsignal nennt weder dein Rufzeichen noch die Station, die du suchst — ein Anruf ist es damit nicht. Töne dieser Art sprechen Geräte an, etwa Relaisfunkstellen, und keine hörende Station.
Durch wiederholtes Aussenden der internationalen Q-Gruppe „QRZ?“ mit angehängtem eigenen Rufzeichen und dem Abhören der Frequenz in den Sendepausen. – QRZ? ist die Rückfrage „Wer ruft mich?“ und setzt voraus, dass schon jemand gerufen hat. Wer damit selbst anfängt, fragt nach einem Anruf, den es noch nicht gab.
Durch mehrmaliges, bei schlechten Ausbreitungsbedingungen häufiges Aussenden der Abkürzung CQ, des eigenen Rufzeichens und der Q-Gruppe „QTH“ mit Zwischenhören. – Der Anfang ist brauchbar, das angehängte QTH macht die Antwort falsch: das ist die Frage nach dem Standort und gehört in das Gespräch, nicht in den allgemeinen Anruf. Auch das „häufige Aussenden“ bei schlechten Bedingungen hilft nicht — wer lange sendet, hört selbst nichts.
BE102Wie sollten Sie antworten, wenn jemand in Telefonie CQ ruft?ab Klasse N
Ich nenne das Rufzeichen der rufenden Station einmal, anschließend sage ich einmal: „Hier ist (eigenes Rufzeichen buchstabieren), bitte kommen“.
Ich nenne mein Rufzeichen und fordere die rufende Station auf, auf einer anderen Frequenz weiter zu rufen (mindestens zweimal).
Ich rufe ebenfalls CQ und nenne das Rufzeichen der rufenden Station mindestens dreimal, anschließend sage ich mindestens fünfmal: „Hier ist (eigenes Rufzeichen buchstabieren)“.
Ich nenne das Rufzeichen der rufenden Station mindestens fünfmal, und anschließend sage ich mindestens einmal: „Hier ist (eigenes Rufzeichen buchstabieren)“.
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Richtig ist A: Ich nenne das Rufzeichen der rufenden Station einmal, anschließend sage ich einmal: „Hier ist (eigenes Rufzeichen buchstabieren), bitte kommen“.
Kniff: Die richtige Antwort erkennst du an der Sparsamkeit: einmal sein Rufzeichen, einmal das eigene, dann wieder hören. Die falschen Antworten verraten sich durch ihre Mengenangaben — „mindestens dreimal“, „mindestens fünfmal“. Der Grund für die kurze Form: der Rufende hört nur eine kurze Pause lang, und in dieser Pause rufen meist noch andere. Wer lange sendet, hört selbst nichts und blockiert die Frequenz.
Warum die anderen nicht stimmen:
Ich nenne mein Rufzeichen und fordere die rufende Station auf, auf einer anderen Frequenz weiter zu rufen (mindestens zweimal). – Die Frequenz gehört der Station, die dort CQ gerufen hat; man schickt sie nicht woanders hin. Ein Frequenzwechsel wird erst verabredet, wenn ein laufendes QSO einer dritten Station im Weg steht.
Ich rufe ebenfalls CQ und nenne das Rufzeichen der rufenden Station mindestens dreimal, anschließend sage ich mindestens fünfmal: „Hier ist (eigenes Rufzeichen buchstabieren)“. – Wer antwortet, ruft nicht selbst CQ — das wären zwei allgemeine Anrufe auf einer Frequenz, und niemand wüsste, wer wem antwortet. Dazu die vielen Wiederholungen, die nur Zeit kosten.
Ich nenne das Rufzeichen der rufenden Station mindestens fünfmal, und anschließend sage ich mindestens einmal: „Hier ist (eigenes Rufzeichen buchstabieren)“. – Das Verhältnis ist verdreht. Sein eigenes Rufzeichen kennt der Rufende; ankommen muss deines. Also einmal seines und dafür deutlich buchstabiert das eigene, nicht umgekehrt.
BE103Ihr Rufzeichen ist DH7RW. Sie hören unvollständig „... 7 Romeo Whiskey“. Wie reagieren Sie?ab Klasse N
Ich antworte: „Bitte QSL!“
Ich freue mich auf eine Antwort aus 7R - Algerien.
Ich antworte: „Bitte QSY!“.
Ich antworte: „Hier ist DH7RW, wurde ich gerufen?“
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Richtig ist D: Ich antworte: „Hier ist DH7RW, wurde ich gerufen?“
Kniff: Vom eigenen Rufzeichen DH7RW ist nur der Schwanz angekommen: 7 Romeo Whiskey. Das kann man selbst sein — also meldet man sich mit vollem Rufzeichen und fragt nach. Genau das ist der Gedanke hinter QRZ: von wem werde ich gerufen?
Warum die anderen nicht stimmen:
Ich antworte: „Bitte QSL!“ – QSL bestätigt einen Empfang. Bestätigt ist hier aber noch nichts — es ist nicht einmal klar, ob der Anruf an einen selbst ging.
Ich antworte: „Bitte QSY!“. – QSY bittet um einen Frequenzwechsel. Dafür gibt es keinen Grund — zuerst muss geklärt werden, wer wen gerufen hat.
Ich freue mich auf eine Antwort aus 7R - Algerien. – „7 Romeo Whiskey" ist buchstabiertes Rufzeichenende, kein Landeskenner. Und ein Landeskenner steht immer am Anfang eines Rufzeichens, nicht am Ende.
BE104EA6VQ ruft in Telefonie in englischer Sprache CQ. Ihr Rufzeichen ist DF1KW. Wie könnten Sie antworten?ab Klasse N
EA6VQ, this is DF1KW calling you.
EA6VQ, es ruft Sie DF1KW, bitte kommen.
QRZ EA6VQ from DF1KW, over.
CQ CQ CQ de DF1KW for EA6VQ, please go ahead.
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Richtig ist A: EA6VQ, this is DF1KW calling you.
Kniff: Zwei Dinge müssen stimmen: die Sprache und die Form. Die Station ruft englisch, also antwortest du englisch. Und die Form ist immer erst sein Rufzeichen, dann das eigene. Prüfe zusätzlich, ob sich ein CQ oder ein QRZ eingeschlichen hat — beides gehört nicht in eine Antwort.
Warum die anderen nicht stimmen:
EA6VQ, es ruft Sie DF1KW, bitte kommen. – Aufbau und Reihenfolge sind richtig, die Sprache nicht. EA6VQ ruft englisch; eine spanische Station muss die deutsche Anrede nicht verstehen.
QRZ EA6VQ from DF1KW, over. – QRZ fragt „Wer ruft mich?“. EA6VQ hat gerade selbst gerufen und weiß das; die Frage passt auf eine gehörte, unverstandene Station, nicht auf die Antwort an einen CQ-Rufer.
CQ CQ CQ de DF1KW for EA6VQ, please go ahead. – Das ist ein allgemeiner Anruf, nur mit einem Rufzeichen hinten dran. Wer auf CQ antwortet, ruft nicht seinerseits CQ.
BE105Sie möchten einen Allgemeinen Anruf in Telefonie im 10 m-Band beginnen. Sie finden eine Frequenz, auf der Sie keine Signale hören. Wie gehen Sie vor?ab Klasse N
Ich frage zwei- bis dreimal, ob die Frequenz besetzt ist. Erfolgt keine Antwort, rufe ich CQ.
Ich stimme meinen Sender auf der Frequenz ab und starte dann meinen CQ-Ruf.
Da ich auf der Frequenz kein Signal höre, kann ich mit meinem CQ-Ruf beginnen.
Ich beobachte die Frequenz für einige Sekunden. Wenn ich weiterhin keine Signale höre, rufe ich CQ.
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Richtig ist A: Ich frage zwei- bis dreimal, ob die Frequenz besetzt ist. Erfolgt keine Antwort, rufe ich CQ.
Kniff: Dass du nichts hörst, beweist nicht, dass die Frequenz frei ist. Von einem laufenden QSO kann die eine Station für dich unhörbar sein, und die andere sendet in diesem Moment gerade nicht. Deshalb wird gefragt, nicht nur gelauscht. Genau darin unterscheiden sich die richtige Antwort und die ähnlich klingende: fragen statt beobachten.
Warum die anderen nicht stimmen:
Ich stimme meinen Sender auf der Frequenz ab und starte dann meinen CQ-Ruf. – Abstimmen auf der Betriebsfrequenz setzt ein Signal auf eine Frequenz, von der noch nicht geklärt ist, ob dort jemand arbeitet. Die Reihenfolge ist damit verkehrt: erst klären, dann senden.
Da ich auf der Frequenz kein Signal höre, kann ich mit meinem CQ-Ruf beginnen. – Das ist der Trugschluss, um den die Frage gebaut ist. Die eigene Stille sagt nur etwas über die eigene Empfangslage aus, nichts über die Belegung der Frequenz.
Ich beobachte die Frequenz für einige Sekunden. Wenn ich weiterhin keine Signale höre, rufe ich CQ. – Klingt richtig und ist doch zu wenig: Zuhören allein findet die Station nicht, die gerade in der Hörpause ist. Es fehlt die Nachfrage, auf die diese Station antworten könnte.
BE106Eine Frequenz auf einem höheren Kurzwellenband erscheint zunächst frei, stellt sich aber anschließend als besetzt heraus. Was ist die häufigste Ursache dafür?ab Klasse N
Die auf dieser Frequenz sendende Station wurde durch den Mögel-Dellinger-Effekt kurzfristig unterbrochen.
Eine Station auf dieser Frequenz verwendet das andere Seitenband.
Für die auf dieser Frequenz sendenden Stationen sind die Ausbreitungsbedingungen zu schlecht.
Eine auf dieser Frequenz sendende Station liegt innerhalb der toten Zone und konnte daher von mir nicht gehört werden.
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Richtig ist D: Eine auf dieser Frequenz sendende Station liegt innerhalb der toten Zone und konnte daher von mir nicht gehört werden.
Kniff: Die Frage beschreibt einen Zustand, der anhält: erst hörst du nichts, dann zeigt sich, dass dort gearbeitet wird. Gesucht ist also keine kurze Störung, sondern ein Grund, warum eine dauernd sendende Station bei dir dauerhaft nicht ankommt. Achte darauf, welche Antwort über deinen eigenen Standort im Verhältnis zu ihr etwas sagt.
Warum die anderen nicht stimmen:
Die auf dieser Frequenz sendende Station wurde durch den Mögel-Dellinger-Effekt kurzfristig unterbrochen. – Der Mögel-Dellinger-Effekt ist ein plötzlicher, kurzzeitiger Einbruch der Kurzwellenausbreitung nach einem Sonnenausbruch und trifft dann alle Verbindungen, nicht eine einzelne Frequenz. Gefragt ist die häufigste Ursache, also der Alltagsfall.
Eine Station auf dieser Frequenz verwendet das andere Seitenband. – Ein Signal im anderen Seitenband hörst du trotzdem, nur unverständlich verzerrt. Es blieb aber ganz still, das Problem liegt also am Ausbreitungsweg und nicht an der Einstellung des Empfängers.
Für die auf dieser Frequenz sendenden Stationen sind die Ausbreitungsbedingungen zu schlecht. – Die Antwort passt nicht zum Befund: die Station arbeitet ja erfolgreich, für sie sind die Bedingungen gut. Nicht die Bedingungen fehlen, sondern deine Entfernung zu ihr ist die falsche.
BE107Sie tätigen einen allgemeinen Anruf in Telefonie auf 145,500 MHz. Dieser wird von einer Gegenstation beantwortet. Wie sollten Sie das darauffolgende Funkgespräch fortsetzen? Ich fasse mich kurz und schlage ...ab Klasse N
QSB vor.
QSY vor.
QRZ vor.
QRV vor.
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Richtig ist B: QSY vor.
Kniff: Nach einem allgemeinen Anruf auf 145,500 MHz gehört man von dort weg: 145,500 ist die Anruffrequenz und muss für andere frei bleiben. Weggehen heißt QSY, Y wie Weiche.
Warum die anderen nicht stimmen:
QSB vor. – QSB ist eine Meldung über schwankende Signalstärke, kein Vorschlag.
QRZ vor. – QRZ fragt, wer gerufen hat. Das ist schon geklärt — die Gegenstation hat geantwortet.
QRV vor. – QRV heißt „ich bin bereit". Das sagt nichts darüber, wo das Gespräch weitergeht.
BE108Sie haben eine Funkverbindung mit einer vorher „CQ“ rufenden Station beendet. Anschließend werden Sie von einer anderen Station gerufen. Wie verhalten Sie sich?ab Klasse N
Ich gehe etwa 1 kHz neben die bisherige Frequenz und rufe dort die anrufende Station.
Ich bleibe auf der Frequenz und tätige ein QSO mit der neu rufenden Station.
Ich reagiere nicht auf den Anruf, weil die Frequenz der Station gehört, die CQ gerufen hat.
Ich verständige mich mit der neuen Gegenstation auf eine andere Frequenz und führe dort das QSO weiter.
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Richtig ist D: Ich verständige mich mit der neuen Gegenstation auf eine andere Frequenz und führe dort das QSO weiter.
Kniff: Hier stoßen zwei Dinge zusammen: Die Frequenz gehört weiter der Station, die sie mit ihrem CQ-Ruf eröffnet hat, aber einen Anruf lässt man nicht unbeantwortet. Beides geht zusammen, wenn du kurz antwortest und eine andere Frequenz verabredest. So vereinbart ist es, weil der CQ-Rufer die Frequenz gesucht, geprüft und belegt hat — wer dort weiterredet, nimmt ihm die Arbeit weg.
Warum die anderen nicht stimmen:
Ich gehe etwa 1 kHz neben die bisherige Frequenz und rufe dort die anrufende Station. – Ein Kilohertz Abstand ist in Telefonie keine andere Frequenz: die Bandbreite einer Aussendung reicht weiter, die Störung bleibt. Außerdem weiß die anrufende Station nicht, wohin du gegangen bist.
Ich bleibe auf der Frequenz und tätige ein QSO mit der neu rufenden Station. – Damit nimmst du dem CQ-Rufer die Frequenz, auf die er einen Anspruch hat. Dein QSO ist beendet, seine Arbeit auf dieser Frequenz nicht.
Ich reagiere nicht auf den Anruf, weil die Frequenz der Station gehört, die CQ gerufen hat. – Die Begründung ist richtig, die Folgerung falsch. Man darf antworten — nur eben dort nicht weiterarbeiten. Den Anruf zu ignorieren ist unnötig, denn ein Ausweichen kostet nur einen Satz.
BE109Eine Station ruft auf dem 2 m- oder dem 70 cm-Band „CQ“ mit dem Zusatz „DX“. Wann sollten Sie antworten?ab Klasse N
Nur wenn die Entfernung zwischen beiden Stationen höchstens 500 km beträgt.
Nur wenn es sich bei der anrufenden Station um eine außereuropäische Station handelt.
Nur bei Stationen, die erkennbar einige hundert Kilometer entfernt sind.
Nur wenn ich als hörende Station die rufende Station mit guter Lautstärke empfange.
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Richtig ist C: Nur bei Stationen, die erkennbar einige hundert Kilometer entfernt sind.
Kniff: Gefragt ist, wann du antworten sollst — entscheidend ist also deine Entfernung zur rufenden Station, nicht ihre Herkunft und nicht die Lautstärke. Auf 2 m und 70 cm liegt der Maßstab für DX bei einigen hundert Kilometern, weil das dort schon die Ausnahme ist. Prüfe bei jeder Antwort, ob sie eine Unter- oder eine Obergrenze zieht.
Warum die anderen nicht stimmen:
Nur wenn die Entfernung zwischen beiden Stationen höchstens 500 km beträgt. – Dreht die Bedingung um: eine Obergrenze wäre das Gegenteil von DX. Gesucht sind die weit entfernten Stationen, nicht die im Umkreis von 500 km.
Nur wenn es sich bei der anrufenden Station um eine außereuropäische Station handelt. – Verschiebt den Maßstab auf Kontinente und dazu die Rolle: gefragt ist nicht, woher der Rufer kommt, sondern wann du antworten sollst. Auf 2 m und 70 cm wird DX nicht am Kontinent gemessen.
Nur wenn ich als hörende Station die rufende Station mit guter Lautstärke empfange. – Lautstärke ist kein Kriterium. Eine nahe Station ist laut und trotzdem nicht gemeint; eine weit entfernte kann leise sein und genau die gesuchte.
BE110Sie hören 4U1ITU in Telefonie rufen: „CQ VK/ZL this is 4U1ITU“. Sollten Sie 4U1ITU anrufen, wenn Sie gerne ein QSO mit der Station führen würden?ab Klasse N
Ja! 4U1ITU in Australien/Neuseeland sucht eine Verbindung.
Nein! 4U1ITU sucht eine Verbindung mit Australien oder Neuseeland.
Ja! Aber nur wenn Sie geborener Australier oder Neuseeländer sind.
Nein! 4U1ITU sucht nur Verbindungen mit Indien oder Südafrika.
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Richtig ist B: Nein! 4U1ITU sucht eine Verbindung mit Australien oder Neuseeland.
Kniff: Der Zusatz hinter CQ nennt immer das Gebiet, das gesucht wird — nie den Standort des Rufers. VK und ZL sind die Kenner von Australien und Neuseeland, also sucht 4U1ITU dorthin. Von Deutschland aus rufst du nicht an; die Station hört in eine andere Richtung. Dieselbe Regel gilt, wenn eine US-Station „CQ DL“ ruft — dann ist Deutschland gemeint.
Warum die anderen nicht stimmen:
Ja! 4U1ITU in Australien/Neuseeland sucht eine Verbindung. – Verdreht die Richtung des Anrufs: der Zusatz sagt, wen der Rufer sucht, nicht wo er selbst steht. 4U1ITU sitzt nicht in Australien/Neuseeland, sondern sucht dorthin.
Ja! Aber nur wenn Sie geborener Australier oder Neuseeländer sind. – Es zählt der Standort der Funkstelle, nicht die Herkunft der Person. Wer in Deutschland funkt, ist für diesen Anruf nicht die gesuchte Station, ganz unabhängig vom Geburtsort.
Nein! 4U1ITU sucht nur Verbindungen mit Indien oder Südafrika. – Das „Nein“ ist richtig, die Begründung nicht: VK und ZL stehen für Australien und Neuseeland. Wer sich die Begründung merkt, bekommt bei der nächsten Frage die falsche Zuordnung.
BE111Was ist der Maidenhead-Locator (auch: QTH-Locator oder Standortkenner)?ab Klasse N
Der geographische Bereich, der sich aus der Zeitzone des Standorts der jeweiligen Amateurfunkstelle ergibt
Eine Positionsangabe durch Verweis auf Felder (fields) und Quadrate (squares), die mit Buchstaben und Ziffern kodiert werden
Ein Koordinatensystem, in dem der Standort einer Amateurfunkstelle der zuständigen Behörde mitgeteilt werden muss
Die Angabe der Standortdaten in Grad, Minuten und Sekunden geographischer Länge und Breite
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Richtig ist B: Eine Positionsangabe durch Verweis auf Felder (fields) und Quadrate (squares), die mit Buchstaben und Ziffern kodiert werden
Kniff: Die Frage will den Aufbau der Angabe wissen. Felder und Quadrate sind Kästchen auf der Erdoberfläche, kodiert in Buchstaben und Ziffern, also keine Winkelangabe. Grad, Minuten und Sekunden sind gerade das System, das der Locator im Funkbetrieb ersetzt.
Warum die anderen nicht stimmen:
Der geographische Bereich, der sich aus der Zeitzone des Standorts der jeweiligen Amateurfunkstelle ergibt – Verwechselt Ort und Uhrzeit; eine Zeitzone ist ein breiter Streifen quer über viele Länder und sagt nichts über die geographische Breite.
Die Angabe der Standortdaten in Grad, Minuten und Sekunden geographischer Länge und Breite – Nennt die lange Koordinatenform; der Locator ist die kurze Kennung aus Buchstaben und Ziffern, die genau diese Form ablöst.
Ein Koordinatensystem, in dem der Standort einer Amateurfunkstelle der zuständigen Behörde mitgeteilt werden muss – Macht aus einer Betriebsangabe eine Meldepflicht; den Locator nennst du der Gegenstation, nicht einer Behörde.
BE112Wie gestalten Sie beispielsweise als „DL2AB“ einen allgemeinen Anruf in Telegrafie?ab Klasse N
QRZ QRZ QRZ DE DL2AB DL2AB DL2AB pse k
CQ QRZ CQ QRZ CQ QRZ DE DL2AB DL2AB DL2AB pse k
CQ CQ CQ DE DL2AB DL2AB DL2AB pse k
CQ CQ CQ FRM DL2AB DL2AB DL2AB pse k
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Richtig ist C: CQ CQ CQ DE DL2AB DL2AB DL2AB pse k
Kniff: Zwei Bausteine entscheiden: Der allgemeine Anruf beginnt mit CQ, und vor dem eigenen Rufzeichen steht DE, also „von“. Klopfe die Antworten nur auf diese zwei Stellen ab, alles andere ist in allen vier gleich.
Warum die anderen nicht stimmen:
QRZ QRZ QRZ DE DL2AB DL2AB DL2AB pse k – QRZ? ist die Rückfrage nach einem gehörten Anrufer und eröffnet keine Verbindung. Wer damit ruft, fragt nach einem Anruf, statt einen zu senden.
CQ QRZ CQ QRZ CQ QRZ DE DL2AB DL2AB DL2AB pse k – Mischt Anruf und Rückfrage. Beides in einem Atemzug gesendet lässt offen, ob die Station ruft oder antwortet — und drei Wiederholungen davon machen es nicht klarer.
CQ CQ CQ FRM DL2AB DL2AB DL2AB pse k – FRM ist keine Betriebsabkürzung des Funkbetriebs, sondern eine Verkürzung des englischen „from“. Die Herkunft des Rufzeichens wird mit DE angezeigt.
BE113N4EAX ruft in Telegrafie: „CQ DL CQ DL DE N4EAX N4EAX PSE K“. Was beabsichtigt die Amateurfunkstelle damit?ab Klasse N
N4EAX sucht Verbindungen mit Stationen bei Tageslicht (Day Light), um die Grayline-Bedingungen optimal auszunutzen.
N4EAX sucht eine Verbindung mit einem Funkamateur, dessen Rufzeichen mit „D“ oder „L“ beginnt.
N4EAX sucht eine Verbindung mit einem Funkamateur in Deutschland.
N4EAX sucht Verbindungen in digitalen Übertragungsverfahren (Data Link).
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Richtig ist C: N4EAX sucht eine Verbindung mit einem Funkamateur in Deutschland.
Kniff: DL ist der Landeskenner für Deutschland; hinter CQ steht damit das gesuchte Gebiet. Die Falle sind die zwei Antworten, die die beiden Buchstaben als Abkürzung englischer Wörter lesen — das lässt sich mit jedem Präfix machen und führt immer in die Irre. Als deutsche Station bist du hier genau angesprochen.
Warum die anderen nicht stimmen:
N4EAX sucht Verbindungen mit Stationen bei Tageslicht (Day Light), um die Grayline-Bedingungen optimal auszunutzen. – Liest DL als „Day Light“. Hinter CQ steht ein Gebiet, keine Ausbreitungsbedingung; die Tageslichtgrenze kann man nicht anrufen.
N4EAX sucht eine Verbindung mit einem Funkamateur, dessen Rufzeichen mit „D“ oder „L“ beginnt. – Zerlegt den Kenner in zwei einzelne Buchstaben. DL ist ein zusammengehörendes Präfix, und Rufzeichen, die mit L beginnen, gehören zu ganz anderen Ländern.
N4EAX sucht Verbindungen in digitalen Übertragungsverfahren (Data Link). – Liest DL als „Data Link“. Das Übertragungsverfahren steht nicht hinter CQ — es ergibt sich daraus, wie gerufen wird, hier in Telegrafie.
BE114Was bedeutet der im 20 m-Band gesendete Anruf „CQ DX CQ DX DE HB9AFN HB9AFN K“? HB9AFN sucht eine Verbindung mit ...ab Klasse N
dem Inland und sollte durch ausländische Funkamateure nicht angerufen werden.
philippinischen Funkamateuren (Präfix „DX“) und sollte durch Funkamateure anderer Länder nicht angerufen werden.
einem anderen Kontinent und sollte durch europäische Funkamateure nicht angerufen werden.
Stationen in über 500 km Entfernung und sollte durch Funkamateure aus einer geringeren Entfernung nicht angerufen werden.
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Richtig ist C: einem anderen Kontinent und sollte durch europäische Funkamateure nicht angerufen werden.
Kniff: Zwei Angaben zusammen ergeben die Antwort: 20 m ist Kurzwelle, dort bedeutet DX einen anderen Kontinent, und HB9 ist eine Station in Europa. Für dich in Deutschland folgt daraus: nicht anrufen. Die vier Antworten unterscheiden sich erst im zweiten Halbsatz, also lies ihn mit.
Warum die anderen nicht stimmen:
dem Inland und sollte durch ausländische Funkamateure nicht angerufen werden. – Das wäre der Sinn eines Anrufs mit Landeskenner, etwa „CQ HB9“. DX bedeutet das Gegenteil: weit weg statt daheim.
philippinischen Funkamateuren (Präfix „DX“) und sollte durch Funkamateure anderer Länder nicht angerufen werden. – Nimmt DX als Rufzeichenpräfix. Hinter CQ ist DX die Betriebsabkürzung für große Entfernung; die Philippinen sind hier nur ein Zufall der Buchstaben.
Stationen in über 500 km Entfernung und sollte durch Funkamateure aus einer geringeren Entfernung nicht angerufen werden. – Überträgt den VHF/UHF-Maßstab auf ein Kurzwellenband. Auf 20 m sind 500 km alltäglich und gerade kein DX; die Grenze liegt hier am Kontinent.
BE115Was bedeutet die Betriebsabkürzung „QRZ?“ im Amateurfunk?ab Klasse N
Von wem werde ich gerufen? In Pile-Ups auch: Aufruf weiterer Stationen
Sind Sie bereit? Im Contest auch: Alles aufgenommen?
Wie ist Ihr Standort? Im Contest auch: Wie ist Ihre Entfernung?
Können Sie den Empfang bestätigen? In Pile-Ups auch: Aufforderung zum Rapport
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Richtig ist A: Von wem werde ich gerufen? In Pile-Ups auch: Aufruf weiterer Stationen
Kniff: QRZ fragt nach dem Rufer: von wem werde ich gerufen? Z wie Zwischenruf. Im Pile-Up, wenn viele gleichzeitig eine seltene Station rufen, wird daraus die Aufforderung an die Nächsten: wer noch?
Warum die anderen nicht stimmen:
Sind Sie bereit? Im Contest auch: Alles aufgenommen? – „Sind Sie bereit?" ist QRV mit Fragezeichen.
Wie ist Ihr Standort? Im Contest auch: Wie ist Ihre Entfernung? – Nach dem Standort fragt QTH.
Können Sie den Empfang bestätigen? In Pile-Ups auch: Aufforderung zum Rapport – Das ist QSL. Die beiden werden gern verwechselt, weil beide mit einer Frage an die Gegenstation beginnen — aber QSL will eine Bestätigung, QRZ einen Namen.
BE116Sie hören in Telegrafie „CQ FD DD4UQ/P TEST“. Was bedeutet das? Die Station DD4UQ ...ab Klasse N
führt Testaussendungen im Full-Duplex-Betrieb durch.
sucht Verbindungen mit Stationen aus dem Raum Fulda.
sucht Verbindungen mit Stationen, die am Fieldday-Contest teilnehmen.
führt Testaussendungen des Fernmeldedienstes durch.
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Richtig ist C: sucht Verbindungen mit Stationen, die am Fieldday-Contest teilnehmen.
Kniff: Drei Teile tragen die Antwort: „FD“ nennt den Wettbewerb, „TEST“ ist das übliche Wort für Contest, und „/P“ steht für portablen Betrieb. Ein Wettbewerb im Freien und ein portabler Betrieb passen zusammen, das stützt die Lesart gegen alle anderen. Wer „TEST“ wörtlich als Prüfsendung liest, ist auf der falschen Spur.
Warum die anderen nicht stimmen:
führt Testaussendungen im Full-Duplex-Betrieb durch. – Löst FD als Full Duplex auf und nimmt „TEST“ wörtlich. Ein CQ-Ruf ist aber ein Anruf an andere Stationen.
sucht Verbindungen mit Stationen aus dem Raum Fulda. – Liest FD als Ortsangabe. Nach CQ steht hier das Kürzel des Wettbewerbs.
führt Testaussendungen des Fernmeldedienstes durch. – Wieder eine andere Auflösung von FD, dazu die wörtliche Lesart von „TEST“. Ein „/P“ am Rufzeichen passt dazu ebenfalls nicht.
BE117Mit welcher Geschwindigkeit sollten Sie einen Anruf in Morsetelegrafie beantworten? In der Regel antworte ich ...ab Klasse N
mit dem höchsten Tempo, das ich fehlerfrei geben kann.
mit meiner gewohnten Geschwindigkeit.
genauso schnell oder langsamer als der Anruf.
mit einem Gebetempo von maximal 60 CPM.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist C: genauso schnell oder langsamer als der Anruf.
Kniff: Maßstab ist das Tempo des Anrufs, nicht dein eigenes Können. Antworte so schnell wie der Anrufer oder langsamer, dann kann er dich sicher aufnehmen. Alle falschen Antworten machen etwas anderes zum Maßstab: dein Bestes, deine Gewohnheit oder eine feste Zahl.
Warum die anderen nicht stimmen:
mit dem höchsten Tempo, das ich fehlerfrei geben kann. – Nimmt das eigene Können als Maßstab. Fehlerfrei geben heißt nicht, dass die Gegenstation es aufnehmen kann.
mit meiner gewohnten Geschwindigkeit. – Auch die eigene Gewohnheit sagt nichts über das Tempo des Anrufs, auf den du antwortest.
mit einem Gebetempo von maximal 60 CPM. – Setzt eine feste Obergrenze, wo es auf den Vergleich mit dem Anruf ankommt. Bei einem schnelleren Anruf wäre das unnötig langsam.
BE118Was sollten Sie hinsichtlich der Geschwindigkeit bei Morsetelegrafie beachten? Ich gebe in der Regel ...ab Klasse N
nicht schneller, als ich auch aufnehmen kann, und passe mich an langsamere Stationen an.
im international festgelegten Einheitstempo von 12 WPM, um eine automatische Dekodierung zu ermöglichen.
in dem Tempo, das mir am besten liegt. Andere müssen sich an mich anpassen.
so schnell ich kann, damit es nicht zu unnötigen Verzögerungen im Betriebsablauf kommt.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist A: nicht schneller, als ich auch aufnehmen kann, und passe mich an langsamere Stationen an.
Kniff: Zwei Regeln gelten gleichzeitig: gib nicht schneller, als du selbst aufnehmen kannst, und komm langsameren Stationen entgegen. Die erste sorgt dafür, dass du ein Antworttempo in gleicher Höhe auch verstehst, die zweite ist die Rücksicht. Nur eine Antwort enthält beide Teile.
Warum die anderen nicht stimmen:
im international festgelegten Einheitstempo von 12 WPM, um eine automatische Dekodierung zu ermöglichen. – Ein verbindliches Einheitstempo für Morsetelegrafie gibt es nicht, und das Tempo richtet sich nicht nach einem Dekoder.
in dem Tempo, das mir am besten liegt. Andere müssen sich an mich anpassen. – Kehrt die Rücksicht um. Die Anpassung geht zur langsameren Station hin, nicht umgekehrt.
so schnell ich kann, damit es nicht zu unnötigen Verzögerungen im Betriebsablauf kommt. – Stellt Tempo über Verständlichkeit. Zeichen, die wiederholt werden müssen, kosten mehr Zeit als ein langsamer Durchgang.
Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.