| Troposphäre | dort findet das Wetter statt | Die unterste Luftschicht. |
| Überhorizont auf VHF/UHF | Beugung, Reflexion, Streuung | An Bereichen unterschiedlicher Temperatur und Dichte. |
| VHF-Weitverkehr | hauptsächlich troposphärisch | Nicht über die Ionosphäre. |
| Abhängig vom | Wetter, nicht von der Sonne | Anders als auf Kurzwelle. |
| Sporadic-E | gehört zur Ionosphäre | Örtlich begrenzte Bereiche ungewöhnlich hoher Ionisation in der E-Region. |
| Aurora | Streuung an Polarlichtern | Der Ton wird zerstört. |
| Aurora-Rapport | R, S und „A“ statt der Tonnote | Weil der Ton nicht zu beurteilen ist. |
Merken: Auf UKW trägt das Wetter, nicht die Sonne: Überhorizontverbindungen entstehen an Luftschichten unterschiedlicher Temperatur und Dichte. Sporadic-E ist trotz des Namens IONOSPHÄRE, nicht Troposphäre. Und Aurora erkennt man am zerstörten Ton — deshalb im Rapport ein A statt der Tonnote.
Der Zusammenhang
Auf UKW hilft die Ionosphäre nicht mehr — die Frequenzen sind zu hoch, die Welle geht durch und ins Weltall. Wer trotzdem weiter will als die Sicht reicht, ist auf die unterste Luftschicht angewiesen: die Troposphäre, den Teil der Atmosphäre, in dem das WETTER stattfindet. Und genau das Wetter ist der Wirkmechanismus: wo Luftschichten unterschiedliche Temperatur und Dichte haben, ändert sich die Brechzahl, und an solchen Grenzen wird die Welle gebeugt, gestreut und teilweise reflektiert. Deshalb kommen Überhorizontverbindungen im VHF- und UHF-Bereich hauptsächlich troposphärisch zustande, und deshalb sind sie WETTERABHÄNGIG statt sonnenabhängig — ein Hochdruckgebiet mit einer ruhigen, geschichteten Luft bringt gute Bedingungen, nicht ein Sonnenfleckenmaximum. Zwei Erscheinungen fallen nicht in dieses Schema und müssen getrennt gehalten werden. Sporadic-E gehört zur IONOSPHÄRE, nicht zur Troposphäre: es sind örtlich begrenzte Bereiche mit ungewöhnlich hoher Ionisation innerhalb der E-Region, und sie machen im Sommer sogar das 2-m-Band über große Entfernungen brauchbar. Und Aurora ist die Streuung an den Polarlichtern; sie ist daran zu erkennen, dass der Ton zerstört wird. Ein Aurora-Signal rauscht und kratzt so stark, dass die Tonqualität gar nicht beurteilt werden kann — deshalb gibt man beim Rapport statt der Tonnote ein „A“ für Aurora an.
Herkunft: Fragenkatalog Klasse E, Abschnitt Wellenausbreitung (EH301 bis EH305). Dass Sporadic-E im Sommer sogar das 2-m-Band über 1000 bis 2000 km brauchbar macht, steht in der Klasse N (NH305 und NH306) und ist dort am Blatt Ausbreitung nachzulesen.