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Den Sicherheitsabstand bestimmen — und wann die Formel nicht gilt

Begriffsblatt für die Amateurfunkprüfung – kurz, mit den Fragen, die dazu drankommen.

Rechenwegwie bei EIRP, dann in die FernfeldformelVerluste ab, Gewinn dazu, Faktor bilden.
Beispiel100 W, 1,5 dB, 7,5 dBd, 28 V/m → 5,0 m10-m-Band, FM.
Die Formel heißtFernfeldnäherungSie gilt nur im Fernfeld.
Reaktives Nahfelddort gilt sie nichtE- und H-Feld stehen noch nicht im festen Verhältnis.
160-m-BandErgebnis unter 25,5 m ist ungültig
80-m-BandErgebnis unter 12,7 m ist ungültig3,65 m wären also kein Ergebnis, sondern ein Fehler.
Dann stattdessenmessen oder NahfeldberechnungE- und H-Feldanteile messen, simulieren oder nahfeldrechnen.
Von wo aus gilt der Abstandvon jedem Punkt der AntenneDie Formel behandelt die Antenne als Punkt.
Nachweispflichtab 10 W EIRP6 W an einer 13-dBd-Yagi sind fast 200 W EIRP — also ja.

Merken: Erst EIRP rechnen, dann in die Fernfeldnäherung — aber prüfen, ob sie gilt: auf 160 m ist ein Ergebnis unter 25,5 m ungültig, auf 80 m eines unter 12,7 m, weil man dann im reaktiven Nahfeld sitzt. Dann muss gemessen werden. Und der Abstand gilt von JEDEM Punkt der Antenne.

Der Zusammenhang

Der Sicherheitsabstand wird aus der gestrahlten Leistung und dem zulässigen Grenzwert berechnet, und der Rechenweg ist eine Fortsetzung der EIRP-Rechnung: erst Kabelverluste abziehen, dann Antennengewinn addieren, das Ergebnis in einen Faktor verwandeln — und dann in die Fernfeldnäherung einsetzen, die aus der Strahlungsleistung eine Entfernung macht. Ein Beispiel aus dem Katalog: 100 W, 1,5 dB Kabel, Yagi mit 7,5 dBd auf dem 10-m-Band, Grenzwert 28 V/m — daraus ergeben sich 5,0 m. Die eigentliche Prüfungsfrage ist aber eine andere, und sie ist wichtiger als jede Rechnung: die Formel darf man nicht immer anwenden. Sie heißt FERNfeldnäherung, weil sie nur dort gilt, wo sich das Feld schon von der Antenne gelöst hat. Nahe an der Antenne herrscht das reaktive NAHfeld, dort hängen E- und H-Feld noch nicht im festen Verhältnis zueinander, und die Formel liefert Unsinn. Ob man im Nahfeld ist, hängt an der Wellenlänge — und die ist auf den langen Bändern riesig. Deshalb kippt die Rechnung genau dort: auf dem 160-m-Band ist ein Ergebnis unter 25,5 m ungültig, auf dem 80-m-Band eines unter 12,7 m. Wer für seinen 80-m-Dipol bei 100 W einen Abstand von 3,65 m ausrechnet, hat also keine gute Nachricht, sondern ein ungültiges Ergebnis — er muss messen oder eine Nahfeldberechnung anstellen. Und wenn die Fernfeldnäherung gilt, gilt der Abstand von JEDEM PUNKT der Antenne aus, nicht vom Mittelpunkt: die Formel behandelt die Antenne als Punkt, also muss man zur Sicherheit von ihrem nächstliegenden Teil aus messen. Ob überhaupt ein Nachweis nötig ist, entscheidet die Anzeigeschwelle von 10 W EIRP — und die ist schnell erreicht: 6 W an einer 13-dBd-Yagi sind fast 200 W EIRP.

Herkunft: Fragenkatalog Klasse E; die Grenzen 25,5 m und 12,7 m sowie das Rechenbeispiel stehen dort in den Antworten. Die Näherungsformel für das Fernfeld steht in der Formelsammlung, die Anzeigeschwelle in § 9 BEMFV.

Diese Prüfungsfragen gehören dazu

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