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Strom- und Spannungsmessgeräte Klasse A

Abschnitt 5.9.1 · Messungen und Messinstrumente · Technische Kenntnisse Klasse A. 5 Fragen, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 5 Prüfungsfragen zum Thema Strom- und Spannungsmessgeräte (Kapitel „Messungen und Messinstrumente“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

▶ Diese 5 Fragen im Trainer üben

Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Die 5 Fragen

AI101Wie sollten Strom- und Spannungsmessgeräte zur Feststellung der Gleichstrom-Eingangsleistung des dargestellten Endverstärkers (PA) angeordnet werden?ab Klasse A

Ein Schaltbild mit vier Messgeräten, als Kreise mit den Ziffern 1 bis 4 gezeichnet. Links steht „zum Netzteil", rechts „zum TX"; unten läuft eine Leitung durchgehend von links nach rechts. Die obere Leitung von links: erst ein Knoten, von dem Gerät 1 senkrecht nach unten auf die untere Leitung hängt — also quer über der Speisung. Dann liegt Gerät 2 in Reihe in der oberen Leitung. Dahinter ein zweiter Knoten; von ihm geht Gerät 3 senkrecht nach unten, in Reihe mit der PA (Dreieck im Kasten), deren anderer Anschluss auf der unteren Leitung liegt. Rechts vom zweiten Knoten liegt Gerät 4 in Reihe in der oberen Leitung und führt zur Klemme „zum TX". Nur 1 liegt also quer, 2, 3 und 4 liegen in Reihe.
  1. Spannungsmessgerät bei 1, Strommessgerät bei 2.
  2. Spannungsmessgerät bei 3, Strommessgerät bei 4.
  3. Spannungsmessgerät bei 3, Strommessgerät bei 1.
  4. Spannungsmessgerät bei 1, Strommessgerät bei 3.
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Richtig ist D: Spannungsmessgerät bei 1, Strommessgerät bei 3.

Kniff: Gebraucht werden Spannung und Strom, beide an der PA. Spannung wird quer gemessen, also parallel zur Speisung — Platz 1. Der Strom muss durch das Messgerät hindurch und zwar genau der der PA, also in Reihe in dem Zweig, der zur PA führt — Platz 3. Die Plätze 2 und 4 liegen zwar auch in Reihe, führen aber den falschen Strom: bei 2 fließt PA und TX zusammen, bei 4 nur der TX.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Spannungsmessgerät bei 1, Strommessgerät bei 2. – Die Spannung ist richtig angeschlossen, der Strom nicht: durch 2 fließt der Strom der PA und der des TX gemeinsam. Man erhielte die Leistungsaufnahme der ganzen Station, nicht die der PA.
  • Spannungsmessgerät bei 3, Strommessgerät bei 4. – Beides verkehrt. Ein hochohmiges Spannungsmessgerät bei 3 liegt in Reihe und schneidet die PA von der Versorgung ab; bei 4 fließt nur der Strom des TX.
  • Spannungsmessgerät bei 3, Strommessgerät bei 1. – Die Plätze genau getauscht. Ein Strommessgerät bei 1 liegt quer über der Speisung, also als Kurzschluss am Netzteil, und ein Spannungsmessgerät bei 3 unterbricht den Weg zur PA.

AI102Für die Messung der Gleichstrom-Eingangsleistung werden verschiedene Messgeräte verwendet. Bei welchen der Instrumente in der Abbildung handelt es sich um Strommessgeräte?ab Klasse A

Ein Schaltbild mit vier Messgeräten, als Kreise mit den Ziffern 1 bis 4 gezeichnet. Links steht „zum Netzteil", rechts „zum TX"; unten läuft eine Leitung durchgehend von links nach rechts. Die obere Leitung von links: erst ein Knoten, von dem Gerät 1 senkrecht nach unten auf die untere Leitung hängt — also quer über der Speisung. Dann liegt Gerät 2 in Reihe in der oberen Leitung. Dahinter ein zweiter Knoten; von ihm geht Gerät 3 senkrecht nach unten, in Reihe mit der PA (Dreieck im Kasten), deren anderer Anschluss auf der unteren Leitung liegt. Rechts vom zweiten Knoten liegt Gerät 4 in Reihe in der oberen Leitung und führt zur Klemme „zum TX". Nur 1 liegt also quer, 2, 3 und 4 liegen in Reihe.
  1. 2, 3 und 4
  2. 1, 2 und 3
  3. 2, 4 und 1
  4. 1, 3 und 4
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Richtig ist A: 2, 3 und 4

Kniff: Die Bauart verrät die Lage. Ein Strommessgerät muss vom Strom durchflossen werden und liegt deshalb in Reihe in seinem Zweig; ein Spannungsmessgerät liegt quer. In der Zeichnung liegen 2, 3 und 4 jeweils in Reihe in einer Leitung, nur 1 hängt quer über der Speisung. Welchen Strom die drei jeweils anzeigen, ist eine andere Frage — gefragt ist nur, welche Instrumente Strommessgeräte sind.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 1, 2 und 3 – Bei 1 stimmt es nicht: der Platz liegt quer über der Speisung. Ein Strommessgerät ist dort ein Kurzschluss über das Netzteil — das ist der Platz für das Spannungsmessgerät.
  • 2, 4 und 1 – Wieder ist 1 dabei, obwohl dieser Platz quer liegt. Und 3 fehlt, obwohl es in Reihe im Zweig zur PA liegt und deren Strom führt.
  • 1, 3 und 4 – Auch hier ist der Querzweig 1 mitgezählt, und 2 fehlt, das genau wie 4 in Reihe in der oberen Leitung liegt.

AI103Ein Spannungs- und ein Strommessgerät werden für die Ermittlung der Gleichstromeingangsleistung einer Schaltung verwendet. Das Spannungsmessgerät zeigt 10 V, das Strommessgerät 10 A an. Falls beide dabei im Rahmen ihrer Messgenauigkeit jeweils einen um 5 % zu geringen Wert anzeigen würden, würde man die elektrische Leistung um ...ab Klasse A

  1. 10,25 % zu hoch bestimmen.
  2. 5 % zu niedrig bestimmen.
  3. 5 % zu hoch bestimmen.
  4. 9,75 % zu niedrig bestimmen.
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Richtig ist D: 9,75 % zu niedrig bestimmen.

Die Leistung ist das Produkt aus Spannung und Strom. Sind beide Faktoren um 5 % zu klein, wird das Produkt um 0,95 · 0,95 verfälscht — also auf 90,25 %.

Lösungsweg:

  1. Beide Anzeigen: Faktor 0,95
  2. Leistung: 0,95 · 0,95 = 0,9025
  3. Abweichung: 1 − 0,9025 = 0,0975, also 9,75 % zu niedrig

Kniff: Die Fehler addieren sich nicht, sie multiplizieren sich. Deshalb sind es nicht 10 %, sondern 9,75 % — die fehlenden 0,25 % sind das Produkt der beiden Einzelfehler.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 10,25 % zu hoch bestimmen. – Die Richtung stimmt nicht: Zu kleine Messwerte ergeben eine zu kleine Leistung.
  • 5 % zu niedrig bestimmen. – Nur ein Fehler gerechnet. Beide Messgeräte liegen daneben, und beide gehen ins Produkt ein.
  • 5 % zu hoch bestimmen. – Falsche Richtung und nur ein Fehler berücksichtigt.

AI104Für ein digitales Multimeter ist folgende Angabe im Datenblatt zu finden: Kleinste Auflösung 100 μV, Innenwiderstand 10 MΩ in allen Messbereichen. Sie messen eine Spannung von 0,5 V. Welcher Strom fließt dabei durch das Multimeter?ab Klasse A

  1. 500 nA
  2. 200 nA
  3. 10 nA
  4. 50 nA
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Richtig ist D: 50 nA

Das Messgerät liegt mit seinem Innenwiderstand parallel zur Messstelle. Der Strom durch das Gerät ergibt sich nach dem ohmschen Gesetz aus Messspannung und Innenwiderstand.

Lösungsweg:

  1. I = U / R
  2. I = 0,5 V / 10 000 000 Ω
  3. I = 0,00000005 A = 50 nA

Kniff: Die Angabe zur Auflösung von 100 μV steht nur da, um abzulenken — sie hat mit dem Strom nichts zu tun. Gebraucht werden nur die 0,5 V und die 10 MΩ.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • 500 nA – Eine Zehnerpotenz zu viel — das wäre ein Innenwiderstand von 1 MΩ.
  • 200 nA – Entspräche 2,5 MΩ. Angegeben sind 10 MΩ.
  • 10 nA – Hier wurde die 10 aus "10 MΩ" als Ergebnis übernommen, ohne zu rechnen.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AI104

AI105Zur genauen Messung der effektiven Leistung eines modulierten Signals bis in den oberen GHz-Bereich eignet sich ...ab Klasse A

  1. ein Digitalmultimeter.
  2. ein Messgerät mit Diodentastkopf.
  3. ein Oszillograf.
  4. ein Messgerät mit Thermoumformer.
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Richtig ist D: ein Messgerät mit Thermoumformer.

Ein Thermoumformer misst die Wärme, die das Signal in einem Widerstand erzeugt. Wärme entsteht immer nach dem echten Effektivwert — unabhängig von Kurvenform, Modulation und Frequenz.

Kniff: Nur die Wärme lügt nicht. Ein Diodentastkopf misst den Spitzenwert und rechnet ihn auf einen Sinus um — bei moduliertem Signal ergibt das einen falschen Wert.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • ein Digitalmultimeter. – Ein gewöhnliches Multimeter arbeitet bis in den Kilohertzbereich. Im Gigahertzbereich zeigt es nichts Brauchbares mehr an.
  • ein Messgerät mit Diodentastkopf. – Die Diode gleichrichtet und liefert den Spitzenwert. Bei moduliertem Signal ist der Rückschluss auf den Effektivwert falsch.
  • ein Oszillograf. – Ein Oszilloskop zeigt den Verlauf, aber es misst keinen Effektivwert — und bei Gigahertz reicht seine Bandbreite meist nicht.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AI105

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Alle Themen: Technische Kenntnisse Klasse A · Lexikon

Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.