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Modulator / Demodulator Klasse A

Abschnitt 5.4.5 · Elektronische Schaltungen und deren Merkmale · Technische Kenntnisse Klasse A. 10 Fragen, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 10 Prüfungsfragen zum Thema Modulator / Demodulator (Kapitel „Elektronische Schaltungen und deren Merkmale“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

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Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Die 10 Fragen

AD501Bei dieser Schaltung handelt es sich um einen ...ab Klasse A

Links die Klemmen mit „ZF"; darüber liegt ein Kondensator parallel zur Primärwicklung eines Zwischenfrequenz-Transformators (schräger Pfeil am Kern: abstimmbar). Auch die Sekundärwicklung hat einen Parallelkondensator, ist also ein Schwingkreis. Von dort geht es über eine einzelne Diode (Spitze nach rechts) weiter; hinter der Diode liegt ein Kondensator quer nach unten zur Rückleitung, dann ein Widerstand von der Leitung nach Masse. Von diesem Punkt führt ein Kondensator nach rechts oben zur Klemme NF. In der Hauptleitung folgt noch ein Widerstand und dahinter ein Elektrolytkondensator (Plus oben) quer zur Rückleitung; rechts die Ausgangsklemmen. Es gibt nur einen Eingang und keine Zuführung eines Hilfsträgers.
  1. Hüllkurvendemodulator zur Demodulation von AM-Signalen.
  2. FM-Demodulator.
  3. SSB-Modulator.
  4. Produktdetektor zur Demodulation von SSB Signalen.
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Richtig ist A: Hüllkurvendemodulator zur Demodulation von AM-Signalen.

Kniff: Eine Diode mit RC-Glied dahinter bildet den Mittelwert der Spitzen — sie folgt der Hüllkurve. Der Kondensator hinter der Diode muss so bemessen sein, dass er die ZF glättet, der NF aber noch folgt. Das Glied aus Widerstand und Elektrolytkondensator rechts siebt den Gleichspannungsanteil aus, wie man ihn zur Regelung braucht.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • FM-Demodulator. – Eine Diode reagiert auf die Amplitude, nicht auf die Frequenz. Zur FM-Demodulation braucht es zwei gegeneinander arbeitende Dioden mit phasendrehendem Kreis oder einen verstimmten Kreis — beides ist nicht gezeichnet.
  • SSB-Modulator. – Ein Modulator braucht zwei Eingänge (Träger und NF) und liefert HF. Hier gehen ZF hinein und NF heraus — die Richtung ist die des Demodulators.
  • Produktdetektor zur Demodulation von SSB Signalen. – Ein Produktdetektor braucht die Zuführung eines Hilfsträgers (BFO), der mit dem Signal multipliziert wird. Ein solcher Anschluss fehlt; es gibt nur den einen ZF-Eingang.

AD502Am ZF-Eingang des Hüllkurvendemodulators liegt das dargestellte Signal an. Welches der folgenden Signale zeigt sich an dem mit X bezeichneten Punkt der Schaltung?ab Klasse A

Oben das ZF-Signal über der Zeit: eine hochfrequente Schwingung symmetrisch um die Nulllinie, deren Hüllkurve zuerst groß ist, zur Mitte hin auf einen kleinen Wert zusammengeht und nach rechts wieder groß wird — eine amplitudenmodulierte Schwingung. Darunter die Schaltung von links nach rechts: die ZF-Klemmen mit einem Kondensator quer darüber, dann ein abstimmbarer Übertrager, dessen Sekundärseite ebenfalls einen Querkondensator hat (der ZF-Kreis). Dahinter eine Diode, deren Dreiecksspitze und Strich nach rechts zeigen, sie leitet also in Richtung Ausgang. Unmittelbar hinter der Diode ist der Punkt X markiert; von X führt ein Kondensator auf die untere Leitung. Gleich rechts daneben liegt ein Widerstand von der Leitung nach unten auf Masse; dieser Knoten ist zugleich über einen Koppelkondensator oben mit einer eigenen Ausgangsklemme verbunden. Noch weiter rechts folgen ein Reihenwiderstand und ein Kondensator nach unten, und die dortige Klemme ist mit + bezeichnet. Darunter vier Verläufe. Einer liegt ganz oberhalb der Nulllinie, besteht aber aus einzelnen spitzen Zacken, die zwischendurch jedes Mal bis auf Null zurückfallen; ihre Höhen zeichnen die Hüllkurve des Eingangs nach. Einer zeigt das unveränderte ZF-Signal, symmetrisch um die Nulllinie, mit der gleichen ab- und wieder zunehmenden Hüllkurve. Einer zeigt eine glatte Sinuskurve symmetrisch um die Nulllinie, etwa eineinhalb Schwingungen lang. Einer liegt ganz oberhalb der Nulllinie, folgt der Hüllkurve des Eingangs und trägt dabei eine sägezahnartige Restwelligkeit; die einzelnen ZF-Halbwellen sind gestrichelt darunter angedeutet.
  1. Antwortbild AD502_b.svg
  2. Antwortbild AD502_c.svg
  3. Antwortbild AD502_d.svg
  4. Antwortbild AD502_a.svg
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Richtig ist D: Antwortbild AD502_a.svg

Kniff: X liegt zwischen Diode und Koppelkondensator — also nach dem Gleichrichten und nach dem Glätten, aber vor dem Abtrennen des Gleichanteils. Daraus folgt alles Übrige. Weil die Diode gleichgerichtet hat, liegt das Signal vollständig auf einer Seite der Nulllinie; weil der Kondensator die Spannung zwischen den ZF-Spitzen hält und der Widerstand sie langsam entlädt, folgt die Kurve der Hüllkurve und behält nur eine kleine sägezahnförmige Restwelligkeit im ZF-Rhythmus. Richtig ist deshalb der Verlauf oberhalb der Nulllinie, der die Hüllkurve mit Restwelligkeit zeigt. Der Verlauf aus getrennten, bis auf Null zurückfallenden Zacken wäre das Bild ohne den Ladekondensator — die Speicherwirkung wird dabei vergessen. Das unveränderte, um Null symmetrische ZF-Signal liegt eine Stufe vorher, nämlich am Sekundärkreis vor der Diode. Die glatte Sinuskurve um Null ist eine Stufe später zu messen, nämlich hinter dem Koppelkondensator an der Niederfrequenzklemme: dort ist der Gleichanteil weg und die Restwelligkeit ausgesiebt.

AD503Bei dieser Schaltung ist der mit X bezeichnete Anschluss ...ab Klasse A

Von links kommt die ZF in einen Bandfilter: Primärkreis mit Parallelkondensator, Übertrager mit abgleichbarem Kern (Schrägpfeile), Sekundärkreis ebenfalls mit Parallelkondensator. Danach liegt in der oberen Leitung eine Diode, Spitze nach rechts. Hinter der Diode ein kleiner Kondensator nach unten auf die Rückleitung, dann ein Knoten mit einem Widerstand nach unten (Masse). Von diesem Knoten gehen zwei Wege weiter: nach oben über einen Koppelkondensator zu einer eigenen Ausgangsklemme, und nach rechts über einen Widerstand in Reihe zur Klemme X, wo ein Elektrolytkondensator (Plus oben) nach unten liegt.
  1. der Ausgang für das Oszillatorsignal.
  2. der Ausgang für eine Regelspannung.
  3. der Ausgang für das ZF-Signal.
  4. der Ausgang für das NF-Signal.
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Richtig ist B: der Ausgang für eine Regelspannung.

Kniff: Die Diode mit ihrem Widerstand und dem kleinen Kondensator ist ein Hüllkurvendetektor. An seinem Ausgang liegt beides übereinander: der Gleichanteil, der mit der Empfangsstärke wächst, und darauf die Niederfrequenz. Der Weg nach oben mit dem Koppelkondensator lässt nur die Niederfrequenz durch. Der Weg nach X hat es umgekehrt: Serienwiderstand und großer Elko bilden einen Tiefpass mit langer Zeitkonstante, der die Niederfrequenz wegglättet und nur den langsamen Mittelwert stehen lässt. Genau den braucht die Regelung.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • der Ausgang für das Oszillatorsignal. – In der Zeichnung gibt es keinen Oszillator — nur Bandfilter, Diode und Siebglieder. Ein Oszillatorsignal könnte hier gar nicht entstehen.
  • der Ausgang für das ZF-Signal. – Die ZF liegt links am Eingang. Hinter der Diode wird sie vom kleinen Kondensator kurzgeschlossen, und der Elko an X schließt sie erst recht kurz.
  • der Ausgang für das NF-Signal. – Die NF wird an der Klemme oben rechts über den Koppelkondensator abgenommen. Der Tiefpass vor X bügelt sie gerade weg; an X steht eine fast reine Gleichspannung.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD503

AD504Bei dieser Schaltung handelt es sich um einen ...ab Klasse A

Ein durchgehender Signalweg von links nach rechts. Links die Eingangsklemme, beschriftet ZF = 10,7 MHz, dahinter ein Widerstand in Reihe. Am folgenden Knoten hängt ein Widerstand nach unten auf die Rückleitung, die geerdet ist. Dann kommt ein gestrichelt umrahmter Kasten, darin eine abgleichbare Spule (Pfeil durch die Wicklung) und daneben ein Kondensator, beide von der Signalleitung nach unten auf die Rückleitung — also ein Parallelschwingkreis. Unter dem Rahmen steht f_res ≠ ZF. Rechts davon eine Diode, Spitze und Strich nach rechts, sie lässt also zum Ausgang hin durch. Danach ein Kondensator nach unten und ein Widerstand nach unten auf die Rückleitung, zum Schluss ein Koppelkondensator zur Klemme NF.
  1. Flanken-Diskriminator zur Demodulation von FM-Signalen.
  2. Produktdetektor zur Demodulation von FM-Signalen.
  3. Produktdetektor zur Demodulation von SSB-Signalen.
  4. Diodendetektor zur Demodulation von SSB-Signalen.
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Richtig ist A: Flanken-Diskriminator zur Demodulation von FM-Signalen.

Kniff: Die Beschriftung am gestrichelten Rahmen ist die ganze Aufgabe: der Schwingkreis ist absichtlich verstimmt, die ZF liegt also auf der Flanke seiner Resonanzkurve. Dort wird aus einer Frequenzänderung eine Amplitudenänderung — und die nimmt die Diode mit dem nachfolgenden RC-Glied ab wie bei AM. Ohne die Verstimmung wäre derselbe Kreis nur ein Bandfilter.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Diodendetektor zur Demodulation von SSB-Signalen. – Diode mit Kondensator und Widerstand sind tatsächlich ein Hüllkurvendetektor, aber SSB lässt sich damit nicht demodulieren — ohne Träger ergibt die Hüllkurve nur Gemurmel. Und der verstimmte Kreis davor wäre für einen reinen Diodendetektor überflüssig.
  • Produktdetektor zur Demodulation von SSB-Signalen. – Ein Produktdetektor ist ein Mischer und braucht einen zweiten Eingang für den wiedereingesetzten Träger (BFO). In der Zeichnung gibt es nur einen Eingang, links die ZF.
  • Produktdetektor zur Demodulation von FM-Signalen. – Auch hier fehlt der zweite Eingang des Mischers. Außerdem gewinnt ein Produktdetektor keine Frequenzmodulation zurück; er verschiebt nur die Frequenzlage.

AD505Bei dieser Schaltung handelt es sich um einen ...ab Klasse A

Ein Blockschaltbild aus vier Teilen. Der Eingang E läuft mit einem Pfeil in einen Kasten Δφ, den Phasenvergleicher. Von dort geht ein Pfeil nach rechts in einen Kasten mit drei Wellenlinien, ein Filter. Dessen Ausgang führt nach oben mit einem Pfeil in den VCO. Vom VCO läuft eine Leitung nach links über das Bild hinweg und dann nach unten mit einem Pfeil oben in den Δφ-Kasten hinein — der Regelkreis ist geschlossen. Der Ausgang A zweigt als Knotenpunkt von der Leitung zwischen Filter und VCO ab, greift also die Steuerspannung des VCO ab.
  1. PLL-FM-Demodulator.
  2. AM-Modulator.
  3. PLL-Abwärtsmischer.
  4. SSB-Demodulator mit PLL-gesteuertem BFO.
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Richtig ist A: PLL-FM-Demodulator.

Kniff: Entscheidend ist, wo A abgegriffen wird: an der Steuerspannung des VCO. Der Regelkreis zieht den VCO auf die Frequenz des Eingangssignals; schwankt diese im Takt der Modulation, muss die Steuerspannung dieser Schwankung folgen. Damit steht am Abgriff genau der Frequenzhub als Spannung — die demodulierte Niederfrequenz.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • AM-Modulator. – Ein Modulator hätte zwei Eingänge, einen für den Träger und einen für die Modulation. Hier gibt es nur einen Eingang E und einen Ausgang A, und der Δφ-Kasten vergleicht Phasen, statt zu multiplizieren.
  • PLL-Abwärtsmischer. – Zum Mischen bräuchte es einen Mischer, dem das Eingangssignal und die VCO-Frequenz zugeführt werden und der die Differenzfrequenz abgibt. Das Eingangssignal läuft hier nur in den Phasenvergleicher, und A hängt an der Steuerspannung — dort liegt keine Zwischenfrequenz, sondern eine langsam veränderliche Gleichspannung.
  • SSB-Demodulator mit PLL-gesteuertem BFO. – Dafür müsste die PLL einen Hilfsträger erzeugen und ein zweiter Baustein, ein Produktdetektor, daraus mit dem Eingangssignal die Niederfrequenz gewinnen. Dieser zweite Baustein fehlt, und der Ausgang liegt nicht am VCO, sondern an seiner Steuerspannung.

AD506Bei dieser Schaltung handelt es sich um einen ...ab Klasse A

Links die Klemme „ZF-Amp." an der Primärwicklung eines Transformators, der ein Drehkondensator parallel liegt. Die Sekundärwicklung hat eine Mittelanzapfung und speist vier Dioden, die im Kreis angeordnet sind und alle in dieselbe Richtung umlaufen — ein Ringmischer. Rechts folgt ein zweiter Transformator, ebenfalls mit Mittelanzapfung, dessen Wicklung zur Klemme „BFO" führt. Die beiden Mittelanzapfungen sind herausgeführt: von ihnen geht es über einen Kondensator nach Masse und weiter zur Klemme NF. Die Schaltung hat also zwei HF-Eingänge und einen NF-Ausgang.
  1. Produktdetektor zu Demodulation von SSB-Signalen.
  2. Diskriminator zur Demodulation von FM-Signalen.
  3. Hüllkurvendemodulator zur Demodulation von AM-Signalen.
  4. Flankendemodulator zur Demodulation von FM-Signalen.
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Richtig ist A: Produktdetektor zu Demodulation von SSB-Signalen.

Kniff: Zwei Eingänge und ein Ausgang: das Signal wird nicht gleichgerichtet, sondern mit dem Hilfsträger multipliziert. Aus der Multiplikation zweier Frequenzen entsteht die Differenz — bei SSB genau die NF. Die vier Dioden im Ring sorgen dafür, dass beide Eingangsfrequenzen selbst am Ausgang nicht erscheinen (doppelt symmetrisch).

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Diskriminator zur Demodulation von FM-Signalen. – Ein Diskriminator wertet Frequenzabweichungen aus und braucht einen phasendrehenden Kreis mit zwei gegensinnig gepolten Dioden. Hier laufen die vier Dioden gleichsinnig im Ring, und es gibt einen zweiten Eingang für den Hilfsträger.
  • Hüllkurvendemodulator zur Demodulation von AM-Signalen. – Dafür genügt eine Diode mit RC-Glied, und das Signal muss einen Träger mitbringen. Hier sind es vier Dioden, und der Träger wird von außen über die BFO-Klemme zugeführt.
  • Flankendemodulator zur Demodulation von FM-Signalen. – Ein Flankendemodulator nutzt einen absichtlich verstimmten Kreis, der Frequenzänderungen in Amplitudenänderungen umsetzt, dahinter eine Diode. Hier sind beide Kreise auf ihre Frequenz abgestimmt, und ein Ring aus vier Dioden ist kein Gleichrichter für eine Hüllkurve.

AD507Bei dieser Schaltung handelt es sich um einen ...ab Klasse A

Links zwei Generatoren: oben 3,7 MHz mit 1 V Wechselspannung, unten 1 kHz mit 1 V Wechselspannung, jeder über 1 kΩ. Beide Widerstände laufen auf denselben Knoten — die beiden Spannungen werden dort also addiert. Von diesem Knoten geht es über eine Diode (Spitze nach rechts) weiter. Hinter der Diode liegt die Primärwicklung eines Übertragers nach Masse; die gestrichelte Linie zeigt die Kopplung zur Sekundärwicklung. Die Sekundärwicklung liegt mit einem Kondensator parallel als Schwingkreis nach Masse, beschriftet f_o = 3,7 MHz, und hängt am Ausgangsknoten, der außerdem über einen Koppelkondensator mit dem Knoten hinter der Diode verbunden ist.
  1. FM-Modulator.
  2. AM-Modulator.
  3. LSB-Modulator.
  4. USB-Modulator.
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Richtig ist B: AM-Modulator.

Kniff: Zwei Spannungen an einem Punkt zu addieren ergibt noch keine Modulation — dafür braucht es ein nichtlineares Bauteil, und das ist hier die Diode. An ihrer gekrümmten Kennlinie entstehen Mischprodukte, also Träger plus und minus 1 kHz. Der Schwingkreis ist auf die Trägerfrequenz 3,7 MHz abgestimmt und lässt den Träger mit seinen beiden Seitenbändern stehen, während er die 1 kHz und die Oberwellen kurzschließt. Übrig bleibt ein Träger, dessen Amplitude im Takt der 1 kHz schwankt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • FM-Modulator. – Für Frequenzmodulation müsste die NF einen Oszillator verstimmen, etwa über eine Kapazitätsdiode im Schwingkreis. Hier wird der Träger fertig eingespeist; die Diode kann nur seine Amplitude beeinflussen, nicht seine Frequenz.
  • LSB-Modulator. – Einseitenband verlangt, dass Träger und das andere Seitenband unterdrückt werden — dazu braucht es einen Ringmodulator oder eine Gegentaktstufe und ein steilflankiges Filter. Der Schwingkreis ist hier auf den Träger selbst abgestimmt und lässt ihn samt beiden Seitenbändern durch.
  • USB-Modulator. – Gleicher Punkt wie beim unteren Seitenband: nichts in der Zeichnung unterdrückt Träger oder ein Seitenband. Ein einzelner Schwingkreis auf 3,7 MHz kann Seitenbänder, die nur 1 kHz daneben liegen, gar nicht trennen.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD507

AD508Bei dieser Schaltung handelt es sich um einen Modulator zur Erzeugung von ...ab Klasse A

Links die Klemme NF/BB, dahinter ein Widerstand in Reihe. Am nächsten Knoten hängt eine Kapazitätsdiode nach unten auf die Minusleitung — Diodendreieck mit Strich (Katode) nach oben, daneben das Kondensatorzeichen. Über einen Koppelkondensator geht es weiter auf den Schwingkreisknoten: von dort liegen eine Spule und ein Kondensator parallel nach unten auf die Minusleitung. Vom selben Knoten führen zwei Kondensatoren in Reihe nach unten zur Minusleitung; ihr Abgriff geht waagerecht nach rechts zum Emitter des NPN-Transistors, und von diesem Knoten weiter über einen Koppelkondensator zur Ausgangsklemme rechts (ein Emitterwiderstand ist nicht gezeichnet, die Leitung geht direkt auf die Minusschiene). Die Basis erhält das HF-Signal über einen weiteren Koppelkondensator und ihre Vorspannung aus einem Widerstandsteiler zwischen Plus und Minus. Der Kollektor liegt an der Plusleitung, die über einen Widerstand zur +-Klemme geht; ein weiterer Kondensator blockt die Plusleitung nach Masse ab.
  1. AM-Signalen mit unterdrücktem Träger.
  2. frequenzmodulierten Signalen.
  3. phasenmodulierten Signalen.
  4. AM-Signalen.
Lösung und Erklärung zeigen
Richtig ist B: frequenzmodulierten Signalen.

Kniff: Entscheidend ist, wo die Niederfrequenz angreift. Sie lädt über den Reihenwiderstand die Kapazitätsdiode um, und diese Diode liegt über den Koppelkondensator parallel zum frequenzbestimmenden Schwingkreis des Oszillators. Andere Kapazität heißt andere Resonanzfrequenz: die Trägerfrequenz wird im Takt der NF verzogen. Die Amplitude der Schwingung bleibt dabei unberührt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • AM-Signalen. – Für AM müsste die NF die Amplitude verändern, also etwa auf die Betriebsspannung oder den Arbeitspunkt einer Verstärkerstufe wirken. Hier wirkt sie auf eine Kapazität im Schwingkreis, und die bestimmt die Frequenz.
  • AM-Signalen mit unterdrücktem Träger. – Ein trägerunterdrückter AM-Modulator braucht einen symmetrischen (Ring-)Modulator, in dem sich der Träger herausbalanciert. Hier schwingt ein einziger Transistor dauernd durch und liefert genau diesen Träger.
  • phasenmodulierten Signalen. – Bei Phasenmodulation läuft der Oszillator auf fester Frequenz und die NF greift erst dahinter an einem Phasenglied an. Hier sitzt die Diode im Schwingkreis des Oszillators selbst, also ändert sich unmittelbar die Frequenz.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD508

AD509Was ermöglicht die abgebildete Schaltung?ab Klasse A

Links ein Mikrofon (Kreis mit Strich). Es speist einen Verstärker (Dreieck im Kasten), über dem 0,3–3,4 kHz steht. Hinter dem Verstärker liegen an derselben Leitung nach Masse hin zwei Dioden, jede einzeln von der Leitung hinunter zur Masseschiene, aber gegensinnig gepolt — die eine leitet die positiven, die andere die negativen Halbwellen nach Masse ab. Daneben liegt ein Potentiometer von der Leitung nach Masse; sein Schleifer (Pfeil) führt nach rechts in einen Filterkasten, über dem 3 kHz steht. Von dessen Ausgang geht es weiter, rechts steht „zum Oszillator".
  1. Die Erzeugung von Phasenmodulation
  2. Die Erzeugung von Amplitudenmodulation
  3. Die HF-Pegelbegrenzung und HF-Pegeleinstellung bei FM-Funkgeräten
  4. Die Hubbegrenzung und Hubeinstellung bei FM-Funkgeräten
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Richtig ist D: Die Hubbegrenzung und Hubeinstellung bei FM-Funkgeräten

Kniff: Das ist alles Niederfrequenz, noch vor dem Oszillator. Bei FM hängt der Frequenzhub allein an der Amplitude der Niederfrequenz. Also begrenzen die beiden gegensinnigen Dioden durch Abschneiden der Spitzen den Hub, und der Schleifer des Potentiometers stellt ihn ein. Das Filter mit 3 kHz räumt danach die Oberwellen weg, die das Abschneiden erzeugt hat.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Die Erzeugung von Phasenmodulation – Modulation entsteht erst im Oszillator, der hier gar nicht gezeichnet ist — das Bild endet mit „zum Oszillator". Die Schaltung bereitet nur das Niederfrequenzsignal vor; kein Bauteil darin dreht eine Phase.
  • Die Erzeugung von Amplitudenmodulation – Zum Erzeugen von AM müsste die Niederfrequenz die Amplitude eines Trägers steuern. Ein Träger kommt in der Schaltung nicht vor; die Dioden verändern die Amplitude der Niederfrequenz selbst, und zwar begrenzend.
  • Die HF-Pegelbegrenzung und HF-Pegeleinstellung bei FM-Funkgeräten – Begrenzt und eingestellt wird hier, aber nicht auf der HF-Seite: der Verstärker ist auf 0,3–3,4 kHz Sprachbandbreite ausgelegt und das Filter auf 3 kHz. Das sind Niederfrequenzen. Eine HF-Pegeleinstellung würde hinter dem Oszillator stehen.

Ausführlicher Rechen- bzw. Lösungsweg im Lehrgang des DARC: 50ohm.de/AD509

AD510Welche Signale stehen am Ausgang eines symmetrisch eingestellten Balancemischers an?ab Klasse A

  1. Die zwei Seitenbänder
  2. Der verringerte Träger und ein Seitenband
  3. Viele Mischprodukte
  4. Der vollständige Träger
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Richtig ist A: Die zwei Seitenbänder

Ein Balancemischer ist so aufgebaut, dass sich der Träger in der Symmetrie aufhebt. Übrig bleiben nur Summe und Differenz der beiden Eingangsfrequenzen — die zwei Seitenbänder.

Kniff: Das Ergebnis heißt DSB, Doppelseitenband mit unterdrücktem Träger. Zu SSB wird es erst, wenn danach ein Filter eines der beiden Seitenbänder wegnimmt.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Der verringerte Träger und ein Seitenband – Das wäre ein schlecht abgeglichener Mischer mit nachgeschaltetem Filter. Bei symmetrischer Einstellung ist der Träger weg, und beide Seitenbänder sind da.
  • Viele Mischprodukte – Mischprodukte höherer Ordnung entstehen bei Übersteuerung. Im Sollbetrieb bleibt es bei Summe und Differenz.
  • Der vollständige Träger – Genau den unterdrückt der Balancemischer. Das ist sein einziger Zweck.

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Alle Themen: Technische Kenntnisse Klasse A · Lexikon

Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.