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Empfängerstufen Klasse N

Abschnitt 3.6.3 · Sender und Empfänger · Technische Kenntnisse Klasse N. 3 Fragen, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 3 Prüfungsfragen zum Thema Empfängerstufen (Kapitel „Sender und Empfänger“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

▶ Diese 3 Fragen im Trainer üben

Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Das Funkgerät bedienen: die Knöpfe und ihre Aufgabe

Fast alle Bedienfragen lösen sich, wenn man unterscheidet, WO im Gerät ein Regler wirkt — im Empfänger oder im Sender, im Hochfrequenzteil oder im Niederfrequenzteil. Das S-Meter sitzt im Empfänger und zeigt, wie stark ein Signal ankommt; es zeigt nicht die Lautstärke, die man am Volumen einstellt, und nicht die Sendeleistung. Die Rauschsperre (Squelch) sitzt ebenfalls im Empfänger und macht nur eines: sie hält den Lautsprecher stumm, solange kein Signal da ist — bei FM ist das Grundrauschen sonst unerträglich. Die Empfindlichkeit ist keine Einstellung, sondern eine Eigenschaft: die Fähigkeit, schwache Signale überhaupt zu verarbeiten. Auf der Sendeseite ist die wichtigste Einsicht die zu FM: bei Frequenzmodulation trägt die Amplitude keine Information, die Sprache sitzt in der Frequenzabweichung. Also bleibt die Sendeleistung immer gleich — laut, leise oder stumm ins Mikrofon gesprochen, es werden 2 W angezeigt. Wird der Hub zu groß, ist nicht die Leistung zu ändern, sondern die Lautstärke am Eingang: leiser sprechen. Bei den Automatiken ist VOX die, die selbst auf Sendung schaltet, wenn Geräusche ins Mikrofon kommen — ein Gerät, das ohne Zutun sendet, hat in der Regel VOX aktiviert. Dieselbe Gefahr gilt bei Computersteuerung: eine CAT-Schnittstelle kann PTT setzen, und ein Programmfehler oder ein falscher Klick lässt das Gerät unerwartet senden, mit unerwünschten Aussendungen und Feldern dort, wo niemand damit rechnet. Die beiden Buchsen sind auseinanderzuhalten: über CAT fließen BEFEHLE (seriell, Frequenz, Leistung, PTT abfragen und setzen), über den DATA- oder 9600-Anschluss fließen TÖNE — ein Niederfrequenz-Signal, das absichtlich an den Filtern und Verstärkern vorbeigeführt wird, damit es unverzerrt bleibt. Und eine Regel gilt vor allem anderen: nie ohne angepasste Antenne oder Abschlusswiderstand senden, weil die Leistung sonst zurückläuft und die Endstufe zerstört.

S-MeterEmpfangspegelNicht Lautstärke, nicht Sendeleistung, nicht Verstärkung.
SquelchRauschsperreBlendet das Grundrauschen aus, wenn kein Signal da ist.
Empfindlichkeitschwache Signale empfangen könnenEine Eigenschaft des Empfängers, kein Regler.
VOXschaltet auf Ton hin auf SendungUrsache, wenn das Gerät von allein sendet.
FM und LeistungLeistung bleibt konstantDie Sprache sitzt in der Frequenz, nicht in der Amplitude.
Hub zu großleiser ins Mikrofon sprechenNicht die Leistung ändern.
CAT-SchnittstelleBefehle, seriellFrequenz, Sendeleistung, PTT steuern und abfragen.
DATA- oder 9600-AnschlussTöne, unverzerrtNF-Signal an Filtern und Verstärkern vorbei, etwa für DV oder POCSAG.
Gefahr bei Computersteuerungunerwartetes SendenUnerwünschte Aussendungen, Menschen in Gefahr.
Nie ohne Last sendenAntenne oder Dummy LoadDie reflektierte Welle beschädigt die Endstufe.

Merken: Frage immer: Empfänger oder Sender? S-Meter, Squelch und Empfindlichkeit sitzen im Empfänger. Bei FM ist die Leistung konstant, egal wie laut du sprichst — zu großer Hub heißt leiser sprechen. VOX schaltet selbst auf Sendung. CAT trägt Befehle, DATA trägt Töne. Und nie ohne Antenne oder Abschlusswiderstand senden.

Zum Begriffsblatt im Lexikon →

Die 3 Fragen

NF301Zu welchem Zweck dient das S-Meter in einem Transceiver?ab Klasse N

  1. Es dient zur Anzeige der Sendeleistung.
  2. Es dient zur Anzeige der Audiolautstärke.
  3. Es dient zur Anzeige der Empfängerverstärkung.
  4. Es dient zur Anzeige des Empfangspegels.
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Richtig ist D: Es dient zur Anzeige des Empfangspegels.

Kniff: Ordne jeder Antwort zu, wofür es im Gerät schon etwas anderes gibt: für die Sendeleistung eine eigene Anzeige, für die Lautstärke den Lautstärkeregler. Das S in S-Meter steht für die Signalstärke, und die wird auf der Empfangsseite gemessen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Es dient zur Anzeige der Sendeleistung. – Das S-Meter arbeitet im Empfangszweig und schlägt aus, während du hörst; die abgegebene Leistung zeigt beim Senden eine Leistungsanzeige.
  • Es dient zur Anzeige der Audiolautstärke. – Die Lautstärke stellst du selbst am Regler ein. Ein leise gedrehter Empfänger bekommt dasselbe Signal an die Antenne und zeigt denselben Pegel.
  • Es dient zur Anzeige der Empfängerverstärkung. – Die Verstärkung ist eine Einstellung im Gerät, kein Messwert über das Signal. Das S-Meter soll die Stärke der fremden Aussendung anzeigen, nicht die eigene Einstellung.

Mehr dazu: Das Funkgerät bedienen: die Knöpfe und ihre Aufgabe

NF302Was muss am Empfänger eingestellt werden, um bei FM das Grundrauschen auszublenden, wenn kein Nutzsignal empfangen wird?ab Klasse N

  1. Notchfilter
  2. RIT
  3. VOX
  4. Squelch
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Richtig ist D: Squelch

Kniff: Gesucht ist etwas, das den Lautsprecher an einer Schwelle auf- und zusperrt. Prüfe die Ablenkungen einzeln: jede ist eine echte Gerätefunktion, aber keine bewertet, ob überhaupt ein Signal da ist. Eine von ihnen arbeitet nicht einmal im Empfänger.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Notchfilter – Ein Notchfilter schneidet eine einzelne störende Frequenz aus dem Empfangssignal, etwa einen Pfeifton. Das Grundrauschen liegt über die ganze Bandbreite und bleibt.
  • RIT – RIT verstimmt nur den Empfänger gegen die Sendefrequenz. Es verschiebt, WAS man hört, nicht, OB man etwas hört.
  • VOX – Das ist die Sendeautomatik am Mikrofoneingang; sie schaltet auf Sendung und hat mit dem Rauschen im Empfänger nichts zu tun.

Mehr dazu: Das Funkgerät bedienen: die Knöpfe und ihre Aufgabe

NF303Worauf bezieht sich die Empfindlichkeit eines Empfängers?ab Klasse N

  1. Auf die Bandbreite des HF-Vorverstärkers
  2. Auf die Stabilität des VFO
  3. Auf die Fähigkeit, schwache Signale zu empfangen
  4. Auf die Fähigkeit, starke Signale zu unterdrücken
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Richtig ist C: Auf die Fähigkeit, schwache Signale zu empfangen

Kniff: Die Empfindlichkeit beantwortet die Frage, wie klein ein Signal sein darf, damit es noch brauchbar ankommt. Die Ablenkungen nennen alle eine echte Eigenschaft eines Empfängers, jede aber eine andere. Achte besonders auf die Antwort mit den starken Signalen: sie dreht die Richtung um.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Auf die Bandbreite des HF-Vorverstärkers – Die Bandbreite sagt, welchen Frequenzbereich die Stufe durchlässt, nicht wie kleine Signale sie noch verarbeiten kann.
  • Auf die Stabilität des VFO – Die Stabilität des VFO entscheidet, ob die Frequenz wegläuft. Ein sehr stabiler Empfänger kann trotzdem unempfindlich sein.
  • Auf die Fähigkeit, starke Signale zu unterdrücken – Das ist die umgekehrte Eigenschaft und betrifft das Verhalten bei großen Signalen. Empfindlichkeit meint das untere Ende des Pegelbereichs, nicht das obere.

Mehr dazu: Das Funkgerät bedienen: die Knöpfe und ihre Aufgabe

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Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.