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Betriebliche Abkürzungen

Abschnitt 2.2.1 · Betriebliche Abkürzungen und Q-Gruppen · Betriebliche Kenntnisse. 10 Fragen, ab Klasse N, jede mit Erklärung.

Auf dieser Seite stehen alle 10 Prüfungsfragen zum Thema Betriebliche Abkürzungen (Kapitel „Betriebliche Abkürzungen und Q-Gruppen“). Überlege erst selbst und klappe dann die Lösung auf: Dort steht der Lösungsweg und bei jeder falschen Antwort, welcher Denkfehler dahintersteckt.

Die Fragen gehören zum Prüfungsteil Betriebliche Kenntnisse. Sie kommen ab der Klasse N vor. Die Markierung an jeder Frage zeigt, ab welcher Klasse sie gilt.

▶ Diese 10 Fragen im Trainer üben

Im Lehrgang des DARC nachlesen (50ohm.de):

Die Betriebsarten

Eine Nachricht auf einen Träger zu setzen heißt, an ihm etwas zu verändern — und es gibt nur drei Größen, die man verändern kann: Amplitude, Frequenz und Phase. Daraus wird die ganze Ordnung. Verändert man die Amplitude, entsteht AM; lässt man dabei Träger und ein Seitenband weg, bleibt SSB übrig, halb so breit und mit der ganzen Leistung in der Nachricht. Verändert man die Frequenz, entsteht FM, breiter, aber unempfindlich gegen Störungen der Amplitude. Und schaltet man den Träger nur ein und aus, ist es Telegrafie, die schmalste Betriebsart überhaupt. Die Reihenfolge nach Bandbreite — CW, SSB, AM, FM — ist also keine Liste zum Lernen, sondern das Ergebnis dieser Bauart. Davon streng zu trennen ist die zweite Ebene: WAS man überträgt. FT8, RTTY, DMR, D-STAR oder SSTV sind Verfahren, die auf einer Modulation aufsetzen — sie sind keine Modulationsarten. Genau diese Verwechslung prüfen die meisten Fragen dieses Blocks, indem sie in einer Liste beides mischen.

CWMorsetelegrafieDie schmalste Betriebsart, wenige hundert Hertz. Liegt am Bandanfang.
SSBEinseitenbandEin Seitenband, Träger unterdrückt. Halb so breit wie AM.
AMAmplitudenmodulationTräger und zwei Seitenbänder.
FMFrequenzmodulationAuf 2 m und 70 cm die übliche Sprechart, auch bei analogen Relaisfunkstellen.
LSBunteres SeitenbandUnter 10 MHz, also auch im 80-m-Band.
USBoberes SeitenbandÜber 10 MHz, also im 20-m-Band und auf 2 m.
digital, SpracheDMR, D-STAR, C4 FM, M17, FreeDVSprache, aber digital übertragen. Keine Modulationsarten, sondern Übertragungsverfahren.
digital, DatenRTTY, PSK31, FT8, JS8, Olivia, THORKein Sprechfunk — Text und Daten.
SSTVBildübertragungLangsames Fernsehen: ein Bild in mehreren Sekunden.

Merken: Vier analoge Betriebsarten, nach Bandbreite geordnet: CW, SSB, AM, FM. SSB ist die halbe AM — ein Seitenband weg, der Träger unterdrückt. Die Seitenbandregel: unter 10 MHz das untere, darüber das obere. Und: Modulationsart ist etwas anderes als Übertragungsverfahren — SSB, FM und AM sind Modulationsarten, FT8 und DMR sind Verfahren.

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Abkürzungen im Funkbetrieb

Die Abkürzungen im Funkbetrieb sind alle aus demselben Grund entstanden: eine Funkverbindung ist schwach, kurz und oft zwischen Menschen ohne gemeinsame Sprache. Also verabredet man kurze, international gleiche Zeichen für das, was in fast jedem QSO vorkommt — wer ruft (CQ), wie gut komme ich an (RST), bestätigen wir es (QSL), machen wir Schluss (73). Aus derselben Knappheit folgt die Benimmordnung, nach der viele dieser Fragen gebaut sind. Eine Anruffrequenz ist gemeinsames Eigentum: man ruft dort und geht dann weg, sonst kann niemand anderes rufen. Wer CQ gerufen hat, hat die Frequenz zuerst benutzt, und die Nächste weicht aus. Und alles Schriftliche — Logbuch und QSL-Karte — steht in koordinierter Weltzeit, weil die Gegenstation in einer anderen Zeitzone sitzt und sonst nichts wiederfindet. Nicht Vorschriften also, sondern die Folgen einer knappen, weltweit geteilten Sache.

CQallgemeiner Anruf„An alle“ — wer mag, antwortet. Immer mit dem eigenen Rufzeichen.
DXgroße EntfernungWeite Verbindung, seltenes Land.
RSTRapportReadability, Strength, Tone: Lesbarkeit 1 bis 5, Stärke 1 bis 9, Ton 1 bis 9.
TX, RX, TRXSender, Empfänger, beidesEin TRX ist beides in einem Gehäuse.
BKbreakIch möchte dazwischen.
PSEplease, bitte
73 und 55viele Grüße, viel ErfolgZahlen als Gruß — 73 zum Abschied, 55 als Wunsch.
SWLKurzwellenhörerShort Wave Listener: hört zu, sendet nicht.
QSL-KarteBestätigung einer VerbindungMindestens: eigenes Rufzeichen, Gegenstation, Datum, Uhrzeit in UTC, Band, Übertragungsverfahren, Rapport.
QSL-Managerbestätigt für andere„QSL via ...“ — die Karte geht an den Manager, nicht an die Station.
Callbookinternationale RufzeichenlisteDort stehen die Anschriften ausländischer Funkamateure.
UTCkoordinierte WeltzeitMEZ minus 1 Stunde, MESZ minus 2 Stunden. Im Log und auf der Karte immer UTC.
Splitgetrennte FrequenzenSenden und Empfangen auf verschiedenen Frequenzen.
Pile-UpAnrufertraubeViele rufen gleichzeitig eine seltene Station.
Listenbetriebüber einen VermittlerEine gut hörbare Station sammelt die Anrufer in eine Liste und ruft sie später auf.

Merken: Ein QSO fängt mit CQ an und hört mit 73 auf. Die Uhrzeit ist immer UTC — im Winter MEZ minus eins, im Sommer MESZ minus zwei. Und wer „QSL via“ hört, schickt die Karte an den Manager, nicht an die Station.

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Die 10 Fragen

BB101Warum werden insbesondere in der Telegrafie (z. B. CW, JS8, RTTY) betriebliche Abkürzungen und Q-Gruppen verwendet?ab Klasse N

  1. Der Informationsgehalt einer Aussendung wird verschleiert und ist damit für Unbeteiligte nicht verständlich.
  2. Sie werden bei Verbindungen über Amateurfunksatelliten benutzt, um den Dopplereffekt durch kürzere Durchgänge zu vermeiden.
  3. Der Betriebsablauf wird vereinfacht und der zu übertragende Informationsgehalt pro Zeiteinheit optimiert.
  4. Sie werden als Kennung beim Amateurfunkpeilen genutzt, um die Sender zu kennzeichnen.
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Richtig ist C: Der Betriebsablauf wird vereinfacht und der zu übertragende Informationsgehalt pro Zeiteinheit optimiert.

Kniff: Gefragt ist der Zweck. Kurze, feste Wendungen sparen Zeichen und damit Zeit, und sie machen den Ablauf für alle gleich vorhersehbar — das gilt besonders dort, wo jedes Zeichen einzeln gegeben wird. Verschleierung ist ausdrücklich nicht der Zweck: Q-Gruppen sind allgemein bekannt und gerade deshalb nützlich.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Der Informationsgehalt einer Aussendung wird verschleiert und ist damit für Unbeteiligte nicht verständlich. – Kehrt den Zweck um. Die Abkürzungen sind veröffentlicht und für jeden Funkamateur lesbar, Verschleiern ist im Amateurfunk nicht erlaubt.
  • Sie werden bei Verbindungen über Amateurfunksatelliten benutzt, um den Dopplereffekt durch kürzere Durchgänge zu vermeiden. – Der Dopplereffekt entsteht durch die Bewegung des Satelliten. Kürzere Durchgänge ändern daran nichts.
  • Sie werden als Kennung beim Amateurfunkpeilen genutzt, um die Sender zu kennzeichnen. – Verwechselt betriebliche Abkürzungen im QSO mit den Kennungen von Peilsendern.

Mehr dazu: Die Betriebsarten

BB102Was bedeutet die betriebliche Abkürzung „CQ“ im Amateurfunk?ab Klasse N

  1. Große Entfernung
  2. Telegrafie
  3. Contest Query
  4. Allgemeiner Anruf
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Richtig ist D: Allgemeiner Anruf

Kniff: CQ sagt nur, dass der Anruf an alle geht — es sagt nichts darüber, wie weit, in welchem Verfahren oder zu welchem Anlass gefunkt wird. Genau da greifen die falschen Antworten zu. Eine von ihnen ist die Bedeutung von DX, eine nennt ein Übertragungsverfahren, eine erfindet eine Auflösung der beiden Buchstaben. Wer den Anruf „CQ DX“ kennt, sieht sofort: CQ und DX sind zwei verschiedene Angaben, die nebeneinanderstehen.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Große Entfernung – Große Entfernung ist die Bedeutung von DX. Im Anruf „CQ DX“ stehen beide Kürzel hintereinander — wären sie gleichbedeutend, wäre die Wiederholung sinnlos.
  • Telegrafie – Telegrafie ist ein Übertragungsverfahren und hat kein eigenes Kürzel in dieser Reihe. CQ wird in jedem Verfahren gerufen, in Telegrafie genauso wie in Telefonie.
  • Contest Query – „Contest Query“ ist eine nachträgliche Deutung der zwei Buchstaben. CQ wird jeden Tag und außerhalb jedes Wettbewerbs gerufen; ein Anruf, der nur im Contest gelten würde, wäre als allgemeiner Anruf unbrauchbar.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

BB103Was bedeutet die betriebliche Abkürzung DX?ab Klasse N

  1. Kleine Entfernung
  2. Auf dem direktem Weg
  3. Auf dem indirektem Weg
  4. Große Entfernung
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Richtig ist D: Große Entfernung

Kniff: DX hat nur eine Bedeutung: weit. Achte auf die beiden Antworten, die vom „Weg“ sprechen — die gehören zum Versand der QSL-Karte und nicht zu einer Entfernung. Und rechne damit, dass neben der richtigen Antwort ihre genaue Umkehrung steht; solche Spiegelantworten sind in diesem Katalog häufig.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Kleine Entfernung – Das ist die Umkehrung der richtigen Antwort. DX bezeichnet die weite Verbindung und das seltene Land, nie die Verbindung in die Nachbarschaft.
  • Auf dem direktem Weg – „Direkt“ beschreibt, wie eine QSL-Karte verschickt wird, nämlich mit der Post an die Station selbst. Mit der Entfernung einer Funkverbindung hat das nichts zu tun.
  • Auf dem indirektem Weg – „Indirekt“ ist das Gegenstück dazu: die Karte läuft über eine Vermittlung oder einen Manager. Auch das ist eine Aussage über den Kartenweg, nicht über die Funkstrecke.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

BB104Eine Station ruft auf VHF/UHF „CQ DX“. Wer soll antworten?ab Klasse N

  1. Stationen mit deutschem Präfix
  2. Stationen in mehr als einigen 100 km Entfernung
  3. Stationen auf den Philippinen
  4. Stationen von anderen Kontinenten
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Richtig ist B: Stationen in mehr als einigen 100 km Entfernung

Kniff: DX ist kein festes Kilometermaß, sondern wird am Band gemessen. Auf VHF/UHF reicht die Welle normalerweise nur bis zum Horizont, deshalb gilt dort schon eine Verbindung über einige hundert Kilometer als weit. Die Frage nennt das Band ausdrücklich — ohne diese Angabe wäre sie nicht entscheidbar. Auf Kurzwelle lautet die Antwort auf dieselbe Frage anders.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Stationen mit deutschem Präfix – Eine Länderkennung steht nur dann im Anruf, wenn sie genannt wird — das wäre „CQ DL“. DX nennt kein Land und schließt deutsche Stationen nicht aus, wenn sie weit genug entfernt sind.
  • Stationen auf den Philippinen – Hier wird DX als Rufzeichenpräfix gelesen, das philippinischen Stationen gehört. Hinter CQ steht DX aber als Betriebsabkürzung; sonst würde jeder allgemeine Anruf mit DX-Zusatz auf die Philippinen zielen.
  • Stationen von anderen Kontinenten – Das ist der Kurzwellen-Maßstab, auf VHF/UHF angelegt. Über diese Bänder kommen Verbindungen zu anderen Kontinenten nur ausnahmsweise zustande; wer darauf wartet, lässt den Anruf unbeantwortet.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

BB105Eine Station ruft in der Nacht auf 3790 kHz „CQ DX“. Wer soll antworten? Nur Stationen ...ab Klasse N

  1. Stationen von anderen Kontinenten
  2. mit DX-Präfix
  3. im Nahbereich bis 50 km Entfernung
  4. aus Deutschland
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Richtig ist A: Stationen von anderen Kontinenten

Kniff: Zwei Angaben in der Frage tragen die Antwort: 3790 kHz liegt im 80-m-Band, also auf Kurzwelle, und es ist Nacht — die Zeit, in der dort Weitverkehr möglich ist. Auf Kurzwelle bedeutet DX einen anderen Kontinent. Vergleiche mit dem gleichen Anruf auf VHF/UHF: dasselbe „CQ DX“, anderer Maßstab.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • mit DX-Präfix – Setzt DX als Präfix eines Rufzeichens. Im Anruf ist DX die Betriebsabkürzung für große Entfernung; Stationen mit einem „DX-Präfix“ sind nicht gemeint.
  • im Nahbereich bis 50 km Entfernung – Genau das Gegenteil des Gewünschten. Bis 50 km kommt man auf 80 m immer durch, darauf zielt kein DX-Anruf.
  • aus Deutschland – Das wäre der Sinn von „CQ DL“. Deutsche Stationen sind für einen Rufer aus Deutschland der Nahbereich und damit gerade nicht das, was mit DX gesucht wird.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

BB106Was bedeuten die Abkürzungen „TX“, „RX“, „TRX“ in dieser Reihenfolge?ab Klasse N

  1. Sender, Empfänger, Sendeempfänger
  2. Tonqualität, Lesbarkeit, Signalstärke
  3. Sendeempfänger, Empfänger, Sender
  4. Signalstärke, Lesbarkeit, Tonqualität
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Richtig ist A: Sender, Empfänger, Sendeempfänger

Kniff: Die Frage verlangt die Reihenfolge ausdrücklich, also ist sie der Prüfpunkt. TRX ist das zusammengesetzte Kürzel und gehört deshalb an die Stelle des Sendeempfängers, hier also an den Schluss. Zwei Antworten bieten stattdessen Rapport-Begriffe an — die gehören zu RST und haben mit Geräten nichts zu tun.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Tonqualität, Lesbarkeit, Signalstärke – Das sind die drei Teile des RST-Rapports, dazu in der falschen Folge. TX, RX und TRX bezeichnen Geräte, kein Urteil über ein Signal.
  • Sendeempfänger, Empfänger, Sender – Die Begriffe sind richtig, die Reihenfolge ist umgedreht. Der Sendeempfänger steht hier vorn, obwohl TRX in der Frage an dritter Stelle genannt wird.
  • Signalstärke, Lesbarkeit, Tonqualität – Wieder RST-Begriffe statt Geräte, und zusätzlich untereinander vertauscht. Kein Buchstabe der drei Kürzel steht für Stärke, Lesbarkeit oder Ton.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

BB107Was bedeutet die Abkürzung „CW“ im Amateurfunk?ab Klasse N

  1. Calling Wide
  2. Contestwertung
  3. Codewort
  4. Continuous Wave
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Richtig ist D: Continuous Wave

Kniff: Die Auflösung steht im Katalog selbst, in der Frage zu CW ist sie ausgeschrieben. „Continuous Wave“ meint die fortlaufende Welle, also den Träger, der getastet wird. Die drei anderen Angebote sind nachträglich auf die Buchstaben C und W gelegte Wortpaare ohne Bezug zur Betriebsart.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Calling Wide – Kein Begriff des Amateurfunks. Die Buchstaben passen, die Bedeutung ist erfunden.
  • Contestwertung – Bezieht sich auf Wettbewerbe. CW benennt dagegen eine Betriebsart, die Morsetelegrafie.
  • Codewort – CW ist der Name der Morsetelegrafie und kein Kennwort oder Schlüsselbegriff.

Mehr dazu: Die Betriebsarten

BB108Was bedeutet die Betriebsabkürzung „BK“ in Telegrafie?ab Klasse N

  1. Signal zur Unterbrechung einer laufenden Sendung; wird auch zur formlosen Übergabe genutzt
  2. Bitte warten; wird auch zur schnellen Anforderung eines Rapports genutzt
  3. Beendigung des Funkverkehrs; wird auch zur formlosen Begrüßung genutzt
  4. Alles richtig verstanden; wird auch zur schnellen Beendigung eines Funkkontakts genutzt
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Richtig ist A: Signal zur Unterbrechung einer laufenden Sendung; wird auch zur formlosen Übergabe genutzt

Kniff: BK steht für „break“: jemand will in eine laufende Sendung hinein. Jede Antwort besteht hier aus zwei Hälften, und schon eine falsche Hälfte macht sie unbrauchbar — prüfe deshalb den ersten Teil zuerst. Die drei falschen Bedeutungen gehören zu anderen Zeichen des Funkbetriebs.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Bitte warten; wird auch zur schnellen Anforderung eines Rapports genutzt – „Bitte warten“ ist das Gegenteil der Absicht von BK: BK will sofort dazwischen, nicht später. Einen Rapport fordert man mit einer Frage an, nicht mit einem Unterbrechungszeichen.
  • Beendigung des Funkverkehrs; wird auch zur formlosen Begrüßung genutzt – Das Ende des Funkverkehrs zeigen die Schlusszeichen und die Grußformel 73 an. BK unterbricht eine Sendung, um weiter zu arbeiten — es beendet sie nicht, und eine Begrüßung ist es auch nicht.
  • Alles richtig verstanden; wird auch zur schnellen Beendigung eines Funkkontakts genutzt – „Alles richtig verstanden“ wird in Telegrafie mit R gegeben. BK sagt nichts darüber aus, wie gut der Empfang war, und beendet keinen Kontakt.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

BB109Was bedeutet „K“ am Ende eines Durchgangs in Telegrafie?ab Klasse N

  1. Aufforderung zum Senden
  2. Beendigung des Funkverkehrs
  3. Bitte warten
  4. Unterbrechung der Sendung
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Richtig ist A: Aufforderung zum Senden

Kniff: „K“ steht am Ende eines Durchgangs und ist die kürzeste Form von „du bist dran“. Sortiere die Antworten nach ihrer Bedeutung: Ende, Warten, Abbruch oder Übergabe. Nur eine davon übergibt das Wort an die Gegenstation.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Beendigung des Funkverkehrs – Das wäre ein Schlusszeichen. „K“ erwartet gerade noch eine Antwort.
  • Bitte warten – Ein Warten hält den eigenen Durchgang offen, statt ihn abzugeben.
  • Unterbrechung der Sendung – Beschreibt einen Abbruch mitten im Text. „K“ steht dagegen am regulären Ende eines Durchgangs.

Mehr dazu: Die Betriebsarten

BB110Was bedeutet „R“ am Anfang eines Durchgangs in Telegrafie?ab Klasse N

  1. Received (empfangen)
  2. Readability (Lesbarkeit)
  3. Rapport (Bericht)
  4. Repeat (wiederhole)
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Richtig ist A: Received (empfangen)

Kniff: Achte auf die Stelle, an der der Buchstabe steht: am Anfang eines Durchgangs, bevor etwas Neues kommt. Dort passt nur eine Bestätigung des eben Gehörten. Das R des RST-Rapports steht dagegen mitten im Rapport, zusammen mit zwei weiteren Ziffern, und nie allein.

Warum die anderen nicht stimmen:

  • Readability (Lesbarkeit) – Das ist das R aus RST. Dort ist es die erste Ziffer eines Rapports und nicht ein einzelnes Zeichen zu Beginn eines Durchgangs.
  • Rapport (Bericht) – Der Rapport ist der ganze Bericht aus drei Werten, nicht sein Anfangsbuchstabe. Diese Antwort erklärt das Zeichen mit sich selbst.
  • Repeat (wiederhole) – Eine Aufforderung zur Wiederholung wäre das Gegenteil einer Bestätigung. Wer R gibt, hat alles mitbekommen und braucht nichts noch einmal.

Mehr dazu: Abkürzungen im Funkbetrieb

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Fragen und Abbildungen: Prüfungsfragenkatalog der Bundesnetzagentur, 3. Auflage (gültig seit 24. Juni 2024), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0. Die Antworten sind gemischt. Erklärungen, Lösungswege und Begriffsblätter: Amateurfunk-Trainer.