| Reflexionsfaktor | r = (SWR − 1) / (SWR + 1) | Gilt für die Spannung. |
| SWR 3 | r = 2/4 = 0,5 | |
| Leistungsanteil | r² | Leistung geht mit dem Quadrat der Spannung. |
| SWR 3, rücklaufend | 25 % | 0,5 zum Quadrat. |
| SWR 3, abgegeben | 75 % | Der Rest. |
| Bei 100 W vorlaufend | 25 W zurück | |
| Probe | beide Anteile ergeben 100 % | |
| Einordnung | SWR 3 kostet nur ein Viertel | Kein Grund zur Panik, wenn das Messgerät nicht genau 1 zeigt. |
Merken: Erst der Reflexionsfaktor r gleich SWR minus 1 durch SWR plus 1, dann QUADRIEREN — das ist der Leistungsanteil. SWR 3 heißt r gleich 0,5 heißt 25 Prozent zurück und 75 Prozent hin. Die beiden Prozentzahlen müssen zusammen 100 ergeben.
Der Zusammenhang
Das Stehwellenverhältnis sagt nicht direkt, wie viel Leistung zurückkommt — dafür braucht es einen Zwischenschritt, und der ist einfacher als er aussieht. Zuerst rechnet man aus dem SWR den Reflexionsfaktor: r = (SWR minus 1) geteilt durch (SWR plus 1). Bei einem SWR von 3 sind das 2 geteilt durch 4, also 0,5. Dieser Faktor gilt für die SPANNUNG. Leistung geht aber mit dem QUADRAT der Spannung, also wird der Anteil der rücklaufenden Leistung r² — hier 0,5 zum Quadrat gleich 0,25, also 25 Prozent. Von 100 W vorlaufender Leistung kehren demnach 25 W zurück, und 75 W werden abgegeben. Diese drei Zahlen — SWR 3, ein Viertel zurück, drei Viertel hin — lohnt sich zu behalten, weil sie in drei Fragen desselben Satzes vorkommen und sich nur in der Formulierung unterscheiden: einmal in Watt, einmal in Prozent rücklaufend, einmal in Prozent abgegeben. Zwei Kontrollen: die beiden Prozentzahlen müssen zusammen 100 ergeben, und zurück kommt immer WENIGER als die Hälfte, solange das SWR unter etwa 5,8 liegt. Ein SWR von 3 klingt schlimm, kostet aber nur ein Viertel — das ist der Grund, warum man nicht in Panik gerät, wenn das Messgerät nicht genau 1 anzeigt.
Herkunft: Fragenkatalog Klasse E. Die SWR-Formeln stehen auf Blatt 17 der Formelsammlung.