| An den Dipolenden | Stromknoten, Spannungsbauch | Der Draht hört auf, es kann kein Strom weiter. |
| In der Dipolmitte | Strombauch, Spannungsknoten | Genau umgekehrt. |
| Viel Strom, wenig Spannung | niederohmig, stromgespeist | Widerstand ist Spannung durch Strom. |
| Wenig Strom, viel Spannung | hochohmig, spannungsgespeist | |
| Halbwellendipol auf Grundfrequenz | in der Mitte stromgespeist | Deshalb passt dort Koaxialkabel. |
| Dipol, mittengespeist | etwa 40 bis 90 Ohm | Je nach Aufbauhöhe. |
| Dipol, mindestens 1 λ hoch | etwa 75 Ohm | Daher kommt der Wert 75 Ohm. |
| Groundplane | etwa 30 bis 50 Ohm | Halbe Antenne gegen Erde, also etwa halbe Impedanz. |
| Faltdipol | etwa 240 bis 300 Ohm | Der Strom teilt sich auf zwei Hälften — das vervierfacht die rund 60 bis 75 Ohm des hoch aufgehängten Dipols. |
| Yagi-Uda, Einspeisung | am Strahler | Reflektor und Direktoren hängen an nichts. |
| Nicht symmetrisch | die Groundplane | Ihre zweite Hälfte ist die Erde. Dipol, Faltdipol und Yagi sind symmetrisch. |
Merken: An den Enden ist der Strom null und die Spannung hoch, in der Mitte umgekehrt — und der Widerstand ist Spannung durch Strom. Darum: Dipolmitte niederohmig, 40 bis 90 Ω, hoch aufgehängt 75 Ω; Groundplane 30 bis 50 Ω; Faltdipol 240 bis 300 Ω. Bei der Yagi wird nur der Strahler angeschlossen.
Der Zusammenhang
Auf einem Draht, der als Antenne arbeitet, sind Strom und Spannung nicht überall gleich — es steht eine Welle darauf, und die hat Berge und Täler. An den ENDEN kann kein Strom weiterfließen, der Draht hört auf; dort ist immer ein Stromknoten, also Strom null. Gleichzeitig staut sich dort die Spannung, es ist ein Spannungsbauch. In der MITTE eines Halbwellendipols ist es umgekehrt: Strombauch und Spannungsknoten. Aus dieser einen Tatsache folgt alles Weitere, denn der Widerstand an einer Stelle ist Spannung geteilt durch Strom. Wo viel Strom und wenig Spannung ist, ist der Widerstand also NIEDRIG — man speist stromgespeist und niederohmig. Wo wenig Strom und viel Spannung ist, ist er HOCH — spannungsgespeist und hochohmig. Deshalb wird ein Halbwellendipol auf seiner Grundfrequenz in der Mitte stromgespeist, und deshalb passt dort ein Koaxialkabel mit seinen 50 oder 75 Ω überhaupt hin. Die Zahlen dazu muss man kennen, und sie sind nicht willkürlich: der mittengespeiste Halbwellendipol liegt je nach Aufbauhöhe bei etwa 40 bis 90 Ω, hoch genug aufgehängt (mindestens eine Wellenlänge über dem Boden) bei rund 75 Ω — daher stammt der Wert 75 Ω überhaupt. Die Groundplane ist nur die halbe Antenne gegen Erde und hat deshalb etwa die halbe Impedanz: 30 bis 50 Ω. Der Faltdipol dagegen ist ein zum Ring geschlossener Dipol; er teilt den Strom auf zwei parallele Hälften auf, und das vervierfacht den Fußpunktwiderstand: aus den rund 60 bis 75 Ω des hoch aufgehängten Dipols werden 240 bis 300 Ω. Ein letzter Punkt, der oft verwechselt wird: bei einer Yagi-Uda-Antenne wird nur EIN Element angeschlossen, der Strahler. Reflektor und Direktoren hängen an nichts, sie werden von der Strahlung des Strahlers erregt. Und symmetrisch heißt eine Antenne, wenn ihre beiden Hälften gleich aussehen — der Dipol, der Faltdipol, die Yagi. Die Groundplane ist es NICHT, denn ihre zweite Hälfte ist die Erde.
Herkunft: Fragenkatalog Klasse E, Abschnitt Antennen. Die Impedanzwerte stehen dort in den Antworten.