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Mantelwellen und das Symmetrieren

Begriffsblatt für die Amateurfunkprüfung – kurz, mit den Fragen, die dazu drankommen.

KoaxialkabelunsymmetrischInnenleiter und Schirm sind nicht gleichwertig.
DipolsymmetrischBeide Hälften gleich.
Direkt verbundenStrom läuft über die SchirmaußenseiteDas ist die Mantelwelle.
Folge am DiagrammRichtcharakteristik wird verformtDer Kabelmantel strahlt mit.
Folge im HausStörungen und schlechterer EmpfangHF läuft auf dem Mantel bis zur Station.
Ursachefehlende SymmetrieKein Anpassungsproblem.
AbhilfeSymmetrierglied (Balun)Zum Anschluss eines Koaxialkabels an eine Dipol-Antenne.
Mantelwellendrosselunterdrückt GleichtaktsignaleNachträglich im Kabel: an der eigenen Antenne am Speisepunkt, beim gestörten Gerät dicht davor.

Merken: Koax ist unsymmetrisch, der Dipol symmetrisch — deshalb sucht sich der Strom die Außenseite des Schirms. Folge: der Mantel strahlt mit, die Richtcharakteristik verformt sich, und HF läuft ins Haus. Dagegen hilft ein Balun am Übergang oder eine Mantelwellendrossel im Kabel, nicht ein Anpassgerät.

Der Zusammenhang

Ein Koaxialkabel hat zwei Leiter, aber sie sind nicht gleichwertig: der Innenleiter liegt geschützt in der Mitte, der Außenleiter ist ein Schirm mit einer Innen- und einer AUSSENseite. Das macht das Kabel unsymmetrisch. Ein Dipol dagegen ist symmetrisch — seine beiden Hälften sind gleich. Schließt man das eine direkt an das andere an, passt die Symmetrie nicht zusammen, und ein Teil des Stroms findet einen dritten Weg: über die AUSSENseite des Schirms zurück. Dieser Strom heißt Mantelwelle, und er hat zwei unangenehme Folgen. Erstens strahlt der Kabelmantel jetzt selbst — die Antenne hat einen zusätzlichen, unbeabsichtigten Strahler bekommen, und ihre Richtcharakteristik wird dadurch verformt. Zweitens läuft Hochfrequenz auf dem Mantel bis ins Haus, wo sie Geräte stört und auch den eigenen Empfang verschlechtert. Mantelwellen sind also kein Anpassungsproblem, sondern ein SYMMETRIEproblem — und genau deshalb hilft dagegen kein Anpassgerät, sondern ein Symmetrierglied, der Balun. Er sitzt am Übergang und sorgt dafür, dass der Rückstrom auf der Innenseite des Schirms bleibt. Das ist seine Aufgabe: ein Koaxialkabel an eine symmetrische Antenne wie einen Dipol anzuschließen. Eine Mantelwellendrossel wirkt auf demselben Weg, nur nachträglich und an der passenden Stelle im Kabel — an der eigenen Antenne am Speisepunkt, bei einem gestörten Gerät unmittelbar davor. Sie unterdrückt den Gleichtaktanteil, also den Strom, der auf allen Leitern in dieselbe Richtung läuft.

Herkunft: Fragenkatalog Klasse E, Abschnitt Symmetrierung und Mantelwellen.

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